\documentclass [a4paper, 12pt] {article} %Hier fängt die Präambel an. \usepackage[ngerman]{babel} %Paket für neue deutsche Rechtschreibung \usepackage[latin1]{inputenc} %richtiger Zeichensatz, um Umlaute darzustellen \usepackage[T1]{fontenc} %richtige Zeichentabelle \usepackage[onehalfspacing]{setspace} %Paket für richtigen Zeilenabstand, hier 1.5-fach \usepackage[left=20mm,right=10mm,top=20mm,bottom=30mm]{geometry} %Bestimmung der Seitenränder \usepackage{times} %Verwendung der Times-Schriftart \begin{document} \section{Besseres Word für lau: LaTeX auf dem Mac - Teil 1} Welche(r) Student(in) kennt das nicht: Das Ende des Semesters oder sogar des Studiums steht kurz bevor und man schlägt sich mal wieder mit seiner Haus- oder Bachelor-Arbeit herum. Und mal ehrlich: Wer von euch hat sich noch nie eine Nacht um die Ohren schlagen müssen, die Arbeit so zu formatieren, wie es der Dozent / die Dozentin haben möchte (besonders dann, wenn man erst eine Woche vor Abgabetermin mit der Arbeit anfängt)? Nur ein paar Seiten Text zu verfassen, mag mit Microsoft Office Word oder Open Office ja noch ganz gut funktionieren. Doch spätestens wenn es darum geht, wirklich lange Arbeiten mit Fußnoten, Querverweisen, größeren Grafiken, Literatur- und Inhaltsverzeichnis zu versehen, dann kann das mit Word ein ziemlicher Krampf werden. Auch ändert Word gerne mal plötzlich die Formatierung, verschluckt die Hälfte einer mühsam erstellten Tabelle (selbst erlebt) oder wird schneckenlangsam, je größer das Dokument wird. Was also tun? Den Rechner aus dem Fenster werfen? Nein, lieber all diese Textverarbeitungsprogramme in den hintersten Teil der Festplatte vergraben und LaTeX installieren. \vspace{0.2cm} %Absatz-Abstand LaTeX ist genaugenommen eine Sammlung von Makropaketen für das Textsatzprogramm TeX. Dabei handelt es sich nicht um ein WYSIWYG-Programm (what you see is what you get), in dem man sofort das formatierte Ergebnis dessen begutachten kann, was man schreibt. Sondern man schreibt seinen Text in eine einfache Textdatei mit einem Editor seiner Wahl und formatiert ihn mittels bestimmten Befehlen, den Makros. Diesen Quellcode kann man dann von LaTeX \glqq setzen\grqq{} und direkt in eine PDF-Datei exportieren lassen. Von der Struktur her ist LaTeX also mit einer Auszeichnungssprache ähnlich wie HTML zu vergleichen, allerdings ist die Syntax wesentlich leichter zu erlernen. \vspace{0.2cm} Ein TeX-Dokument besteht immer aus einer Präambel und dem eigentlichen Text. LaTeX-Befehle werden immer mit einem Backslash (\textbackslash) eingeleitet. Ein einfaches Beispiel: %Verbatim-Umgebung, um Text genau so auszugeben, wie er eingegeben wurde \begin{verbatim} \documentclass[a4paper, 12pt]{article} \usepackage[left=20mm,right=10mm,top=20mm,bottom=30mm]{geometry} \usepackage{...} \begin{document} Hier steht der eigentliche Text. ... \end{document} \end{verbatim} Zunächst definiert man eine Dokumentklasse. Davon gibt es insgesamt 3 Stück (article, report und book). Je nach dem wie groß die Arbeit werden soll, definiert man eine der 3 Klassen und LaTeX stellt schon viele Dinge von selbst ein, um die sich der Autor gar nicht mehr kümmern muss. Danach bindet man die Makropakete ein, die man für seine Arbeit braucht. Im oberen Beispiel das Paket geometry, mit dem man die Seitenränder auf den Millimeter genau einstellen kann. Es gibt Pakete zum Einbinden von Grafiken, automatischer Silbentrennung und und und... \end{document}