Apple HumanOS vs. Windows Humanity 2038

7. September 2010 · 5 comments ·

Eine kleine Zukunftssatire (Version 1.0)

Von Lars Kaprolat

Wir befinden uns im Jahr 2037 – die Menschheit hat es vollbracht ihr eigenes Gehirn vollständig zu entschlüsseln. Dank des technischen Fortschritts ist es nun möglich, beliebige technische Module an das Gehirn anzudocken, um so den Menschen auf dem neuesten technischen Stand zu halten, wie man es in den Jahren zuvor nur mit den heimischen Computern tat. Immer noch dominieren die Software-Riesen Apple und Microsoft mit ihrer – mittlerweile menschlichen – System-Software den Markt.

Und wie einst zu Computer-Zeiten, teilen sich auch nun die Menschen in ‚HumanWindows’- und ‚HumanMac’-Nutzer.

Hier nun also der Vergleich, wie sich dies auswirkt:

Der Mensch basierend auf Windows Humanity 2038

Hier gibt es ein breit gefächertes Spektrum an Charakteren, was erst einmal präzisiert werden muss:

Starter Edition: Menschen mit minimaler Sozial-/Allgemeinkompetenz; Grundlegend integrierte Funktionen zur Nahrungsaufnahme und der Fähigkeit des Wachseins sowie dem Ruhezustand. Keinerlei Bemühungen zu großer Sozialisierung, nur bewegungsfähig im kleinen Kreis.

Home Basic: Familiäre Bindungen möglich, jedoch weiterhin nicht offen für Neuerungen außerhalb der Famile.

Home Premium: Großes Interesse an Multimedia-Konsum, hört viel Musik, schaut Filme und achtet besonders auf saubere Fenster.

Professional: Der aufstrebende Karriere-Typ. Stets bemüht seinen Bekanntenkreis zu erweitern und sich mit neuen Menschen zu binden. Jedoch eher beschränktes Privatleben.

Ultimate: Vorbehalten für die High-Society: Kann alles, spielt in jedem Film mit und ist auf dem roten Teppich zu Hause, ohne dass ihm seine integrierte Aktualisierung ständig vorhält, dass er noch besser werden könne.

Funktionen/Probleme des Windows Humanity 2038-Menschen:

  1. Start: Schlagen Sie ihm auf die Stirn und er verrät Ihnen all seine Funktionen.
  2. Defrag: Halten Sie ihn die ganze Nacht wach, damit er beginnt, seine Funktionen optimiert zu halten.
  3. AeroShake: Ein Relikt von 2009, aus der Computer-Zeit: Schütteln, um eine Funktion in den Vordergrund zu bringen. ACHTUNG! Sollte der Mensch gerade sprechen, kann dies unter Umständen zum Atemstillstand führen!
  4. Künstlerische Fähigkeiten: Von Haus aus können alle Versionen Schreiben und Zeichnen immerhin auf Kindergarten-Niveau – über humanupdate.microsoft.com können jedoch kostenpflichtige Erweiterungen wie Office Guy 37 oder Adobe Humanshop CS bezogen werden.
  5. Spracherkennung: Weitestgehend zuverlässig, jedoch sollte auf langsame und präzise Aussprache geachtet werden, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.
  6. Virenanfälligkeit: Viele Schutzmechanismen sind mittlerweile integriert, jedoch trägt der WinHumanity-Mensch oft zu leichte Kleidung, was eine Infektion nicht ausschließt.
  7. Selbstschutz: Wird sehr penetrant verwirklicht: Auf die Frage „Gibst du mir mal bitte die Butter?“ lautet die Antwort stets: „Sie möchten Butter von Modul MSButter.com.ms aufrufen. Soll der Vorgang wirklich fortgesetzt werden?“
  8. Programme umschalten: Möchte man z.B. statt reden lieber zuhören, so ist ein mehrfacher Druck auf die Nase erforderlich bis nach flirten, nichts und Musik hören die gewünschte Funktion aktiviert wird.
  9. Absturz: Wenn der WinHumanity-Mensch einmal einen starken Infekt hat, kann es zum Total-Ausfall kommen. Hierbei läuft dieser im Gesicht blau an und gibt kryptische Zahlen von sich. Sicherhaltshalber sollten Sie hierbei den Techniker und Arzt zugleich rufen, um Kreislauf und Systemchip zu prüfen.

Der Mensch basierend auf Apple HumanOS

Bei diesen Menschen gibt es lediglich eine universelle Charakter-Kategorie, die alle Bereiche bedient.

Funktionen/Probleme des HumanOS-Menschen:

  1. Finder: Der HumanOS-Mensch wacht stets mit einem Lächeln auf und gibt nach dem Tiefschlaf sogar einen Gong von sich. Ein Tippen auf die Nase führt dazu, dass er Ihnen berichtet, was er an Informationen gelagert hat.
  2. Ruhezustand: Er kann nachts gut schlafen und symbolisiert mit einem leuchtenden Auge seinen gleichmäßigen Atmen. Sobald er wach ist, optimiert er sich automatisch.
  3. Shake-to-Shuffle: Falls er Ihnen einmal etwas ungewolltes erzählt, reicht ein kurzes Schütteln und er berichtet etwas anderes.
  4. Er erkennt Zeichnungen auf dem Bauch, selbst wenn sie mehrere Finger benutzen. Falls Sie das, was er gerade gesagt hat, nicht verstehen, ziehen Sie kurz mit 2 Fingern nach links und er geht einen Schritt in seiner Aussage zurück.
  5. Wie auch bei WinHumanity sollte man auf korrekte präzise Aussprache achten, damit er keine Pizza statt Grillhähnchen bestellt.
  6. Viren: Dem HumanOS-Menschen wurde zwischenzeitlich prophylaktisch einmal in den Magen geschlagen, um seine Reaktion zu testen. Als er nachgab, folgte kurz darauf das HumanOS Update 8.5.1, um diese Schwachstelle zu schließen.
  7. Selbstschutz: Falls nicht von der Gattin / dem Gatten ausdrücklich gewünscht, erbittet der HumanOS-Mensch keine Sicherheits-Nachfragen bei Anforderungen.
  8. Bei kurzem Druck auf den Bauchnabel berichtet der HumanOS-Mensch sofort alle aktuell laufenden Programme.
  9. Falls durch fehlerhafte Nahrungsaufnahme einmal ein kompletter Absturz (meist durch die Erweiterung com.apple.heart.kext verursacht) auftreten sollte, bittet er Sie freundlich, Ihn neu zu laden. Hierzu genügt ein längerer Druck auf die Power-Taste zwischen den Beinen, worauf hin er sich mit einem lauten Startgong wieder zum Dienst meldet.

Dies ist meine erste Version, so eben in einem Gedankenschwall entstanden. Fortsetzung folgt… ;-)

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der Denkende 7. September 2010

rofl
;)
Danke für die mühe
rofl

Antworten

ad 7. September 2010

Brüller! :D

Danke dafür.

Antworten

Cord 7. September 2010

Klasse :)

Antworten

Flo 7. September 2010

Der Windows-Teil ist schon sehr lustig. Der Mac-Teil ist einfach nur fad. Ist ist ja nicht so, dass unsere Wunderdinger nicht auch Fehler hätten über die man herfallen könnte, wie z. B. das alle gleich aussehen.

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Sanne 8. September 2010

Ich find’ es cool und werde den Blog-Eintrag gleich mal an ein paar Windows-User weiterleiten *breitgrins*

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