E-Book Reader vs. Mac Tablet – ein verschlafener Trend?
17. November 2009
Ein Artikel, den ich in der heutigen FAZ (leider ein gesperrter Artikel) las und einige neue Gerüchte über die (hoffentlich bald) bevorstehende Veröffentlichung eines Mac Tablet lassen mir den ganzen Vormittag keine Ruhe.
Der Artikel der FAZ handelt von E-Books und E-Book Reader, von denen insbesondere der Kindle in den vergangenen Woche in den Fokus der Berichterstattung gerückt ist. Genau dieser E-Book Reader ist es, der mich zum Stutzen bringt. Neben dem juristischen Hin und Her, was die Bestrebungen von Google hinsichtlich der Digitalisierung von Büchern angeht, wundert es mich nämlich immer wieder, wie neue Hardware gestaltet wird.
Hat es sich mittlerweile herumgesprochen, dass Mac User zumindest über ein Mindestmaß an ästhetischem Empfinden verfügen und sich an einem minimalistischen, funktionalen Design erfreuen können, scheinen die Hardware-Designer beim immer noch überwiegenden Rest der Bevölkerung zu vermuten, dass dieser an völliger Geschmacksverirrung oder Gleichgültigkeit leide.
Schon damals, als der iPod bereits seinen Siegeszug angetreten hatte und Microsoft mit seinem Zune versuchte, verlorenes Terrain wieder gutzumachen, konnte ich es nicht fassen, dass man ernsthaft glaubte, mit diesem braunen Etwas dem hand- und augenschmeichelnden Meisterwerk aus Cupertino die Stirn bieten zu können.
Nun könnte man denken, dass der iPod als erster mp3-Player auf dem Markt einen nicht wieder aufzuholenden Vorteil gegenüber der einen Tick zu spät erwachten Konkurrenz gehabt habe. Dem war aber nicht so. Apple war bei weitem nicht der erste Anbieter eines mp3-Player. Aber Apple hat sich am besten in die Kundschaft versetzen und deren Wünsche umsetzen können. Mit einem schönen großen Display, mit einer für damalige Verhältnisse riesigen Festplatte und der innovativen weil intuitiven Bedienung per Click-Wheel wurde der iPod damals schnell der beste Freund vieler Musikbegeisterter. Nicht zuletzt das schlichte Desgin und die riesige Auswahl an passendem Zubehör ließen den iPod zum Inbegriff eines mp3-Player werden.
Auch die weitere Entwicklung bis hin zum heutigen iPod Touch und iPhone mit Multi-Touch-Display ist nicht zuletzt einer einfachen, weil intuitiven Bedienung geschuldet.
Als ich heute im Artikel das Foto vom neuen Kindle gesehen habe, der wie sein Vorgänger mit vielen Knöpfen, einem zugegeben technisch vielleicht State of the Art – aber dennoch schwarz-weißem – Display und soviel Rahmen gestaltet wurde, frage ich mich, ob sich wirklich jemand ernsthaft Gedanken um die den guten Geschmack betreffende Aspekte gemacht hat.
Allein die vielen Knöpfe nebst Tastatur (es gibt sogar einen Mini-Joystick) und das Verhältnis von Gesamtgröße zu Display finde ich so sexy wie eine Fernsehtruhe.
Vor diesem Hintergrund erscheinen die Gerüchte um einen Mac Tablet wie eine Erlösung. Schon die Vorstellung, einen 10″ oder 12″ Mac Tablet in der Hand zu halten, der über nur einen Knopf wie beim iPhone / iPod Touch verfügt und der ansonsten über das Multi-Touch-Display bedient wird, würde meine Kaufentscheidung in Richtung Mac Tablet treiben.
Es könnte vielleicht so einfach sein, ein Buch in elektronischer Form zu lesen: Buch aussuchen – touch, Buch öffnen – touch, vielleicht ein Lesezeichen aufrufen – touch, Seite lesen, umblättern – wisch, Buch zuschlagen – touch. Notizen zum Buch machen: doubletouch, Menü öffnet sich usw.
Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass dieser Mac Tablet über einen viel weitreichenderen Funktionsumfang verfügen wird, könnte dies die Versuche von Sony und Amazon, E-Book Reader zu etablieren, im Keim ersticken.
Bisher konnte ich mir noch nicht erklären, weshalb diese – mit Sicherheit zukunftsträchtige – Entwicklung in Richtung E-Books und E-Book Reader von den bisherigen Anbietern ohne Anspruch an ein schickes Design umgesetzt wurde. Ist es Ignoranz, Unfähigkeit oder gar Resignation, weil man vermutet, dass Apple hier mit dem Tablet Mac ein großer Wurf gelingen wird? Oder ist es viel simpler, und man hat einfach wieder einen Trend verschlafen?
Steve-Kind Magic Mouse?!
22. Oktober 2009

Nicht unerwartet, aber doch ein wenig überraschend – wenn man einmal von den Vorzeichen absieht, die sich im Laufe der vorangegangenen Tage gehäuft haben – hat uns his Steveness am vergangenen Dienstag mit neuen iMacs, MacBooks und Mac minis erfreut. Schon lang ist es her, dass mich Apple mit seinen Produktinnovationen begeistern konnte. Die letzte, von aller Welt voller Vorfreude erwartete Keynote war dann auch ein Event, das mir einmal mehr nur ein müdes Gähnen abringen konnte. Mit viel Brimborium wurden tolle Spiele für iPhone und iPods vorgestellt. Letztere wurden noch ein wenig aufgehübscht und damit pubertierenden It-Girls das farblich zum Outfit abstimmbare Werkzeug an die Hand gegeben, um deren geistigen Ergüsse per Video zu dokumentieren und per Youtube der ganzen Welt zugänglich zu machen. Das war nichts, Herr Jobs!
Lediglich die Tatsache, dass Steve Jobs seit langer Zeit wieder öffentlich auftrat, es ihm wieder besser geht und er zu den Gerüchten über seine Krankheit Stellung nahm, war positiv zu bewerten.
Überraschend finde ich, dass die vorgestern veröffentlichten Produktverbesserungen mehr oder weniger sang- und klanglos Eingang in die Stores der Welt fanden. Sicher, es war Zeit, technische Anpassungen umzusetzen und einzuführen. Dennoch frage ich mich, weshalb ein Produkt wie die Magic Mouse, das dem Anspruch eines schon seit langer Zeit nicht mehr vorgestellten “One more thing…” sicher gerecht werden kann, unkommentiert vorgestellt wird?
Vor Staunen blieb mir fast der Mund offen stehen, als ich das erste Mal ein Foto dieses kleinen Stücks besonderer Hardware sah und ich mir die technischen Neuerungen und Besonderheiten anschaute. In mir machte sich seit Jahren wieder das Gefühl breit, dass ich hier etwas sah, das ich mir eigentlich schon immer gewünscht habe. Und Apple hat – im übertragenen Sinne – wieder einmal dem Volk aufs Maul geschaut und es gebaut.
Wenn ich an die Zeit zurück denke, als die Arbeit mit den noch mechanisch funktionierenden Mäusen nebst ständig verstaubten Kugeln zur Qual wurde und erst Infrarottechnologie sowie Scrollrad erste Erleichterungen brachten, graut es mir. Sicher war auch die kleine Kugel an der Apple Mouse schon innovativ, aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss, da auch hier die Anfälligkeit für Ausfälle recht hoch war. Viele eingeschworene Mac User wandten sich ab und nutzten Mäuse der Konkurrenz.
Diese muss allerdings geschlafen haben, weil sie offenbar nicht erkannte, was sich ein Computer Nutzer zur angenehmen Arbeit am Bildschirm wünscht. Selbst spezialisierte Anbieter haben in den letzten Jahren keine nennenswerten Innovationen hervor gebracht.
Und so waren es wieder die Köpfe aus Cupertinos Thinktank, die ein Konzept für eine Lösung umgesetzt haben, die vermutlich schnell Nachahmer finden wird. Dass das Design wieder einmal minimalistisch funktional und stilsicher daher kommt, kann schon fast als die notwendige Nebenbedingung angesehen werden, ohne die eine Vermarktung nicht möglich ist.
Ob die Maus im Praxistest auch das hält, was sie verspricht, wird sich zeigen. Erste kritische Stimmen sind bereits zu vernehmen. Aber selbst dann, wenn die Funktionalität dieser ersten Version noch nicht optimal sein sollte, hat Apple mit der Multi-Touch-Funktion die Marschrichtung für die Zukunft vorgegeben.
Etwas schade finde ich, dass sowohl die Tastaturen als auch die Magic Mouse nur als Bluetooth Versionen standardmäßig geliefert werden. Während die Tastaturen bei der Bestellung auch in der Kabelversion angefordert werden können, gibt es die Magic Mouse leider nur als kabellose Version. Wer Elektrosmog oder den Verbrauch von Akkus oder Batterien umgehen möchte, muss hier leider auf die Apple Mouse mit Scroll Ball zurückgreifen.
Let’s Rock – zur Keynote des Event eine Gesprächsrunde
12. September 2008

Am 09.09.08 gegen 19.00 Uhr fand die Keynote zum September Special Event “Let’s Rock” statt und his Steveness hat es sich nicht nehmen lassen, seinen Jüngern einige Leckerli in Form von Software und Hardware zu präsentieren.
Schon fast nach guter Tradition habe ich für musicampus verdiente Blogger, Podcaster und vor allem MacUser zu einer Gesprächsrunde eingeladen, um die Neuigkeiten in Form einer Nachbesprechung aufzuarbeiten. So folgten Rafa, Stefan und Ad gestern Abend meiner Einladung und fanden sich vor dem Mikrofon ein. Eine eine gute halbe Stunde haben wir uns über iPods, iTunes, iPhone 2.1 und nicht zuletzt über mobileme ausgetauscht.
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Toolz von Zettt
25. Juni 2008
Vor zwei Wochen hat der in Stuttgart lebende Künstler Zettt das Album Toolz vorgestellt, das er gratis zum Download anbietet. Damit testet er derzeit im Rahmen eines Projekts eine für die Musikbranche recht ungewöhnliche Distributionsmöglichkeit. Sogar Topblogger wie Robert Basic und Moritz Sauer wurden auf den Plan gerufen und haben das Projekt unterstützt, in dem sie auf ihren Seiten darüber berichteten.
Apfelquak sollte in diesem Reigen nicht fehlen. Vor allem, weil das komplette Album auf dem Mac unter Zuhilfenahme der aus Cupertino stammenden einschlägigen Software produziert wurde.
Heute hatte ich für musicampus die Gelegenheit, mit dem äußerst sympathischen Zettt via Skype zu sprechen. Er stellte sein Projekt vor und berichtete über seine Leidenschaft zu Apple Produkten. Die geht sogar so weit, dass er in einem Gewinnspiel zwei (nicht gesponsorte, sondern selbst finanzierte) iPod Shuffle verlost.
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Nachbesprechung zur Keynote der WWDC 2008
11. Juni 2008
Es ist schon fast eine Tradition und immer wieder eine besondere Herausforderung für mich, ein paar Freunde der immer heißer begehrten Hard- und Software aus Cupertino via Skype zusammenzutrommeln, um ein paar Minuten für musicampus über die neuesten Produkte zu sprechen, die Steve Jobs aus dem Hut zaubert. Auch wenn es bei der am vergangenen Montag einberufenen Keynote keine großen Überraschungen gab, lassen es sich Joachim, Martin und Rafael nicht nehmen, die neuen Produkte näher zu beleuchten.
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