
Die Welt ist unvollkommen, das habe ich schon immer vermutet. In Bezug auf Telefon und Computer ist sie das ganz sicher bei sehr vielen Anwendern.
Ich schreibe diesen Artikel deswegen, weil ich die Unvollkommenheit bis vor wenigen Tagen täglich aushalten musste. Ich verbringe eine Menge Zeit am Computer, schreibe Texte und telefoniere auch recht viel. Dabei rufe ich nicht immer wieder die Personen aus dem Telefon-Telefonbuch an, sondern meistens neue Kontakte. Die Nummern stehen dabei entweder auf Webseiten, in E-Mails oder auch in PDF-Dokumenten.
So, und nun tippte Otto-Normal-Telefonierer jedes Mal die Nummer von Hand in das Telefon und das zig-fach am Tag. Wenn Besetzt ist, machte er das in der Regel dann auch noch mehrmals, denn die Nummer wäre schon aus der Wahlwiederholungsliste verschwunden. So ein Vorgehen gehört in die Abteilung Lebenszeitverschwendung, oder?
Die Lösung heißt Frizzix. Die kostenlose Software integriert die FritzBox und das daran angeschlossene Telefon (anlog, ISDN, VoIP) in das OS X und ermöglicht es, dass man Nummern aus dem Apple Adressbuch, aus einer Website oder PDF-Dokument per Mausklick durch Übergabe an die FritzBox anrufen kann. Tolle Sache.

Gleichzeitig fungiert Frizzix als Anrufmonitor, der mir anzeigt, wen ich angerufen habe, wer mich angerufen hat und welche Anrufe unbeantwortet blieben. Optional kann man Frizzix anweisen, unbekannte Nummern im Internet nachzuschauen. Funktioniert erstaunlich gut.
Übrigens: bei Besetzt klickt man einfach noch mal im Protokoll auf die Nummer, schon wählt es wieder an. So einfach.
Growl-Unterstützung ist ebenfalls mit dabei. Bei Aktivität auf der Telefonleitung ploppt das Growl-Notification-Window auf und teilt den Namen und die Nummer des Gesprächspartners mit. Und soweit vorhanden auch das dazugehörige Foto. Sehr nett.
Ebenfalls nett: Anwendungen wie iTunes, DVD-Player, QuickTime Player, VLC oder EyeTV können optional angehalten werden, wenn ein Anruf reinkommt. Der Bildschirmschoner kann auf Wunsch dann automatisch unterbrochen werden.
Die Installation der Software ist ganz einfach und zügig erledigt. Da es nur die Vollversion gibt, gibt es auch keine Einschränkungen in der Testphase. Der Autor der Software bittet um Spenden zur Finanzierung der Weiterentwicklung der Software. Angesichts der wirklich reibungslosen Funktion keine Frage der Ehre und des Anstands, sondern die logische Konsequenz am Ende der Testphase, wenn man Frizzix wirklich nutzt.
Die Welt ist unvollkommen, das habe ich schon immer vermutet. In Bezug auf Telefon und Computer ist sie noch immer nicht absolut vollkommen, aber dank Frizzix und FritzBox viel viel runder geworden.
Welche Lösungen kennt Ihr sonst noch, welche haben sich in Eurer Praxis bewährt?