Design auf Diät

12. Januar 2011 · 20 Kommentare ·

Ihr kennt das sicher auch. Am Anfang eines jeden Jahres die selbe Leier. Diät ist angesagt, so auch hier im Froschteich. Der fette Header hat bereits merklich abgenommen, und das satte Grün musste einem schlanken Weiß weichen. Wem das alles bekannt vorkommt – ja, so ein Design hatten wir bereits einmal. Und wenn mich nicht alles täuscht, so kam es bei den Lesern am besten an.

Auf der ToDo-Liste stehen noch die Verschönerung der Sidebar und die des Footerbereiches. Für weitere Ideen und Verbesserungsvorschläge dürft ihr gern die Kommentare nutzen.

Den Notizen-Sammler Notational Velocity habe ich vor einiger Zeit vorgestellt. Damals erwähnte ich am Rande einen Fork, der auch MultiMarkdown unterstützen wollte – um die aktuelle Version 1.0.6 besagten Abkömmlings geht es mir heute. Denn mittlerweile bietet nvALT einen Haufen davon, was sich der minimalistische Tippsler am Mac wünscht. Besonders, wenn er jeden Abend ein Zicklein den OpenSource-Göttern und eine Flasche Hartalk den Dämonen der Markup-Syntax opfert, bevor das Bett ruft.

Was ist nvALT?

ALT steht für „Alternative“, nv für „Notational Velocity“. Hauptsächlich bohrt nvALT die bestehende Basis mit einem Breitbild-Modus und Unterstützung für (Multi-)Markdown sowie Textile auf. Die Applikation behält natürlich die bekannten Vorzüge wie SimpleNote-Sync und einfache Bedienung bei.

Ich mach’s kurz: Wer sich auf Text konzentrieren will, diesen Text aber auch noch rudimentär mit Layout und Format versehen muss – der ist hier richtig. Oder noch kürzer: Hell, yes!

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AppShopper.jpg

Ein Kreuz ist es! Apple verschläft es seit Jahren eine sehr, sehr wichtige Funktion im App Store anzubieten. Einen kleinen optischen Hinweis, der mir mitteilt, ob sich eine App bereits in meinem Besitz befindet oder nicht. Ich kann das fehlen eines solchen Hinweises nur als “Geldmacherei” einstufen. Dadurch sind sich sicher viele unsicher und schlagen einfach mal zu. Dadurch verdient Apple ein wenig mehr Geld, denn Apps zurückgeben ist nicht so einfach. Zwar ist das normalerweise kein Problem, aber Apple muss dem nicht zustimmen.
Was bleibt dem geneigten Fanboy also anders übrig als nach Alternativen zu suchen.

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Vor ewig langer Zeit habe ich mir geschworen, dass für meine portablen Macs keine andere Tasche mehr infrage kommt, als aus dem Hause booq. Damals galt die Taschenschmiede noch als Geheimtipp, und als viele noch auf Hüllen aus schlabbrigem Neopren setzten, war mir mein wertvolles PowerBook zu schade für ein “wenig mehr als nichts”. Ein Viper hardcase musste es sein.

Harte Schale, weicher Kern

Was die Hüllen und Taschen so besonders macht, ist das Material, aus denen sie hergestellt werden. Ballistic-Nylon schimpft es sich, und man munkelt, dass es auch zur Herstellung von schusssicheren Westen verwendet wird. Das mag gut sein, denn wenn ich mir das neue booq Viper hardcase 11″ anschaue, macht es in der Tat einen höchst robusten Eindruck. Durch das gewebte Nylon und die Rippen auf beiden Seiten ist die Hülle wie eine Nussschale, die sich schützend um die geliebte Hardware schmiegt. Hach – hört sich das nicht poetisch an? Vielleicht sollte ich beim Schreiben die Weihnachtsmusik ausmachen…

Doch die äußere Härte setzt sich innen nicht fort. Dort ist alles geschmeidig und weich. Das MacBook Air 11″ (hey, ihr habt gemerkt, dass die Hülle dafür konzipiert ist, oder?) schmiegt sich perfekt in das dafür vorgesehene, eng anliegende Fach. Gegenüber, in der anderen Häfte der Hülle, ist Platz für iPhone und anderen Kleinkram. booq wirbt zwar damit, dass auch das Netzteil reinpasst – das jedoch halte ich für gewagt.

Made in China

Jetzt bin ich mal kleinlich. Wie kommen die Jungs und Mädels bei booq nur da drauf, so einen merkwürdigen “Made in China”-Schnippel in das sonst so wertige Produkt zu zimmern? An der Hülle gibt es wenig bis gar nichts auszusetzen (vielleicht der Geruch, aber der verfliegt sicher im Laufe der Zeit), Reißverschlüsse, Nähte, Material, Passform – alles top. Aber der Schnippel – der machte mich stutzig. Jedoch nicht lange, eine Schere später war die Seltsamkeit Vergangenheit.

Fazit

Ihr habt’s gemerkt. Ich bin seit jeher ein booq-Fan. Und daran wird sich auch nach dieser Hülle (ob mit oder ohne China-Schnippel) nichts ändern. Die Firma baut einfach die “härtesten” und robustesten Taschen, in denen ich meine Macs sicher aufgehoben sehe. Klare Kaufempfehlung also. Falls ihr also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, stürzt euch in’s Gewühl – die Händler findet ihr hier. Ich spare mir das und bedanke mich bei booq für die Bereitstellung des Testmusters.

Weitere Bilder findet ihr in diesem Set auf Flickr.

ForkLift 2

3. Dezember 2010 · 159 Kommentare ·

Nach langem Warten ist es nun endlich soweit: ForkLift 2 ist da. Die Entwickler versprechen dabei nicht nur eine schnellere und stabilere Software, sondern auch neue coole Funktionen. Apfelquak beleuchtet den neuen Dateimanager: Wie gut ist die neuste Major-Version wirklich?

Wozu braucht man überhaupt einen Dateimanager? Warum für etwas Geld ausgeben, was man kostenlos mit einem Mac Betriebssystem ausgehändigt bekommt? Reicht der Finder da nicht völlig aus? Diese Fragen sind alle durchaus legitim. Um darauf klare Antworten zu geben, muss man etwas in der Geschichte zurückgehen.

2007 wurde das Unternehmen BinaryNights gegründet. Zur Zeiten des Mac Betriebssystems Tiger (Version 10.4) setzte BinaryNights genau dort an, wo Tiger durchaus einen Schwachpunkt hatte: Der Finder. Es kam z.B. nicht selten vor, dass man einen Beachball zu sehen bekam oder dass die Statusanzeige des Finders den exakt verbleibenden Speicherplatz meist verzögert wiedergab.

Fairerweise muss man zugeben, dass der Finder in den darauffolgenden Betriebssystemversionen verbessert, gar neu programmiert worden ist. Auch der Beachball Effekt hat sich deutlich verringert, auch wenn man das eher der SSD zuschreiben sollte als dem verbesserten Finder. Mit dem heutigem Finder lässt es sich also durchaus angenehm arbeiten, und damit kommt man wieder zur Ausgangsfrage zurück: Braucht man heutzutage einen Dateimanager?

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