Von Mac zu Mac – EyeTV-Streaming jenseits des iPhones
14. Februar 2010
Ich sitze eigentlich nur am Fernseher, wenn ich mir einen Film anschaue. Informationen kann man sich auch aus dem Netz besorgen und auf das, mit was einem die Sender sonst so zu unterhalten versuchen kann man getrost verzichten.
So ein bisschen Olympia-Berieselung am Rechner nebenbei fände ich dann aber aktuell doch nicht schlecht. Da ich den Fernseher im Rücken habe wollte ich mir das Livebild auf den zweiten Monitor holen. Sollte ja eigentlich kein Problem sein. Denn mein Fernseher wird von EyeTV mit dem Bild versorgt und das streamt ja schon von Haus aus auf das iPhone oder den iPod touch. Nur ist mir das etwas zu klein, bei der Größe etwas mitzubekommen würde ja doch wieder die volle Aufmerksamkeit erfordern.
Eine kurze Suche bringt zwei mögliche Lösungsansätze: VLC’s eingebauten EyeTV-Support oder den Einsatz von CyTV.
Fokus-Tools, oder Prokrastination, nein Danke
21. Januar 2010
Hintergrundbilder, Desktop-Ordner, Safari, Apfelquak.de, Facebook.de, Adium, Skype, Chat, Mail, E-Mails, NetNewsWire, RSS-Feeds … Der Mac bietet viele Gründe gerade jetzt nicht das zu tun, was wir sollten bzw. was wir uns vorgenommen haben; alles andere erscheint viel interessanter, spaßiger, kurzweiliger. Der Grund für unsere leichte Ablenkbarkeit liegt im Vermächtnis unserer Vorfahren, der Reptilien. Ihr Gehirn war nur zu instinktgesteuerten Reaktionen fähig und auf das Überleben optimiert. Blinkt irgendwo etwas auf, bewegt sich etwas in unseren Augenwinkeln, so springen diese Instinkte sofort an. Noch heute befindet sich diese Programmierung in unserem Gehirn und erschwert den produktiven Arbeitstag.
In der Aufzählung zu Beginn sind zwei Arten von Ablenkung zu erkennen: passive und aktive. Die passiven Ablenkungen liegen einfach herum und werden von unseren Augen aufgefasst. Die aktiven melden sich von selbst oder werden von uns angestoßen. In diesem Artikel beschreibe ich, wie man als moderner Mensch mit Hilfe des Macs und ein paar kleinen, kostenlosen Programmen das Reptiliengehirn austricksen und produktiv arbeiten kann. Im nächsten Artikel werde ich Programme vorstellen, die helfen die aktiven Ablenkungen im Zaum zu halten.
Passive Schreibtischablenkung
Meine Mutter sagte oft zu mir, der ganze Kram auf meinem Schreibtisch würde mich nur vom Lernen abhalten. Ähnliches gilt auch für unseren Desktop. Wer wie ich den Mac OS X Desktop als Datenablage für aktuelle Aufgaben nutzt, der kennt das Problem: Es ist viel spannender die andere Aufgabe anzugehen, als die jetzige fertig zu stellen. Die drei Programme Backdrop, Camouflage und Think versuchen hier zu helfen, indem sie den Desktop während der Arbeit freiräumen.
Backdrop
Backdrop legt nach dem Start einen Vorhang über den Desktop. Dieser ist standardmäßig ganz schwarz, es können aber andere Farben oder auch Bilder ausgewählt werden. Auf diese Weise verhindert Backdrop, dass die vielen Icons auf dem Desktop von der aktuellen Aufgabe ablenken. Backdrop bietet zusätzlich die Option, Vorhänge zwischen einzelnen Anwendungen aufzubauen, so dass man immer nur die Fenster der aktiven Anwendung sieht. Leider funktioniert diese Option nicht mehr unter Mac OS X 10.6 Snow Leopard.
Camouflage
Camouflage folgt einem ähnlichen Ansatz wie Backdrop, jedoch belässt es das Hintergrundbild. Es entsteht der Eindruck als sei der Desktop leer. Möchte man aber dennoch auf die Dateien zugreifen, die man sich auf dem Desktop zurechtgelegt hat, so genügt ein Klick auf den Desktop und es öffnet sich ein Finder-Fenster mit dem Inhalt des Desktop-Ordners.
Think
Im Gegensatz zu den simplen Ansätzen von Backdrop und Camouflage geht Think das Problem “Ablenkungen” mit einem eigenen Konzept an. Wenn Think im Hintergrund läuft, wird immer nur eine einzige, selbstdefinierte Anwendung angezeigt — das Resultat sieht aus wie beim Einsatz von Backdrop. Diese erleuchtete Anwendung wird im Dock-Icon von Think angezeigt. Benötigt man nun andere Anwendungen, zum Beispiel das Adressbuch zum Nachschlagen einer Telefonnummer oder Safari zum Nachschlagen einer Web-Seite, führt man diese aus. Ist man fertig, genügt ein Klick auf den schwarzen Hintergrund: Die erleuchtet Anwendung ist wieder aktiv und der Bildschirm befreit vom Ballast der Hilfsanwendungen. Möchte man die aktive Anwendung wechseln, klickt man auf das Dock-Icon und ähnlich zu Apfel-Tab erscheint eine Auswahl der gestarteten Anwendungen, aus der man auswählen kann.
Grundsätzliches
Backdrop, Camouflage und Think reduzieren die Ablenkungen auf dem Desktop. Aber auch diese Programme lassen sich umgehen, wenn man es wirklich will. Ich neige dazu, auch das beste Sicherungssystem zu umgehen, um mich ablenken zu lassen. Man sollte sich also nicht ausschließlich auf diese Programme verlassen, sondern an seiner Disziplin, seiner eigenen Konzentrationsfähigkeit arbeiten. Auf Überallbüro.de schreibe ich über diese und ähnliche Herausforderungen. Der Artikel “Fokus, oder immer dran bleiben” widmet sich diesem Thema aus Sicht der am Tag zu erledigenden Aufgaben. Demnächst erscheint auf Überallbüro.de ein Artikel, der zeigt, wie ich auch ohne diese Tools versuche konzentriert meine Aufgaben abzuarbeiten.
Und Ihr?
Wie schafft Ihr es, den vielen Ablenkungen am Mac zu widerstehen? Nutzt Ihr spezielle Programme oder seid Ihr disziplinierter als ich? Schreibt mir oder hinterlasst einen Kommentar, damit ich Eure Ansätze im nächsten Artikel aufgreifen kann.
Mini Tutorial: Apple Mail Regeln – kopieren ohne MobileMe
16. Januar 2010
Wer kennt das nicht? Man hat sich an seinen Mac gewöhnt und nun kommt ein zweiter hinzu.
Doch – wie nun die Regeln die man mühsam über die Monate und Jahre hinweg auf dem “alten” Mac zusammengetragen hat auf das neue Familienmitglied bekommen?
Die Antwort quälte mich über Wochen – im Internet fand ich nur eine Info: MobileMe. Hmm… unbefriedigend aus dem Grund, weil ich MobileMe ansonsten eigentlich nicht brauche. Also machte ich mich selber auf die Suche nach einem Weg. Ich begann die Suche im Verzeichnis ˜/Library/Mail. Um dort hinzugelangen klickt Ihr auf: Euren Benutzernamen in der Seitenleiste, dann auf Library und anschließen auf den Ordner Mail.
Ich war fast schockiert, als ich dort die Datei mit dem verlockenden Namen MessageRules.plist erblickte. Mit wenigen Handgriffen kopierte ich die Datei auf den neuen Mac in das entsprechende Benutzerverzeichnis (bei mir /Users/dieta/Library/Mail), startete Mail und siehe da: Alle Regeln waren da – und noch viel wichtiger! Sie funktionieren!
Natürlich sollte der Mailaccount (in meinem Fall IMAP) vorher angelegt werden. Mit Tools wie rsync & Chronosync lässt sich das auch wunderbar zwischen 2 oder mehr Rechnern abgleichen.
Ich hoffe dieses Mini-Tutorial hilft dem einen oder anderen, wenn es darum geht eine Möglichkeit des Exports der Mail-Regeln aus Apple Mail zu finden. Im Mail selber findet sich nämlich keine solche.
The Power of Quicksilver
16. Januar 2010
Wie in eigentlich allen meinen Artikeln geht es auch diesesmal wieder um den hilfreichen “App-Launcher” Quicksilver. Ich kann mich jeden Tag aufs neue für dieses kleine und doch so hilfreiche Programm begeistern.
Aus diesem Grund habe ich einen kurzen Screencast gedreht indem ich einige der Features von Quicksilver demonstriere: The Power of Quicksilver
Dieser beinhaltet:
- Programme öffnen
- Wecker setzen
- Kontakte durchsuchen
- iTunes durchsuchen und steuern
- Mit Dateien arbeiten
- Bilder skalieren und konvertieren
Ich verzichte darauf, das Video in den Artikel einzubetten da es bei YouTube größer dargestellt werden kann. (Trotz geringer Bildschirmauflösung ist es teilweise doch etwas schlecht zu erkennen.)
Vielleicht kann ich ja den ein oder anderen dazu inspirieren, etwas mehr bzw. überhaupt mit Quicksilver zu arbeiten. In diesem Sinne noch drei, wie ich finde, sehr schöne Tutorials zu dem Thema:
- A beginner’s guide to Quicksilver (Lifehacker)
- A Better OS X In Just 10 Minutes (Dan Dickinson)
- Quicksilver Tricks (UsingMac)
Synchronisierung mit Unison
9. Dezember 2009
Jeder, der mehr als einen Mac besitzt, wird das Problem kennen. Man ist mit dem MacBook unterwegs und braucht eine Datei vom Mac Pro, der zu Hause steht. Hätte man jetzt den UMTS Stick dabei (oder endlich ein MacBook mit integriertem UMTS) oder die Tethering Option für’s iPhone gebucht, könnte man ja mit Back To My Mac die Datei vom Mac Pro holen. Aber nur, wenn der Mac Pro läuft oder zumindest schläft und nicht hinter einer Firewall steht, die Back To My Mac blockt. Im Endeffekt kommt man also nicht an die Datei.
Es muss ja aber auch gar nicht ein Fall wie dieser sein. Es reichen ja schon zwei Rechner mit jeweils eigenen Datenständen um zu verzweifeln, wenn man die Datei, die man braucht, nicht findet.
Nach langer Suche habe ich nun eine Lösung gefunden, die ich hier beschreiben möchte.
Grundlage für meine Lösung ist Unison. Es gibt mehrere vorkompilierte Versionen, u.a. auch für OS X. Ich verwende für meine Lösung eine reine Kommandozeilen-Version von Unison, die man sich hier runterladen kann.
