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Der Desktop ist allgegenwärtig; man findet ihn in fast jedem aktuellen Computer-System. Nun ja, nicht unbedingt auf den Servern, die ausschließlich mit der Konsole verwaltet werden. Aber sobald eine GUI im Spiel ist? Da drängt sich auch der Desktop auf. Für viele Menschen ist er allerdings nur dazu da, dass man einen optischen Hintergrund hat. [...]

In der zweiten Folge zum Thema „Monitorkalibrierung“ soll sich alles um den Weißpunkt drehen. Respektive die Farbtemperatur. Das ist ein recht weites Feld, und leider dabei auch das Umstrittenste. Immer wieder hört man gutgemeinte Ratschläge wie „stell Deinen Monitor auf 6.500 Kelvin ein! Das ist sRGB-Standard!“ oder „nein, 5.000 Kelvin ist ISO-Norm!“.

Die Einstellung der Helligkeit - oder Luminanz - erscheint mir in Sachen „Monitorkalibrierung“ so wichtig, dass ich ihr meinen ersten Artikel zu diesem Unter-Thema widmen möchte. Auch, da man selbst ohne Messgeräte die Bildschirmdarstellung verbessern kann. Farbtemperatur und Tonwertkurve folgen dann später. Yup. Aber zuerst einmal zum Luminanz-Problem, insbesondere bei Apple-Geräten. Das Problem. Monitore sind in der [...]

Farbmanagement ist für viele Computer-Anwender ein Buch mit sieben Siegeln. Mindestens. Das macht eigentlich auch nicht so viel aus, denn für die gemeine, private Arbeitsumgebung ist konsequentes Farbmanagement nicht sonderlich relevant. Eher eine nette Beigabe und ein lustiger Zeitvertreib. Wenn man denn so gestrickt ist.

Trotzdem kaufen sich viele Hobby-Photographen und -Grafiker gerne ein Kolorimeter, aus welchen Gründen auch immer. Wobei, ein Grund dürfte sein, dass die beigelegten ICC-Profile von Monitoren und Apple-Rechnern alles andere als „neutral“ sind. Und dem möchte man natürlich entgegenwirken, auch als interessierter Laie. Sei’s aus ideologischen Gründen, sei’s aus praktischen Erwägungen. Oder weil man zu viel Geld und Zeit übrig hat. Aber ich schweife ab.

Farbmanagement bringt in einer komplett farbverwalteten Umgebung am meisten. Wenn man also nicht nur den Monitor vernünftig einstellt, sondern auch gleich seinen Drucker, Scanner und die Digicam. Und selbstverständlich auch Software einsetzt, die mit Farbmanagement umgehen kann. Womit wir beim eigentlichen Thema dieses Artikels wären.

Obwohl der Mac ein Urgestein der Farbmanagement-Bewegung ist, kommen immer öfters Programme auf den Markt, die damit überhaupt nichts anfangen können. Ein Beispiel wären Googles Picasa und Chrome. Apples Safari kann’s wenigstens halbwegs. Jetzt könnte man sagen: „Aber eben, im normalen Umfeld ist das doch schnurz …“, aber insbesondere Mac-User ohne den geringsten Sinn fürs Thema haben ein Problem. Gegebenenfalls ein gehöriges.

Die Textverarbeitung Mellel hat nicht erst seit der neuen Version 2.6.1 einen guten Ruf, besonders unter den Geisteswissenschaftlern. Und insbesondere unter den eigensinnigen Leuten, die öfters mal in einem Text die Schreibrichtung wechseln wollen. Ja, Mellel bietet sich für nahöstliche Texte besonders an, was wohl auch seinem Ursprung zu schulden ist. Immerhin ist Mellel ein israelisches Produkt. Aber eines, das insbesondere mit der guten Einbindung von Bookends und Sente viele Akademiker zum Jubeln bringt. Und auch Typographen haben ihre helle Freude an dem Programm, ist doch die OpenType-Unterstützung vorbildlich, und der Textsatz schon fast so gut wie bei einem sauber aufgesetzten LaTeX-System.

Mellel hat aber auch einen schlechten Ruf, besonders unter Einsteigern und Word-Benutzern (ist das nicht dasselbe?). Es sei nicht intuitiv, nicht einleuchtend. Viele Leute beißen besonders bei der Stil-Verwaltung auf Granit. Anders als zum Beispiel bei Word- oder Nisus-Vorlagen werden die Stile nicht nur in einer .dot-Datei oder Ähnlichem gespeichert, sondern in globalen Stil-Sammlungen. Was mich bei meinen ersten Gehversuchen mit Mellel ebenfalls dazu brachte, des öfteren in meine Tischplatte zu beißen. Die zwar nicht aus Granit ist, aber massives Nussholz? Tut den Zähnen auch nicht gut.