Menüleisten – Welche ist länger?

1. Mai 2011 · 20 comments ·

Früher hat man sich ganz altmodisch Stöckchen zugeworfen und ganz stolz seine Leiste auf den Tisch gelegt. Heutzutage muss man natürlich ein Tumblelog eröffnen und Beiträge sammeln, die von Lesern zugeschickt wurden.

Mit dem Thema Menüleisten beschäftigt sich seit nicht allzu langer Zeit Mac Menu Bars, welches ganz klar eine Empfehlung verdient und Nerdherzen höher schlagen lässt. Auch für Geschöpfe, die man bei diesem wunderschönen Wetter merkwürdigerweise draußen und nicht vor dem heimischen Mac findet, lohnen sich zumindest zwei Blicke. Es gibt dort durchaus kleine Helfer, die man für den Alltag (wieder-)entdecken kann.

An dieser Stelle darf meine eigene Leiste natürlich nicht fehlen:

Menüleiste

  • Air Video ermöglicht es alle möglichen Videoformate direkt vom Mac auf die Apple TV zu schicken. Dafür ist nicht einmal das langwierige Umkodieren nötig. Mit der App kann man auch auf seinem iOS-Gerät Videos abspielen, doch dafür ist sie ziemlich uninteressant. Leider funktioniert die App ziemlich buggy und sorgt öfters mal für Frust beim abendlichen Couch-Belagern.
  • Plex macht im Prinzip das gleiche wie Air Video, funktioniert aber bei einigen Videos besser und bei anderen wiederum schlechter. Es gibt noch keine gute Lösung, die mit Apple’s nativer Apple TV Implementierung mithalten kann.
  • Skitch ist das Tool zum Erstellen von Screenshots auf dem Mac. Hochladen kann man damit seine Kunstwerke auch. Und das in nur einem Klick. Ich musste mir vor einigen Monaten sofort die Pro-Mitgliedschaft holen, die jeden Cent wert ist. Später wurde bei allen Early-Adoptern sogar die Mitgliedschaft kostenlos verlängert.
  • QuickCursor ermöglicht es Text aus so ziemlich jeder Anwendung in seinem Lieblingseditor MacVim zu editieren. Früher war die App kostenlos, mittlerweile gibt es sie im App Store für wenige Öken. Wer möchte kann sich gerne den Quellcode selbst kompilieren.
  • SABnzbd+ — weil jeder Nerd es braucht.
  • Dropbox — Teilt eure Liebe mit mir.
  • TimeLog sorgt dafür, dass ich meine Arbeitsstunden im Blick behalte und einfache Statistiken betrachten kann. So ganz glücklich bin ich damit nicht, es ist aber die beste App, die ich nach langem Herumprobieren für mich finden konnte. Es wird höchste Zeit etwas eigenes zu schreiben.
  • Frenzy benutzen wir mit meiner Frau um täglich Dateien und Links während der Arbeit auszutauschen. Das klappt mit einem Shortcut wunderbar und ist die einfachste Art um zwischen mehreren Personen kurze Snippets, Bilder und Links zu teilen.
  • Transmit hilft mir dabei beim Arbeiten mit entfernten Servern nicht wahnsinnig zu werden. Bisher hat es der charmante LKW auch ganz gut geschafft. Das Einhängen von entfernten Servern in das eigene Dateisystem ist Gold wert.
  • Scroll Reverser hilft mir dabei in ein paar Monaten nicht die Nerven zu verlieren.
  • Dank LogMeIn kann ich mich einfach von einem iOS-Gerät auf dem Mac einloggen. Ich benutze die App abwechselnd mit Screens.
  • AppleScript benutze ich vielleicht einmal im Jahr, eigentlich ist es ein Kandidat für den Rauswurf, da Keyboard Maestro bereits gute Dienste leistet.
  • Time Machine hatte ich früher nicht in der Menüleiste, doch ich musste es wieder hinzufügen, nachdem ich nach ein paar Wochen schmerzlich festgestellt habe, dass der sonst mittlerweile sehr zuverlässige Helfer keine Backups erstellt hat.
  • Die Lautstärkeregelung habe ich nur in der Menüleiste, da ich mehrmals am Tag zwischen Kopfhörern und externen Lautsprechern umschalte und das mit Hilfe der Option-Taste am schnellsten geht.
  • Die abartige US-German-Flagge hilft mir dabei sowohl beim Programmieren als auch beim Support die Nerven zu behalten.
  • Der schnelle Benutzerwechsel ist eben gerade herausgeflogen. So etwas passiert schnell, wenn man ein paar Symbole in der Leiste hat.
  • Spotlight wird mittlerweile wieder bevorzugt verwendet, nachdem ich vor zwei Wochen ein Experiment gestartet und LaunchBar entfernt habe.

Die Uhr fehlt, da ich eine an der Wand und am Handgelenk habe. Außerdem gibt es noch das iPhone und für Termine setze ich mir sowieso Alarme.

Früher habe ich versucht die Menüleiste so minimalistisch wie möglich zu halten, doch mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass die jetzige Konfiguration das Wenigste ist, was ich zum komfortablen Arbeiten im Alltag benötige.

Wie sieht es bei euch aus? Ist eure Leiste länger als meine? Habt ihr einen Geheimtipp wie man aus seiner Leiste das meiste herausholen kann?

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Andi K. 1. Mai 2011

Also ich finde JumpCut ist ein absolutes MUSS..das is eine Zwischenablage mit bis zu 40 Ebenen..ohne könnte ich garnicht mehr. Sonst habe ich noch LitteSnitch, Gruml, iAlertU, Tor (Vidalia), TuneInstructor und ClamXav. Und dann natürlich noch die Standarts: Sportlight, Benutzerwechsel, Uhr, Akku (MacBook), Lautstärke, Bluetooth, WLAN, Monitore und TimeMachine :)

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Thems 1. Mai 2011

Also bei mir befinden sich neben, akku, Uhrzeit, Wlan, TimeMachine und Lautstärke noch Pomodoro, eine Methode zum produktiveren Arbeiten, mein Wecker Aurora und Apptivate, um Shortcuts effektiver zu verwalten. Zur Zeit habe ich auch noch InerziaMode drin, was mir bestimmte Arbeitsumgebungen erstellen lässt.

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vilmoskoerte 1. Mai 2011

Was hat es mit der US-German-Flagge auf sich? Ist das eine brauchbare Tastaurbelegung für Programmierer? Wenn ja, wo bekommt man sie?

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Rafael 1. Mai 2011

Die Tastaturbelegung bekommt man bei der RWTH Aachen.

Es ist das US-Layout mit einfachem Zugriff auf die Umlaute (Option-a ist ä, Option-s ist ß usw.)

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Nathanael 1. Mai 2011

Killerfeature wäre eine zweiteilige Menüleiste. Bei meinem Late-2008-Alu-MacBook macht die Auflösung einfach ab einer gewissen Menüleisten-Länge des Programms nicht mehr mit und es verschwinden essenzielle Dinge, die erst spät dazukommen, wie etwa Adium. Ist meist ganz links, aber doch regelmäßig wichtig.
Des Weiteren habe ich massiv aufgeräumt und jetzt nur noch wenig drin. Ich brauche mehr Platz in der Menüleiste.

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Andi K. 1. Mai 2011

Das wäre echt mal was..geht mir auch so..in ff oder ps verschwinden einfach die symbole, weil die progs zu viele menüpunkte haben..

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jochen 1. Mai 2011

Genau aus dem Grund habe ich Menuola. Das ist nichts weiter als ein kostenloses Miniprogramm ohn jedweden Menüeintrag. Brauche ich mal ein verdecktes Menüleistensymbol, wechsele ich kurz zu Menuola, klicke mein Symbol an und wechsle zurück ins Ausgangsprogramm. Nicht ideal, aber schon nach kurzer Gewöhnung geht der Umweg extrem schnell.

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jochen 1. Mai 2011

OK, das mit dem [url]-Kram hat wohl nicht funktioniert. Und editieren kann ich den Beitrag auch nicht. Dann müsst ihr das Kauderwelsch hat selbst entziffern. :-P

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ad 1. Mai 2011

BBCode funktioniert nur in den entsprechenden Foren. Hier musst du HTML-Code nehmen. ;)

Habe es mal korrigiert.

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Orti 15. Juni 2011

Ich habe mir aus genau dem selben Grund ebenfalls ein kleines Programm geschrieben, das bei mir im täglichen Einsatz auf einem 13″ MacBookPro ist und das ich kostenlos zum Download anbiete: AccessMenubarApps

Es läuft ständig im Hintergrund (muss nicht erst bei Bedarf geladen werden und hat somit kürzere Reaktionszeiten) und bietet u.a. die Aktivierung/Deaktivierung eines minimalen Anwendungsmenüs per Tastatur-Shortcut oder Mausgeste (klopfen bzw. drücken gegen den oberen Bildschirmrand).

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feinmann 1. Mai 2011

wie läuft das mit dem launchbar-experiment? ich könnte niemals ohne launchbar, benutze es für alles. die launchbar-interne spotlightsuche habe ich auf alt-leertaste. und spotlight selbst auf cmd-leertaste. wunderbar :)

leider habe ich noch keinen weg gefunden das spotlight-symbol aus der menüleiste zu bekommen, weiß da wer rat?
mfg

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tioan 2. Mai 2011

Das Spotlight Symbole lässt sich soleicht leider nicht ausblenden nur mit tiefgreifenden Eingriffen ins System selbst.

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Flumpi 2. Mai 2011

Ich brauche eher ein Progi, das die Anzahl der Menusymbole reduziert bzw. ausblendet!
Caffeine, Spaces und Isolator darf bei mir in der Menuleiste nicht fehlen.

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Felix 2. Mai 2011

Zu TimeLog: Ich war damit auch nicht besonders zufrieden. Sagt dir Minco was? Die Rezensionen versprechen wenig gutes – bei mir läuft’s aber völlig zufriedenstellend.
Das größte + ist für mich der automatische csv-Export – meine Buchhaltung meckert nicht mehr :-)

http://www.celmaro.com/minco/

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Rafael 2. Mai 2011

Ja, Minco und so ziemlich alles andere habe ich schon durchprobiert. Irgendwie passt mir das alles nicht so recht.

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Marc 3. Mai 2011

Nach Rezensionen kann man leider nicht immer gehen da die Entwickler immer häufiger selber oder durch Freunde die eigenen App’s gut bewerten und dafür die der Konkurrenten schlecht bewerten.

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Sascha 6. Mai 2011

Hi hab aufgrund dieses Artikel mal “Scroll Reverser” ausprobiert. Erst erschrickt man sich und denkt das geht ja gar nicht. Es irritiert völlig das sich vor allem der Scrollbalken in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Konzentriert man sich aber nur auf den Text oder die Seite die sich bewegt dann ist es wirklich logischer. In Lion sind die Scrollbalken weitaus weniger auffällig als in SL und sind sie nicht auch irgendwie ausgeblendet? Das lässt hoffen.

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Rafael 6. Mai 2011

Die Scrollbalken in Lion sind an den Look von iOS angepasst und blenden sich standardmäßig nur ein wenn man scrollt. Man kann das Verhalten ändern, so dass die Scrollbalken dauerhaft wie unter Snow Leopard angezeigt werden.

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Sascha 6. Mai 2011

Hi Rafael, stimmt, danke für die Bestätigung meiner Vermutung. Bezogen auf das reverse scrollen ist da natürlich weniger mehr. Weil es ohne die Scrollbalken bei mir zumindest gar keine Irritationen gibt. Da hat man gefühlte 100 Jahre die Maus so verwendet das das Scrollverhalten zum Scrollbalken passt und da muss erst Apple kommen um das Scrollen an die Seite anzupassen. Manchmal ist es gut wenn selbstverständliche Dinge einfach mal hinterfragt werden. Bin gespannt was es sonnst noch so bei Lion zu entdecken geben wird. Musste mich bisher schwer zurückhalten mir nicht alle Neuerungen von Lion schon vorher aus irgendwelchen youtube Screencasts anzusehen. Ist ja sonnst kein großes Aha-Erlebniss mehr…

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Marc 6. Mai 2011

Das frühere Aha-Erlebniss bei neuen Versionen von Apple wird bei mir mehr und mehr eine Oh je Frustration. Aber vielleicht wurde ich in fast 20 Jahren Mac zu viel von Apple verwöhnt.

Kommen euch die aufspringenden Fenster nicht auch wie bei Windows Vista vor ?

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