Im folgenden Beitrag will ich mal das Grundthema
Fenster-Handling unter Mac OS X
erneut aufgreifen – nachdem Rafael vor einiger Zeit hier bei Apfelquak schon einen Artikel (MercuryMover Review) dazu verfasst hatte.
Die meisten Anwender die schon länger mit unterschiedlichen Betriebssystemen arbeiten und damit hoffentlich die rosa-rote Brille gegenüber einem einzelnen Beitrebssystem abgelegt haben werden einer Grundaussage wohl zustimmen
Die Möglichkeiten Anwendungs-Fenster unter Mac OS X mit Boardmitteln in Ihrer Größe und/oder Positionierung zu verändern ist fernab von optimal.
Damit bleibt im Regelfall der Griff in die Schublade Zusatzsoftware – und das heute im Rahmen dieses Beitrags besprochene Zooom/2 stellt in der Grundherangehensweise einen schönen Kontrast zu der von Rafael angesprochenen Lösung MercuryMover dar.
Während MercuryMover klar auf Keyboard-fokussierte Anwender abzielt – bleibt bei Zooom/2 die Maus das zentrale Steuerelement.
Mehr dann nach dem klick
Funktionen
Nach der hoffentlich erfolgreichen Grundinstallation bietet Zooom/2 beim ersten Start die Möglichkeit in ein interaktives Demo zu springen welches die Grundfunktionen des Programmes vorstellen soll
Hat man diese Einführung mal hinter sich gebracht lohnt ein erster Blick ins Hauptfenster der Anwendung selbst um etwas Feintuning zu betreiben.
Die Seite General umfasst in meinen Augen die Kernkompetenz von Zooom/2 – das umpositionieren sowie das resizen einzelner Anwendungsfenster mittels Tastendruck und Einsatz der Maus. Weiter unten sind noch Screencasts verlinkt die dies recht anschaulich darstellen. Derzeit ist die auswahl der möglichen Tastenkombinationen bewusst beschränkt – ein Miniaspekt der dem einen oder anderen User ggf nicht gefallen wird.
Daneben existiert eine Auto-Raise Funktion – also automatischer Fokussprung der mittels Verweildauer des Mauscursors geregelt wird. Diese Funktion ist definitiv Geschmacksache – funktioniert aber recht zuverlässig.
Im Vergleich zu vielen Programmen handhabt Zooom den Zugriff auf die Einstellungen des Programmes variable und ohne die Notwendigkeit des manuellen Hacks durch den User. Wer ein Icon in der Menuzeile haben will -> kriegt dieses – wer ein Dock-Icon will -> kriegt dieses – und wer wie ich (Bildsetting an der Stelle mal ausblenden) weder noch will ist auch zufrieden. ein erneuter aufruf des Programmes via QuickLauncher a la QS/Launchbar o. Ä. reicht hier um das Konfigurationsfenster aufzurufen.
Der zweite Themenbereich den Zooom abdeckt läuft unter dem Stichwort Magnetics – Snapping würde es wohl auch ganz gut umschreiben. Damit lassen sich Anwendungsfenster an den Bildschirmrändern, dem Dock oder auch anderen Fenstern ausrichten – wer zusätzlich ein virtuelles Raster auf seinem Desktop sehen will kann auch dieses konfigurieren. Auch zu dieser Funktion folgt weiter unten noch ein Screencast Video.
Die beiden Tabs Ignore-List sowie License sind eigentlich selbsterklärend – und auch nicht wirklich relevant um die Kernfunktion von Zooom zu verstehen.
Screencast des Herstellers
Wer neben Bildern und Text auch gerne bewegte Bilder und gesprochenen Text zur Einschätzung zu Rate zieht – kann sich hier 2 Screencasts des Hersteller ansehen.
Fazit
Aus meinem Blickwinkel kann ich Zooom absolut empfehlen. Der Preis ist fair und die Lizenz gilt für Privatanwender für bis zu drei Arbeitsplatzrechner – was definitiv nicht üblich ist. Der Entwickler macht einen sehr aufgeschlossenen Eindruck (ich hatte schon früher Kontakt zu ihm -> siehe Hauptblog) und reagiert zeitnahe auf Anfragen.
Im Alltag laufen auf meinen Macs sowohl MercuryMover und Zooom – was ggf für den einen oder anderen Anwender etwas überladen wirkt – ich habe aber Anwendungsfälle für beide Programme – wenngleich Zooom bei mir inzwischen mehr und mehr das Tool für den Alltag wird – und MercuryMover eben zum Zuge kommt wenn man keine Maus zur Hand ist – oder einer der Bildschirme gerade mit einem anderen Signal versorgt wird – ich aber trotzdem ein Fenster verschieben muss.
Die Fullscreen Funktion funktioniert ebenso wie Reposition& Resize wunderbar mit dem Großteil der gängigen Fenstertypen. Die Magnetics Funktion verwende ich bis dato nicht – brauchbar wirkt sie allemal.
Kritikpunkte fallen mir definitiv keine ein – das Programm funktioniert für mich einfach nur reibungslos und ist damit eine willkommende Hilfe um das unbrauchbare OSX Werkverhalten in diesem Bereich auf ein angenehmes Level hochzuziehen.
Ob man nun Zooom oder MercuryMover einsetzen will – oder mit kleineren Varianten a la SizeUp, TwoUp, WindowWrangler,Right Zooom, Cinch oder was auch immer zurecht kommt werdet ihr selbst für euch rausfinden müssen – wobei im Bereich kommerzielle Lösung die beiden erstgenanten Programme wohl am meisten bieten.
Andere Reviews zu Zooom findet ihr u.a. hier und hier – wer auf GetSatisfaction steht wird hier bedient.
Gewinnspiel und Co
Ich wollte ursprünglich einige Lizenzen abstauben um sie hier unter den Interessierten verteilen zu können – da diese Artikelranderscheininug bei Apfelquak in letzter Zeit aber heiß diskutiert wurde erspare ich mir und in Folge euch dieses WirrWarr – und verschone damit auch Ad vor den schon befürchteten Folgen
Mit der Lizenz-Verloserei willst du AQ allerdings von der Bildfläche verschwinden lassen, he?
Der Zooom/2 Entwickler führt derzeit im Zuge der Bedürfniserfragung der existierend/potenziellen User aber gerade eine Umfrage durch – welche Teilnehmern die Möglichkeit bietet an einer Lizenzverlosung teilzunehmen.
Die Umfrage (6 Fragen) findet ihr hier – wer aktives Interesse daran hat sollte sie umgehend ausfüllen da die Aktion Ende dieses Monats ihren Abschluss findet.
Abschließend
Das wars eigentlich auch schon mit meinem Erstbeitrag hier bei Apfelquak – ich hoffe der Artikel hat gefallen – wünsche viel Spaß beim antesten der Demo und würde mich freuen zu erfahren wie ihr derzeit mit dem Grundproblem Resize/Reposition unter Mac OS X umgeht.
Gruss
fidel








{ 10 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
ich persönlich nutze TwoUp ein kleines tool was fenster auf die halbe Größe des Desktop anpasst. in der freeware version lassen sich fenster nur auf diese 50% aufteilung einstellen. ich starte es auch nur wenn ich es wirklich brauche. es gibt auch eine “pro” version die weitere einstellungen zulässt. ansonsten reicht es mir für meine zwecke aus.
Ich habe mal eine Frage zu den Videos. Wird das Standard sein in nächster Zeit? Da ich AQ per RSS Feed in Mail lese wird dort auch immer das Video direkt heruntergeladen, was mein Mailpostfach unnötig aufbläht. Dann würde ich den RSS Feed nicht mehr beziehen wollen…
@Chris
war meinerseits nicht so geplant – sorry.
Bzgl offizieller Marschroute gebe ich den Stab an Ad weiter
Gruss
fidel
Video? Welches Video? Ich kann euch nicht so recht folgen…
@ad:
ich hatte anfänglich auf die 2 einzelnen Screencasts verlinkt – einer davon (.mov) landete damit wohl bei Chris – sofern der Client automatisch nachlädt.
Ach soo…
Ok, Mail ist vielleicht auch nicht unbedingt der Client, den ich empfehlen würde.
Kann das Tool auch Fenster zentrieren?
@Arnold
nein eine zentrieren Funktion ist derzeit noch nicht enthalten – kann mir aber gut vorstellen das der Entwickler dafür ein offenes Wort hat (Umfrage -> Featurevorschlag -> *puff* -> Gewinnchance hehe).
Gute Idee
Gruss
fidel
@fidel: Dankeschön!
@ad: Jaa, aber sonst würde ich ja noch mehr feeds lesen *gg*. Passt schon so mit mail.
@Arnold: MercuryMover kann mit = Fenster zentrieren nachdem es mit einem beliebigen Shortcut aufgerufen wurde.