pre1

SSD: Dem MacBook Feuer unterm Hintern gemacht

2. Februar 2010

Transistor-Laufwerk

Sieht man sich in Mac-Foren um, scheint sich eine neue Dreibuchstabengruppe zu etablieren: SSD. Solid-State-Drives (frei übersetzt „Transistor-Laufwerke“) kommen ohne Mechanik aus, sollen sauschnell sein, dabei kühl bleiben und ein kleines Vermögen kosten. Der letzte Punkt hat wohl nicht nur mich vom Kauf eines solchen Laufwerks abgehalten. Lohnt sich das denn? Pro Megabyte zahlt man doch beträchtlich mehr als bei der guten alten Festplatte …

Nun ja, mir wurde die Warterei auf niedrigere Preise zu blöd. Entsprechend werkelt seit wenigen Tagen ein kleines Laufwerk von Intel in meinem MacBook Pro. Trotz zweier linker Hände verlief der Einbau und das Einrichten einfach. Sogar langweilig. Ich durfte nicht einmal Fluchen! Mist!

In diesem Artikel gehe ich auf Dinge wie Größenwahl und Installation ein, möchte aber auch Probleme mit OS X ansprechen. Letztere scheinen nicht so dramatisch zu sein, wie es uns synthetische Tests glauben machen wollen. „Schön“ ist aber trotzdem anders.

First things first.

Man sollte vor dem Einbau seine Platte entmüllen und sich genau überlegen, was denn auf das neue Laufwerk soll. Wer 300 GB an Pornos Medien mit seinem MacBook herumträgt wird in der Hinsicht besonders gefordert – es sei denn, er hat einen Goldesel im Stall stehen und kauft sich ein 512er-SSD für etwas über € 1.000.

Ich habe mich dazu durchgerungen, meine Musik, TV-Shows und Filme in einem externen Datengrab zu lagern. Möchte ich für eine längere Zugfahrt Filme dabei haben, werden entweder DVDs eingepackt oder die Filme auf eine SD-Karte überspielt. Hauptsache, ich habe meine Arbeits-Daten mit dabei. In meinem Fall heißt das: Von verfügbaren 250 GB sind gerade mal rund 50 belegt – mit Daten, die sich seit 2006 angesammelt haben, plus drei virtuellen Maschinen. Woohoo! Geld gespart!

Darf’s ein bisserl mehr sein?

Bei der SSD-Wahl stellt sich irgendwann die Größenfrage, damit auch der Blick aufs Bankkonto. Der naheliegende Ansatz ist: Das größte Laufwerk, das man sich leisten kann. Ich ergänze aber noch mit „… so lange das Laufwerk auch wirklich gut ist.“

Qualität kommt hier vor Quantität. Lieber ein SSD, das konsequent auf den Desktop- / Laptop-Betrieb äugt, als ein größeres Ab-Stange-Gerät mit billigerem Controller. Die teuren Laufwerke mögen z. B. geringere sequentielle Schreib-Raten haben als die Konkurrenz, dafür punkten sie bei zufälligem Lesen und Schreiben. Was im „normalen“ Betrieb, insbesondere an einem Notebook, wohl deutlich häufiger vorkommt als das Aufspielen von Gigabyte-Dateien.

Meine Faustregel: Die wie oben ermittelte Mindestgröße multipliziert mit 1,5, dann das nächstgrößere gute Laufwerk wählen. In meinem Fall 50 GB x 1,5 = 75 GB. Ergo habe ich ein 80er gekauft. Das sollte ein Weilchen reichen, und trotzdem noch genug Platz freilassen, damit das SSD vernünftig arbeiten kann.

Heimwerker Deluxe.

Der Einbau ins aktuelle MacBook Pro ist einfacher, als man meinen würde. Aber schwieriger, als es noch vor wenigen Jahren mit einem Plaste-MacBook war. Damals, ja damals, hätte man einfach eine Klappe geöffnet, alte Platte raus, SSD rein, fertig. Heute muss man schrauben.

Man benötigt einen kleinen Kreuzschlitz-Schraubenzieher fürs Gehäuse und die HDD-Halterung. Und bitte wirklich einen kleinen Schrauber – sonst dreht man gegebenenfalls die Schrauben tot. Mit dem passenden Gerät (konkret: einem 00er Phillips) hat man die zehn Gehäuseschrauben in wenigen Minuten entfernt.

Wenn der Mac schon mal offen ist, kann man auch gleich entstauben. Schon erstaunlich, was sich da in wenigen Monaten ansammelt, aber ich schweife ab.

Die Festplatte ist mit vier Schrauben festgezurrt. Da die meisten Notebook-SSD als Bulkware verkauft werden, darf man anschließend die Stifte der alten Festplatte abschrauben. Dazu braucht man einen Torx-T6-Schraubenzieher. Die Stifte bringt man dann am neuen Laufwerk an.

Alles wieder zusammensetzen, fertig. Arbeitet man (über-)vorsichtig, ist man in fünfzehn bis zwanzig Minuten mit dem Mechanischen durch. Bilder dazu finden sich, wie so oft, auf iFixit.

Daten ahoi!

Es gibt verschiedene Methoden, das System und seine Daten aufs Laufwerk zu bekommen. Da ich keine TimeMachine einsetze sondern regelmäßig bootbare Backups mit SuperDuper! erstelle, lag mein Ansatz nahe:

  • Externe Backup-Platte per USB2 ans MacBook anschließen.
  • Dann davon booten (beim Einschalten Alt gedrückt halten und die Platte auswählen).
  • Mit dem Festplatten-Dienstprogramm das neue Laufwerk mit GUID-Schema und Mac OS Extended (Journaled) formatieren.
  • SuperDuper! starten: Backup als Quelle, formatiertes SSD als Ziel. „Restore“-Script wählen.
  • Kaffee oder Bier zücken, je nach Tageszeit und eigenem Suchtverhalten.

Das Überspielen von 50 GB Daten dauerte bei mir knapp vierzig Minuten. Rechner runterfahren, Backup-Platte abhängen, das wär’s. Beim Einsatz von CCC oder dem Festplatten-Dienstprogramm (ja, damit kann man auch klonen) wird gleich verfahren. Hauptsache, man hat ein Backup, von dem man starten kann.

So oder so ist nach der Neuinstallation erst einmal das System gefragt: Die Daten auf dem neuen Laufwerk müssen für Spotlight indexiert, gegebenenfalls die Caches neu angelegt werden. Also nicht wundern, falls der Rechner nach dem Einbau langsamer als üblich läuft.

Wer mag, kann noch die Firmware des Laufwerks aktualisieren. Da unterscheiden sich die Hersteller ein bisschen; Intel ist jedoch lieb: Die Firma bietet das Update-Tool als .iso-Image an. CD brennen, davon starten, drei Mal y drücken (respektive z, da US-Layout), fertig. Das Update hat keinen Einfluss aufs Dateisystem. Außer natürlich, es geht etwas schief und das Laufwerk wird nicht mehr erkannt. Aber wir wollen ja nicht den Gehörnten an die Tapete kritzeln, oder?

Die Krux mit OS X.

Gegenwärtige SSD werden konstruktionsbedingt mit der Zeit langsamer. Ich möchte hier gar nicht näher darauf eingehen; lest Euch z. B. diesen Grundlagenartikel durch, wenn es Euch interessiert. Fakt ist jedenfalls: Solid-State-Drives werden im Betrieb langsamer. Mal früher, mal später.

Damit man die Zeit bis zum Langsamer-als-Rentnerfußball rauszögern kann, wurde TRIM entwickelt. Die meisten aktuellen SSD unterstützen das TRIM-Kommando bereits ab Werk. Allerdings tut es nur, wenn auch das Betriebssystem mitmacht oder Zusatz-Werkzeuge verfügbar sind. Beides ist für OS X zur Zeit nicht der Fall.

Unter Windows 7 TRIMmt sich das Laufwerk im laufenden Betrieb. Für WinXP und Vista gibt es Werkzeuge, womit man das TRIMmen händisch auslösen kann. Das tut allerdings nur für NTFS-formatierte Laufwerke, hilft also auf dem Apfel auch nicht weiter.

Wir Mac-Benutzer müssen darauf warten, dass Apple TRIM-Support im Betriebssystem aktiviert oder zumindest ein HFS-Tool liefert. Da Apple als einer der ersten Hersteller eine SSD-Option für seine Geräte hatte (MacBook Air), dürfte das Eine oder Andere in Cupertino auf dem Radar blinken.

Andererseits ist zu sagen, dass die Erfahrungsberichte der SSD-Benutzer sich bei weitem nicht so dramatisch anhören wie die trockene Theorie erwarten lässt: Die Messwerte mögen nach ein paar Monaten sinken, aber es finden sich nur wenige Stimmen, die von großartigem Leistungsverlust bei der täglichen Arbeit klagen. Insbesondere die vergleichsweise teuren Geräte zeigen sich ziemlich unbeeindruckt in dieser Hinsicht. Wohl auch mit ein Grund, dass Intels X25er-Serie in den meisten Vergleichstests noch immer als Sieger hervorgeht.

Falls es doch zu lahm wird, kann man sich gegebenenfalls mit Gebastel behelfen: Z. B. die Platte in einen Win-PC einbauen, auf NTFS formatieren, komplett durchTRIMmen, wieder auf HFS+ initialisieren, Backup zurückspielen. Manche berichten, dass schon eine Neu-Formatierung unter OS X geholfen hätte, andere widersprechen dem vehement. Nun ja. Mal auf Apple warten …

Und was bringt es denn nu?

Benchmarks kann man überall im Netz nachlesen. Entsprechend folgen an dieser Stelle lediglich ein paar Eindrücke meinerseits.

Hochfahren? Rund zehn Sekunden. Die 50 GB Daten indexieren? Unter zehn Minuten. Firefox mit elf Plugins startet in knapp zwei Sekunden, OpenOffice Writer lädt in drei Sekunden (inkl. großem Dokument). FontExplorerX, der bei mir nach einem Neustart schon mal so eine halbe Minute brauchte, bis er vollständig lief: ist jetzt nach einem Dock-Hüpfer fertig.

Kurz gesagt: Der Mac fühlt sich deutlich flüssiger an als mit meiner alten Festplatte. Mag esoterisch klingen, ja. Eigenversuch macht klug.

Für mich persönlich ist die Geschwindigkeit nur ein Bonus. Ich wollte einfach keine mechanische Platte mehr im MacBook haben. Ich habe den Dingern noch nie getraut, und bei einem Notebook … wo Dich gegebenenfalls mal wer im ICE anrempelt, die Katze das Teil von der Couch reißt, das Flugzeug in Turbulenzen gerät, der Gatte den Computer aus dem Fenster wirft …

Dass die Akku-Leistung meines MacBook Pros gestiegen ist hat wohl damit zu tun, dass ich Festplatten aus Prinzip nie im Betrieb parken lasse. Und so eine dauerrödelnde HDD frisst halt doch ein wenig mehr Strom als ein SSD. Würde ich also im Normalfall nicht als Argument gelten lassen. Für mich ist es allerdings ein netter Nebeneffekt.

Aber ist es das alles wert? Man lässt momentan immerhin mindestens um die 200 Euro für ein brauchbares Laufwerk liegen. Ich habe lange auf den Preisverfall gewartet, irgendwann kam dann aber bei mir doch die alte Maxime hoch: Brauchst Du es jetzt, dann kaufe es jetzt. Das gilt nicht nur für Mac-Neuanschaffungen, sondern offenbar auch für Massenspeicher …

{ 37 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

Dennis Klein Februar 2, 2010 um 12:00

Sehr interessanter Artikel der in mir den Wunsch weckt mein MacBook auch mal mit einer SSD aufzurüsten ;)

Leider gibst Du nicht genau an für welche Platte Du Dich nun entschieden hast? Intel scheinbar, aber welche? X25-Postville 80GB? Oder ein anderes Modell? Vielleicht habe ich (erkältungsbedingt) auch Tomaten auf den Augen ;)

Antworten

Lukas Februar 2, 2010 um 12:24

Sehr cooler Artikel. Hat mich darin bestärkt das ich auch demnächst in mein gutes MacBook eine SSD einbauen werde. Hatte ich schon länger überlegt. Derzeit schreckt mich der Preis noche etwas ab, aber mit deinen Ideen bzw. Tipps kann man das ganze mal langsam planen und angehen.

Antworten

fidel Februar 2, 2010 um 13:12

Ich hab seit geraumer Zeit ne SSD in meinem MacPro – primär nur fürs OS.

Die Messwerte der Platte haben sich in den letzten 5 Monaten sprübar verschlechtert – gefüllt war die Platte immer max zu 50% …. ich bin gespannt was der geplante Firmware-Update ggf für Effekte mit sich bringt.

Gruss
fidel

Antworten

fidel Februar 2, 2010 um 13:25

Worauf ich rauswollte – wer technik-begeistert ist erfreut sich derzeit sicher schon an ner SSD – wer auf Nummer sicher gehn will wartet nach meinem Eindruck noch etwas ab und kauft die Dinger wenn sie mit allen Wunsch-features “wirklich” im Massenmarkt angekommen sind.

In meinem Fall ist es eine 128 GB SuperTalent – also untere Preisliga – mehr Details irgendwo in den Untiefen des Blogs.

Antworten

Casa Februar 2, 2010 um 13:29

Wieder ein Artikel, der einfach nur Spaß macht. Toll geschrieben. Ob ich meinem 2006er MacBook noch eine SSD spendiere, wage ich zu bezweifeln, aber alles was danach kommt, bekommt eine :)

Antworten

flexo Februar 2, 2010 um 13:30

Habe auch sehr lange gewartet wegen dem Preis. 80GB war mir zu klein. Habe nun eine PhotoFocus 128GB in mein MacBook Air eingebaut (1. Generation). Insbesonder mehr Speicher (vorher war eine 60GB HDD verbaut) haben mich dazu gebracht so viel Geld in die Hand zu nehmen.

Läuft flüssiger im täglichen Betrieb in vielen Belangen. Ob es das Geld wert war: vermutlich eher weniger. Ist mein Zweitgerät und wird nicht sooo oft verwendet. Die HDD im Air (gleiche wie im iPod) ist jedoch grottenlangsam.

Beim Air ist der Austausche viel heikler als bei den anderen MacBooks, sollte man sich gut überlegen.

Erstaunt, dachte OS X “unterstützt” SSD wegen dem Air. Hoffen wir auf ein baldiges Update.

Formatieren sollte das Problem mit TRIM nicht lösen.

Die Übersetzung ist wirklich sehr frei :-) Der Artikel ist wirklich sehr gut geschrieben – bei mir wars ein gehopftes Malzwasser ;-)

Antworten

Martin Februar 2, 2010 um 13:58

Wie finde ich ein gutes SSD-Laufwerk für den Mac?

Was ich mir überlege: SSD-Laufwerk anstelle der bisherigen Festplatte und bisherige Festplatte anstelle des bisherigen optischen Laufwerks.

Antworten

Rafael Februar 2, 2010 um 15:14

SS-Laufwerk, wie böse :lol:

Antworten

burt Februar 2, 2010 um 15:19

ich will auch!!! :D

ist mir aber noch zu teuer! :) paar monate noch….

Antworten

Mr.Kane Februar 2, 2010 um 15:45

Habe ebenfalls in mein 2006er MBP eine 80GB Intel Postville SSD als Hauptplatte eingebaut. Allerdings wollte ich nicht auf meine anderen Daten verzichten und habe daher kurzerhand das optische Laufwerk ausgebaut und dorthin nun meine 500er WD HDD eingesetzt. 580GB sind perfekt in dem MBP.

Und es ist nun wieder wirklich Leistungsfähig !
Wenn ich jetzt nur noch irgendwoher eine n-Standard-Airport-Karte bekommen könnte …

Antworten

Martin Februar 2, 2010 um 16:25

@Mr. Kane: OptiBay?

Antworten

Mr.Kane Februar 2, 2010 um 16:29

@Martin: Nein Optibay ist überteuert, habe ich im Macuser Forum gefunden. weitaus besser verarbeitet, siehe hier: http://www.macuser.de/forum/f10/optibay-2te-festplatte-304591/index5.html#post5812285

Antworten

Martin Februar 2, 2010 um 16:34

@Mr. Kane: Interessant … ob ich das allerdings meinem MBP antun möchte?

Antworten

Mr.Kane Februar 2, 2010 um 16:45

@Martin: Das ist bei meinem MacBook Pro ganz einfach gewesen, nur Deckel ab und drei Schrauben drinnen lösen! Keine Kunst!

Antworten

ad Februar 2, 2010 um 16:47

SS-Laufwerk, wie böse :lol:

Das hat aber lange gedauert, bis so ein Kommentar kam.

Antworten

Rafael Februar 2, 2010 um 16:52
SS-Laufwerk, wie böse :lol:

Das hat aber lange gedauert, bis so ein Kommentar kam.

Ich finde SSD-Speichermedium oder einfach nur SSD angebrachter. Klar, bei DDR-Speicher haben sich die Massen auch erregt, aber das ist dann doch eine Nummer größer. Ich verstehe die Ironie auf die noch einmal explizit im Beitrag eingegangen wird, jedoch werde ich SS-Laufwerk für die Bezeichnung von SSD’s nicht verwenden.

Ansonsten ist das ein sehr gut gelungener Artikel, der alle wichtigen Bereiche gut anschneidet, notwendige Links zur weiteren Recherche anbietet und auch in einem locker flockigen und schön lesbaren Stil geschrieben ist. Weiter so nggalai.

Antworten

ad Februar 2, 2010 um 17:37

Stand der Absatz mit dem Weltkrieg in der Ursprungsversion auch schon drin? :kopfkratz:

Antworten

nggalai Februar 2, 2010 um 18:30

Moin moin,

danke für die Kommentare. :) Ad, jo, der Weltkrieg war schon im ersten Entwurf drinne, ich hab heute noch gar nicht reagieren können …

Danke Mr.Kane für die Idee, die alte Platte ohne Ultrabay zu verbauen. Da werde ich noch drüber nachdenken müssen; z. Z. ist geplant, dass das alte 5400er-Laufwerk in ein Gehäuse kommt und als Backup der Medien-Platte dienen soll.

Dennis, ist eine Intel X25-M G2 «Postville». Wollte da nicht mehr Werbung für machen als nötig, auch, weil ich sie immer noch grenzwertig-teuer finde. Trotz Rabatt € 190 für 80 GB ist schon ned schlecht.

Antworten

nggalai Februar 2, 2010 um 19:12

Noch ein «Was bringt’s?»-Nachtrag: Gerade eben Lightroom 2 das erste Mal von SSD gestartet.

Eine Sekunde. Katalog für 4.000 Bilder inklusive. Import von SD geht deutlich schneller als zuvor; endlich wird die Karte dem «Up to 60x»-Aufkleber gerecht …

Antworten

Shelley Februar 3, 2010 um 09:05

Ad, jo, der Weltkrieg war schon im ersten Entwurf drinne, ich hab heute noch gar nicht reagieren können …

Bist hoffentlich nicht stolz drauf. Letzte Woche war Holocaust-Gedenktag. Wer das ein bisschen verfolgt hat, kann deinen Humor kaum teilen. So etwas hat in einem Technikbericht einfach nichts zu suchen.

Antworten

nggalai Februar 3, 2010 um 13:47

Sodele, die SS-Platte ging den Weg alles Vergänglichen. Hat offenbar doch zu sehr angeeckt … Oh, well.

Zum Thema: Das MacBook Pro bleibt mit SSD kühler, zumindest bei mir: Im normalen Einsatz hatte ich mit der 5400er Toshiba um die 34 °C auf der Gehäuse-Unterseite, mit der Intel im Schnitt 28 °C, maximal 32 °C (CPU unter Voll-Last). Das merkt man schon, besonders morgens beim ersten Kaffee und unbestrumpften Beinen.

Antworten

Karsten W. Februar 3, 2010 um 18:27

Für Notebooks nicht übel, im Desktop Bereich ist SAS deutlich günstiger und schlägt bei 15000er Platten im Raid 0 SSD locker.

Antworten

Dennis Klein Februar 3, 2010 um 18:42

Verdammter Gruppenzwang ^^ – Hab mir eben die Intel X25 80GB Postville (G2) bestellt :) Ich hoffe echt, dass sich das lohnt :)

Antworten

nggalai Februar 4, 2010 um 11:09

Für Notebooks nicht übel, im Desktop Bereich ist SAS deutlich günstiger und schlägt bei 15000er Platten im Raid 0 SSD locker.

Ja. Aber lärmt dafür auch anständig. ;)

Antworten

3nitroN Februar 6, 2010 um 19:24

Hab eine Postville G2 (80 GB) seit Oktober 2009 im Einsatz. Die Leserate ist zwar gesunken, aber nach wie vor über der einer Notebookplatte. Was (für mich) zählt ist die gefühlte Geschwindigkeit/Reaktionszeit im OS — und dafür ist nunmal die Zugriffszeit bzw. Leserate von größerer Bedeutung. Das Teil geht in der Hinsicht immer noch ab wie Schmidts Katze und macht einfach nur Spaß. Die 200 Euro sind aus meiner Sicht gut angelegt gewesen :)
Viel Spaß allen neuen und zukünftigen SSD-Nutzern!

Antworten

Flo Februar 7, 2010 um 13:45

Sehr gut geschriebener Artikel und sehr informativ. Muss mich mal ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen und eventuell eine dieser Platten in mein Macbook einbauen.

Antworten

Dennis Klein Februar 8, 2010 um 00:03

Servus!

Ich habe besagte Intel Postville X25 G2 am Samstag erhalten und verbaut. Ich bin absolut begeistert :) Einen kleinen Benchmark habe ich bei einem QuickTime-Screencast-Aufnahme-Test gemacht und mal hochgeladen: http://www.dennisklein.eu/podcast/intel_x25_g2_results_macbook.mov

PS. Eine neue Folge meines Podcast über die Installation der SSD in meinem MacBook ist gerade noch am Hochladen und wird morgen in SD & für’s iPhone zur Verfügung stehen.

Antworten

Joaquin Februar 12, 2010 um 03:17

Also mich wunder ja das mit dem TRIM-BEfehl, denn da das McBook-Air mit solcher Technik von Anfang an ausgestattet werden konnte nahm ich an, dass hier Apple die Technik in allen Belangen unterstützt?

Antworten

Max Februar 12, 2010 um 17:16

Danke, der Artikel hat mich um einiges schlauer gemacht ;)

Antworten

Martin Februar 14, 2010 um 12:31

Von verfügbaren 250 GB sind gerade mal rund 50 belegt – mit Daten, die sich seit 2006 angesammelt haben, plus drei virtuellen Maschinen. Woohoo! Geld gespart!

Bei mir belegt allein das System knapp 50 GB (alle Ordner ausser Benutzerordner) – wie kommst Du auf 50 GB?

Schade, dass Mac OS X bislang TRIM nicht unterstützt. Solange dies nicht der Fall ist, werde ich mir keine teure SSD kaufen, denn gerade beim Intel-Modell ist TRIM offensichtlich von grösster Bedeutung um die Geschwindigkeit zu erhalten.

Antworten

nggalai Februar 14, 2010 um 12:42

Bei mir belegt allein das System knapp 50 GB (alle Ordner ausser Benutzerordner) – wie kommst Du auf 50 GB?

Keine Ahnung – ist halt so. Selbst mit MacPorts, meinen Applikationen sowie allen meinen User-Daten (Minus Mediathek) habe ich aktuell gerade mal 47 GB auf dem SSD …

User-Daten: 26 GB
private: 5 GB
Applications: 5 GB
Library: 2,8 GB
System: 2,7 GB
Developer: 2 GB
usr: 940 MB
opt: 665 MB

Der Rest läuft unter, nun ja, ferner liefen.

Du scheinst entweder sauviele, oder saugroße Programme installiert zu haben. Bei mir sind die größten Brocken Aperture 3, OOorg, iWork sowie Nisus Writer Pro …

Antworten

Martin Februar 14, 2010 um 12:48

private: 13 GB (im Wesentlichen 1.5 GB an Cache-Dateien, der Rest sleepimage und swapfiles)
Library 10.4 GB (im Wesentlichen iLife-, iWork- und Adobe-Dateien)
Applications: 10.5 GB (ins Gewicht fallen insbesondere Adobe- und Office-Anwendungen)
usr: 3.5 GB (im Wesentlichen LaTeX-Dateien)
System: 2.6 GB
Developer: 1.6 GB
Sonstiges: 0.3 GB

Total rund 40 GB (immerhin nicht knapp 50 GB wie ursprünglich geschätzt)

Antworten

nggalai Februar 14, 2010 um 12:51

Okay, Adobe scheint reinzuhauen. :D Ich hab von Adobe nur Lightroom im Einsatz, das hält sich in Grenzen. Und einen großen Teil der iLife-Sachen benötige ich nicht und hab ich entsprechend schon beim Kauf meines MBP deinstalliert. (Garageband verbraucht unglaublich viel Platz auf der HD.)

Nun ja, das war halt eben meine Situation, dann mit 1,5 multipliziert -> 80 GB reichen für mich.

Falls Deine User-Daten ähnlich aussehen, ist klar, dass Du nicht mit einem 80er-Laufwerk glücklich werden würdest.

Antworten

Martin Februar 14, 2010 um 12:55

Falls Deine User-Daten ähnlich aussehen, ist klar, dass Du nicht mit einem 80er-Laufwerk glücklich werden würdest.

Schlimmer … ;)

Ich würde selbstverständlich ausmisten, allerdings erschwert ein zweiter Datenträger die Datensicherung. Ich habe jetzt schon alle Multimedia-Dateien (für die Jüngeren unter uns: Musik, Film, usw.) auf eine externe Festplatte ausgelagert und muss dafür zusätzlichen Backup-Aufwand betreiben.

160 GB SSD wären vermutlich machbar und vor allem mit Blick auf mein durch Verschlüsselung ausgebremstes System attraktiv. Mal sehen, wie es mit TRIM unter Mac OS X weitergeht … :)

Antworten

AdmiralPayne Februar 18, 2010 um 18:58

Hallo Leute,
das hört sich echt super an, aber geht nicht die Garantie flöten wenn ich mein MacBook Pro aufschraube ?
Ansonsten sollte ich echt mal drüber nachdenken (allein um zu entstauben ;-) ).

Antworten

nggalai Februar 18, 2010 um 19:02

Moin Payne,

nö, Garantie geht nicht flöten, auch nicht die Gewährleistung: Apple hat im Büchli zu seinen Notebooks ein eigenes Kapitel zum eigenen Laufwerk-Austausch drinne. Ist gedeckt, so lange Du nicht – inspiriert von meinem «REINIGEN!!!»-Kommentar – mit dem Sandstrahler rumfuhrwerkst.

Antworten

AdmiralPayne Februar 18, 2010 um 19:07

Achso das ist gut! Danke für die superschnelle Antwort.

Gruß AdmiralPayne

Antworten

Schreibe einen Kommentar

Smilies gefällig?

Previous post:

Next post: