Hazel, oder wie man der Putze OpenMeta näherbringt
25. November 2009
Hazel ist ein beliebtes Werkzeug kontrollversessener sowie fauler Macianer. Paul Kims virtuelle Putzfrau für OS X hatte allerdings, bei aller Mächtigkeit, einen Nachteil aus Sicht mancher Tagging-Anhänger: keine OpenMeta-Schlüsselwörter. Jedoch lässt sich Hazel mit einem einfachen Terminal-Befehl dazu überreden, auch im OpenMeta-Kindergarten mitzuspielen. Mit allen Vor- und Nachteilen, allerdings ohne ausgeschlagene Milchzähne oder Lebensmittelfarbe in den Haaren.
Hazel? Was?
Auf den ersten Blick wirkt Pauls Programm wie ein unnötiges, kostenpflichtiges Front-End für Ordneraktionen. Diese Folder Actions ermöglichen automatisierte Veränderungen an Dateien die, nun ja, in Ordnern abgelegt werden. Hazel ist jedoch weit mehr als eine gefällige Konfigurations-Oberfläche für diese Aktionen. Oh ja. Die gebotene Komplexität hat schon so manchen Möchtegern-Poweruser erschlagen.
Anders als Ordneraktionen laufen die Scripts von Hazel nicht nur im Falle eines veränderten Ordnerinhalts sondern praktisch ständig. Und bieten sehr viele Möglichkeiten, bequem über ein Preference Pane und ein Menüleisten-Icon erreichbar. Dinge wie „Färbe mir alle Dateien ein, die älter als vier Tage sind“ stellen kein Problem dar. Oder auch: „Ungeöffneten Dateien, die in den letzten drei Tagen abgespeichert wurden, eine rote Etikette verpassen und – falls es sich um Filmdateien handeln – gleich in iTunes importieren. Oh, und dann bitte eine komprimierte Sicherungskopie in ~/Blubberbla erstellen und das Original löschen. Danke schön, hässliches Icon in der Menüleiste!“
Ja, standardmäßig unterstützt Hazel Spotlight-Kommentare. Aber diese Schlüsselwörter haben sich nie als sonderlich robust erwiesen und lassen die Vorteile einer anständigen OpenMeta-Umsetzung vermissen. Glücklicherweise kommt die aktuelle Hazel-Version aber inoffiziell auch mit OpenMeta klar. Etwas Mut und gut trainierte Kopieren-Einfügen-Finger vorausgesetzt.
Und wie geht das?
Über zwei Schritte:
Zuerst lädt man sich das aktuelle OpenMeta Comman Line Tool und kopiert die entpackte Datei „openmeta“ in einen passenden Ordner.
Dann setzt man über Terminal.app die versteckte Option für Hazel:
defaults write com.noodlesoft.Hazel OMToolPath /Pfad/zu/openmeta
Dabei darf man den Leerschlag hinter „openmeta“ nicht vergessen. Und alles gehört auf eine Zeile, natürlich.
Jo. Hazel neu starten, fertig. Es erscheint jetzt folgende Option in den Hazel-Aktionen …

… und los geht’s.
Was kann man denn nun damit machen?
Was man möchte. Ich habe zum Beispiel eine Hazel-Regel, die allen neuen Scrivener- und MultiMarkdown-Dokumenten in meinen Ordnern das Schlüsselwort „Draft“ mitgibt. Denn wenn ich so eine Datei neu anlege, dann handelt es sich immer um einen Entwurf. Kommt in dem Dokument der Begriff „Apfelquak.de“ vor, wird auch gleich das richtige Projekt vergeben. Und so weiter.
Ergebnis: Ich habe weniger Aufwand, die Dokumente mit Schlüsselwörtern zu versehen. Es läuft quasi-automatisch, im Hintergrund. Ohne, dass ich daran denken müsste. Für mich als Faulpelz wird das Leben einfacher.
Allerdings ist noch ein wichtiger Hinweis angebracht: Paul Kim ist nicht sehr glücklich mit der gegenwärtigen Umsetzung der OpenMeta-Idee. Daher muss die Unterstützung manuell freigeschaltet werden – und er kann auch nicht garantieren, dass spätere Versionen von Hazel diesen Schalter weiterhin mitbringen werden. Version 2.3.4 jedoch arbeitet damit ohne Probleme, ergo … Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Oder so.

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Lalala … Ich bin faul. RT @apfelquak: Frischquak: Hazel, oder wie man der Putze OpenMeta näherbringt http://bit.ly/6XhVYo/
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Kann der Finder mit OpenMeta umgehen?
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Hazel, oder wie man der Putze OpenMeta näherbringt http://j.mp/5O1Ea3
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Ehm, mal doof gefragt… wie werden denn Dateien mit OpenMeta getagged, ausserhalb von zB. Hazel?
Ich benutze derzeit “Tags” zum taggen : ) und dessen Tags landen ja in den Spotlight Kommentaren und können dort auch manuell erstellt/geändert werden.
Ich habe “Default Folder X” Getestet (konnte mich aber (noch) nicht ganz überzeugen) welches OpenMeta und Spotlight ‘tags’ kann.
Ich benutze auch Tags um übergreifendere / flexiblere Postfächer (SmartMailbox) in Mail zu erstellen. Ich habe zum Beispiel nur einen Projektordner und lasse die einzelnen Projekte nur per Tags und SmartMailbox sortieren.
Neu: Ich lasse von Hazel Mail Anhänge in Datei Ordner für die Absender kopieren und taggen (Bspw. Klient und Name)
Ich bin sehr gespannt wie ich Hazel noch so einsetzen kann (ohne das die Hazel Rules zum Selbstzweck werden).
Was mach ihr so mit Hazel? Kann man irgendwo Hazel Rules austauschen / downloaden?
Ich mag an Tags, dass sie ermöglichen Daten für mehrere Projekte bereitzustellen, ohne Verknüpfungen anlegen zu müssen oder mehrere Versionen zu Pflegen.
Ich wünschte sie wären global und ich könnte alle Daten mit einem Format taggen, sei es Text, Images, Grafikdaten oder sogar meine Daten in der Cloud.
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mds, ja. Die meisten OpenMeta-fähigen Programme kommen mit einem Spotlight-Importer. Entsprechend kann man die Tags in praktisch allen Applikationen, die auf Spotlight zur Suche zurückgreifen, finden.
Jan, ich verwende Leap, aber andere Programme wie Default Folder X oder Tagit bieten auch OpenMeta-Tagging. Die Schlüsselwörter, die MailTags setzt, können z. B. auch von Leap gelesen werden. Also bekomme ich über das Dingens wirklich alle Projektdaten auf einen Rutsch (denn iPhoto- und Lightroom-Schlüsselwörter werden auch ausgelesen …).
Hazel-Regeln findet man z. B. im Noodlesoft-Supportforum und auch immer wieder mal in einem Blogposting. Bekannt ist z. B. der hier:
http://kinkless.com/article/ki.....an_be_kind
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Ich nehme zum OpenMeta taggen Tagger
http://hasseg.org/tagger/
Das Programm ist klein, schnell und macht was es soll (funktioniert auch mit Browserbookmarks in safari). Ich habe mir mittels Spark eine Tastenkombination zum starten festgelegt und habe so immer schnell Zugriff auf das Programm. Ausserdem habe ich mir die Erweiterung OMSavePanel für den OS X Speicherdialog installieren, welcher einem beim Speichern von Dateien die Möglichkeit gibt die Datei zu taggen.
http://s-take.blogspot.com/200.....panel.html
Beide Programme beruhen auf OpenMeta und sind kostenlos.
Gelegentlich nutze ich auch TagFolders, welches die Möglichkeit bietet, eine Datei durch Drag und Drop auf den jeweiligen SmartFolder im Finder zu taggen.
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@nggalai: Danke! Werde mir auch mal Leap anschauen. Aber auf den ersten Blick erscheint es mir fast zu mächtig. Bin eher so für’s “ein Programm für eine Sache”. Natürlich nicht störrisch. ; )
Das die Lightroom Tags mit Leap ausgelesen werden können wusste ich auch noch nicht… das muss ich genauer anschauen!
Und Danke für den Hazel Tip / Link!
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@Denny: Thanks – coole infos!
Was haltet ihr von “Tags”: http://gravityapps.com/tags/overview/
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Moin Jan,
die Lightroom-Tags werden in Leap erkannt, sofern man XMP-Unterstützung aktiviert hat. Dann werden die Sidecar-Dateien / DNGs auch ausgelesen. Mit OpenMeta hat das nichts zu tun, aber ich will ned maulen – praktisch ist es trotzdem.
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Denny gab folgendes von sich:
Wie bekomme ich OMSavePanel zum laufen… die Seite ist leider in Japanisch. Habe das Bundle in meinen SIMBL Ordner gelegt… und den Finder neu gestartet. Aber vom Panel keine Spur.
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Jan gab folgendes von sich:
Bei mir liegt es im Ordner SIMBL/Plugins/
Es funktioniert auch nur bei Programmen, welche Cocoa für den Speicherdialog benutzen (was allerdings die meisten sind).
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Denny gab folgendes von sich:
Hm, habe es auch im SIMBL Plugin Ordner. Aber leider tut sich da nix. Schade. Dennoch Danke für deine Nachricht!
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Moin Moin!
Mal wieder nen guter Tip.
Hazel kannte ich bisher nicht, aber das Toll ist echt genial.
Endlich Einfügen, Umbenennen, Kopieren in einen Arbeitsgang.
Gibt es, oder ist eine Deutsche Version geplant ?
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Ich weiss es klingt wie Werbung. Wer keine Lust hat auf Hazel kann sich eventuell mit dem Multikulti Tool Automaton anfreunden. Das bietet im Prinzip die gleichen Funktionen wie Hazel, unterstuetzt nativ OpenMeta und bringt noch mindestens 2 andere sehr nuetzliche Tools mit. (Zum Beispiel einem TextExpander Ersatz der bald regulaere Ausdruecke kann)
Bei uns gibts das Ding grade noch zu gewinnen. Wer moechte der kann gerne zuschlagen.
http://www.macosxscreencasts.c.....ewinnspiel
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Muss noch was anfuegen. Wieso benutzt keiner fuer OpenMega Tagit?
http://www.ironicsoftware.com/tagit/index.html
Ist doch auch kostenlos.
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Zettt gab folgendes von sich:
Ich habe es getestet, und finde “Tags” von Gravity (http://gravityapps.com/tags/overview/) besser, auch wenn es etwas kostet. Kostenlos sollte, meiner Meinung nach, nicht ein Hauptfaktor für eine Software, und auch sonst im Leben, sein. Das hat für mich mit Wertschätzung zu tun.
Für mich lässt die Jagd nach den kostenlosen Apps mehr und mehr nach. Warum nicht zahlen, für die Arbeit die sich jemand gemacht hat?
Ich finde es sehr gut, dass mehr und mehr Apps für kleines Geld zu haben sind! Da haben alles was davon… und es erhellt die “dunklen Kanäle” des Interwebs. ; )
Genug der Philosophie!
Wenn mich nicht alles täuscht, hat Tagit kein Keyboard-Shortcut, oder? Das ist für mich essenziell. So kann ich schnell das Programm öffnen und “Tags” sucht sich die ausgewählte Datei, einen Ordner, E-mail, das oberste geöffnete Dokument oder sogar Webpage.
Auch der Tag-Manager ist nicht zu verachten.
Was mir auch wirklich gut gefällt ist “OMSavePanel”. Eine gute alternative zum (über?)mächtigen “Default FolderX”!
Aber Achtung! Für Snow Leopard braucht’s “Save Panel Extender”, Nachfolger von OMSavePanel, für 10.6. Download:
http://sites.google.com/site/s.....elextender
Nochmal Achtung: Seite ist in Japanisch… einfach schnell in Google Translate kopieren und den Download identifizieren.
“TagFolders” hat meine ganzen Tags total zerschossen… da hab ich wohl bei den Einstellungen was falsch gemacht.
Übrigens find ich das UI von “Automaton” ganz schön ‘nah’ an Hazel.
Klar, es kann Mehr (Hybrid aus Hazel & Typinator), aber ich bin ein Freund von den kleinen Einzellösungen, die überschaubar sind. Hab ich das schon erwähnt? ; )
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Automaton gefällt mir nicht so, Hazel ist irgendwie unkomplizierter und geht leichter von der Hand.