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Das waren noch Zeiten…

PowerMac G5

Das waren noch Zeiten. Klappe auf, Hebel rum, Stecker ab, Platte raus. Mehr Handgriffe sind nicht nötig, um in diesem schönen alten PowerMac die Festplatte zu wechseln. An das RAM zu kommen, ist auch nicht sonderlich schwerer. Nur eine Lüftereinheit muss heraus gezogen werden.

Bestellt man sich den neuen iMac, sollte man vorher genau überlegen, welche Ausstattung man benötigt. Denn eben mal das RAM aufzurüsten oder die Festplatte durch ein größeres Modell oder eine SSD zu ersetzen, ist nicht trivial – wenn nicht gar für den Laien unmöglich. Falls ihr euch dennoch traut, solltet ihr euch schon mal einen Heißluftfön und Klebeband zurechtlegen.

Klar, der iMac sieht toll aus und ist auch nicht so recht mit einem PowerMac bzw. MacPro vergleichbar. Dennoch würde ich mir wünschen, dass man sich in Cupertino mehr Gedanken darüber macht, wie man es den Käufern einfacher machen könnte, selber an ihren Equipment zu werkeln. Usability hört nicht bei der GUI auf. Oder was meint ihr?

Autor:

ad |æd| infml admartinator - der Typ, der diesen Froschteich hier 2006 an den Start gebracht hat. Bloggt sonst auf admartinator.de und twittert als @admartinator. Aber das wusstest du aber bereits, oder?

24 Kommentare

  1. Meine Rede! Wie ich schon im Setup erwähnt habe, ist das ein Grund warum ich mich nur schwer für eines der neuen MacBook-Modelle entscheiden kann. Bei meinem MacBook Alu lässt sich noch alles (HDD, Ram, Akku) ganz einfach selbst in wenigen schritten austauschen.

    Warum verzichtet man bei neuen Modellen auf diesen Komfort wenn man Pro-User ansprechen will?

  2. Apple bedient schon seit langem die Käuferschicht der Bastler nicht mehr. Sie wollen ein Gerät haben, was Out-Of-The-Box funktioniert, keinen Pflege- und Arbeitsaufwand erfordert und einfach nur dazu da ist, um zu funktionieren. Klar hat dies auch Nachteile, es ist aber nicht Apple’s Philosophie. Vielmehr soll man mit der Hardware Sachen machen können, anstatt sich um sie zu kümmern. Die Geräte sollen immer mehr in den Hintergrund rücken, die Software soll das einzig wahre Interface werden.

    • Du willst doch nicht ernsthaft die User in die Bastlerschublade stecken, die mal eben einen Riegel RAM in ihren Rechner stecken wollen?

    • Bastler?

      Da man heutige Macs gar nicht mehr oder kaum noch aufrüsten kann, sind sie im Preis deutlich teurer geworden:

      Möchte man einen Mac lange nutzen, muss man ihn nun von Anfang an maximieren und das zu überhöhten Apple-Preisen für Speicher. Früher konnte man damit abwarten: Man zahlte 1. keine überhöhten Apple-Preise und 2. sanken die Preise im Lauf der Zeit fast immer.

      Der langen Nutzung sind aber auch so Grenzen gesetzt. So konnte ich das Leben zweier MacBooks dank Hybrid-Festplatten und später SSDS erheblich verlängern. Das wäre bei heutigen Macs nicht mehr möglich, man muss sie schneller ersetzen.

      Heutige Macs sind im Ergebnis beim Kauf teurer und halten für diesen höheren Preis weniger lang als frühere Macs.

  3. Herzlichen Glückwunsch zum Vergleich von Äpfeln mit Birnen!

    Der iMac war noch nie sonderlich wartungs-/erweiterungsfreundlich wenn’s um Auf-/Umrüstung der Festplatte oder des opt. Laufwerks ging.

    In der »guten alten« Zeit der ersten iMac G3 hab ich mir einen Schraubenzieher selbst modifiziert um die Schrauben der Abschirmbleche wieder eindrehen zu können ohne sie bei dem Versuch aus der hintersten Ecke des schönen bondiblue Gehäuses durch reichlich Schütteln evtl. auch nochmal rauszubekommen.

    G3 Knubbel und G4 Lampe liessen RAM und Airport-Karte zu, G5 und Intel ohne grosses Gedöns auch nur noch RAM. Festplatteneinbau war bei allen immer ein mehr oder minder großes Abenteuer.

    Ein aktueller MacPro ist noch genauso einfach hochzurüsten wie der abgebildete G5. An ein paar Ecken sogar einfacher, da ich im MacPro ohne große Verrenkungen bis zu 6 Festplattenslots habe, wo der G5 einen Griff ins Sonnet Regal brauchte um wenigstens 5 Platten aufnehmen zu können.

    • Herzlichen Glückwunsch zum Vergleich von Äpfeln mit Birnen!

      Dritter Absatz, erster Satz. Gelesen? ;)

      Wie schon oben erwähnt. Es geht nicht darum, den Rechner komplett umrüsten zu können, aber dass ich noch nicht mal allein das RAM erweitern kann, ist für mich ein Grund mir den Kauf zweimal zu überlegen.

  4. mmhh … ich bin irgendwann beim Mac gelandet, weil ich nicht schrauben oder installieren (von Treibern etc.) wollte …
    Natürlich werden die neuen Geräte immer dünner und kleiner, bei gleicher oder besserer Leistung müssen dann irgendwo Abstriche gemacht werden.

    Obwohl ich bei alten Autos schon nostalgisch werde … “alter” Elektronik trauere ich nicht hinterher.

  5. Mich kann man als Apple Fanboy bezeichnen. Aber momentan kann ich eigentlich nur zuschauen, wie die Mauern um mich immer höher gezogen werden und innerhalb des Zoos das meiste gegen meinen Geschmack abläuft. In beiden Bereichen, der Software und der Hardware.

    Wenn also demnächst der Ersatz meines iMac ansteht, werde ich nur noch den MacPro zur Auswahl haben. Oder ich wechsle wieder ins Win Lager oder baue mir einen Hackintosh.

    Usability hört definitiv nicht bei der GUI auf. Auch finde ich die ganze Entwicklung zu wenig nachhaltig. Ich habe keine Zahlen, Apple ist zwar ziemlich grün. Wenn ich aber das Leben eines Rechners durch den einfach Wechsel von einigen Komponenten verlängern kann, sollte dies nachhaltiger sein als der Neukauf.

    • Auch finde ich die ganze Entwicklung zu wenig nachhaltig. Ich habe keine Zahlen, Apple ist zwar ziemlich grün. Wenn ich aber das Leben eines Rechners durch den einfach Wechsel von einigen Komponenten verlängern kann, sollte dies nachhaltiger sein als der Neukauf.

      Klasse Argument. Hätte von mir sein können. Wie recht du nur hast.

    • Ich bin darüber hinaus, mir alles toll reden zu müssen, was Apple da fabriziert. Schöne Rechner ja, aber nicht um jeden Preis. RAM und Platte würde ich gerne selber wechseln können. Beim Kauf des MBA war ich so blauäugig und dachte noch anders. Inzwischen trauere ich meinem alten MBP hinterher.

      • Sehe ich ähnlich. RAM und Platte, da hab ich auch gerne die Option “mal schnell selber”… beim neuen Mac Mini geht leider wohl auch nur noch der RAM-Tausch.

        • Genau, solange man mit überschaubarem Aufwand diese beiden Komponenten tauschen kann ist für mich die Welt auch in Ordnung.
          Klar das Thema Festplatte ist ja erst wieder aktuell, seit dem SSDs für normalsterbliche bezahlbar sind. Vorher war es wohl jedem egal ob jetzt 750GB oder 1500GB HD im Rechner steckt.
          Und jetzt kann man aus dem alten Rechner mit dem einfachen Festplattentausch eine neue Rakete bauen/zaubern.

    • @dave
      der verlinkte artikel nimmt sich ja mit dem letzten abschnitt selber den wind aus den segeln ;)

  6. Also ich glaube das es nie der Wunsch von Apple war die Käuferschicht der Bastler zu erreichen. Wenn es das “Design” zugelassen hat, dann hat man natürlich die option für den ambitionierten “Schrauber” gelassen aber generell ist doch wohl eher das gegenteilige der Fall!

    Beispiel: Mac Mini 2. Genertation mit Intel Prozessor <- Man konnte CPU, HDD, RAM, Superdrive wechseln musst aber wissen wie man mit einer Spachel ansetzt.

    Beispiel: Macintosh Serie, 128 K aufwärts, RAM und Festplatten Upgrade nur möglich mit passeden Torxschraubendreher(Zu damaligen Zeit noch kein Alltagswerkzeug) Dann lief er nur mit bestimmten Festplatten usw..

    Das zieht sich aber durch alle Apple Produkte durch! Entweder war es schlussendlich ein Firmwareproblem oder ein Desingproblem warum man nicht Upgraden konnte.

    Zumal der iMac ja ein Consumergerät ist! Hinstellen, anschliessen, glücklich sein. Das ist kein Schraubergerät und nur weil es das Design zugelassen hat, mal ein paar RAM Steckplätze zu machen ist man beim nächsten Produktupgrade halt direkt verwöhnt.

  7. Am letzten Blackfriday stand ich kurz davor mir ein Retina MBP zu kaufen. Ich habe mich dann aber doch – erstmal- dagegen entschieden. Gewicht und Dicke sind für mich spätestens seit 2010 kein Thema mehr. Aber das Display hat schon gelockt.

    Allerdings für die nächsten Jahre (also mind. 2) auf dem RAM und SSD Stand bleiben zu müssen konnte ich mir nicht gut vorstellen. Natürlich kann man sich gleich 16 GB RAM einbauen lassen. Aber der Aufpreis für > 500 GB HDD ist einfach zu krass.

    Wie auch immer.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Apple im nächsten Jahr ein MacbookPro “Classic” mit Retina Display rausbringt ist eher gering. Wahrscheinlicher ist wohl, dass die Classic Reihe stirbt. Wir müssen uns wohl daran gewöhnen, denn zurück zu ner Windows-Kiste will wohl keiner von uns.

  8. Also damals konnte man bei einem MacBook Pro auch nicht einfach so die Festplatte wechseln. Und wenn man das doch wollte?

    Ein Gang zum Apple Händler (Hannover) mit der neuen Platte und der hat diese Platte kostenlos getauscht. Warum? Der meinte nur, das wäre Service.

    Wenn mein iMac erneuert wird, dann frage ich den einfach mal vorher, wie das da aussieht.

    BTW das MBP war ca. 1,5 Jahre alt, die Platte nicht bei dem Händler gekauft

  9. du sollst nicht wenig Geld bei Ersatzteilhändlern ausgeben, sondern VIEL Geld bei Apple indem du gleich einen neuen Mac kaufst, wenn z.b. der Festplattenplatz ausgeht…

    ist doch logisch nachzuvollziehen, oder?

  10. RAM kann man zumindest beim 27 Zoll iMac, Mac Pro und dem Mac mini nach wie vor werkzeuglos austauschen. Dass es beim MBA und dem Retina MacBook Pro nicht geht, dass kann ich aufgrund der Ausrichtung auf Portabilität schon irgendwo nachvollziehen.

    Generell glaube/vermute/befürchte ich, dass der Trend bei den Apple-Geräten immer mehr dahin geht, dass sie weniger Fremdkörper und unauffälliger sind. Sie sollen anscheinend in Bezug auf Platzbedarf und Technikimage möglichst unauffällig sein. Da geht es dann eben um Gewicht und Baugröße.

    Mir wäre es aber natürlich dennoch lieber, wenn ich auch die HDD/SSD austauschen könnte. Zusätzlich hätte ich gerne in meinem MBA einen optischen Digitalausgang, der fehlt mir einfach.

  11. Ich geb dem ad recht. RAM und Festplatte sollten immer problemlos austauschbar sein.

    An die BASTLER da draußen kann ich nur sagen: baut euren Mac einfach selbst, es war noch nie so einfach wie heute ;-) (Stichwort “hackintosh”)

  12. Irgendwie erinnert mich das an eine Kundenbewertung bei amazon, wo jemand einem Festbrennweiten-Objektiv Punkte abzog, weil es keine Zoomfunktion hat… Der iMac ist etwas völlig anderes als der G5/G5, und seinen Siegeszug verdankt er doch totsicher vor allem der Tatsache, daß er praktisch nur noch aus Display und Tastatur besteht. wie soll man da eine simple Aufklapplösung hinbekommen? Sicher, Apple scheint auch nicht daran gelegen zu sein, das zu versuchen, trotzdem ist es eben ein völlig anderer Ansatz. In den Sechzigern konnte man bei manchen Autos auch noch bequem im Motorraum rumbasteln, indem man sich einfach reinstellte – da sagt ja auch keiner: ich will jetzt einen kompakten Wagen mit viel Platz innen, kann man ja am Motorraum sparen, und dann da einen Hochleitstungsmotor rein, aber zum Reparieren muß man das alles leicht aufklappen können.
    Schlimm finde ich nur, daß Apple jetzt anfängt, RAM zu verlöten und damit jede Erweiterung unmöglich macht. Mit der Enge beim Einbau hat das allerdings nichts zu tun. Aber der Trend geht halt zu Komplett-fix-und-fertig-Produkten, die man gegebenenfalls schnell wieder ersetzt durch was Neues.

  13. Ja, der G5, das waren noch Zeiten. Aber mal abgesehen vom G5: die aktuellen Produkte müssen sich leider den Designvorstellungen von Jonny Ive beugen. Design geht bei Apple vor Useability beim Umbau, das war schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben. Besonders “krass” wird es eben jetzt bei den MacBook Retina Geräten, da praktisch nichts mehr austauschbar ist, außer man tauscht komplett das Logic Board für ca. 1500€, da kann man sich auch gleich ein neues MacBook Retina kaufen und das alte für 2000€ bei eBay verticken, dann hat man für 600€ Aufpreis seine 16GB statt 8GB RAM. Zum Festplattentausch: ich hoffe ja immer noch auf sinkende Preise beim Thunderbold-Zubehör, damit könnte man sich verhältnismäßig billig dann den Plattenplatz erweitern ohne auf Geschwindigkeit verzichten zu müssen.

  14. Darum habe ich mir einen Mac Pro gekauft, der einzige Rechner der zwar lauter ist als ein iMac aber ich kann alles wechseln wie ich es möchte.

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