Windows auf Mac – Macs in einer Windowsumgebung #epicfail?

14. Dezember 2009 · 28 Kommentare ·

In meinem ersten Beitrag hier bei Apfelquak hab ich es bereits gesagt, wiederhole mich aber gerne: Ich arbeite als Bauleiter bei einem mittelständischen Bauunternehmen. In diesem Unternehmen bzw. in dieser Branche ist es quasi zwingend erforderlich, mit Windows als Betriebssystem zu arbeiten, da der Grossteil eben dieser Branchensoftware nur für Windows programmiert und entwickelt wird (die einzige, mir bekannte Ausnahme ist dort Vectorworks, aber das soll nicht das Thema sein).

"neuer" Arbeitsplatz

Nun ist es aber so, dass sowohl mein Chef (durch mich angefixt) und ich privat Apple/MacUser sind und mehrfach mit dem Gedanken gespielt haben, Macs bei uns einzusetzen.

Mehrere Überlegungen hin und her haben uns die Entscheidungen pro Mac OS X treffen lassen. Wir brauchen einzig ein Programm, dass unter Windows läuft, alles andere ist für den Mac ebenfalls vorhanden.

Somit ergibt sich für den Einsatz von Macs bei uns folgendes Anforderungsprofil:
-    Windows (Win7) im Betrieb in einer VM (Parallels, VMWare) zur Ausführung der Abrechnungssoftware BPSBau
-    Anbindung an einen SBSServer und Exchange2003
-    Anbindung an eine Telefonanlage Agfeo AS 200 IT
-    Office (Excel, Word)
-    Access
-    Betrieb von Drucker/Scanner Kyocera Mita (1x KM 3530, 1x KM-C3232)
-    PDF-Verwaltung (Paperport)

Unsere Wahl der Hardware fiel auf 13“ MBP’s, 2,53 GHz mit 4 GB RAM, mit einem 24“ CinemaDisplay, wobei mein Chef sich für die SSD anstatt der normalen Festplatte entschieden hat.

Anbindung an SBSServer:

Die Anbindung in unsere Domäne war recht einfach. In der linken Seitenleiste des Finder sind sowohl NAS als auch Server aufgelistet, die Anmeldung erfolgt mit dem Domänen-Login und alles Daten sind vorhanden.
Ich habe noch die wichtigsten Ordner als „Shortcut“ in die Seitenleiste gelegt – läuft.

Anbindung an Exchange2003:

Da zwar Snow Leopard die Anbindung zu Exchange-Servern verspricht, diese aber nur für Exchange2007 beinhaltet, ist man wohl oder übel gezwungen, auf eine andere Lösung zurückzugreifen. Hierbei ist die Wahl äusserst gering, alle meine Recherchen haben keine andere Möglichkeit gefunden als Entourage aus dem Office:Mac 2008-Paket.
Die Konfiguration ist simpel und das Exchange-Konto ist relativ schnell angelegt.
Einziger Wehrmutstropfen an der Lösung: Es gibt scheinbar Probleme zwischen Termin-Einladungen die von Outlook2oo3 gesendet wurden. Nimmt man diese Einladung nicht sofort an, verschwindet die Möglichkeit diese Zu- oder Abzusagen!
Ansonsten ist Entourage im Großen und Ganzen wie Outlook, halt nur für Mac.

Windows 7 in einer VM:

Ich bin eigentlich eher der Freund von VMWare, habe mich aber in diesem Fall bequatschen lassen und Parallels 5 gewählt.
Die Installation von Win7 (1x 32-bit, 1x 64-bit) ist einfach und geht schnell von der Hand.
Die Einbindung von den Windows-Rechnern an die Domäne ist wie gehabt, Domänen-Login, noch mal bestätigen, sich begrüssen lassen und 1x runter und wieder hoch – läuft.

Die Installation der benötigten Software (BPSBau) verläuft wie gewohnt. Was sollte auch anders sein.

Die Einstellung der virtuellen Windows-Umgebung ist eine Frage der Probierfreudigkeit. Momentan habe ich der VM 2.o48 MB RAM und 2 Prozessoren gegeben, die Performance ist „ok“. Ich hatte mich auch schon mit einem Prozessor und 1.024 MB RAM und 2 Prozessoren und dem gleichen RAM versucht, aber die o.g. Kombi ist meiner Meinung nach die derzeit Beste (Wobei die Überlegungen dahin gehen, die MBP’s auf 8 GB aufzustocken).

Anbindung an die Telefonanlage AGFEO AS 200 IT:

Hierbei bin ich mal wieder zum Staunen gezwungen worden. Am Freitag letzter Woche war der Telefon-Techniker da, hat die Anlage mit einem Firmware-Update versehen und die Win-Rechner diesem FW-Update angeglichen.
Dann kam er zu mir und wollte meinen Mac einstellen. Folgendes kleines Gespräch resultierte daraus:
Techniker: „So, dann wollen wir mal gucken, dass wir die Apple-Rechner auch angebunden kriegen… Erstmal den TAPI-Treiber installieren…“
Ich: „TAPI? Soweit ich weiss, ist doch TAPI… ähm, nur Windows, oder?“
T: „Nee nee, denn muss man hier auch installieren! Einmal kurz Systemsteuerung, Telefon- und Modemoptionen…“
I: „Ähm, das gibt’s hier nicht…“
T (leicht angenervt): Gut, dann ruf ich am Montag bei AGFEO an, wie das geht!“

Am Montag dann der zerknirschte Techniker: „grmpf, ist schon alles drin und drauf, müssen wir nur noch mal mit die Einstellungen ändern…“

Die Telefonie über den Mac läuft also auch, schade nur, dass die AGFEO-TK-Suite Software nur auf das Adressbuch der Anlage, nicht auf das Mac-Adressbuch zugreift.

Office (Excel, Word):

Eigentlich die einfachste Anforderung. Mit Office:Mac2008 ist alles dran und alles drin. Probleme gibt es jedoch mit programmierten VBA-Makros, die wollen nicht so recht.
Und: es gibt kein Access für den Mac, womit ich beim nächsten Punkt angelangt bin:

Access:

Wir benötigen Access um die geleisteten Stunden der gewerblichen Mitarbeiter auszuwerten. Somit bin ich leider nicht drum herum gekommen, Access in der VM zu installieren. Da sich derzeit Office2010 im Beta-Test befindet hab ich mich dafür entschieden, läuft also auch.

Betrieb der Drucker:

Tja!
Was soll ich sagen. KyoceraMita hat für seine wirklich gute Hardware nur veraltete Treiber zu bieten.
Mit dem aktuellen 10.6 Snow Leopard ist man leicht aufgeschmissen und gezwungen, den Drucker über die Netzschnittstelle zu installieren. Wobei der KM 3530 noch funktioniert, der KM-C3232 leider nicht wirklich.
Obwohl der KM-C3232 per Bonjour angezeigt wird, die zus. Papierschächte ausgewählt werden können und auch der Duplex-Modus zur Verfügung steht, schaffe ich es nicht dort ein Blatt Papier vernünftig bedruckt zu erhalten. Gut… muss ich halt die Treppe runter – jeder Gang macht ja schlank… oder was?
Ich hoffe einfach mal auf KyoceraMita, dass die schnell einen Treiber für Mac OS 10.6 nachlegen und werde das mit einer eMail unterstützen.

PDF-Verwaltung:

Hier bin ich leider noch nicht wirklich fündig geworden, hab’ es aber auch nicht als oberste Priorität verfolgt. Am liebsten wäre mir etwas in der Art „Paperport“, Favoriten sind derzeit Devonthink und/oder Yep. Aber wie gesagt, damit hab ich mich noch nicht wirklich endgültig befasst.

Weitere Software:

Als weitere Software zur Steigerung der Produktivität hab ich derzeit nur Things installiert, und hiervon auch nur 15 Tage Trial. Diese GTD-Lösung gefällt mir aber wirklich gut und wird vermutlich von mir gekauft. Leider funktioniert die Synchronisierung mit dem iPhone nur mittels direktem W-Lan Kontakt, wünschenswert wäre hierbei eine Cloud-Lösung.

Ethischer Anspruch:

Tolle Überschrift… Aber ich wusste nicht genau wie ich das beschreiben soll. Bei meiner Suche nach Leuten, die mir dabei helfen können, ob ich das Experiment wagen soll, ist häufig der Begriff #epicfail gefallen.
Scheinbar ist es wirklich schwierig, sich vorzustellen, beide Systeme auf einem Computer laufen zu lassen.

Ich habe es getan, weil ich a) nur 2 Programme im Windows-OS benötige und ich b) nicht auf die Vorteile des Macs verzichten wollte.
Vom style-mäßigen Aufstieg meines Schreibtisches komplett geschwiegen…

Alle Fotos und Screenshots vom “Switch” in meinem Flickr-Account: Flickr

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{ 25 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

neo 14. Dezember 2009

Wenn du das ganze Windows-Geraffel nur vor Ort brauchst,
wäre es vielleicht auch ne Idee, die alte Windows-Kiste ohne Monitor
wieder in Betrieb zu nehmen und einfach vom Mac per VNC darauf zuzugreifen.

Das kostet auf dem MBP dann keine Performance und richtig konfiguriert sollte auch Drag-and-Drop funktionieren, so dass du dir das Gerenne zum Drucker sparen kannst.

Ist nur so ne Idee…

Antworten

toellby 14. Dezember 2009

Das ist eine gute Idee, mit der ich (kurz) geliebäugelt hab. Diese Idee hab ich aber wieder verworfen, weil ein Grund für die Anschaffung der Macs war, dass ich meinen “alten” PC (1,5 Jahre) meinem Kollegen zur Verfügung stelle!

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Torsten 14. Dezember 2009

Probleme gibt es jedoch mit programmierten VBA-Makros, die wollen nicht so recht.

Das ist eine netter Euphemismus. VB-Makros werden in Office 2008 schlicht nicht unterstützt. Das war einer der Gründe, warum wir in der Firma bei Office 2004 geblieben sind. Alternativ könnte man auch mit OpenOffice.org arbeiten, aber so 100% ist die Kompatibilität leider doch nicht gewährleistet, so dass in Produktivumgebungen häufig eher zu MS Office gegriffen wird …

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dAN1 14. Dezember 2009

Hi,
du hast in deinem Beitrag angesprochen, dass es kein Access für MAC OS X gibt. Hast du mal OpenOffice Base (ist im OpenOffice Paket enthalten) ausprobiert? Ein Bekannter von mir benutzt OpenOffice Base privat um seine Accessdatenbanken aus der Firma verwalten zu können (allerdings unter Windows Vista). Er testet das Programm seit zwei Wochen, bisher läuft alles einwandfrei.

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fidel 14. Dezember 2009

Hi,

nur mal aus Interesse

Was war genau der Vorteil der Mac in dem Anwendungsfall ?

Also abgesehen von

…style-mäßigen Aufstieg meines Schreibtisches

Und empfindest du es im Nachhinein auch noch als richtige Entscheidung im Bezug auf Komfort in eurem speziellen Alltag ? Wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit etc aus ?

Gruss
fidel

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BerliBoy 14. Dezember 2009

Interessanter Bericht, bin ja mal gespannt, wie’s weiter geht.

Hast Du mal von “The Hit List” gehört? Hat mir Things ersetzt und ist IMO das beste GTD Programm.

Ich würde mir das aber mit Access echt überlegen und vielleicht mal Filemaker Pro in Betracht ziehen. Ist zwar nicht kostenlos wie OpenOffice Base, aber dafür wesentlich einfacher aufzusetzten und zu administrieren (für Win & Mac!).

Für PDF benutze ich DevonTHINK, hab aber Yep auch noch nicht ausprobiert.

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toellby 14. Dezember 2009

@dAN1: Danke für den Tipp, ich werds mal ausprobieren.

@Fidel: Berechtigte Frage, mit der ich mich lange vor dem Kauf beschäftigt habe! Natürlich hätte es ein 35o,- € Desktop-PC mit Win Vista oder Win7 ausreichend getan.
Um es vielleicht verständlicher zu machen: Wir hatten hier im Arbeitsumfeld noch einen Win2ooo Rechner, der aufgrund diverser Probleme ausgemustert werden sollte. Bevor sich dieser Wechsel angekündigt hat, haben wir uns intern häufig über Desktop/Laptop-PC’s unterhalten, ich bin zB damals von einem Lifebook auf einen Desktop-PC umgestiegen und hab die Entscheidung eigentlich bereut. Ich woltte also eigentlich eh wieder ein Notebook haben.
Wenn man sich mal ein wenig in der Business-NB-Klasse umschaut und dort ähnliche Anforderungen stellt, erreicht man ebenfalls recht schnell die 1.ooo € Marke (LeNovo etc.).
Ebenfalls verhält sich das so bei einem Display. Auf meinem Schreibtisch standen recht günstige Belinea, so dass die Überlegung zu einem anderen (guten) Display ebenfalls anstand.
Dazu kommt, dass ich der festen Überzeugung bin, dass Mac OS das bessere Betriebssytem ist. Ich kann, schon alleine durch meinen Mac zu Hause zB meinen MobileMe Account voll ausnutzen (das ging vorher nicht, da MobileMe und Outlook mit Exchange nicht zusammen sprechen).
Diese Überlegungen, und NATÜRLICH auch der Style-Faktor (den ich überhaupt nicht leugnen will) haben die Entscheidung zugunsten des MBP ausfallen lassen.

Was den Komfort in meinem speziellen Alltag betrifft: Ich vermisse nichts bis auf den (bis jetzt) fehlenden Druckertreiber für den KM-C3232. Und der Exchange-Bug.

Auf die Wirtschaftlichkeit bin ich bereits eingegangen, nur eines noch: Hier im Haus ist unter anderem ein LeNovo x3oo in Betrieb. Wirklich günstiger war das auch nicht und der Betrieb in der VM bezgl. unseres Rechnungsprogrammes läuft jetzt genauso gut wenn nicht besser…

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Marc 14. Dezember 2009

Zum Thema PDF-Verwaltung:
Ich habe mich in Punkto PDF-Verwaltung für Devonthink Pro Office entschieden. Zwar brauche ich es eher für wissenschaftliche Publikationen, nutze es aber natürlich auch zur Verwaltung von (fast) allen anderen Text

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vbernd 14. Dezember 2009

Ich hab eine ähnliche Konfig laufen, aber mit VMware Fusion 3.
Das Windows läuft bei mir Vollbild auf einem eigenen Space, und die Ordnersynchronisierung ist aktiviert, dazu das gleiche Hintergrundbild. Dazu noch der Shortcut “Apfel-Pfeiltaste” für Spaces.

Die meisten Sachen hab ich jetzt auf beiden Systemen eingerichtet, und wenns mal am Mac hakt, kann es sicher Windows, sowie umgekehrt ;)

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MacAndreas 14. Dezember 2009

Ich habe mich auch für Devonthink Pro Office entschieden. Allein OCR (Abbyy FineReader Modul) war es wert!
Ich hatte die Lizenz für die Personal Version mit einem Bundle gekauft, aber bin nie richtig dazu gekommen es zu testen.
Als ich aber eine OCR Software gesucht habe, bin ich wieder über DTPO gestolpert und ärgere mich darüber, es nicht schon früher lizenziert zu haben.

Database wird als Paket verwaltet, also zum Beispiel mit Dropbox zu synchronisieren.

Für Dich könnte noch dies Interessant sein:

Q: Can I use your software on two computers?
A: Yes, our license explicitly allows you to use our application non-simultaneously on up to two Macs. So, for example, if you install one of our products on a laptop and a desktop Mac, you may do so as long as you only use one of them at a time.

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fidel 14. Dezember 2009

@toellby

merci für die Ausführungen. Das vergleichbare Laptops von Dell/Lenovo und Co oft in einer ähnlichen Preisklasse spielen sehe ich ähnlich.

Irgendwie blieb beim ersten lesen des Artikels trotzdem der Eindruck hängen “interessant … aber außer der Befriedigung der eigenen OS- & Design-Wünsche bleiben keine realen Vorteile bzw sogar kleinere Baustellen die noch offen sind (Frage nach dem Mehrwert;).” – wobei das auch immer im Auge7Ohr des Lesers liegt … i know.

Das kann man sicherlich noch weiter-spinnen (Nachteile gemischter Setups etc) … will ich hier aber garnicht. Letzlich muss es für euch passen – wenn es das tut …gewonnen ;)

Wünsche euch viel Spaß mit den neuen Kisten.

Gruss
fidel

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Eric 14. Dezember 2009

Nochmals zu dem Druckerproblem: Vllt. kannst du ihn in Windows innerhalb von Parallels einbinden und dann als Netzwerkdrucker von Mac OS X aus benutzen. (Netzwerk Verbindung zwischen Parallels und Mac OS X besteht ja) Habe ich damals so gemacht. Hier eine Anleitung, wie man das ganze einrichtet, OHNE einen spezifischen Druckertreiber haben zu müssen (behebt ggf. das Formatierungsproblem):

http://www.iharder.net/current/macosx/winmacprinter/

Grüße

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Herr Chow 14. Dezember 2009

Interessanter Bericht! Die Empfehlungen für DEVONthink Pro Office kann ich nur unterstützen; die neue pb8 ist vor kurzem erschienen und bringt noch einige Verbesserungen mit sich. (Seltsam, daß dieses geniale Programm bisher so wenig Erwähnung bei AQ gefunden hat …)

Was GTD betrifft, bin ich überzeugter OmniFocus-Fan: perfekter Workflow.

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Dr. Blubb 14. Dezember 2009

Hmm…also ich muss fidel recht geben.
Für mich klingt die ganze Aktion auch ehr nach reiner Selbsverwirklichung und nicht nach sinnvoller Neuanschaffung der IT-Infrastruktur.
Mittelständisch, Baugewerbe…das hört sich für mich nach einem Business an, wo grad net unbedingt der Rubel rollt.
Ich kenne aus vielen Unternehmen z.b. einen wichtigen Grund der gegen Apple spricht…Supportleistung und TCO…da sind Dell und HP einfach Top unterwegs.
Auf der anderen Seite, wenn ihr nur wenige Rechner braucht und du die IT quasi nebenher manager kannst ist es natürlich net blöd sich ein System zu holen, mit dem sich der Admin auch Zuhause Hobbymäßig beschäftigt.
Wünsch euch auf jeden Fall viel erfolg mit den Äpfeln.
Grüße

Antworten

toellby 15. Dezember 2009

@Fidel & @Dr.Blubb:
Würde ich den Aspekt “persönliche Eitelkeit” (so will ich das Ganze jetzt mal nennen) nicht zählen lassen, würde ich lügen.
Trotzdem steckt aber der Gedanke dahinter, dass wir eben nur für ein einziges Programm Windows benötigen, und wir ansonsten mit den Macs auskommen.
Wie gesagt, bis auf das Problem mit dem Drucker (und da hatte @Eric ja auch schon ne Idee) gibt es keine weiteren Einschränkungen – somit ist in beide Richtungen gearbeitet: Wir können damit arbeiten und das Auge hat auch noch was davon!
(Übrigens gibt es immer mehr Leute in meiner Umgebung, die mittlerweile auf Mac umgestiegen sind, weil nur noch einzelne Programme auf Windows benötigt werden!)

Für die vielen Tipps bezgl. der PDF-Verwaltung danke ich euch, ich werd mich mal ab nächster Woche (Urlaubsbeginn) etwas eingehender damit beschäftigen.

@Herr Chow: OmniFocus? Hab ich auch überlegt, aber irgendwie bin ich noch nicht so richtig davon begeistert gewesen.

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ad 15. Dezember 2009

So sehr ich den Mac auch mag, aber in der Firma (Ing.-Büro, CAE-Anwendungen) wär das nix. Wie schon oben angesprochen würde ich auch den 3-Jahre-Vor-Ort-Service von DELL vermissen. Deren Support ist wirklich gut, was ich von Apple nach persönlichen Erfahrungen nicht gerade behaupten kann.

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toellby 15. Dezember 2009

Ja, Martin, da hast Du wohl recht!
Wenn ich mit diesem Rechner CAD-Anwendungen laufen lassen müsste, wär wohl auch die Entscheidung GEGEN den Mac gefallen!

Aber so: Ich bin zufrieden!

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Chris 16. Dezember 2009

Weil es hier angesprochen wurde: Bei Filemaker http://www.filemaker.de/ gibt es gerade eine 2 für 1 Lizenz bis zum 23.12. und Yep2 gibt es gerade im mupromo.com bundle .

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Herr Chow 16. Dezember 2009

@toellby Für komplexe Aufgaben ist OmniFocus unschlagbar. Things hat aber sicher auch seine Qualitäten; und The Hit List (ein ziemlich dreistes Plagiat von Things) fällt erst einmal raus, weil es immer noch Beta ist und keine iPhone-App dafür existiert.

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burt 16. Dezember 2009

ich sag nur, das ich wesentlich lieber zur arbeit gehen würde wenn auf meinem schreibtisch ein mac anstelle eines pcs stehen würde! von daher wünsche ich ein schaffensreiches neues geschäftsjahr mit den neuen macs.

ps: sind die anderen mitarbeiter die deine alte kiste bekommen haben nicht neidisch? da müsst ihr dann bald mal ein paar mac minis springen lassen ;)

burt

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dideldei 18. Dezember 2009

Da hat Apple ja ganze Arbeit geleistet. Cinema-Display mag schön sein, aber für die Arbeit gibt es bei gleichem Preis bessere. Ein MacBook Pro als Arbeitsrechner ist ok, aber dann doch nicht das kleine mit seinem Glossy-Bildschirm. Bist doch bestimmt mit auf dem Bau unterwegs, also da wäre ein Glossy absolutes No-Go für mich.

Ich hätte mich auch für VMware entschieden, habe beides im Einsatz, bzw. hatte, aber bei mir spielt auch eine Rolle, das ich VM-Images auf beiden BS nutzen kann. Win7 64bit liess sich auch problemlos in einer VMware installieren.

Wie auch immer, Hauptsache ihr habt mehr Spass bei der Arbeit :-)

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toellby 21. Dezember 2009

@burt: Danke, genauso ist es.
Der Kollege, der meine “alte Kiste” bekommen hat, hat mit Abstand am wenigsten Rechnerleistung nötig. Bis zu dem Moment wo ich ihn mit dieser Kiste erlöst hab hatte er dort ne Win2ooo Kiste rumstehen, die sich anhörte als ob er nen Heizlüfter unter dem Schreibtisch stehen hatte. Ebenso hatte er nen Monitor, der aussah als ob dort ne Milchglasscheibe vor geschraubt wurde.
Jetzt hat er nen 1,5 Jahre alten Vista-Rechner mit 2x Sony 19″ TFT vor sich stehen, ohne sich jemals bei irgend einem Entscheidungsträger dafür eingesetzt zu haben. Hätte ich nicht irgendwann mal gesagt, dass er nen neuen braucht, weil ich Angst um meine Leben hatte, würde der jetzt noch in die Milchglasscheibe starren. Von daher – Nein! Ich denke nicht dass er neidisch ist. Ihm ist es halt nicht wichtig.

@dideldei:
Mag sein, dass es bessere Monitore als das CinemaDisplay gibt. Ich hab aber von der ersten Sekunde und vom ersten Satz keinen Hehl daraus gemacht, dass der Apfel auf den Geräten auch zur Entscheidung beigetragen hat.
Und das Notebook nehme ich nicht mit zur Baustelle, sondern nur mit zum Kunden. Ich hab mal mein altes mit zur Baustelle genommen, und NIE genutzt.
Auf der Baustelle hat sich (für mich zumindest) nichts anderes bewährt als mein Clipboard mit einem Zettel und Stift und mein Moleskin. Auf der Baustelle macht es (für mich) keinen Sinn.
Wir haben für die Poliere von grösseren Objekten einen Panasonic-Outdoor (der aber arg in die Jahre gekommen ist) und ein Acer. Auf diesen läuft auch unser Abrechnungsprogramm und die können dort streckenweise die Massenermittlung der Bauleiter unterstützen. Ist aber eher selten.

Wie gesagt, ich bin auch eher der Freund von VMWare gewesen, habe mich aber zu Parallels überreden lassen…

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Trumling 26. Dezember 2009

Hallo,
also wir haben in unsrerer kleinen Firma, einer kleinen Unternehmensberatung, spezialisiert auf Management Informationssystemen und Business Intelligence, auschliesslich Macs (Macbook pro) im Einsatz, unterstützt von einem Fileserver und einem Exchange 2007 Server, den unsere Kollegen der Schwesterfirma in der Schweiz betreiben.

Neben einer gewissen Mac-Affinität einiger Kollegen (inkl. GF) sind ganz rationale Argumente für den Mac in der Windowswelt:

- stabiles, ausgereiftes Betriebssystem, einfache Bedienung / Ergonomie
- Sicherheitsaspekte – Verschlüsselung, Benutzerhandling, UNIX Kern, Virenresistenz
- Virtualisierung von Windows sehr performant und teilweise schneller als PC mit reinem Windows
- Kosten für den Betrieb, Backup, Software – alles deutlich kostengünstiger, wenn auch die Anschaffung der Macs erst einmal kostet
- die Macs sehen einfach geil aus, insbes. wenn in der Umgebung Dell und Lenovo-bretter ausgepackt werden.

Mit Snow Leopard war schon mal die Exchangeanbindung 1A gelöst. Gemeinsame Kalender, Adressbuch usw. alles kein Problem. Zusätzlich nutzen wir MobileMe bzw. iPhones für den mobilen Einsatz.

Im BI Bereich sind die Frontends entweder webbasiert oder laufen als Integration für MS Excel, i.d.R. ab Office 2003/2007. Wir setzen für die Windowsemulation Parallels ein. Tests mit VM Fusion haben ergeben, dass Parallels deutlich performanter und vor allem auch komfortabler scheint. In den virtuellen Maschinen laufen Win XP, Win 2003 Server bzw. Win 7, MSSQL Server 2005 bzw. 2008, Visual Studio & Co. – alles mit MSDN, da wir in der Regel nur für oder beim Kunden entwickeln. Im Mac OSX nutzen wir Office 2008, wenn es mal Word, Excel oder Powerpoint sein sollen.

Was stört? Exchangeintegration könnte noch etwas fixer sein. MS Office für Mac hat kein VB und somit inkompatibel zu anderen Versionen. Der Austausch von Dokumenten zwischen Office 2007 und 2008 ist leidlich OK, wenn auch Schriften, Formate und auch gerne Zeichensätze sporadisch Ärger machen.

Alles in allem aber sind wir mit dem Einsatz der Macs hochzufrieden, auch Kollegen, die vorher nur Windows kannten haben sehr schnell die Einfachheit und Stabilität der Systeme kennen- und lieben gelernt.

Antworten

Turtle 26. Januar 2010

Mit schmunzeln les ich hier einige Postinges der Redmond- Fraktion. Es gibt durchaus Felder in den ein WIN- PC seine Berechtigung hat, ein Umstieg noch ( ? ) keinen Sinn macht . Aber immer diese globale Abschwarten finde ich persoenlich suess !

Zum Thema Support.
Ich brauch nicht 100000 gleich geschaltete Affen ( Sry den Affen nicht persoenlich udnschon gar nicht beleidigend nehmen !! ) Ich brauchen Meinen Supportmann ! Der MEINE Probleme versteht und meine Belange verwurstet. Und da hab ich wieder unter den Apple- Leuten doch einige gefunden die eben den gewissen Kick persoenlichen Engagement eher mitgebracht haben. Wo bei M$ eher das Dollar zeichen im vordergrund stand war es bei Apple eher die Loesung. Was Preislich nicht unbedingt eine grosse Differenz war, aber eben eine andere Massgabe.

Es sollten sich auch mal einige Win- Fanatiker ( Ich mein nicht die die wirklich GUTE Argumente fuer haben ) fragen, warum so viele Firmen panikartig an 2000 festhalten !

Im ueberigen eine sehr informative Seite fuer mich !! Ich bin normal kein grosser Fan von VM, komme aber bei 2 bestimmten Anwendungen in absehbarer Zukunft nicht drum herum. Ich suche derzeit Handwertige informationen mit welchen Faktor ich die VM im Betrieb beruecksichtigen muss.

Ich konnte aber Obeigen text sehr viel an ” randinfos ” abgewinnen” allen mein Dank !

Charlie
Der uebrings BEIDES nutzt ;-)
Und auch noch linux wo es passt ;-)
Glaubensbekenntnisse bei der Arbeit waren noch nie meine starke Seite ;-)

In dem Sinne

Antworten

dideldei 26. Januar 2010

@turtle oder Charlie
Man macht keine Leerzeichen vor Satzzeichen. Jeder, der regelmäßig irgendwas Gedrucktes liest, sollte das eigentlich wissen. Und wenn man du schon Leerzeichen vor Fragezeichen und Ausrufezeichen machst, warum dann nicht auch vor Kommas und Punkten? Auch die Leerzeichen nach ‘Klammer auf’ oder den Anführungszeichen, sieht schlimm aus.

Solltest man die Mail sehen die ich bekommen habe. Klammer zu am Zeilenanfang. Boah, ich krieg Pickel.

Sorry, aber so was regt einfach nur auf.

Dideldei, der auch mehreres nutzt.

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