Suche
Suche Menü

Farbmanagement 101: ColorSync, 10.6.1, mehrere Monitore und rote Köpfe (Update)

ColorSync

Apple hat mit Snow Leopard einen alten und wichtigen Bestandteil von OS X überarbeitet: Das Color-Management-Modul (CMM) ColorSync. Anders als in früheren Versionen des Betriebssystems war der Umbau dieses Mal dermaßen umfangreich, dass nicht nur die Hersteller von Proofing-Lösungen fluchen wie angetrunkene Hooligans – nein, auch Photographen und Designer, die auf (einigermaßen) farbverbindliches Arbeiten auf mehreren Bildschirmen angewiesen sind, betätigen gerne den Hirnbereich, der die schweinischen Metaphern verwaltet.

Machen wir’s kurz: Wem eine reproduzierbare Farbdarstellung mit ColorSync-fähigen Programmen wichtig ist, lässt zu diesem Zeitpunkt besser die Finger von Snow Leopard. Zumindest mit 10.6.1 halst man sich mehr Probleme auf, als einem lieb ist. Aber es besteht Hoffnung.

ColorSync? Was ist denn damit?

Die Sache mit dem hauseigenen CMM war bisher recht ordentlich gelöst, besonders im Vergleich zu den verschiedenen Windows-Versionen: ColorSync lädt zum Beispiel automatisch Kalibrierungs-Kurven, die in Monitorprofilen enthalten sein können, in die Grafikkarte – Windows brauchte bis Vista Zusatzprogramme dafür. Und in Vista verlor die Grafikkarte die Kurven, wenn dieser dumme ACHTUNG! ADMIN!-Dialog den Monitor verdunkelte oder man gewisse Funktionen der Grafikkarte einsetzen wollte. ColorSync hat sich über die Jahre auf dem Mac als Standard-CMM etabliert, trotz eines großen Problems für Menschen mit mehreren Bildschirmen:

ColorSync kann bis und mit 10.5 nur einen Bildschirm vollständig farbverwalten.

Was heißt das konkret? ColorSync verrechnet die Profile, die an Bilddaten hängen, nur mit einem Monitorprofil gleichzeitig. Sollten mehrere Bildschirme am Mac hängen – und sei’s auch nur ein externer Monitor am MacBook – wird auf den zusätzlichen Bildschirmen das verrechnete Bild des ersten Monitors durchs eigene Profil gejagt. Und nicht gesondert behandelt. Entsprechend kann es zu interessanten Falschdarstellungen kommen, wenn man ein Photo von einem Bildschirm auf den anderen schiebt. Das gilt besonders dann, wenn einer der Monitore einen erweiterten Farbraum hat; generell in Fällen, wo sich die Kisten stark unterscheiden.

Der „Primäre Farbmonitor“ muss nicht der Bildschirm mit der Menüleiste sein: Im ColorSync Utility legt man seinen Wunsch-Hauptbildschirm fest. Das sieht dann so aus:

colorsync_default

Respektive: sah dann so aus. Denn in Snow Leopard fehlt besagter Knopf.

Wie jetzt? Nix mehr mit Hauptmonitor im ColorSync Utility festlegen?

Nope. Aber bevor das Geschrei losgeht …

Da hab ich einen sauteuren Proof-Monitor an meinem MacBook Pro und kann Aperture, Pixelmator, selbst Safari nicht klar machen, dass DER DA relevant ist???

Ja, Quato und basICColor waren auch nicht sehr glücklich darüber, aber …

Was hat sich Apple dabei nur gedacht? Spinnen die?????

Stop. Einatmen. Ausatmen. Besser? Gut. Also.

Allem Anschein nach soll ColorSync in Zukunft eben doch mit mehreren Bildschirmen umgehen können. Rudimentär macht es das bereits in 10.6.1, die nächsten Updates werden zeigen, ob Apple das Ziel erreicht. Das wäre insbesondere für Aperture-Benutzer nicht verkehrt. Apple musste bereits 2006 einen Support-Artikel dazu ins Netz stellen, um die Anfragen genervter Benutzer zu reduzieren …

(Update, 11. November 2009: Falls hier per Zufall zwei Monitore unterschiedlicher Hersteller nicht absolut, zu 100 % identisch sein sollten, kann ColorSync mit 10.6.2 tatsächlich mehrere Monitore vollständig farbverwalten. Ich muss noch genauer nachmessen, Follow-up, nun ja, folgt.)

Item: Noch ist das neue ColorSync ziemlich wackelig auf den Beinen. Es vergisst auch gerne mal Profileinstellungen, plötzlich läuft der Bildschirm wieder mit dem Werk-Profil. Und: Die meiste Kalibrierungs-Software hat Mühe mit dem neuen Unterbau. Kurz gesagt funkt ständig der primäre Monitor ins Ausmessen, mit dem lustigen Ergebnis, dass gegebenenfalls bei der UGRA-Zertifizierung ein externer Proof-Monitor schlechter abschneidet als das popelige TN-Panel eines MacBooks. basICColor gibt auf Anfrage an:

Für den professionellen Einsatz empfehlen wir derzeit, Snow Leopard noch nicht einzusetzen.

Ja, super. Aber ich brauch jetzt einen neuen Mac, und Leopard läuft nicht mehr auf der Kiste. Und nun?

Nicht verzagen! Zumindest kann man auch mehrere Monitore auf zwei Arten vernünftig kalibrieren, profilieren und validieren:

  1. Man zieht die Menüleiste auf den auszumessenden Monitor und startet anschließend die Kalibrierungs-Software. Das funktioniert so in 80 % der Fälle zufriedenstellend.
  2. Zu 100 % klappt: Nur einen Monitor gleichzeitig in Betrieb haben, während man messen möchte. Also: MacBook zu, mit externer Tastatur wecken. Oder den zusätzlichen Monitor abhängen, Panel durchmessen.

ColorSync spinnt dann zwar noch immer ein bisserl rum, aber wenigstens passt jetzt das Farbprofil für die einzelnen Bildschirme – und damit auch wieder die Farbdarstellung in Adobe-Produkten wie Photoshop oder Lightroom. Denn Adobe benutzt ein eigenes Color-Management-Modul, pfeift auf ColorSync und kann schon seit der ersten OS-X-Version ihrer Produkte mit Multi-Monitor-Unterstützung prahlen …

Here’s hoping for 10.6.2. Get crackin’, Apple.

Autor:

Geboren im schönen Jahr 1975 in der noch schöneren Schweiz, lebt Sascha nach einigen Jahren im auch ziemlich schönen Niedersachsen jetzt im wirklich schönen Kanton Thurgau. Er versucht sich seit einiger Zeit als freischaffender Autor, Schriftsteller und Fotomensch. Da er aber auch zwischendurch ein Bier konsumieren möchte, führt ihn das Finanzamt unter der Berufsbezeichnung «Texter». Könnte schlimmer sein.

45 Kommentare

  1. Manchmal bin ich so froh, wenn mich ein besonders abstruser Arm der Computertechnik als Softwareentwickler ausnahmsweise nicht so betrifft (die paar Webgrafiken, die ich manchmal mache, sehen sowieso auf jedem Client anders aus).

  2. zum glück hab ich einen dell mit windows 7 ;)

  3. http://www.pixelblog.de/junk/colorsync-sl.jpg
    irre ich, oder ist das nicht genau das was du beschreibst?
    also bei mir macht der syncmaster ein wunderbares bild mit dem sRGB-Profile, dass Macbook Display kam damit noch nie klar…
    Farbecht bekomme ich das TN-Panel damit sowieso nie, aber die Farben sind angenehm und “kalibriert”.

  4. Chris, das ist genau das Kuriose – in 10.6 fehlt im Vergleich zum Leo-Screenshot in meinem Beitrag der „Default“-Knopf. Aber ColorSync Utility zeigt immer noch einen Monitor als „Default“ an … Man kann’s nur nicht ändern.

    Das sRGB-Profil ist übrigens KEIN Bildschirm-Profil, sondern ein Arbeitsfarbraum. Für viele Monitore paßt das einigermaßen, aber es ist kein Ersatz zu einem sauber erstellten individuellen Profil, oder meist auch schon fürs Fabrik-Profil …

  5. OT: Boah, Chris – du hast nicht Lust, dem Teich hier mal ein neues Theme zu klöppeln? Deins ist ja der Hammer! :faint:

  6. “… Designer, die auf (einigermaßen) farbverbindliches Arbeiten auf mehreren Bildschirmen angewiesen sind, betätigen gerne den Hirnbereich, der die schweinischen Metaphern verwaltet.”

    Sehr geile Art zu schreiben, könnte ich mehr von lesen, obwohl das mal so garnicht mein Thema ist.

  7. Ich finde ColorCync unter Snow Leopard besser. Denn unter Leopard kam es vor, dass ich das MacBook an den externen Bildschirm angeschlossen habe, das System aber nicht erkannt hat, dass dann der externe Monitor, der Standardbildschirm ist, sodass die falschen Farbprofile angewendet wurden. Ich musste also stets prüfen, dass der externe Monitor als Standard eingestellt ist.
    Seit Snow Leopard gehört das der Vergangenheit an. Wozu sollte man auch manuell einen Standardmonitor auswählen können, wenn für die angeschlossenen Monitore automatisch die richtigen Profile zugeordnet werden?
    Gruß, Dirk

  8. Für Artikel wie diesen mag ich Apfelquak so.
    Vielen Dank dafür.

  9. Schön, ich wusste bis eben noch nicht mal, dass man sich unter 10.5 einen Standard-Bildschirm aussuchen konnte. Hab mich immer darüber geärgert, dass OSX nur einen Bildschirm verwalten konnte und der war anscheinend immer der vom MacBook. Gut, geht also anders.
    Aber wie ist es denn jetzt in Snow Leo? Nach welchen Kriterien sucht sich denn OSX den Standard-Bildschirm aus? Oder muss das nun nicht mehr sein? Ich nämlich gehofft, dass es jetzt mehr Bildschirme verwalten kann.

  10. @Dirk: ja, es ist besser – wenn es denn tut, wie geplant. Bei meiner Installation macht es das in etwa 80 % der Fälle. Die anderen 20 % tun nicht weiter weh, wenn man sich denn drauf achtet und nicht einfach blind auf ColorSync verläßt.

    @Ole: Sieht so aus, als ob 10.6 mit mehreren Monitoren gleichzeitig klarkommen können werden soll. (Woah, ich glaub, ich brauch noch ein Bier, um den Satz zu verstehen.) Der kleine Zyniker in mir wartet jedoch auf 10.6.2, wo dann gegebenenfalls plötzlich wieder der „Default“-Knopf zu sehen ist …

    Oh, und @Thomas, danke. Und danke an Ad, daß ich hier „so“ schreiben darf. Ned jedes Pseudo-Magazin würde einen solchen Ton durchgehen lassen. ;)

  11. OT: Boah, Chris – du hast nicht Lust, dem Teich hier mal ein neues Theme zu klöppeln? Deins ist ja der Hammer! :faint:

    Sorry, jetzt erst gesehen.
    Habe leider momentan bis über beide Ohren zutun, komme da leider zu nichts… ich danke und verneige mich dennoch für die Blumen ;)

  12. Hllo zusammen,

    ich wäre dem ratschlag gerne gefolgt, aber mein macbokpro startet bei geschlossenem bDeckel nur für einige Sekunden und geht dann wieder in den Sleepmodus. Was kann ich tun um mit 10.6.1 ein verläßliches Monitorprofil zu erhalten.
    Mein NEC 2690Reference und das DTP94 liefern nur unzureichend schlechte Meßwerte. Im System 10.5.8 sahen die Ergebnisse deutlich besser aus.
    Also warten auf 10.6.2???

    Habe aber viel zu tun und brauche ein verläßliches Monitorprofil.

    HILFE erbeten.

    Danke.

    abrecht

  13. Hi Albrecht,

    ich habe heute mit einem i1 Display 2 rumgespielt, unter 10.6.1. Was reproduzierbar gut funktioniert hat war:

    1) Den zu profilierenden Monitor zum Dock-Monitor machen.

    2) DANN die Kalibrierungs-Software starten. Kalibrieren / profilieren ahoi. Nicht einfach bei laufendem Programm die Menüleiste rüberziehen und los, sondern Programm zu, verschieben, Programm neu starten, los geht’s.

    3) Falls Du validieren willst: die Software nach dem Laden des neuen Profils neu starten.

    Dann sollte es funktionieren. Getestet mit Spyder3 (Elite und Pro) sowie basICColor Display 4.

  14. Okay, mit 10.6.2 wurde ColorSync schon anständig aufgerüstet. Ich denke, so in ein, zwei Point-Updates wird es wirklich sauber laufen, und besser den je.

    Gut so!

  15. Danke für den gut aufgemachten Artikel. Leider hat auch 10.6.2 keinen Default-Knopf mitgebracht.
    Bei mir spinnt seit SL übrigens Photoshop CS3 rum. Hat es noch unter Leopard die richtigen Bildschirmprofile für die Anzeige benutzt, so scheint es erstaunlicherweise unter SL nur noch das Default-Profil für alle angeschlossenen Monitore zu benutzen. Was dazu führt, dass ich keine Bilder mehr auf meinem externen Eizo mit PS bearbeiten kann, weil sie völlig ausgewaschen dargestellt. Das ist schon sehr ärgerlich und ich verstehe auch nicht, wieso PS es auf einmal nicht mehr hinbekommt, das Monitorprofil des Bildschirmes zu benutzen, auf dem es gerade sein Fenster hat.

    Ich frage mich, ob es nicht evt. eine Möglichkeit gibt, über das Terminal den Default-Monitor einzustellen. Es gibt so viele Hacks über das Terminal, wieso nicht auch hier. Leider habe ich bisher nichts gefunden. Aber ich bleibe dran. :-)

  16. Carsten, wenn Du etwas findest, bitte mitteilen, ja? Wäre lieb. :)

    Hat hier wer CS4? Falls ja, tritt da das von Carsten beobachtete Problem auch auf?

  17. Hat hier wer CS4? Falls ja, tritt da das von Carsten beobachtete Problem auch auf?

    Ich habe testweise mal CS4 als Trial auf SL installiert und da trat das Problem nicht auf. Außerdem habe ich SL mal frisch auf eine nackte Platte installiert und dann CS3 drauf. Das Problem bestand trotzdem. Es scheint also keine falsche Einstellung zu sein.

  18. Immerhin habe ich heute festgestellt, dass es zumindest für Photoshop CS3 einen Workaround gibt. Wenn man vor dem Start die Mac-Menüleiste auf den externen Monitor zieht und dann Photoshop startet, dann wählt Photoshop das Profil des externen Monitors als Default aus (ist es dann ja auch) und behält es auch bei, wenn man die Menüleiste wieder zurückschiebt. So kann man wenigstens auf dem Monitor vernünftig mit PS arbeiten. :thumbsup:

    Ein anderer Versuch mit dem ColorSync Utility von 10.5 unter SL ging dagegen schief. Zwar hat man den Knopf (bzw. die Knöpfe) wieder, mit dem/nen man das Default-Display einstellen kann, aber sie haben keine Wirkung. :(

  19. Danke, Carsten!

    Das mit dem Menüleiste-Rüberziehen hat mir auch basICColor empfohlen. Die ganzen Fremd-CMM haben noch erheblich Mühe mit Snow Leopard, so auch qcms, das in Firefox 3.5.x verbaut wird.

    Lightroom kommt ab 2.5 gut mit 10.6 klar. Ich nehme an, CS4 dürfte auch schon angepaßt sein; CS3 wird es natürlich nicht mehr … Typisch Adobe …

  20. Gleiches Thema, andere Baustelle:

    Bei mir spinnt seit SL CS3, mein unter Leopard gut eingespielter Workflow für den Bilderdruck ist hinüber, teilweise müssen die ColorSync-Einstellungen an ganz anderer Stelle gemacht werden.

    Ich arbeite mit individuellen Papierprofilen und habe mit aus der Not heraus nun auch noch den ColorMunki zugelegt.

    Mittler Weile habe ich Indesign wieder auf Kurs, nur Photoshop tanzt weiterhin aus der Reihe und druckt deutlich dunkler, rötlicher und mit mehr Kontrast als alle anderen Programme, einschließlich Photoshop CS1.
    Immerhin habe ich durch die Beschäftigung mit diesem Thema endlich die ColorSync-Einstellungen für den Drucker unter CS1 richtig einrichten können, das hatte ich vorher nie gepackt;-)

    Das Problem besteht trotz der Neuinstallation von CS3 fort, hat jemand ‘nen Tipp, ob ggf. eine Einstellungsdatei, welche bei der Neuinstallation nicht überschrieben wurde, gelöscht werden muss oder kann, um das Problem zu beheben?

  21. Moin Georg,

    CS3 mag Snow Leopard nicht sonderlich, und Adobe will angesichts von CS4 auch nichts mehr daran ändern. Allerdings meine Frage: Welche Einstellungen hast Du in Photoshop vorgenommen? Monitorprofil von Hand ausgewählt, welcher Arbeitsfarbraum, mehrere Monitore?

    Oh, und schon jetzt ein gutes neues Jahr. ;)

  22. Hallo nggalai,

    Im ColorSync-Dienstprogramm wird das mit ColorMunkie von mir selbst erstellte Monitor-Profil (ColorSync Version 2) als Aktiv angezeigt in Photoshop als Arbeitsfarbraum verwende ich in diesem Fall sRGB / Perzeptiv / Adobe oder auch Apple Farbengine.
    Das selbe Bild in InDesign-CS3 ausgedruckt ist OK. Da Indesign die Daten offenbar rastert(oder was auch immer), kommt es beim Ausdruck teilweise zu Treppchenbildung an harten Kanten oder auch zu üblen Moirées beim Ausdruck auf EpsonStylus Pro 3800

    Sowohl PS-CS (1) als auch PS-CS4, sowie alle anderen von mir getesteten Programme arbeiten normal.
    Auch die Neuinstallation von CS3 brachte keine Besserung.

    Auch einen guten Rutsch mit Dank zurück :-)

  23. Richtige Farbe auf mehreren Monitoren:
    - Dienstprogramme – ColorSync Dienstprogramm starten
    - den angeschlossenen Monitoren ein ICC-Profil zuweisen
    - Fertig !

    Schalte permanent zwischen ext. Apple LCD und Plasma-Monitor um,
    10.5 zieht sich automatisch das richtige Profil.
    10.6 probiere ich demnächst aus…

  24. Gerade mit 10.6.2 getestet – funzt

  25. Das Problem mit Epsons 3800er und den zu dunklen Drucken ist nicht behoben. Ich drucke mittlerweile mit Mirage und den alten Profilen. Die Ergebnisse sind wieder perfekt. (Waren sie mit Leopard aber auch schonmal)

    Darüberhinaus lebe ich immer noch mit ausgewaschenen Farben im Dock…

  26. hallo! danke für den netten artikel.

    leider behebt er aber mein problem nicht. ich habe versucht meine zwei monitor jeweils einzeln anzustecken, snow leo hochzufahren, und zu kalibrieren.

    aber es funktioniert einfach nicht. ich verwende die neueste version von spyder3elite (3.1.4) und von snow leo 10.6.2.

    schon beim kontrollbildschirm: AFTER/BEFORE CALIBRATION tut sich genau NICHTS! anscheinend kann das profil nicht richtig gespeichert werden, was weiß ich…

    hat noch jemand das problem? monitore: 2x samsung syncmaster…

    DANKE schon mal für allfällige antworten,

    leicht verzweifelt
    andi

  27. @andi:
    Funzt das Kalibrieren überhaupt ?
    Sind die beiden Monitore identisch (sprich aus der gleichen Serien, gleiche Größe etc.) ?

  28. @DC:
    kann nicht sagen obs funzt, der prozess des kalibrierens macht keinerlei probleme, aber ich glaube das erstellte profil ändert schlussendlich nichts… also wohl eher nein.

    die monitore sind beide samsung syncmaster, aber nicht ident. ein 24″er und ein 22er.

  29. @andiw:

    OK – das ist gut, das mit den 2 unterschiedlichen Monitoren :-)

    Zuerst schaust Du mal, wo der Spider die Profile hingelegt hat (in den diversen ColorSync Profilordnern auf der Platte mal nachschauen und mit Erstellungsdatum vergleichen). Irgendwo solltest Du die erzeugten Profile finden. Wenn nicht, andere mal die Zugriffsrechte auf die diese Ordner, damit Du auch dort hinein schreiben kannst. Weiter kann ich Dir mit dem Spider nicht helfen. Kenne die Software dazu nicht im Detail (ich mag ihn nicht, aber das ist eine andere Story, die hier nicht hingehört).

    Wenn Du die Profile gefunden hast starte mal ColorSync Utility. Du solltest 2 Einträge bei den Monitoren haben, 1x für den 24″er und 1x für den 22″er. Klickst Du auf einen Eintrag, hast Du oben das Standard-Profil und unten das aktuell aktive Profil für den jeweiligen Monitor.

    Der Rest ist einfach: für jeden Monitor das aktive Profil auf das entsprechende neue Profil umstellen und fertig.

    Ich mag das ColorSync Utility im übrigen. Hier kann man jedem angeschlossenen Farbsystem sein eigenes Standardprofil zuordnen. Ob das allerdings von allen Programmen berücksichtigt wird – keine Ahnung. Das, was ich benutze, funzt. Und mehr hab ich nicht ausprobiert.

  30. hi DC!

    danke für deine schnelle antwort. allerdings muss ich gestehen dass hab ich auch schon ausprobiert, mir die profile bei colorsync händisch einzutragen, aber das bringt nichts. da stehen sie eh schon.

    und wenn ich die profile dort öffne sehe ich auch dass da was anderes drinsteht. das default icc profil hat zb 17 punkte, alle neuen die ich kreiere nur noch 11! ist das normal?

    und die rechte vom ordner habe ich sicherheitshalber vorm kalibrieren auch auf alle read/write vergeben, nichts gebracht.

    und nach wie vor ändert die ansicht AFTER/BEFORE calibration nichts! dh mein profil wird irgendwie nicht richtig erstellt, oder?

    einatmen, ausatmen. naja.

  31. Moin andi,

    viele Kalibrierungs-Software hat(te) Mühe mit Snow Leopard. Daher auch zum Zeitpunkt von 10.6.1, also diesem Artikel, Warnungen selbst von den basICColor-Leuten, noch nicht umzusteigen.

    Gut möglich, dass Datacolor noch immer damit zu Kämpfen hat und die Elite-Software nicht richtig mit SL kann. Als ich den Artikel schrieb, hatte ich die Pro-Software ausprobiert – und die lief tatsächlich nicht so, wie sie sollte. Kurz gesagt wurde das Profil zwar geladen, die Software bekam das aber erst mit, wenn man sie neu startete. (Wird wohl mit dem angepeilten Multimonitor-Support von ColorSync zu tun haben.) Entsprechend ging natürlich auch die Vorher-Nachher-Funktion nicht.

  32. Pingback: Farbmanagement 101: Die klitze-kleine Spinne … | apfelquak

  33. Mein Eizo 241W hat ne eigene Hardwarekalibrierung und das klappt dann zusammen mit dem SL bei mir zumindest prima. An meinem MacbookPro 17″ habe ich den Eizo über Macadapter per DVI angeschlossen und kann jetzt über den erweiterten Monitor sauber meine Bilder bearbeiten. Auf dem MacTFT die Werkzeuge und auf dem erw. Eizo die Pics. funzt super. Nur die Druckerprofilierung habe ich mit dem Mac nicht hingekriegt. Gut, dass meine Windoof iccs laufen. Jetzt isses perfekt.
    Gr

  34. Moin Hörbi,

    seit 10.6.2 hat sich viel getan mit ColorSync, ab 10.6.3 ist es fast „perfekt“ umgesetzt. Manche Kalibrierungslösungen haben noch Mühe, aber iColor z. B. arbeitet jetzt auch im Multimonitor-Betrieb so, wie man es bei Leopard noch gewöhnt war.

    Mit einer Hardware-Kalibrierung ist man eh auf der ziemlich sicheren Seite. Bei 10.6.1 zumindest dann, wenn das Primärdisplay nicht zu sehr von den Zielvorgaben abweicht. Seit 10.6.2, spätestens 10.6.3, eben: Gegessen. Wenn denn die Kalibrierungssoftware mitmacht … ;)

  35. Bei meinem MACbookPro17″ 2009, Nvidia9400 u. Nvidia 9600GT ließ sich jetzt sogar der TFT mit dem SpyderPro perfekt kalibrieren. Zwischen dem Eizo und dem MacTFT ist KEIN Unterschied erkennbar. Das konnte ich anfangs gar nicht glauben. Das ist nun mein erster MAC nach unzähligen Windoofsystemn, und er wird jetzt bald 1 Jahr alt. Und was soll ich Euch sagen ich stelle jeden Tag aufs neue fest das war eine längst überfällige geniale Anschaffung, für mich persönlich jedenfalls und er kommt meinem workflow als Knipser bei der Raw-verarbeitung beispielsweise schon sehr entgegen muss ich gestehen. TOP, die KISTE!
    Gr

  36. schön, dass ich nach 2 Tagen diesen Artikel gefunden habe – danke ! Ich habe auch unter 10.6.3 bei Nikon Capture NX 2 genau das Problem, dass NX nur auf den Standart Monitor abziehlt und der eben immer das MBP ist und nicht mein schöner Eizo. Hat da jemand einen Tipp ? Merci Grüße

  37. Moin Paddex,

    Du könntest probieren, vorm Start der Nikon-Software die Menüleiste unter Apfel->Einstellungen->Bildschirme->Arrangement auf den Eizo zu ziehen. Damit sollte er von Nikon beim Starten als Primärmonitor erkannt werden.

    Verwendest Du denn die neuste Version? Vielleicht hat sich da etwas getan; eine ganze Reihe von ColorSync-Programmen kommt mittlerweile mit Multi-Monitor klar. 10.6.3 vorausgesetzt.

    Ich selbst habe die Konsequenzen gezogen und setze nur noch den externen Monitor ODER den MBP-Monitor ein. Es ist mir einfach noch zu wackelig. Das freut auch die 9400M in meinem MacBook Pro: Sie mag in 3D praktisch gleich schnell sein wie die X1600 in meinem ersten Notebook, Exposé jedoch ruckelt mit zwei Bildschirmen wie die Pest seit des letzten .-Updates.

    • Hallo nggalai,

      danke für den Tip – funzt genau so – allerdings muss man den Rechner nach dem Monitore verschieben neu starten, damit Capture NX kapiert wer was ist. Hoffe dass die Nikon Kollegen das Problem bald in den Griff bekommen.
      danke nochmals

  38. Wie sieht’s nun eigentlich bei Lion aus? Hat sich da bezüglich Farbmanagement was getan? Ein Default-RGB-Profil kann man ja scheinbar immer noch nicht wählen.

    • Nichts genaues weiß ich nicht. Apple muss etwas am Farbmanagement-System gedreht haben – XRite z.B. brauchte lange, um ihre Profilierungssoftware lauffähig zu bekommen, was aber sicher auch am Carbon-Code lag.

      Ich muss demnächst einen externen Bildschirm profilieren; dann schau ich mir das gleich mal an.

    • So, ich habe es mir jetzt angeschaut. Es ist so, dass Applikationen unter Lion auf mehreren Bildschirm farbmanagement-unterstützt gebaut werden können. Per Default sind sie es nicht; der Programmierer muss sich übers Framework darum kümmern. Aperture 3.2 macht das, Safari z.B. nicht.

      Das Vorgeben eines Default-Zielfarbraums wie z.B. in Windows 7 wird nicht geboten.

      Scheint so, als ob Apple immer weiter von Multimonitor abrückt. Ein weiteres Beispiel sind die Lion-Fullscreen-Applikationen, die den Zweitschirm einfach schwarz schalten.

      • Weißt du, ob Photoshop CS5 mehrere Bildschirme unter Lion unterstützt?

        • Wissen nicht – ich verwende kein CS5.

          Aber Lightroom 3.5 läuft. Das verwendete CMM sollte dasselbe sein.

          • Leider sagt das nicht viel aus. In 10.6 konnte Lightroom mit zwei Monitoren und ihren Profilen umgehen, Photoshop aber nicht.

            Na gut, ich werde mich demnächst mal an das Upgrade auf Lion wagen und dann auch mal wieder die Zwei-Monitor-Lösung ausprobieren.

Kommentare sind geschlossen.