SSD: Dem MacBook Feuer unterm Hintern gemacht
2. Februar 2010
Sieht man sich in Mac-Foren um, scheint sich eine neue Dreibuchstabengruppe zu etablieren: SSD. Solid-State-Drives (frei übersetzt „Transistor-Laufwerke“) kommen ohne Mechanik aus, sollen sauschnell sein, dabei kühl bleiben und ein kleines Vermögen kosten. Der letzte Punkt hat wohl nicht nur mich vom Kauf eines solchen Laufwerks abgehalten. Lohnt sich das denn? Pro Megabyte zahlt man doch beträchtlich mehr als bei der guten alten Festplatte …
Nun ja, mir wurde die Warterei auf niedrigere Preise zu blöd. Entsprechend werkelt seit wenigen Tagen ein kleines Laufwerk von Intel in meinem MacBook Pro. Trotz zweier linker Hände verlief der Einbau und das Einrichten einfach. Sogar langweilig. Ich durfte nicht einmal Fluchen! Mist!
In diesem Artikel gehe ich auf Dinge wie Größenwahl und Installation ein, möchte aber auch Probleme mit OS X ansprechen. Letztere scheinen nicht so dramatisch zu sein, wie es uns synthetische Tests glauben machen wollen. „Schön“ ist aber trotzdem anders.
First things first.
Man sollte vor dem Einbau seine Platte entmüllen und sich genau überlegen, was denn auf das neue Laufwerk soll. Wer 300 GB an Pornos Medien mit seinem MacBook herumträgt wird in der Hinsicht besonders gefordert – es sei denn, er hat einen Goldesel im Stall stehen und kauft sich ein 512er-SSD für etwas über € 1.000.
Fight the Power: Pixelmator und Acorn
17. Januar 2010

Nicht jeder hat genug Kohle für Photoshop. Und nicht jeder möchte sich damit herumschlagen: Manche sind mit dem Funktionsumfang überfordert, andere glauben in Adobe den Antichristen erkannt zu haben. So oder so darf man sagen – das Programm kann viel. Viel zu viel für die Bildbearbeitung zwischendurch, was auch entsprechend kostet.
Klar, dass es Alternativen gibt. In diesem Artikel bespreche ich Acorn von Flying Meat Inc. und Pixelmator von, nun ja, Pixelmator Team Ltd. Logisch, dass ich in diesem Rahmen nur an der Oberfläche kratzen kann. Da ich trotzdem (mal wieder) viel zu viel blubbere nehme ich das Fazit vorweg: Weder Acorn noch Pixelmator sind ein vollständiger Ersatz für Photoshop. Falls dies kein Problem darstellt, entscheidet die persönliche Arbeitsweise, ob man in Zukunft mit einem Amerikaner oder einem Engländer ins Bett steigen wird. Also, um Bilder zu bearbeiten. Err.
Farbmanagement 101: Gradawas? Meinste Gamma?
9. Dezember 2009

Wie bereits angedroht angekündigt fehlt in Sachen Bildschirm-Justage noch ein Punkt: Die passende Tonwertkurve oder Gradation. Umgangssprachlich redet man auch von Gamma. Das stellt die Situation zwar etwas vereinfacht dar, aber es muss ja nicht alles im Leben so wirr wie die Gehirngänge von Finanzbeamten sein.
Die Tonwertkurve im Monitorprofil kümmert sich um die Wiedergabe verschieden heller Bildbereiche. Je nach Gradation wirken Bilder dann kontrastreicher oder blasser. Mal haben die dunklen Farbtöne mehr Zeichnung, mal die hellen, mal das Zeug in der Mitte; mal wirkt alles dunkler, mal alles heller …
Was soll denn der Quatsch? Computer sind keine alten Filmrollen! Digital! Linear!
Nun ja. Das menschliche Auge arbeitet nicht geradlinig. Ausgabegeräte für Menschen in der Regel auch nicht.
Kurz gesagt: Tonwertkurven korrigieren notwendigerweise die Bildwiedergabe. Damit die Zahlenreihen im Computer annähernd realistisch in die Welt der nichtlinearen menschlichen Wahrnehmung transportiert werden und die Busenkönigin auf Seite drei nicht aussieht, als wäre sie gerade einem Backofen entsprungen. Err.
Hazel, oder wie man der Putze OpenMeta näherbringt
25. November 2009
Hazel ist ein beliebtes Werkzeug kontrollversessener sowie fauler Macianer. Paul Kims virtuelle Putzfrau für OS X hatte allerdings, bei aller Mächtigkeit, einen Nachteil aus Sicht mancher Tagging-Anhänger: keine OpenMeta-Schlüsselwörter. Jedoch lässt sich Hazel mit einem einfachen Terminal-Befehl dazu überreden, auch im OpenMeta-Kindergarten mitzuspielen. Mit allen Vor- und Nachteilen, allerdings ohne ausgeschlagene Milchzähne oder Lebensmittelfarbe in den Haaren.
Hazel? Was?
Auf den ersten Blick wirkt Pauls Programm wie ein unnötiges, kostenpflichtiges Front-End für Ordneraktionen. Diese Folder Actions ermöglichen automatisierte Veränderungen an Dateien die, nun ja, in Ordnern abgelegt werden. Hazel ist jedoch weit mehr als eine gefällige Konfigurations-Oberfläche für diese Aktionen. Oh ja. Die gebotene Komplexität hat schon so manchen Möchtegern-Poweruser erschlagen.
Anders als Ordneraktionen laufen die Scripts von Hazel nicht nur im Falle eines veränderten Ordnerinhalts sondern praktisch ständig. Und bieten sehr viele Möglichkeiten, bequem über ein Preference Pane und ein Menüleisten-Icon erreichbar. Dinge wie „Färbe mir alle Dateien ein, die älter als vier Tage sind“ stellen kein Problem dar. Oder auch: „Ungeöffneten Dateien, die in den letzten drei Tagen abgespeichert wurden, eine rote Etikette verpassen und – falls es sich um Filmdateien handeln – gleich in iTunes importieren. Oh, und dann bitte eine komprimierte Sicherungskopie in ~/Blubberbla erstellen und das Original löschen. Danke schön, hässliches Icon in der Menüleiste!“
30″ an Mini DisplayPort: Tut. Manchmal.
19. November 2009

Apple bewirbt ihre gegenwärtigen Macs mit „bis zu 2560 x 1600 Pixel auf einem externen Bildschirm“. Das ist nichts furchtbar Neues: Bereits die PowerBooks G4 und G5 Power Macs waren mit einem passenden Anschluss für Monitore der 30”-Liga ausgestattet. Damals noch mit einem passenden DVI-Ausgang. Der zum Geschrei vieler Neu-Mac-Käufer vor einiger Zeit dem Mini DisplayPort weichen musste. Mist, ich brauche einen Adapter! Und der ist sauteuer!
Zu allem Unglück hat besagter Adapter auch technisch nicht den besten Ruf. Nein, lasst es mich direkter ausdrücken: Das Ding gilt als eine der sieben biblischen Plagen. Die Bewertungen im Apple Store sprechen Bände – zwar nicht so umfangreich wie das Buch der Bücher, aber nicht minder voller Leiden und dem Knirschen von Zähnen.
Wo liegt denn das Problem?
Der DVI-Anschluss ist schon ein bisserl angestaubt. Wird eine so genannte einfache Verbindung (Single Link) aufgebaut, gehen ohne Tricks maximal 1.600 x 1.200 Bildpunkte an einem 4:3-Bildschirm, 1280 x 800 mit einem 16:10er. Unterstützen sowohl Grafikkarte als auch Monitor „Reduced Blanking“ ist bei 1920 x 1200 mit 60 Hertz Schluss.
Nun ja, ein 30”-Monitor hätte gerne die oben genannten 2560 x 1600 Bildpunkte. Dafür reicht die Bandbreite einer Verbindung mit Single-Link-DVI nicht aus. Solche Bildschirme sind noch immer eher teuer, entsprechend verzichten die Hersteller auf die Unterstützung von Reduced Blanking – wozu auch? Wer sich einen Monitor der vierstelligen Euroklasse auf den Schreibtisch stellt, wird wohl auch eine Grafikkarte mit passendem Anschluss besitzen und sich das dazugehörige Kabel leisten können. Entsprechend hat man dann nicht mal die übliche 24″-Auflösung auf seinem Großbildschirm. Kurz gesagt: Solche Monitore müssen über Dual-Link-DVI angeschlossen werden. Nur so kann die volle Auflösung gefahren werden.
Und ihr habt es sicher schon geahnt: Die handelsüblichen Mini DisplayPort-auf-DVI-Adapter sind lediglich Single-Link-Adapter. Dabei sind Apple und die Zubehörhersteller nicht einfach nur böse und gemein. Es ist nicht ganz einfach, ein Dual-Link-Signal sauber durchzureichen. Umschalt-Kästchen, um mehrere Computer an einen 30-Zöller anzuschließen, sind erheblich komplexer aufgebaut (und teurer) als die Versionen für niedrigere Auflösungen. Dasselbe gilt auch für den hier vorgestellten Apple-Adapter. Und wie wir alle wissen: Mit steigender Komplexität nehmen auch die möglichen Fehlerquellen zu – sowohl auf Seiten des Herstellers als auch des Benutzers. Weiterlesen… »
