Farbmanagement ist für viele Computer-Anwender ein Buch mit sieben Siegeln. Mindestens. Das macht eigentlich auch nicht so viel aus, denn für die gemeine, private Arbeitsumgebung ist konsequentes Farbmanagement nicht sonderlich relevant. Eher eine nette Beigabe und ein lustiger Zeitvertreib. Wenn man denn so gestrickt ist.
Trotzdem kaufen sich viele Hobby-Photographen und -Grafiker gerne ein Kolorimeter, aus welchen Gründen auch immer. Wobei, ein Grund dürfte sein, dass die beigelegten ICC-Profile von Monitoren und Apple-Rechnern alles andere als „neutral“ sind. Und dem möchte man natürlich entgegenwirken, auch als interessierter Laie. Sei’s aus ideologischen Gründen, sei’s aus praktischen Erwägungen. Oder weil man zu viel Geld und Zeit übrig hat. Aber ich schweife ab.
Farbmanagement bringt in einer komplett farbverwalteten Umgebung am meisten. Wenn man also nicht nur den Monitor vernünftig einstellt, sondern auch gleich seinen Drucker, Scanner und die Digicam. Und selbstverständlich auch Software einsetzt, die mit Farbmanagement umgehen kann. Womit wir beim eigentlichen Thema dieses Artikels wären.
Obwohl der Mac ein Urgestein der Farbmanagement-Bewegung ist, kommen immer öfters Programme auf den Markt, die damit überhaupt nichts anfangen können. Ein Beispiel wären Googles Picasa und Chrome. Apples Safari kann’s wenigstens halbwegs. Jetzt könnte man sagen: „Aber eben, im normalen Umfeld ist das doch schnurz …“, aber insbesondere Mac-User ohne den geringsten Sinn fürs Thema haben ein Problem. Gegebenenfalls ein gehöriges.