Günstiger Dokumente scannen mit Fujitsu S1500 für PC

30. Juli 2009 · 15 Kommentare ·

Heute wird immer noch sehr viel Korrespondenz über Papier abgewickelt. Selbst Online-Vorgänge, wie der Wechsel des Strom- oder DSL-Anbieters, erzeugen Papier, das einsortiert, abgeheftet und aufbewahrt werden muss. Geht dabei etwas schief, muss man umständlich sowohl analoge, als auch digitale Teile der Korrespondenz zusammen suchen.

Ich löse dieses Problem seit Jahren mit dem regelmäßigen Einscannen der relevanten Papierdokumente. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass der entstehende Zusatzaufwand möglichst gering ist und meinen Arbeitsprozess nicht unnötig verzögert. Deswegen nutze ich Dokumentenscanner anstatt der üblichen Flachbettscanner, da sie über ausgereifte Einzelblatteinzüge einen höheren Scanndurchsatz schaffen. Leider sind Dokumentenscanner recht teuer, weshalb man beim Preis zweimal überlegt.

S1500_PC

Vor kurzem hat Fujitsu die ScanSnap Serie um die Modelle S1500 (PC — 438,90 Euro) und S1500m (Mac — 525,37 Euro) erweitert. Überraschenderweise ist die Mac-Version um knapp 90 Euro teurer. Abgesehen von der betriebssystemabhängigen Zusatz-Software sind beide Geräte baugleich. Auch nach langer Suche im Internet und vergeblichen E-Mails an den Hersteller konnte ich nicht herausfinden, ob man die PC Version an einem Mac betreiben kann — man kann nichtmal die Dienstprogramme zum Scannen auf den Seiten von Fujitsu finden. Also habe ich es einfach ausprobiert!

ScanSnap_Manager_Dock

Der Scanner unterstützt nicht den TWAIN-Standard, aber, siehe da, die PC Variante bringt nicht nur Mac-Treiber, sondern auch Dienstprogramme inklusive Texterkennung mit! Sie lassen sich problemlos installieren und funktionieren tadellos. Der Scanner scannt ein 40 Seiten, beidseitig bedrucktes Dokument in weniger als 1 min, und die Texterkennung benötigt auf meinem iMac ca. 4:30 min, um das entstehende PDF-Dokument vollständig zu verschlagworten.

Also, falls ihr mit dem Gedanken spielt, euch einen Dokumentenscanner zu kaufen, wägt ab, ob die Mac-Zusatzsoftware wirklich 90 Euro wert ist und greift lieber zur PC Version.

Wer mehr über meine Erfahrungen mit der Papierdigitalisierung wissen möchte, und wie man in Zeiten des Cloud-Computing seine Papierdokumente ins Überallbüro mitnehmen kann, für den beschreibe ich im Artikel “ScanSnap, oder der papiertragende Überallelefant“ wie man das mit Evernote lösen kann.

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{ 15 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

seagers 30. Juli 2009

Danke für das kurze Tutorial, ich spiele derzeit auch stark mit dem Gedanken einen Scansnap anzuschaffen. Noch günstiger geht es mit dem S300, der ist auch schön portabel und kann zur Not mit 2 USB-Anschlüssen betrieben werden

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Densha Otoko 31. Juli 2009

knapp 600 euronen finde ich schon recht happig für einen “scanner” o_0 !?

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Kerstin 31. Juli 2009

Ich nutze seit über einem Jahr das Mac-Vorgängermodell. Stolzer Preis, aber es hat sich gelohnt. Statt Evernote archiviere ich mit Devonthink Pro Office, das explizit mit dem Scansnap zusammenarbeitet: http://www.devon-technologies.com/products/devonthink/index.html

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Mr.Kane 31. Juli 2009

Hmmm, muss ich mir mal genau ansehen.
Ich arbeite bisher mit einem Flachbettscanner und scanne über Acrobat Pro und archiviere dann als PDF in YEP.

So ein Dokumentenscanner würde das ganze natürlich noch sehr genial verinfachen und beschleunigen, allerdings frage ich mich dann bei diesem Modell:
Da es kein Twain unterstützt, bin ich doch immer auf einen Treiber angewiesen, oder?

Ich habe nämlich zu 10.4 Zeiten einen HP 4670 erworben aufgrund seiner praktischen aufbauweise (der Scanner lässt sich gut auf Bücher legen), allerdings gibt es von HP einfach keinen Treiber für 10.5 … daher ist der Scanner nun nutzloch und ich musste mir einen anderen kaufen…
HP interessiert sich auch einfach nicht dafür, wie ja auch bei älteren Druckern, für die es einfach keine neuen Treiber gibt.

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Lukas Pustina 31. Juli 2009

Da es kein Twain unterstützt, bin ich doch immer auf einen Treiber angewiesen, oder?

Ja, genau so ist es. Aus diesem Grund hatte ich die Befürchtung die teurere Mac-Variante kaufen zu müssen. Da die Mac OS X Treiber inkl. der Dienstprogramme auch der Windows-Variante beiliegen, konnte ich die 90 Euro Preisdifferenz sparen.

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Mr.Kane 31. Juli 2009

Ist dann nun wieder die Frage, was passiert, wenn der Snowleopard erscheint…

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Tafkas 31. Juli 2009

Interessanter Beitrag. Ich nutze einen HP Laserjet zum Scannen. Dazu verwende ich HP Scan als Software. Das funktioniert wunderbar. Vor allem, weil ich das ganze über Bonjour im WLAN nutze. Leider gibt es aus der Anwendung keine Möglichkeit direkt die Scans nach Evernote zu senden.

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Bastian 2. August 2009

Interessanter Artikel zu einem spannenden Thema. Ich überlege mir schon lange, meine Korrespondenz zu digitalisieren. Ein solcher Scanner, der das mühelos und schnell erledigt, wäre natürlich ideal.

Warum aber “günstig”? Ein 500-Euro-Scanner finde ich eine recht teure Angelegenheit.

Mich würde interessieren, wie die PDF-Texterkennung bei nicht klar strukturierten Dokumenten aussieht? Solche mit Bildern, Tabellen, mehrere Spalten etc. Ist das brauchbar oder ergibt das zerhackte Dokumente daraus?

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Thomas 2. August 2009

Hallo,

als Frage bzw. Info mal ein anderer Ansatz.
Wie ist denn die Qualität, wenn ich die Dokumente mit einer hochauflösenden Kamera ablichte?
In Verbindung mit einer Wifi-SD-Karte ließe sich zumindest das Ganze gut automatisieren.
http://www.eye.fi/cards/pro.html
Oder ist diese Lösung völlig unbrauchbar?

Thomas

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Lukas Pustina 2. August 2009

Oder ist diese Lösung völlig unbrauchbar?

Ich finde die Idee durchaus interessant. Im Vordergrund muss immer stehen, dass Dich der Mehraufwand des Digitalisierens nicht von der täglichen Arbeit abhält. Sobald Du das Gefühl bekommst, durch das Scannen/Fotografieren Zeit zu verlieren, verlierst Du auch die Lust. Und dann wirst Du vermutlich nachlässig, digitialisierst immer weniger, bis Du es ganz aufgibst.

Wie man arbeitet ist eben eine sehr persönliche Angelegenheit. Für mich ist der Dokumentenscanner der einfachste und damit sinnvollste Weg. Aber wenn Dein Arbeitsprozess nicht unter Deiner Lösung leidet, dann los! Am besten Du probierst es aus und schreibst mir / uns davon.

Antworten

Thomas 5. August 2009

Hallo,

Danke für deine Antwort.
Ich habe es noch nicht ausprobiert, werde dies aber jetzt nachholen und wenn ich Ergebnisse habe mal berichten!
Kann aber noch paar Tage dauern, ich melde mich dann.

Grüße Thomas

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charlotte 11. August 2009

den scanner gibt es bei ebay auch schon für 300€, es fehlt dann nur das acrobat-prog. wenn man devon arbeitet braucht man den acrobaten auch nicht.

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Seppel 8. September 2009

Snow Leopard 10.6 + ScanSnap S1500 (PC) läuft!

Der ScanSnap-spezifischer Treiber ist auf der Windows DVD enthalten.

Allerdings FEHLT:

- Cardirisâ„¢ 3.6 für ScanSnap
- Adobe® Acrobat® 8 Professional (MAC)
- ABBYY FineReader für ScanSnapâ„¢ 4.0 Mac Edition

Antworten

Seppel 8. September 2009

Snow Leopard 10.6 Support:

lt. Fujitsu Support läuft QuickMenü und Scan to Office nicht.

Es gibt einen Patch:

http://www.fujitsu.com/emea/products/scansnap/support-en-20090828-1.html

Antworten

wambel 5. März 2010

hey, danke für den tipp unter snow leopard läuft der scanner wirklich absolut rund und er ist sowas von begeisternd schnell das in einem tag 4 ordner komplett eingescannt habe und alles ist jetzt bei etwa 70 MB absolut top und das geld gespart für den speziellen S1500M for MAC. jetzt scanne ich für die hälfte vom geld also danke nochmal und weiter so!

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