Color Management

Apple hat mit Snow Leopard einen alten und wichtigen Bestandteil von OS X überarbeitet: Das Color-Management-Modul (CMM) ColorSync. Anders als in früheren Versionen des Betriebssystems war der Umbau dieses Mal dermaßen umfangreich, dass nicht nur die Hersteller von Proofing-Lösungen fluchen wie angetrunkene Hooligans – nein, auch Photographen und Designer, die auf (einigermaßen) farbverbindliches Arbeiten auf mehreren [...]

„In fact, it’s the nicest display we’ve ever put in a notebook. It has 60 % greater color gamut, which means more vivid colors on the display.“ Ja, Phil Schiller brachte diesen Auswurf tatsächlich an der diesjährigen WWDC-Keynote. Klingt marketingtechnisch ja auch ganz gut, nicht? Mehr Farben! Whee! Daß er damit ausgerechnet auf den sogenannten [...]

In der zweiten Folge zum Thema „Monitorkalibrierung“ soll sich alles um den Weißpunkt drehen. Respektive die Farbtemperatur. Das ist ein recht weites Feld, und leider dabei auch das Umstrittenste. Immer wieder hört man gutgemeinte Ratschläge wie „stell Deinen Monitor auf 6.500 Kelvin ein! Das ist sRGB-Standard!“ oder „nein, 5.000 Kelvin ist ISO-Norm!“.

Die Einstellung der Helligkeit - oder Luminanz - erscheint mir in Sachen „Monitorkalibrierung“ so wichtig, dass ich ihr meinen ersten Artikel zu diesem Unter-Thema widmen möchte. Auch, da man selbst ohne Messgeräte die Bildschirmdarstellung verbessern kann. Farbtemperatur und Tonwertkurve folgen dann später. Yup. Aber zuerst einmal zum Luminanz-Problem, insbesondere bei Apple-Geräten. Das Problem. Monitore sind in der [...]

Farbmanagement ist für viele Computer-Anwender ein Buch mit sieben Siegeln. Mindestens. Das macht eigentlich auch nicht so viel aus, denn für die gemeine, private Arbeitsumgebung ist konsequentes Farbmanagement nicht sonderlich relevant. Eher eine nette Beigabe und ein lustiger Zeitvertreib. Wenn man denn so gestrickt ist.

Trotzdem kaufen sich viele Hobby-Photographen und -Grafiker gerne ein Kolorimeter, aus welchen Gründen auch immer. Wobei, ein Grund dürfte sein, dass die beigelegten ICC-Profile von Monitoren und Apple-Rechnern alles andere als „neutral“ sind. Und dem möchte man natürlich entgegenwirken, auch als interessierter Laie. Sei’s aus ideologischen Gründen, sei’s aus praktischen Erwägungen. Oder weil man zu viel Geld und Zeit übrig hat. Aber ich schweife ab.

Farbmanagement bringt in einer komplett farbverwalteten Umgebung am meisten. Wenn man also nicht nur den Monitor vernünftig einstellt, sondern auch gleich seinen Drucker, Scanner und die Digicam. Und selbstverständlich auch Software einsetzt, die mit Farbmanagement umgehen kann. Womit wir beim eigentlichen Thema dieses Artikels wären.

Obwohl der Mac ein Urgestein der Farbmanagement-Bewegung ist, kommen immer öfters Programme auf den Markt, die damit überhaupt nichts anfangen können. Ein Beispiel wären Googles Picasa und Chrome. Apples Safari kann’s wenigstens halbwegs. Jetzt könnte man sagen: „Aber eben, im normalen Umfeld ist das doch schnurz …“, aber insbesondere Mac-User ohne den geringsten Sinn fürs Thema haben ein Problem. Gegebenenfalls ein gehöriges.