
Nach langem Warten ist es nun endlich soweit: ForkLift 2 ist da. Die Entwickler versprechen dabei nicht nur eine schnellere und stabilere Software, sondern auch neue coole Funktionen. Apfelquak beleuchtet den neuen Dateimanager: Wie gut ist die neuste Major-Version wirklich?
Wozu braucht man überhaupt einen Dateimanager? Warum für etwas Geld ausgeben, was man kostenlos mit einem Mac Betriebssystem ausgehändigt bekommt? Reicht der Finder da nicht völlig aus? Diese Fragen sind alle durchaus legitim. Um darauf klare Antworten zu geben, muss man etwas in der Geschichte zurückgehen.
2007 wurde das Unternehmen BinaryNights gegründet. Zur Zeiten des Mac Betriebssystems Tiger (Version 10.4) setzte BinaryNights genau dort an, wo Tiger durchaus einen Schwachpunkt hatte: Der Finder. Es kam z.B. nicht selten vor, dass man einen Beachball zu sehen bekam oder dass die Statusanzeige des Finders den exakt verbleibenden Speicherplatz meist verzögert wiedergab.
Fairerweise muss man zugeben, dass der Finder in den darauffolgenden Betriebssystemversionen verbessert, gar neu programmiert worden ist. Auch der Beachball Effekt hat sich deutlich verringert, auch wenn man das eher der SSD zuschreiben sollte als dem verbesserten Finder. Mit dem heutigem Finder lässt es sich also durchaus angenehm arbeiten, und damit kommt man wieder zur Ausgangsfrage zurück: Braucht man heutzutage einen Dateimanager?
Die Programmierer von BinaryNights haben lange auf Version 2 warten lassen. Der Grund ist schlicht einfach: ForkLift 2 wurde komplett neu geschrieben. Dadurch versprechen sich die Macher insbesondere schnellere Transferraten, sei es der Transfer von Daten oder Datenverbindungen. Das Verbinden mit anderen Macs im eigenen Netzwerk gestaltet sich auch tatsächlich schneller als mit dem Finder. Während der Finder ein paar Sekunden braucht, um sich mit einem iMac zu verbinden, ist ForkLift schon längst mit dem iMac verbunden. Gefühlt schneller geht es, wenn man sich via Bonjour zum iMac verbinden lässt. Allerdings sind hier von ein paar Zehntel Sekunden Unterschied die Rede, sodass dem normalen Anwender im Alltag die Geschwindigkeiten wohl eher nicht auffallen werden.

Interessant hingegen ist das Kopieren von Daten sowohl im Netzwerk als auch im Internet. Damals fiel ForkLift 1.5 beim Kopieren großer Dateien auf Windows Netzwerke durch. Extra zu diesem Test wurde der alte Windows-Rechner von damals angeschlossen, um einen erneuten Übertragungstest durchzuführen. In der Tat, diesmal werden tatsächlich große Dateien anstandslos übertragen. Selbst wenn man einen Kopiervorgang abbricht, werden die Dateien auf dem Netzlaufwerk gelöscht, sodass man diese nicht wie damals selbst entsorgen muss. Das ist vorbildlich. Auch die Windowsnetzwerklaufwerke werden zügig gefunden. Was nicht so schön ist: Links unter Devices wird jedes Netzlaufwerk, dass man durchwühlt hat, einzeln aufgeführt. Das ist sicherlich Geschmackssache, aber ein aufgeräumter linker Bereich sieht ordentlicher aus als z.B. 20 geöffnete Netzlaufwerke, die man selbst schließen muss.
Nett: Kopiervorganganzeige in der Statusleiste
Genauso gut meistert ForkLift das Kopieren von Dateien auf benachbarte Macs. Geradezu vorteilhaft ist die Zweifensteransicht, was sicherlich eines der Pluspunkte von ForkLift ist. Der Kopiervorgang wird elegant in der Statusleiste versteckt, sodass eine Übersichtlichkeit gewahrt bleibt. Sicherlich kann man dies auch mit 2 Finder-Fenstern machen. Sobald man einen Kopiervorgang startet, kommt noch ein kleines drittes Vorgangsfenster hinzu, sodass man sich auf dem Bildschirm alle Fenster so zurecht schieben darf, bis man selbst eine Ordnung geschaffen hat. Mag sein, dass dies einen auf einem großen Bildschirm wie dem 27 Zoll iMac wenig stört, aber auf einem kleinem Display wie z.B. dem neuen MacBook Air könnte das Verschieben schon fast zum Volkssport ausarten, ohne natürlich dass sich das wirklich auf der Waage bemerkbar macht.

Fürs Internet nutzt man die gängigen Protokolle: Sei es FTP, WebDAV, S3, iDisk usw. Will man z.B. einen FTP-Server einrichten, so klickt man auf das Sternchen im jeweiligen Fenster und es öffnet sich ein liebevoll designtes Fenster, wo man schnell seine FTP-Daten eintragen und einrichten kann. Wenn man will, kann man nun nicht nur Droplets erstellen, sondern auch Disklets. Diese können wie normale lokale Laufwerke angezeigt werden, sodass man z.B. auch mit dem Finder auf entfernte Dateien im Internet zugreifen kann. Allerdings werden diese Disklets nicht dauerhaft angelegt. Beendet man ForkLift, bleiben Disklets nicht bestehen und man muss sie erneut angelegen. Nichtsdestotrotz: Das Verbinden mit dem FTP-Server ging flott und auch das Bearbeiten der Dateien auf dem Server erfolgte im Test recht stabil. Hier hat ForkLift allerdings harte Konkurrenz in Transmit 4, dass unter anderem durch sein hervorragendes Design hervorsticht.

Apropos Design: BinaryNights hat nicht nur unter der Haube, sondern auch an der Optik gefeilt. Angepasst an den Look von Snow Leopard sieht das Ganze noch viel eleganter und schlichter aus. Aufgeräumt und nicht überladen. Minimalismus at its best. Selbstverständlich kann man die Toolbar nach eigenen Wünschen anpassen. ForkLift stellt dafür einige Icons zur Verfügung. Leider sind nicht alle Icons in einer schlichten Farbe gehalten, sodass die Leiste durchaus wieder “bunt” werden kann. Dies ist aber bekanntlich Geschmackssache und schmälert das Programm in keinem Umfang.

Der Umfang von ForkLift 2 hingegen ist durch nützliche Tools erweitert worden. Stacks zum Beispiel. Was war damals die Freude groß, als auf der WWDC 2007 Keynote Stacks im damals noch brandneuen Leopard vorgestellt worden sind. Apple aber strich leider die Funktion aus der finalen Version. Stacks bedeutet, dass man einen Stapel bilden kann und ihn mit allen möglichen Dateien befüllen kann, wie einen Ordner eben. Der Vorteil ist, dass die Dateien an ihrem ursprünglichen Ort verbleiben. Ein Beispiel: Man will ein Fotobuch für das Jahr 2010 zusammenstellen. Die Bilder sind in verschiedenen Ordnern untergebracht. Nun könnte man extra einen neuen Ordner erzeugen, alle Fotos, die man braucht, in diesen Ordner hinein kopieren, weil man die Bilder nicht aus den jeweiligen Ordnern verschieben will. Mit Stacks hat man den Vorteil, dass quasi Verweise auf diese Bilder geschaffen werden, aber man so mit ihnen hantieren kann, als ob sie wirklich in einem Ordner wären. Das spart nicht nur Festplattenspeicher, sondern auch eventuell die Nerven, wenn man aus Versehen Bilder verschoben und nicht kopiert hat, und dann den Ordner löscht, und damit auch schöne Erinnerungen.
Die Funktion von Stacks ist zwar schön gelöst, aber auch ein wenig beim Konkurrenten Path Finder abgeschaut. Genauso wie die neuen Darstellungsmöglichkeiten. Wenn man z.B. die Darstellung “Als Symbole” wählt und die Größe der Ordner verstellen möchte, ist das Ganze nicht so elegant gelöst und vor allem nicht schön in die GUI integriert wie bei Path Finder, weil man bei ForkLift ein Extrafenster für öffnen muss. Das ist zwar Meckern auf höchstem Niveau, aber wenn man bedenkt, wie schön man z.B. Favoriten oder die Transfer Warteschlange in die GUI eingefügt hat, so wünscht man sich das konsequent für alle Bedienelemente innerhalb von ForkLift.
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Batch Rename war bei ForkLift einer der herausragenden Stärken. Die Betonung liegt auf “war”. Diese Funktion ist in der neuen Version nicht mehr unter diesem Namen zu finden, sondern nennt sich ab jetzt Multi Rename. Vorher gab es dazu einen Button, nun ist dieser nicht mehr nötig. Man markiert die Anzahl an Dateien, die man umbenennen möchte und drückt dann einfach auf die Return Taste. Nun erscheint ein neues Fenster mit den Möglichkeiten zur Änderung. Ein Problem der alten Version ist damit endlich gelöst: Wer z.B. mit einem 13 Zoll MacBook arbeitete, konnte nie mehr als 3 Umbenennungsregeln aufstellen, weil bei der 4. Regel die OK und Abbruch Buttons vom Bildschirm verschwunden und nicht mehr erreichbar waren. In der neuen Version wurde ein Scroll Balken hinzugefügt, sodass sich dieses Problem nicht mehr ergibt. Generell sieht die GUI hier wirklich klasse aus, sodass das Umbenennen damit richtig Spaß macht. Das Umbenennen ist nun viel mächtiger geworden: Wer sich mit RegEXP auskennt, dem steht seiner Umbenennungsfantasie wirklich nichts mehr im Wege.
Es gibt noch viel mehr in ForkLift 2 zu entdecken. Die wichtigsten Punkte sollen hier noch einmal genannt werden. ForkLift 2 ist eine vollständige 64 bit Applikation. Das hat natürlich Geschwindigkeitsvorteile, allerdings ist ForkLift 2 nur Snow Leopard Usern vorbehalten. Getreu nach Apple’s Motto, alte Zöpfe schön abzuschneiden. Dafür bekommt man aber nicht nur einen Dateimanager, sondern gleichzeitig mehrere Apps auf einmal in einem Programm: Ein Löschprogramm, ein mächtiges Umbenennungstool, einen (Ent)Packer und ein überzeugendes Internet-Transfer-Programm. Und natürlich nette Funktionen wie Stacks, Disklets und noch einiges mehr. Der Preis beträgt 29,95 Dollar. Wenn man von der 1.x Version ein Upgrade macht, beträgt der Preis 19,95 Dollar. Eine Familienlizenz gibt es auch für 49,95 Dollar.
Einen Kritikpunkt gibt es, der noch nicht angesprochen wurde. ForkLift gibt es nun seit über 3 Jahren und nach wie vor gibt es keine deutsche Übersetzung. Das hat den einen oder anderen vielleicht sogar abgeschreckt, ForkLift zu kaufen. Dies soll allerdings in naher Zukunft behoben werden und hat Top Priorität auf der BinaryNights Todo-Liste. Neben Deutsch, die als erste Lokalisierung erscheinen wird, werden weitere Sprachen wie Polnisch, Russisch und Japanisch folgen.
Erwähnenswertes Teil 1: ForkLift ist am 22. Novmeber als 2.0 Version erschienen und ist nun nach einer Woche bei der Versionierung 2.03 gelandet. Da ForkLift komplett neu geschrieben worden ist, ist es durchaus verständlich, dass noch nicht alles rund läuft. Die Macher schieben aber zügig Updates hinterher, sodass wenn Fehler auftauchen, man durchaus beruhigt sein kann, dass an der Software weiter fleißig gewerkelt wird. Auch reagiert der Support zügig auf Mails, wie ich feststellen konnte.
Erwähnenswertes Teil 2: Nicht nur ForkLift 2, sondern auch die Webseite wurde neu designt. Dort kann man sich eine 14-tägige voll funktionsfähige Demoversion herunterladen und alle Features ausprobieren.
Erwähnenswertes Teil 3: BinaryNights stellt uns 10 Lizenzen zur Verfügung. Und Ad hat mir die freie Wahl gelassen, wie wir das verlosen.. Na denn, jetzt wird es ein wenig Fußball-lastig! Damit es nicht zu kurzfristig wird, wähle ich das letzte Spiel am letzten Spieltag dieser Bundesligahinrunde, den Südschlager VfB Stuttgart gegen Bayern München. Ihr gebt bis zum 18.12. einen Tipp in den Kommentaren ab, wie das Spiel ausgehen könnte (z.B. 0:0). Wer das exakte Ergebnis tippt, bekommt eine Lizenz, es sei denn, es tippen mehr als 10 Leute das richtige Ergebnis, dann wird unter allen Richtig-Tippern ausgelost. Sollten noch Lizenzen übrig sein, werden die Restlichen unter denjenigen verlost, die in der Tendenz richtig liegen (Wenns z.B. 0:0 ausgeht, aber man 1:1 getippt hat, wäre man in der Verlosung dabei, wenn es noch zu vergebende Lizenzen gibt). Also im Prinzip einfach. Ach ja, Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen und wer mehr als einmal tippt, wird disqualifiziert
Allen Beteiligten viel Glück!




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3:1 für den FCB
Oh toll, hier kann man also überflüssige Software gewinnen, wenn man das Resultat einer überflüssigen Veranstaltung errät. Da bin ich ja fein ‘raus (bzw.: es ist fein, dass ich da ‘raus bin).
Apropos überflüssig: wo genau ordnest du deinen Kommentar ein?
1:0 für Stuttgart.
2:2 befürchte ich!
2:1 für München
Das finde ich ja mal ein fieses Gewinnspiel.
0:0 Remiesssss
2:0 für München
2:2
2:1 für den FCB
3:1 FCB
VFB 1 : 1 FCB
Forklift integriert sich besser in SL als Transmit, ist übersichtlicher und hat mehr Features. (z.B. Save Workspace, ReNamer, Synclets, Stacks, etc.)
Würde mich über eine Lizenz freuen
3:1 für den FCB
3:3
Hallo,
danke für diesen schönen Test! Und hier mein Fussballergebnis, um hoffentlich eine Lizenz zu ergattern:
2:1 für den FCB
2:0 für den FCB
VfB 2:1 FCB
Dann tippe ich mal:
Stuttgart – Bayern 0:2
2:1 für bayern
gebt`s den lederhosen och mal ne chance : )
0:1 für München
(auch wenn ich lieber dem VfB den Sieg gönnen würde)
Stuttgart : Bayern – 0:3
(Hoffentlich wirds das Gegenteil)
2:1 für München
Hi,
Danke für den Test. Und ein schönes Gewinnspiel.
Da muss ich doch mal mitmachen! (^_~)
Mein Tip, obwohl Bayernfan:
2:3 für Stuttgart!
Erste Halbzeit dominiert FCB, danach gibt es mal wieder einen Leistungseinbruch! Leider…
wohl 2:1 für Bayern …
3 : 1 für Bayern
ganz sicher 2:0 für den FCB
Stuttgart – Bayern 2:2
Ich tippe auf ein 2:1 für Bayern.
zieht den bayern die Lederhosen aus *sing*
Nö, ganz ehrlich? Dieser Verein interessiert mich absolut nicht…
Übrigens: was hat den der FCB mit Fußball zu tun? :O
deshalb: 3:0 Stuttgart!
Als absoluter Fußball-Legastheniker tippe ich natürlich 1:1 – für Stuttgart!
Moinsen, habe mich schon länger gefragt inwiefern so ein Prog die Produktivität steigern könnte.
Danke für das Review
Achja:
3:1 Bayern =)
3:0 für Bayern
2:2
VFB 2:1 FCB
VFB 1:2 BAYERN
VFB 0:3 FCB
3:2 für FCB
Ich tippe 2:0 für Bayern München und hoffe, ich gewinne
vfb 2 : 1 fcb
ich tippe 2:1 für stuttgart… aber nur weil ich den bayern es nicht gönne und die hoffnung -bekanntermaßen- als letztes den löffel abgibt
2:0 fuer bayern.
Unser Hesse Bruno Labbadia wir den Sieg für den VfB eintüten.
3:1 für Stuttgart.
Da bin ich mal gespannt wer da richtig getippt hat
Keiner ist auf das 5:3 gekommen…
Gibt es eine neue Verlosung???
hmmm, das nenne ich mal ordentlich vertippt
Moin zusammen,
danke an alle, die mitgemacht haben! Konnte ja keiner ahnen, dass so ein “krummes” Ergebnis rauskommt
Weil keiner das Ergebnis richtig getippt hat, wurden die Lizenzen unter denjenigen ausgelost, die für Bayern getippt haben (ungefähr 2/3 alle Tipper hier). Die Gewinner sind per Mail benachrichtigt worden.
Ich wünsche allen, die leer ausgegangen sind, ein frohes Fest mit schönen Geschenken unterm Weihnachtsbaum
Vielen Dank für die Lizenz, da hat’s ja genau den richtigen erwischt!
3:1 für Bayern
Vielen Dank apfelquak für die Lizenz. Ich freue mich sehr darüber.
Da ich keine Lust habe 150 Ergebnis-Tipps durchzuschauen schreibe ich nochmal drei Punkte auf die im Artikel nicht erwähnt wurden, auch auf die Gefahr hin dass sie schon jemand erwähnt hat:
– ForkLift kann zusätzlich zum Dual Pane Mode auch Tabs (auch kombinierbar)
– Er hat eine Queue für Kopiervorgänge, so dass Dateien nacheinander kopiert werden statt gleichzeitig, das erhöht die Kopiergeschwindigkeit gewaltig
– ForkLift ist in der Lage die Inhalte gleichnamiger Verzeichnisse beim kopieren zusammenzufügen. Alle von mir getesteten Alternativen löschen in dem Fall den bereits vorhandenen Ordner unwiederbringlich.
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