
Mittlerweile gibt es für das iPhone schon die ein oder andere Navigationslösung am Markt. Für diesen kleinen Test habe ich mir kurzerhand die Variante von Navigon sowie iGo geschnappt und werde sie miteinander vergleichen.
Die Fakten
Fangen wir erst einmal mit den Fakten an. Getestet habe ich folgende Versionen:
Navigon (Europe) Version 1.3.0
Features:
- Direktzugriff auf Adressen
- Tag-/Nacht-Modus
- 2D/3D-Ansicht
- Sonderziele
- Geschwindigkeitsassistent
- Text-to-Speech
- Reale Beschilderung
- Fahrspurassistent Pro
- Reality View Pro
- Traffic Live
- Verwendung im Hoch- und Querformat
iGo My way 2009 (Europe) 8.4.2
Features:
- kostenlose Map Updates bis Dezember 2010
- 3D Ansicht
- Smart History
- Notfall Hilfe
- Diverse Points of Interests
- Wichtige POIs als 3D Gebäude
- Fahrspurassistent
- Tag-/Nachmodus
- diverse 3D Fahrzeugmodelle
Bedienbarkeit und Optik
Gerade Apple-User haben meist einen sehr hohen Anspruch an eine einfache und intuitive Bedienung sowie an eine schicke Optik. Daher ist es schön zu sehen, dass Navigon auf solche Sachen sehr viel Wert gelegt hat. Die Menüführung und die Optik der Anwendung sind absolut gelungen und erlauben es einem sehr schnell zum gewünschtem Ergebnis zu kommen. Leider fehlen mir einige wichtige Informationen, wie etwa die Anzahl aller verbundenen Satelliten. Weiterhin finde ich es ärgerlich, dass die diversen POIs nicht angeklickt werden können um beispielsweise weitere Informationen zu erhalten. Auf dem Display wird neben der Strecke beispielsweise die aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzung sowie die voraussichtliche Ankunftszeit dargestellt. Der Wechsel vom Hoch ins Querformat funktioniert problemlos und zügig. Alles in allem bin ich mit der Bedienbarkeit sowie Optik von der Navigon App sehr zufrieden.
Leider finde ich für iGo My way nicht soviel lobende Worte. Bis auf das „Lade-Bild“ hat an iGo sicherlich kein Grafiker mitgearbeitet. Die Menüs wirken altbacken und bunt, das gleiche gilt für die Kartenansicht. Auch die teilweise in 3D dargestellten Gebäude sind nicht wirklich schick, geschweige denn hilfreich. Das penetrante „Klick Geräusch“ bei der Bedienung tut sein übriges zum negativen Gesamteindruck. Im Gegenzug hat man anscheinend lieber „Schnickschnack“ wie verschiedene 3D Fahrzeuge (Panzer, Taxis, Quads etc.) entwickelt und eingebaut.

Navigon – Auch im Querformat
Navigation
Kommen wir zum wichtigsten Punkt, wie macht sich das „Navigationsystem“ beim Einsatz? Bringt es mich stressfrei ans Ziel?
Und hier heißt es leider (!) für beide Apps „NAJJAAAA“. Warum? Weil beide Applikationen unter dem eher suboptimalen GPS Chips des 3Gs leiden und so oft die Verbindung verlieren. Bei Navigon führt die verlorene Verbindung dazu, dass man von der virtuellen „Weibliche Begleitung“ bis zum Tod zutextet wird: „Hier links, rechts, sie sind in einer Sackkasse, sofort rechts abbiegen, bitte wenden, sie haben ihr Ziel erreicht, rechts abbiegen“. Das ist mehr als belastend, besser wäre es gewesen, wenn es ein einfaches „GPS Verbinung verloren“ als Ansage geben würde. Hat das Programm dann die Verbinung irgendwann wieder gefunden, funktioniert es jedoch wieder einwandfrei. Aber von stressfrei kann hier keine Rede seien, wer bei verlorenem GPS Signal auf die skurilen Anweisungen hört, befindet sich schneller, als ihm lieb ist, im Straßengraben. Weiterhin unterscheidet sich die Navigon Application auf dem iPhone teilweise extrem von dem „Navigon Mobile Navigator“ auf anderen Geräten. So hatte ich mich zum Test gleichzeitig vom iPhone mit Navigon und einem HTC Touch HD Pro mit Navigon Mobile Navigator zu einem Ziel führen lassen, was dabei herauskam, war sehr erstaunlich. Zwar stimmten die Strecken meist überein, aber dennoch gab es oft Unterschiede. So sagte das iPhone schon mal Wege falsch an (stellte sie aber gleichzeitig RICHTIG auf dem Display dar!). Auch Anweisungen zum „Abbiegen“ kommen beim iPhone oft später als beim Navigon Mobile Navigator.

Links das iPhone rechts der HTC mit der richtigen Anzeig – wir tanken.
Fazit
Nach meinen Tests muss ich sagen das Navigationssysteme und iPhone nicht wirklich zusammen passen. Wer sich an einem weiterem Gerät nicht stört, sollte lieber nochmals 20-30 Euro drauflegen und sich ein Standalone Navi holen. Falls man aber dennoch unbedingt ein Navi auf dem iPhone haben möchte, ist Navigon aktuell die beste Wahl. Dank eines wirklich gutem User Interfaces und vielen Features, welche zum größten Teil per kostenlosem Patch nachgereicht wurden. Da kommt die Konkurrenz leider nicht hinterher.

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Irgendwie sind die Bilder abhanden gekommen.
Deine Navigon-Erfahrungen decken sich mit meinen Feldtest in der Region Kiel, in der Region Hamburg und auch auf der A7 zwischen Kiel und Hamburg: Navigon verliert ständig das GPS-Signal. Ich bilde mir sogar ein, dass es bei schlechtem Wetter (=Regen) zu noch mehr Abbrüchen kommt, wobei man in der “Fremde” bei schlechtem Wetter natürlich das Navi noch mehr gebrauchen könnte.
Lustig aber: Bin in der Region Kiel diverse Strecken häufiger gefahren. Skobbler verliert das Signal in meinen Versuchen deutlich seltener als Navigon (hat dafür mit anderen schwächen zu zu kämpfen). Ganz besonders großartig: ÜBERALL, wo Navigon das Signal verloren hat, konnte mich die iPhone-eigene Maps-Applikation problemfrei und punktgenau orten.
Es scheint also nicht nur an dem “schlechten” GPS-Chip im iPhone zu liegen…
Ich hab mir für wenig Geld, um genau zu sein für 4,99 EUR (jetzt 7,99 EUR) skobbler gekauft.
http://beta.skobbler.de/mobile
Ist auch nicht der Brüller, sagt zum Beispiel bei die Kreisstraßen-Bezeichung statt den allgemein bekannten Straßennamen an, aber für den Preis ist das zu verschmerzen.
P.S.: Bilder sollten jetzt da sein.
Was man sich auf jeden Fall mal noch ansehen sollte ist CoPilot. Sehr schönes Navi zum guten Preis!
Wär vielleicht mal interessant mit welchem Fahrzeug ihr die Navi-Apps verwendet habt.
Also ich hab auf dem Motorrad (verwend eine wasserdichte Hülle für das iPhone) noch nie auch nur einen einzigen Verbindungsabbruch gehabt. Gut, in Unterführungen und Tunneln natürlich schon, aber es kamen auch keinerlei unnötige Kommentare in der Zeit.
Ich verwende Navigon jetzt seitdem es rauskam und bin absolut zufrieden damit. In Wien funktioniert es sogar in den kleinsten Gassen äußerst genau und die Ansagen kommen auch rechtzeitig, was mich als Motorradfahrer schon staunen lässt, da man ja doch zwischen den Autos durchwuselt und recht schnell Fahrspurwechsel durchführt.
Auch bin ich drauf gekommen, dass das Geschwindigkeitsprofil “Motorrad” ein besseres Ergebnis liefert, als “PKW”.
Allerdings hab ich keinerlei Vergleichswerte mit einem “echten” Navi, oder mit einer anderen Software.
Ich finde ein zusätzliches Standalone Navi auch besser. Meiner Meinung nach kommt es im Auto auf das eine Gerät mehr auch nicht an. Mit Handy Navis habe ich zumindest bisher nicht so gute Erfahrungen gemacht wie das bei den Standalone Geräten der Fall war.
Ich verstehe sowieso nicht, warum ein Gerät immer alles können soll. Beim Essen hat man auch ein Messer zum schneiden und eine Gabel fürs aufspießen.
Ohne ein zusätzliches GPS Modul, wie es zb die TT Halterung besitzt, ist jedes iPhone Navi indiskutabel. Dies gestand mir kürzlich ein Navigon Mitarbeiter.
Die TomTom Halterung + Navigon Software harmonieren imho perfekt.
Würd ich so auch nicht sagen. Sind in Wien auch mit dem Auto unterwegs gewesen und sogar in der Stadt gabs keinerlei Ausfälle oder Störungen.
Und wie jeder weiß, besteht Wien ja fast nur aus Hochhäusern
Hi,
ich arbeite nebenbei fuer einen sehr großen Telefonanbieter in Deutschland und fahre mehrere tausend Kilometer im Monat um Handyfrequenzen zu messen.
Wir haben spezielle Navigationssoftware im Fahrzeug, nebenbei aber lasse ich mein Iphone mit Navigon laufen wegen dem Blitzerwarner
Wir fahren durch Dörfer und Großstädte und ich habe bisher kaum Probleme gehabt. Einzig in Großstädten mit Hochhäusern kam es vereinzelt zu Problemen, aber diese Probleme passierten auch mit dem im Auto integrierten GPS.
Bin auch in Kiel und Hamburg unterwegs und habe keinerlei Probleme mit dem GPS Empfang. Läuft alles 1A mit meinem 3G S. Verstehe die User mit diesen Problemen nicht wirklich.
Verbindungsabbrüche bei Navigon hatte ich eigentlich nur bei schlechtem Wetter. Und zugetextet wurde ich währenddessen nicht. Trotzdem stimme ich zu, so ganz optimal ist das leider nicht.
Seit ich das TT CarKit habe (hauptsächlich wegen Line-out und weil ich passive Halter leid bin), ist mir nicht einmal mehr die GPS-Verbindung abgerissen – ausser im Tunnel natürlich. So ist’s wirklich perfekt.
An die 3GS Nutzer:
Nutzt Navigon eigentlich auch den Kompass? Wenn ich anders abbiege als Navigon will, dauert es bei meinem 3G ein paar Sekunden, bis dem Programm das auffällt. Mit dem Kompass sollte das ja sofort auffallen.
Habe auch ein 3G S und nutze das iPhone im Auto mit der “Schwanenhalshalterung” von Belkin.
Eben gerade nochmal getestet auf der Strecke Altenholz – Kronshagen – Kiel Zentrum. Habe mich dabei nur an die Navigon-Anweisungen gehalten.
Kurzfassung für Nicht-Kieler: hat mir eine knappe Stunde Umweg beschert.
Für Kenner der Region: Bin die 503/76 lang geschickt worden. Irgendwo auf der Hochbrücke Holtenau hat Navigon dann offensichtlich das Signal verloren. Kurz nach IKEA kam erst die nächste Meldung. Innerhalb von ca. 15 Sekunden kamen “Bitte wenden.”, “Jetzt links fahren.”, “Jetzt rechts abbiegen.”, “Sie haben Ihr Ziel erreicht.”. Dann hatte sich das Ding wieder gefangen und hat mich immerhin korrekt nach Kronshagen gelotst – und dann dort wieder das Signal verloren und erst nach 20 Minuten wieder “gefunden” und mich dann zu meinem Ziel gelotst.
Auf dem Weg nach Kiel Zentrum hat’s mich noch auf die Bundesstraße gelotst, dann kam die nächste Ansage erst wieder ca. 400m vor der Kreuzung B76/Ostring (Ziel war nähe Bahnhof).
Man kann also getrost sagen: das totale Chaos.
Ich habe das IPhone App von Navigon im Vergleich zu einem mobilen Navi von Navigon getestet. In fast allen Fällen haben Navi und IPhone zur gleichen Zeit die gleichen Anweisungen gegeben. GPS Ausfälle hatte ich so gut wie nie; obwohl das iPhone bei mir ziemlich weit weg vom Fenster angebracht ist. Während der Suche kahmen auch keine unqualifizierten Anweisungen. Auch der Empfang von Telefonanrufen mit anschließender Wiederaufnahme des Navibetriebes des iPhone klappt hervorragend. Bei längeren Strecken ist das größere Display des mobilen Navi natürlich komfortabler, aber dafür ist das iPhone halt immer dabei und kann problemlos auch auch “Fußgängerbetrieb” umgestellt werden. Sinnvolle Ergänzungen sind für mich noch die Apps “Around me” für Bank, REstaurant und so weiter Suche sowie “G-Park” um sich die Position des geparkten Autos zu merken und einen möglichst kurzen Fußwg zurück zu finden. Fazit: Navigon auf dem Handy ist eine feine Sache.
noch n kleiner Nachtrag zum “Schwanenhals” vom Belkin. Ein Teil der Geräte ist wegen Brandgefahr zurückgerufen worden und wird kostenfrei ausgetauscht. Infos zu den betroffenen Seriennummern und Versandmarken von UPS gibt es unter diesem Link: http://www.belkin.com/support/tunebase/exchange/.
Ja, genau so’n Ding habe ich. Gekauft bei Amazon und zwei Tage später kam die Rückruf-Mail von Belkin (weitergeleitet durch Amazon).
Ich bin sehr zufrieden mit der Navigon Lösung. Und mit der TomTom Car Kit Halterung Top!