Review: Things für Mac & iPhone

10. Januar 2010 · 114 Kommentare ·

Wer kennt das nicht, man hat soviel „Aufgaben“ im privaten und geschäftlichen Bereich, dass man gar nicht weiß, wo einem der Kopf steht. Nun probiert man diese Aufgaben irgendwie niederzuschreiben, um sich einen Überblick zu verschaffen. Ich habe dafür bisher entweder iCal oder einfach die Notizen Funktion genutzt (teilweise auch richtig „oldscool“ mit Stift und Zettel. Aber meist war der Zettel verschwunden, bevor alle Aufgaben erledigt waren). Leider ist das auch nicht wirklich nützlich. Doch genau für solche Problemchen gibt es Aufgabenverwaltungsprogramme. Hier gibt es eine breite Auswahl am Markt, doch die meisten dieser Programme sind weder sehr intuitiv, noch besonders attraktiv. Doch bei Things ist das anders, sowohl die iPhone- als auch die Mac-Version sind optisch ansprechend und auch noch äußert verständlich aufgebaut.

Öffnet man Things auf dem Mac zum ersten Mal, müssen die Aufgaben natürlich erst einmal eingetragen werden. Das funktioniert dank Tastatur-Shortcut im Handumdrehen. Hier hat man nun auch die Möglichkeit pro „Aufgabe“ frei wählbare Tags hinzuzufügen. Besonders die Einstufungen nach verschiedenen Schwierigkeitsgraden (leicht, mittel, schwer etc.) macht Sinn. Weiterhin kann man wichtige Dateien, Emails, Links und co. gleich mit anhängen und spart sich dadurch später viel Sucherei. Hat man sich die erste Aufgabe erst einmal erstellt, kann man diese auch direkt einordnen. Wann soll sie erledigt werden? Heute? Demnächst? Irgendwann? Oder doch lieber erst in 2 Wochen. Besonders die Funktion sich bestimmte Aufgaben erst zu einem festgelegtem Termin anzeigen zu lassen ist äußerst nützlich. Schließlich gibt es auch Sachen, die man einfach nicht direkt erledigen kann oder will.

Hat man Aufgaben erledigt, werden diese am Ende des Tages automatisch in das „Logbuch“ verschoben. Somit hat man selbst nach dem (zugeben irgendwie befriedigendem Abhaken) immer noch eine schöne Übersicht. Eine weitere tolle Funktion ist die Möglichkeit „Projekte“ zu erstellen. Ein Projekt ist sozusagen eine große Aufgabe, welche viele kleine Einzelschritte zum erfolgreichen Abschluss benötigt. Beispielsweise etwa das Erstellen einer neuen Internetseite. Hierfür legt man einfach das Projekt „Internetseite“ an und kann hier nun die Unterpunkte (z.B. Startseite beenden, Uploaden, Browserkompatiblität testen, promoten etc.) erstellen. Das ist wesentlich übersichtlicher als die ganzen Einzelaufgaben mit in die normale Aufgabenliste zu aufzunehmen. Davon abgesehen lässt sich diese Funktion auch bestens für „Einkauflisten“ missbrauchen. So ist ein ständiges Projekt von mir die „Liste mit Filmen die ich kaufen möchte“. Ich hatte immer wieder das Problem, das mir Filme eingefallen sind, welche ich mir irgendwann mal zulegen möchte. Leider hatte ich diese aber auch genauso schnell wieder vergessen. Selbst eine professionell angelegte Pages Liste brachte mir hierbei keine Hilfe.

Things auf dem iPhone – der perfekte Partner !

Ok – wir haben das geklärt. Things auf dem Mac ist spitze und steigert die Produktivität immens. Doch wie sieht es mit dem „kleinem“ Bruder aus? Kann Things auf dem iPhone mithalten? Oder ist es eine im Funktionsumfang stark kastrierte Variante?

Doch keine Angst, auch hier haben die Jungs (und Mädels?) von CultureCode ganze Arbeit geleistet. Bis auf „Kleinigkeiten“ steht Things auf dem iPhone der Mac Variante in nichts nach. Das Erstellen, Taggen, Notizen Anhängen (leider keine Bilder) und Einordnen funktioniert genauso wie auf dem Mac. Auch optisch orientiert man sich am „großen Bruder“ und macht damit alles richtig.
Das beste Feature ist ohne Frage die Möglichkeit Mac- und iPhone-Version zu synchronisieren. Und hier muss ich nun zum ersten Mal auch etwas bemängeln. Beide Versionen synchronisieren sich ausschließlich, wenn sie sich im gleichen WLAN Netzwerk befinden. Eine Alternative hierzu wäre wünschenswert gewesen. Etwa ganz simpel eine Synchronisation sobald sich das Telefon im Dock befindet.

Fazit

Für knackige 41 Euro erhält man die ohne Frage das beste und schickste Aufgabenverwaltungs-Tool auf dem Markt. Sicherlich sind 41 Euro nicht gerade wenig, aber im Anbetracht der sehr guten Umsetzung und der enormen „Nützlichkeit“ zumindest sehr gut angelegt. Wer es etwas einfacher und auch günstiger möchte, greift zur iPhone Variante für wirklich faire 7,99 Euro. Und wer gleich einen Rundumschlag machen möchte, der kauft beide Versionen und ist somit bestens ausgerüstet. Ich selbst benutze das unschlagbare „Duo“ nun auch fast täglich. Dafür habe ich Things auf dem iPhone direkt auf Seite 1 und auf dem Mac im Autostart.

Gewinnspiel

CultureCode war so freundlich und hat uns eine Mac Lizenz von Things für ein Gewinnspiel zu Verfügung gestellt. Um diese zu gewinnen erklärt mir doch, möglichst lustig, warum gerade ihr unbedingt ein „ToDo Listen Programm“ benötigt. Bitte denkt daran eine korrekte E-Mail Adresse anzugeben, damit ich euch auch die Lizenz zukommen lassen kann. Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 17. Januar 2010 um 12:00 Uhr.

Ähnliche Beiträge

  1. Aufgabenverstecksysteme haben bald ausgedient dank Things!
  2. Review: OmniFocus für das iPhone
  3. iPhone Game Review – “Trixel”
  4. It’s iPhone Day!
  5. Today Review – iCals kleiner Helfer

{ 114 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

zebrafell 17. Januar 2010

Ich glaub ich brauch Things mal ganz dringend.

Ich hab fast vergessen hier anzufragen, zum Glück ist es sich noch ausgegangen…

…dafür hab ich vergessen eine kreative Idee hier einzubringen :/

Antworten

Densha Otoko 17. Januar 2010

Heiligabend hat meine bessere Hälfte mir erklärt, dass ich bald Papa werde! Jetzt laufen zwei Sachen in genau entgegengesetzte Richtungen. 1. Projekte und Sachen die unbedingt und wahrhaftig erledigt werden müssen und 2. brauchen wir wirklich jeden Cent und Pfennig. Things brauche ich für die vielfältigen Aufgaben…habe aber kein Geld um es mir zu kaufen…oder vielmehr: Die Argumentationfolge für Things wird von der besten “Freundin derWelt” nicht nachvollzogen = Geldbörse bleibt also zu!

Herzlichen Glückwunsch zum Kind und zu der gewonnen Things Lizens :) Allen anderen wünsche ich viel Glück bei unserem nächsten Gewinnspiel

mfg

Densha

Antworten

ad 17. Januar 2010

… bei unserem nächsten Gewinnspiel

:evil:

Will doch keiner mehr haben, oder doch? ;)

Antworten

Tobi 18. Januar 2010

Also, da ich für mich selbst entscheiden kann, was ich an den Sachen, die der Autor so toll fand, auch toll finde und da Apfelquak nicht das einzige Blog ist, das ich in Sachen Mac lese und ich somit glaube eine gute Übersicht zu bekommen, habe ich auf keinen Fall was gegen weitere Lizenzen. ;)
“Nem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.” hat man zu mir immer gesagt. Vielleicht besitzt halt nicht jeder so viel Weisheit wie meine Oma. :P

EDIT: Ach ja: ich hab die iPhone-Version von Things und halte davon ganz genau so viel, wie hier im Artikel beschrieben, nur dass ich es nicht auf Seite 1, sondern in der unteren App-Leiste meines iPods habe, das auf jeder Seite angezeigt wird. ;)

Antworten

blurbs 19. Januar 2010

Wer braucht solche unkritischen Reviews? Wie lange und für welche Zwecke setzt der Autor das Programm ein, um belastbar Feststellungen wie “steigert die Produktivität immens” treffen zu können?

Ich setze Things seit Ende der Subskription vor genau einem Jahr ein und fühle mich allmählich verarscht. Die ansprechende Oberfläche und das frei gestaltbare Tag-System beeindrucken zunächst stark, aber notwendige Funktionen, die schon lange und aus heutiger Sicht wohl im wesentlichen als Kaufanreiz angekündigt sind, kommen nicht. Anderes ist seit langem nicht ausgereift implementiert – z. B. “Personen”. Warum darin nur Einträge aus dem Adressbuch aufgenommen werden, aber damit kein direkter oder verkürzter Zugriff auf Telefonnummer oder Emailadresse aus eben diesem Adressbuch möglich ist, die man ja bei “Personen”, an die eine Aufgabe delegiert ist, doch häufiger mal gebrauchen könnte, versteht man nicht.

“Unterprojekte”, die man für bestimmte Aufgaben dringend gebrauchen würde, sind seit mehr als einem Jahr versprochen, aber kommen nicht. Der Notbehelf, Bereiche zu “Projekten” umzubiegen und darin definierte Projekte als Unterprojekte anzusehen, geht nur bedingt. Ebenso lassen Bereiche keine Unterbereiche zu, also enthält z.B. ein Bereich “Arbeit” einen Riesenpool von Aufgaben. Ein Workaround ist über das flexibel gestaltbare Tag-System möglich, aber letztlich eine Krücke, die nicht die Vorteile einer hierarchischen Untergliederung bietet. Und so weiter, und so weiter…

Things auf dem Mac ist funktional seit etwa 15 Monaten nicht voran gekommen und ich frage mich mittlerweile, was die Programmierer dort eigentlich (außer Bugfixing) tun. Das ist schade wie ärgerlich, der Ansatz von Things ist nicht schlecht, leider hat auch die Verstärkung des Teams Ende August 2009 durch den Autor des deutlich funktionsreicheren, leider eingestellten iGTD, Bartek Bargiel, bisher zu keinen spürbaren Verbesserungen geführt. Aber ein neues Release ist ja angekündigt…

Antworten

Tobi 20. Januar 2010

Musste heute übrigens feststellen, dass die Software 49,94€ kostet. Nachdem man bestellt hat (ich glaube, auf der letzten Seite vor dem “abschicken”), kommt in der Übersicht noch die Mwst. drauf und *zack* ist man im Prinzip bei dem Dollar-Preis, sehr bitter…

Antworten

Nicole 20. Januar 2010

Hallo, ich finde es ganz toll das ihr Software hier so gut vorstellt und dann verlost! Weiter so! Ich kann nicht verstehen wie einige hier zwangweise Schlechtes daran suchen.

Für mich ist das eine tolle Software, die mir ungemein helfen würde meine ganzen Stichwortzettel abzuschaffen! :-)

Antworten

Carmen 20. Januar 2010

Ich finde es auch nicht schlecht, wenn hier “Hobbyautoren” ihre Meinung und Eindruck zu einem Programm schreiben.
(Wir sind ja hier nicht bei N24 oder so…)
Und wenn es ne Gratislizenz gibt, dann her damit (falls es ich das Programm gebrauchen könnte)!
Ich denke, man muss solche Artikel nicht extra Kennzeichnen. Artikel lesen und es wird klar um was es sich handelt.
Ich hab Things zuvor nicht gekannt und find es gut, dass es hier diesen Artikel gibt und ich somit drauf gestoßen bin. Egal wie die Meinung des Autors ausfällt, letztendlich schau ich mir die Software selbst an und bilde mir dann mein eigenes Urteil.

PS: Und find es klasse, dass hier keine nervigen Werbebanner gibt.

Antworten

KomCo 25. Mai 2010

Hallo, super Artikel. Aber die Kernkompetenz eines guten Aufgaben- und Projektmanagements ist auch die Vernetzung bzw. Abhängigkeit von Aufgaben. Also beim Renovieren erst 1. Leitung verlegen, dann 2. tapezieren. Kann diese Reihenfolge bzw. Meldung bei Aufgabe 2 “bitte erst Aufgabe 1 erledigen” THINGS auch.

Danke für die Rückmeldung, damit ich weiss, ob sich 41 € wirklich lohnen.
KomCo

Antworten

Rene 23. Juni 2010

Ich nutze auch Things, sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPhone. Jetzt brauche ich noch was, um Aufgaben aus Things meiner Mitarbeiterin zuzuschieben. Irgendwas, was online zu verwalten ist und was auf jeden Fall mit things synchronisiert. Gibt es so was überhaupt? Oder nach was suche ich am Besten?

Antworten

Rafael 23. Juni 2010

Du kannst Things zwischen mehreren Macs synchronisieren, so dass die entsprechenden Mitarbeiter auf die gleiche Datenbank zugreifen. Das skaliert allerdings nur bei wenigen Installationen.

Antworten

Rene 24. Juni 2010

Ich dachte vielmehr an eine Webversion. Die andere Person hat keinen Mac und sitzt auch nicht im gleichen Haus. Von daher suche ich eine Alternative zu den Emails, die wir immer austauschen müssen.

Antworten

Harald 6. Juli 2010

… kann mich dem Artikel von ‘blurbs’ nur anschliessen. Eine nicht fundierte Lobhudelei hilft letztlich niemandem. Was mich nach Umstieg auf den Mac am meisten wundert ist der lächerliche Umgang mit Aufgaben durch das Betriebssystem, bzw. iCal. Eigenartigerweise werden zwar Termine aber nicht die Aufgaben mit dem iPhone synchronisiert.. ?? und wer schon mal versucht hat strukturierte Aufgabenliste vom Mac zu drucken wird sicher baden gehen.
Ich nutze 2Do am iPhone und synchronisiere über WLan mit dem Mac. Das funktioniert einigermassen (wenn auch recht träge) lässt aber das Problem ‘Aufgaben in iCal’ unberührt. Alles was blurbs bereits beschrieben hat, wie z.B. keine Möglichkeit der Hierarchierung von Aufgabengruppen betrifft auch 2Do.
Meines Erachtens zeigt das Fehlen einer vernünftigen Taskverwaltung am Mac, dass es nicht sooo viele professionelle Anwender gibt (??!!) hoffentlich täusche ich mich und irgend jemand sagt mir, wo ich so ne software bekommen kann …

Antworten

iPhone User 24. Juli 2011

Also ich habe auch beide Apps – auf dem Mac und auf meinem iPhone 3GS – hat bis jetzt immer gut mit dem sync funktioniert – doch nach einen Update der Firmware des iPhone und einem damit verbundenen Totalabsturz funktioniert das syncen nicht mehr. Weiß einer wie ich das wieder hinbekomme? Ich musste die iPhone-App natürlich erneut runterladen – und alle Aufgaben waren auf dem iPhone weg.

Antworten

Schreibe einen Kommentar

Smilies gefällig?

Previous post:

Next post: