Wir sind Mac

7. Oktober 2011 · 24 comments ·

Die Vergangenheit hat großen Einfluss auf unsere Gegenwart und unsere alltäglichen Denkmuster. Keine technik-bezogene Gruppierung hat eine dermaßen emotionale und durch Höhen und Tiefen geprägte Vergangenheit wie Mac-User. Neulinge, die durch iOS auf den Mac aufmerksam geworden sind, werden das kaum verstehen. Veteranen fühlen es in ihren Herzen.

Ich habe Tränen vergossen. Nicht weil ich gemeinsam mit meiner Frau unseren Lebensunterhalt seit fast einem Jahrzehnt dank Apple-Produkten sichere, sondern weil ich zutiefst an die gleiche Ideologie glaube: Technik sollte uns Menschen das Leben aufwerten und gleichzeitig so unsichtbar wie möglich sein.

Die Ereignisse und zahlreichen Geschichten der letzten Tage haben mir eine Sache deutlich gemacht: So lange ich dazu im Stande bin, werde ich diese Ideologie leben und verbreiten. Ich werde mit Ausdauer den Grundgedanken unserer Community weiter reichen und ihn voller Überzeugung vermitteln.

Der harte, kleine Kern stirbt immer weiter aus, und das Massenmarkt-Produkt schafft eine kaum da gewesene Anonymität. Doch dies wird uns nicht aufhalten. Wir sind nicht allein. Und wir werden uns immer weiter verbessern. Stillstand kommt nicht in Frage.

Nachfolgend sind einige Beispiele von einzigartigen und kreativen Danksagungen auf Websites unterschiedlichster Entwickler aus unserer Community, die keiner weiteren Worte bedürfen.

Edovia:

Juicy Cocktail:

Omni Group:

Panic:

Realmac Software:

Smelly. Puppy.:

Wenn ihr noch weitere Beispiele für die Qualität und den starken Zusammenhalt unserer Community habt, dann hinterlasst sie bitte in den Kommentaren.

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{ 22 comments… read them below or add one }

tigion 7. Oktober 2011
Matt 7. Oktober 2011
Andi  7. Oktober 2011
Emnuel 7. Oktober 2011

sehr schön geschrieben. allerdings überlege ich jetzt, ob es sich wirklich um eine ideologie handelt, oder nicht doch eher um eine idee. letzteres klingt auf jeden fall sympathischer.

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Florian 7. Oktober 2011

Also ich finde es auch sehr traurig, dass ein solcher Mensch von uns gegangen ist. Er hat viel geleistet und auf jeden Fall meinen Respekt und Anerkennung. Aber zu weinen, weil Steve Jobs gestorben ist, das find ich schon etwas merkwürdig. Er war ja nun kein Familienmitglied oder sonst mir nahestehende Person.

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ad 7. Oktober 2011

Den Nachruf von Panic fand ich sehr gelungen. Hat mich sehr berührt.

Wobei ich sagen muss, dass mir die Idee von RMS mit der Spende auch sehr zusagt.

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Julia Altermann 7. Oktober 2011

Wunderbar geschrieben. Meine emotionale Reaktion gestern war ähnlich und ich muss zugeben, dass ich bis Abends voll neben mir gestanden habe.

Ich habe bei mir auf dem Blog auch einige wundervolle Tribute zusammengestellt, die ich online gefunden habe und euch dort auch verlinkt. Einige der von euch gefundenen Seiten hatte ich gestern gar nicht besucht.
Bewegende Online-Tribute an Steve Jobs

Vielen Dank für eure Zusammenstellung, sie ist wunderschön und bewegend.

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Ben 7. Oktober 2011

Tolle Aufzählung! Ich möchte euch hiermit mal auf meinen Beitrag hinweisen. Es liegt mir sehr am Herzen, dass ihn viele Lesen, weil ich mir Mühe gegeben habe, und es eben kein Standardbeitrag ist, denn er ist teilweise auch persönlich.

Falls euch mein Beitrag zusagt, würde ich mich über eine Verlinkung in der Auflistung freuen. Aber auch ein kurzer Kommentar wäre nett.

Ein sehr persönlicher Nachruf auf Steve Jobs: http://www.phasedrei.de/blog/apple/ein-sehr-persoenlicher-nachruf-auf-steve-jobs/

Liebe Grüße
Ben

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ad 8. Oktober 2011

Sehr starker Text vom Michael:
http://apfelzlog.de/447/es-ist-die-hingabe/

Rafa, der muss da rein…

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Christian 8. Oktober 2011

#Like

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Christian 8. Oktober 2011
Moss 8. Oktober 2011
Moss 8. Oktober 2011

… und xkcd.

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archelon 8. Oktober 2011

Es ist eigentlich immer traurig, wenn jemand stirbt. Keine Frage.
Jobs war jemand, der seine Idee umgesetzt hat (vor allem massenhaft umsetzen konnte): Funktion (der Technik) mit Stil zu vereinen. Er hat schöne, bestens funktionierende technische Produkte “gebaut” und verkauft.

Aber ob das eine Ideologie ist?
Technik soll das Leben aufwerten?
Es tut mir leid, dass dies bei Dir so ist, dass Du an so etwas “glaubst”.

Technik oder Fortschritt hat doch den Zweck, das die Dinge die wir tun, besser gelingen, einfachen umzusetzen sind usw. Aber daran glauben? Hat Dein Leben ohne Technik keinen Wert?

Mir gefällt das, was Jobs gebaut hat. Die Dinge funktionieren und sehen schön aus. Aber ohne hat mein Leben den gleichen Wert, und glauben, das tue ich nicht an Technik, oder den iGod oder was weiss ich…da glaube ich an Gott.
Eine solche Ideologie halte ich für schwachsinnig.

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Rafael 8. Oktober 2011

Ich glaube daran, dass Leben durch Technik einfacher und schöner werden kann und den Alltag aufwertet.

Glaube hat nicht immer etwas mit Gott zu tun.

Einige sehen in Technik nur Features, GB, MHz und Zoll; andere versuchen die Technik auszublenden, sie lediglich als Werkzeug zu benutzen. Das Mittel zum Zweck. Mein Leben hat ohne Technik Wert, viele Momente wären ohne sie jedoch nicht so wunderschön.

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Moss 9. Oktober 2011

@Archelon:

da glaube ich an Gott.

Toll. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Cranks hier aufschlagen. Steve Jobs war leider praktizierender Hindu, glaubte also auch an Gott, und genau das ist vermutlich der Grund, dass er schon mit 56 Jahren starb.

Als er im Oktober 2003 die Diagnose «neuroendokriner Inselzellen-Tumor» bekam, lehnte er erschreckenderweise aus religiösen Gründen eine sofortige operative Intervention ab. Stattdessen wurde er neun Monate lang von dem Quacksalber Dr. Dean Ornish mit einer «speziellen Diät» in einem vegetarischen Restaurant (sic[k]!) behandelt. Die typischerweise von Ornish verordnete, fettarme und niederkalorische Kost dürfte Jobs zusätzlich Kraft geraubt haben, anstatt ihm zu helfen. Hätte Jobs der Operation sofort zugestimmt, könnte er mit einiger Wahrscheinlichkeit (deutlich über 50%) noch krebsfrei leben und hätte sich nicht mit Chemotherapie, Lebertransplantation und Verzweiflungstaten wie «experimentellen Bestrahlungen unter Hormongabe» quälen müssen.

Am erschreckendsten an all diesem Trauerspiel finde ich eigentlich, dass ein intelligenter Mensch, einer, der so etwas wie Apple mit erschaffen und unsere technische Umwelt mehrfach revolutionieren konnte, dass so einer dem religösen Irrsinn zum Opfer fällt. Um so mehr trauere ich um diesen Menschen.

Ruhe in Frieden, Steve.

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Moss 10. Oktober 2011

Erratum: Jobs war Buddhist, nicht Hindu.

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die.bahnfahrer 9. Oktober 2011

Ich will ja niemanden in seiner Trauer stören… aber ist dieses “weitermachen, weiterkämpfen, zu Überzeugungen stehen”, etc. (was wohl nicht zufällig an Jobs Zitate erinnert) nicht etwas zu groß, für einen Blog, der sich idR damit begnügt die gänigen US Tech Blogs abzuschreiben und zu übersetzen?

Vielleicht schalten jetzt alle mal einen Gang runter.

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Matt 10. Oktober 2011

Interessanter Beitrag für einen, der sich anscheinend nicht mal die Mühe gemacht hat, hier auch nur einen einzigen Beitrag zu lesen.
Oder hast du deinen Kommentar einfach auf jedem Blog abgeladen, der nicht bei drei auf’m Baum war?

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Autolycus 11. Oktober 2011

Danke für diesen Artikel. Er trifft es auf den Punkt. Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als ich mir als Mac User Sprüche anhören durfte wie “Mac User sind zu doof mit zwei Maustasten umzugehen deswegen gibts am Mac nur eine”… um nur ein Beispiel zu nennen. Fast alle dieser Sprücheklopfer haben heute ein iPhone oder iPad zuhause und/oder haben bereits einen Mac bzw. wollen sich noch einen Mac kaufen. Die Community kennen diese allerdings kaum und auch nicht das Zusammengehörigkeitsgefühl und Verbundenheit. Mit dem Wechsel in den Mainstream schwappen auch viel schlechte Eigenschaften in die Mac Community. Da erntet man schon mal Unverständnis weil man Software kauft (und was habe ich schon an Mengen an Lizenzkeys gekauft um Indie Entwickler zu unterstützen) und nicht aus dubiosen Quellen kostenlos runterläd. Um so schöner ist es Artikel wie diesen zu lesen und zu wissen, es gibt sie noch, die Macuser aus Überzeugung. Vielen Dank!

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Ghaunadaur 11. Oktober 2011

Das kann ich nur unterschreiben!

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Chris 9. November 2011

Der Artikel ist toll geschrieben. Danke

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