booq Viper hardcase 11″

22. Dezember 2010 · 22 comments ·

Vor ewig langer Zeit habe ich mir geschworen, dass für meine portablen Macs keine andere Tasche mehr infrage kommt, als aus dem Hause booq. Damals galt die Taschenschmiede noch als Geheimtipp, und als viele noch auf Hüllen aus schlabbrigem Neopren setzten, war mir mein wertvolles PowerBook zu schade für ein “wenig mehr als nichts”. Ein Viper hardcase musste es sein.

Harte Schale, weicher Kern

Was die Hüllen und Taschen so besonders macht, ist das Material, aus denen sie hergestellt werden. Ballistic-Nylon schimpft es sich, und man munkelt, dass es auch zur Herstellung von schusssicheren Westen verwendet wird. Das mag gut sein, denn wenn ich mir das neue booq Viper hardcase 11″ anschaue, macht es in der Tat einen höchst robusten Eindruck. Durch das gewebte Nylon und die Rippen auf beiden Seiten ist die Hülle wie eine Nussschale, die sich schützend um die geliebte Hardware schmiegt. Hach – hört sich das nicht poetisch an? Vielleicht sollte ich beim Schreiben die Weihnachtsmusik ausmachen…

Doch die äußere Härte setzt sich innen nicht fort. Dort ist alles geschmeidig und weich. Das MacBook Air 11″ (hey, ihr habt gemerkt, dass die Hülle dafür konzipiert ist, oder?) schmiegt sich perfekt in das dafür vorgesehene, eng anliegende Fach. Gegenüber, in der anderen Häfte der Hülle, ist Platz für iPhone und anderen Kleinkram. booq wirbt zwar damit, dass auch das Netzteil reinpasst – das jedoch halte ich für gewagt.

Made in China

Jetzt bin ich mal kleinlich. Wie kommen die Jungs und Mädels bei booq nur da drauf, so einen merkwürdigen “Made in China”-Schnippel in das sonst so wertige Produkt zu zimmern? An der Hülle gibt es wenig bis gar nichts auszusetzen (vielleicht der Geruch, aber der verfliegt sicher im Laufe der Zeit), Reißverschlüsse, Nähte, Material, Passform – alles top. Aber der Schnippel – der machte mich stutzig. Jedoch nicht lange, eine Schere später war die Seltsamkeit Vergangenheit.

Fazit

Ihr habt’s gemerkt. Ich bin seit jeher ein booq-Fan. Und daran wird sich auch nach dieser Hülle (ob mit oder ohne China-Schnippel) nichts ändern. Die Firma baut einfach die “härtesten” und robustesten Taschen, in denen ich meine Macs sicher aufgehoben sehe. Klare Kaufempfehlung also. Falls ihr also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, stürzt euch in’s Gewühl – die Händler findet ihr hier. Ich spare mir das und bedanke mich bei booq für die Bereitstellung des Testmusters.

Weitere Bilder findet ihr in diesem Set auf Flickr.

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Luke 22. Dezember 2010

Hab ich mir auch gekauft nachdem ich mit so einem Softcase sehr unzufrieden war.

Mein MacBook Pro hat in der Tasche neulich sogar einen Sturz über 3 Meter auf eine Treppenstufe hingelegt und hat dabei kaum Schaden genommen.

Ich bin echt begeistert und kann es nur empfehlen.

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DB 22. Dezember 2010

Die “Made in China”-Passage verstehe ich irgendwie nicht.

Du bist doch mit der Qualität zufrieden, oder?

Anscheinend ist nicht alles, was ich in China produziert wird, grober Schrott ;-)

Btw, die Apple Peripherie wird überwiegend auch in China gefertigt.
Die Aufdrucke sind hier zumeist auch an prominenten Stellen zu finden und nicht wirklich versteckt.

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ad 22. Dezember 2010

Vielleicht ist das falsch rüber gekommen. Es geht mir nur um den Schnippel, nicht um die Fertigung in China. Das ist mir schon klar, dass beinahe alles dort her kommt.

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VoodooBenshee 22. Dezember 2010

geil, danke für den tipp. ich such seit ewigkeiten nach ner “fetten” haut für mein weisses macbook, um das ding sicher zu transportieren. so ne dünne filzhülle bringt rein gar nichts. ich hab mir jetzt das booq Vyper XS3 gekauft =)

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Doc Sciuk 22. Dezember 2010

Witzig heute kam auch meine Vyper an. Auch ich bin seit Jahren ein Booq Fan und habe z.Z. die Boa Tasche L.
Grandiose Verarbeitung, aber der “Mief” ist wirklich kräftig. Hoffe Du hast recht und der verfliegt die Tage.
Das Netzteil geht rein, aber dann platzt das Täschchen fast, also eigentlich gehts nicht rein, wie die da drauf kommen das so anzubieten weiß ich nicht, wahrscheinlich aus Angst es könnte sonst keiner kaufen ;-)
Da hätten SIe eher das CHina Fähnchen entfernen sollen, denn der nimmt dem KLASSE-Teil wirklich ein wenig dan Aha Effekt wenn man es öffnet.
Frohes Fest!

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Christian 22. Dezember 2010

Booq Hüllen sind wirklich zu empfehlen, habe hier auch zwei im Einsatz.

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SNA 22. Dezember 2010

Wenn da ‘Made in Germany’ drauf stehen würde, dann wär’s doppelt so teuer und qualitativ nur halb so gut.

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Moss 23. Dezember 2010

Was da an den Hüllen von Booq so stinkt, dürften übriggebliebene Prozesschemikalien (Lösungsmittel) und Ausrüstung wie Flammschutzkram sein … und sowas wollt Ihr ständig mit Euch ‘rumschleppen? Lecker.

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ad 23. Dezember 2010

Du meinst, wir werden alle sterben?? 8-O

:wink:

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Moss 24. Dezember 2010

Nö, ich weiß das..

Allerseits ein erholsames und lebensbejaendes Julfest, und möge der Herr Euch alle mit seinen nudligen Anhägseln segnen! :-x

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Tom Schimana 23. Dezember 2010

Ich bin auch ein absoluter Fan von Booq. Nicht nur das Design und die Qualität sind der Hammer auch der Service ist super.

Ich hatte mir 2008 einen Rucksack gekauft (http://schimana.net/2008/01/it/booq-python-genialer-notebook-rucksack/), mit dem ich sehr zufrieden bin. Vor einiger Zeit ist der Reißverschluss defekt geworden. An sich wollte ich nur eine Reparatur durchführen lassen (also gegen Bezahlung). Am Ende habe ich nach meiner Garantie sogar einen komplett NEUEN Rucksack bekommen. Den alten habe ich auch noch. Musste ich nur “entwerten”, also einen Schnitt durchführen und ein Bild schicken.

Eine Viper hab ich auch noch und möchte die auch nie mehr hergeben!

Was will man mehr?

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fay 24. Dezember 2010

Was mir nicht eingeht. Die Produktionskosten für dieses Case liegen bei etwa 8 RMB, etwa einem Euro. Wieso muss ich dafür 50 Euro zahlen?

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Pozilei 27. Dezember 2010

Ganz einfach:

Dieses Produkt muss zunächst konstruiert werden. Dafür arbeiten Menschen – meist sogar in Europa -, die für ihre Konstruktionsleistungen Geld bekommen. Klingt total verrückt, ist aber so!

Dann musst das für einen einzigen Euro produzierte Produkt noch verpackt und nach Europa verschifft werden. Auch das kostet Geld. Klingt auch verrückt, ist aber tatsächlich auch so…

Die Website des Herstellers hat auch jemand gegen Entgelt produziert, was sich im Preis widerspiegelt. Die meisten Leser hier sollten angesichts ihres Berufs diesen Kostenfaktor am ehesten verstehen können.

Nun ja, diese Taschen müssen auch anders als über’s Internet vertrieben werden. Dafür braucht man eine Marketing-Abteilung und ein paar Vertriebler. Du weißt, was kommt: Ja, auch solche Leute machen das nicht umsonst!

Vielleicht gilt es sogar einen Anwalt zu beschäftigen, der Plagiate aufspürt und die “Urheber” dieser Plagiate rechtlich belangen muss. Ich habe mal gehört (immerhin komme ich aus dieser Branche), dass sich solche juristischen Genossen auch gerne mal mit einer satten Rechnung für ihre Arbeit bedanken.

Ach ja, für ein Betriebsgrundstück, einen Fuhrpark, eine IT-Anlage, Softwarelizenzen, etc. mit entsprechenden Kosten gilt es vom Taschenhersteller auch Monat für Monat Geld auszugeben. Auch diese Kosten sind in dem sündhaft teuren Taschenpreis enthalten.

Nicht zuletzt der Staat hätte gerne 19 % des Preises für sich – Stichwort Umsatzsteuer oder für den Laien Mehrwertssteuer. Hinzu kommt eine Körperschaftssteuer von 25 % (glaube ich zumindest) auf alle Gewinne des Unternehmens. Die Kommune, in welcher das Unternehmen sitzt, hätte auch noch gerne ein wenig Gewerbesteuer, die auch mal gut und gerne im zweistelligen Prozentbereich des Jahresgewinns liegen kann. Eine Steuerberatung, welche das Unternehmen berät und die Jahresbilanz erstellt, sowie eine Werbeagentur stellen hin und wieder mal eine auch nicht gerade günstige Rechnungen. Ja, auch dort arbeiten Menschen, die sich über die monatliche Lohnabrechnung über mehr als 0 Euro freuen. Der schlaue Unternehmer preist das in seine Produkte ein, um nicht früher oder später einen Insolvenzantrag stellen zu müssen. Auch das klingt wieder total verrückt, es ist aber so. Echt!

Und ganz am Ende soll für die Unternehmensinhaber, sprich die Gesellschafter, die das unternehmerische Risiko tragen, auch noch etwas übrig bleiben. Dieses Etwas müssen diese Genossen auch noch über die Einkommenssteuer versteuern, so dass der Staat auch hier wieder mal die Hand aufhält. Am Ende sind also in den 50 Euro für die Tasche vier Steuern enthalten.

Man merkt: Man kauft die Tasche bei einem Unternehmen, also einem Zusammenschluss von Menschen, die ein Gewerbe betreiben mit der total verrückten Absicht, Gewinne zu erwirtschaften. Ich weiß, für manche klingt das dämonisch, aber es ist nicht Schlimmes, in unserem Lande etwas zu verdienen… ;-)

Am Ende musst Du Dir nur überlegen:

Ist mir die Tasche 50 Euro wert oder eben nicht! Das schöne ist: Als Verbraucher kannst Du sie gefahrlos im Internet bestellen, sie Dir mindestens zwei Wochen anschauen und dann auf Kosten des Herstellers wieder zurücksenden. Auch das klingt total verrückt! Es ist aber so…

In diesem Sinne einen guten Rutsch an alle Leser hier – und natürlich auch an Dich, fay!

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ad 27. Dezember 2010
Harry 2. Januar 2011

Danke Pozilei, danke!
Der entscheidende Satz ist: “Am Ende musst Du Dir nur überlegen: Ist mir die Tasche 50 Euro wert oder eben nicht!”

Die ganze Liste davor ist klasse (ließe sich noch um ein paar “Kostenträger” erweitern ….), wird aber Nachfrager wie fay immer noch nicht überzeugen. Daher stellt dieser eine Satz die einzig richtige Antwort dar.

Marktwirtschaft: Jeder stellt ein Kosten-/Nutzenverhältnis auf und entscheidet sich dann. Relativ simpel, das Ganze ….

Grüßle
Harry

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peppa 12. Juni 2011

Immerhin hat sich das Unternehmen in endlosen Sitzungen dazu durchringen können, bei den Kosten einen Strich zu ziehen.
Nicht auszudenken, wenn man den Nähern, dort von wo der Schnippel grüßt, ein Einkommen gäbe, mit dem sie sich in der “Mittagspause” (! also echt jetzt) einen schönen Rucolasalat und nen leckeren Bio-Soja-Milchkaffe leisten könnten.
In Prenzlberger und Ehrenfelder Kreativ-Boutiquen, sieht man ja , was dabei herauskommt. – Aufgenähte Filzblumen vielleict, aber keine stylisch, cool und haltbaren “Stückzahlen”.

Irgendwo muss man ja auch mal an sich und seine Kunden denken.

It’s not in the Schnippel – it’s in your head.

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Philipp 15. März 2011

Kannst du vielleicht auch was zu dem Hardcase für das 13″ Macbook Air sagen? Bzw vielleicht einschätzen, ob da das iPad reinpasst, so vom Platz in deinem Modell “hochgerechnet”?

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ad 15. März 2011

Ich denke, das dürfte reinpassen.

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Ulfrinn 1. Mai 2011

Was die Made-in-China-»Kontroverse« anbelangt: Aktuell scheint booq den Schnipsel nicht mehr zu vernähen. Bei meinem vorgestern gelieferten Viper Hardcase 11. Der Ausdampfbedarf ist allerdings nach wie vor immens.

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Autolycus 26. August 2011

Auch wenn es etwas staubt, ich grabe den Beitrag trotzdem aus :)
Ich habe soeben das Hardcase 13 bekommen und versucht das Air in das vorgesehene Fach zu quetschen. Also mit der Rückseite des Air zuerst kann man das total vergessen und selbst mit der schmalen Seite lässt sich das Air nur mit viel Druck in dem Fach unterbringen. Danach das Air wieder aus der Tasche zu bekommen ist auch so ein Ding, was meiner Meinung nach jenseits von “angenehmer” Handhabung liegt.
Liegt das daran das die Tasche komplett neu ist? Würde mich freuen wenn ihr von euren Erfahrungen berichtet.

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ad 26. August 2011

Es ist schon recht stramm, aber nicht so, dass ich es als störend empfinden würde. Eher so, dass ich das MBA als sicher aufgehoben sehe.

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Autolycus 26. August 2011

Danke für die Antwort. Vielleicht habe ich ein Exemplar erwischt welches ein bisschen zu eng genäht wurde :) , leider kann man hier nirgends das Hardcase vor Ort begutachten … :(
Ich bekomme das Air auch kaum mehr heraus. Die Lippe welche das Book vor dem Reißverschluss schützt, verhindert erfolgreich ein einfaches Entfernen. Das Neopren gibt kaum nach so das man das Air nicht weit genug anheben kann. So bleibt es bei dem Versuch das Air etwas anzuheben und gleichzeitig die Lippe etwas nach unten zu biegen. Alles in allem ist es, wie man bei uns sag, ein riesen gefutzel mit viel Druck auf das Book.

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