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Crashplan: Backup für Nerds

27. Juni 2009

crashplan_logoComputer-Nerds sind manchmal wie Ärzte. Sie geben gute Ratschläge, halten sich aber selbst nie daran. Dies gilt insbesondere für das heikle Thema Backup. Keiner mag es, keiner macht es, alle jammern, wenn es zu spät ist. Ich glaube, es gibt dafür zwei Gründe: 1. Backup-Software ist meist recht kompliziert und wartungsintensiv, 2. die Backup-Medien sind unpraktisch. Sie sollen schnell im Zugriff sein und gleichzeitig ortsunabhängig.

Crashplan schafft an dieser Stelle Abhilfe. Es erstellt verteilte, versionierte und verschlüsselte Backups und bleibt dank seiner Mac OS typischen Benutzeroberfläche sehr leicht zu bedienen.

Verteilt sichern

CrashPlan Destinations

Crashplan sichert Daten in Ordnern (lokales Verzeichnis, USB-Festplatte oder Netzwerklaufwerk), auf anderen Rechner, bei Freunden, die auch Crashplan einsetzen oder auch kostenpflichtig online bei Crashplan.com. Auf diese Weise werden Backups automatisch an mehreren Orten redundant abgelegt.

Versioniert sichern

CrashPlan_Restore

Geänderte Dateien werden nicht einfach überschrieben, sondern versioniert gespeichert, so dass man auf beliebige Stände zurückgreifen kann. Dies ist besonders bei Dateien sinnvoll, die man selten anfasst und so zu spät bemerkt, dass sie beschädigt sind. Mit Crashplan stellt man die letzte intakte Version wieder her.

Verschlüsselt sichern

Alle Backups werden von Crashplan verschlüsselt übertragen und abgelegt, so dass andere nicht auf die Backups zugreifen können. Dies gilt für alle Backups, egal ob auf der USB-Platte oder auf dem Rechner des Nachbarn; nur mit passendem Schlüssel lässt sich das Backup einsehen.

Was noch?

Crashplan hat noch viele weitere Funktionen, wie zum Beispiel Backup-Reports und -Erinnerungen per E-Mail, und es läuft auch unter Windows und Linux. Mehr Details zu Crashplan findet Ihr unter “Crashplan, oder wenn es doch mal brennt” und Crashplan.com.

Crashplan, log geht’s

Crashplan konzentriert sich ganz auf seine Aufgaben und bleibt so sehr leicht zu bedienen. Man muss also kein Nerd sein, um seine Daten in Sicherheit zu bringen. ;-)

Also, keine Ausreden mehr, schluckt Eure Medizin und backupt jetzt.

{ 18 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

MacMacken Juni 27, 2009 um 20:13

Interessant, aber mit der gefährlichen Abhängigkeit von einem privaten Anbieter und dessen proprietärer Software verbunden … darüber hinaus beantwortet die Website viele Fragen nicht ausreichend, beispielsweise zur Verschlüsselung der Daten.

Kann hier schon jemand über seine eigenen Erfahrungen mit CrashPlan berichten? Wie steht CrashPlan im Vergleich zu anderen Anbietern da?

(Spontan fällt mir JungleDisk ein, wobei dort EIN Online-Backup im Vordergrund steht, bei Amazon S3 oder Rackspace.)

Antworten

MacMacken Juni 27, 2009 um 21:29

Lesenswert (inklusive Antworten von CrashPlan in den Kommentaren):

http://ramblinginanity.blogspot.com/2008/08/backup-manifesto-crashplan-review.html

Antworten

tholle Juni 28, 2009 um 03:22

Vielen Dank für das Vorstellen dieser Software. Aber was ist falsch an TimeMachine? Einmal eingerichtet, tut diese auch ihren Dienst, ohne intensive Wartung. Ich mach das z.B. auf eine externe HD. Läuft wunderbar.

Gruß
tholle

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MacMacken Juni 28, 2009 um 07:21

@tholle: «Time Machine» funktioniert gut, dient aber nur der lokalen Datensicherung. Für den Fall, dass diese lokale Datensicherung nicht mehr zugänglich ist, empfiehlt sich eine zusätzliche Datensicherung an einem anderen Ort.

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tine Juni 28, 2009 um 08:45

Ich nutze für beide Rechner Time Machine. Einmal über eine Time Capsule und sichere diese über einen Drobo und einmal dierek auf den Drobo. Damit habe ich drei unabhängige Systeme, Rechner, Time Capsule und den Drobo, der in sich nochmals RAID-ähnlich die Daten spiegelt. Geht alles automatisch und muss nur angeklickt werden.
Ist vielleicht “übergesichert” aber ist einfach und wirkungsvoll. Die Sicherung läuft so nebenbei und die Versionierung der Time Machine ist der Clou.

Eine Sicherung über internet oder über “Freunde” kommt für mich nicht in Frage.

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tholle Juni 28, 2009 um 10:35

@tine,
interessantes Konzept. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig gesichert. Über Internet und Freunde kommt für mich auch nicht in Frage.

Gruß und schönen Sonntag an alle!
tholle

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Lukas Pustina Juni 28, 2009 um 11:14

Ich nutze Crashplan seit ca. einem halben Jahr und bin sehr zufrieden. Es ist die einfachste und effektivste Backup-Software, die ich je genutzt habe — seit ArcServe für Novell 3.11.
Mir gefällt insbesondere die Verteilung der Daten auf mehrere Backup-Ziele, so dass sie redundant und ortsunabhängig vorgehalten werden. Dies gelingt mit den gängigen Tools nicht out-of-the-box. Es verarbeitet auch FileVault Home-Verzeichnisse ohne Probleme. Diese beiden Punkte machen es Time-Machine deutlich überlegen.
Hilfreich sind auch die wöchentlichen E-Mail-Benachrichtigungen, die einen Überblick über die gesicherten bzw. ungesicherten Rechner und Daten geben.
Die Bindung an einen Anbieter stört mich überhaupt nicht; ganz im Gegenteil. Und so lange ich auf meine Rechner und externen Festplatten sichere, bleibe ich Herr meiner Daten.

Für mich ist Crashplan zur Zeit ein “Rundumsorglospaket” :)

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Acky Juni 28, 2009 um 15:31

Damit habe ich drei unabhängige Systeme, Rechner, Time Capsule und den Drobo, der in sich nochmals RAID-ähnlich die Daten spiegelt.

Und die Geräte stehen natürlich alle beieinander in einem Raum? Wenn ja, hast Du immer noch eine gefährliche “Lücke”.

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Robert Juni 28, 2009 um 17:01

Also ich finde auch gerade an einem Mac tut Time Machine so unkompliziert wie möglich genau das, was es machen soll. Festplatte an, Backup geht los.

Versuche seit Wochen verzweifelt ein Backup beim PC meiner Mitbewohnerin unter Vista zu machen. ARGH! Vielleicht solltest du mal ein gutes kosteloses Backupprogramm dafür vorstellen ;) ;)

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MacMacken Juni 28, 2009 um 17:08

Ich habe CrashPlan inzwischen deinstalliert – manuell, der installiert setzt ungefragt voraus, dass man über sudo-Rechte verfügt, so dass das Skript zur Deinstallation nicht funktionierte … mich stört vor allem der eklatante Mangel an Informationen – die Website ist ein schöner Werbeprospekt, aber wichtige Informationen, insbesondere auch zur Sicherheit, fehlen leider.

Antworten

Lukas Pustina Juni 28, 2009 um 17:40

@Acky: Genau richtig! Gerade die nahtlose und gleichzeitige Unterstützung von lokalen und Fern-Backups bringt die nötige Redundanz, falls mal die eigene Bude ausbrennt; da nützt RAID etc leider nichts.

Und hier ein paar Antworten auf die gestellten Fragen:
1. Crashplan ist kostenlos für den privaten Einsatz; nur die Online-Sicherung kostet Geld. Die Sicherung auf lokalen Medien, im lokalen Netz und auf anderen Rechnern, auf denen der Crashplan-Client läuft sind kostenlos.
2. Zum Thema Sicherheit gibt es eine ausführliche Seite im Support-Bereich auf der Webseite:
http://support.crashplan.com/doku.php/articles/encryption_key

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mes Juni 29, 2009 um 11:25

Ich nutze Mathusalem als einfache Backup-Lösung (http://code.google.com/p/mathusalem/).

@Robert
Für den PC ist das Programm Personal-Backup nicht schlecht(http://personal-backup.rathlev-home.de/index-e.html). Zwar nicht so intuitiv am Anfang, erfüllt aber seinen Zweck.

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moss Juni 29, 2009 um 13:05

Ich nutze für beide Rechner Time Machine. Einmal über eine Time Capsule und sichere diese über einen Drobo und einmal dierek auf den Drobo. Damit habe ich drei unabhängige Systeme

… die aber alle am selben Platz stehen, oder? Schlechtes Konzept bei ’nem Wohnungs- oder Bürobrand. Gerade das Drobo-Plastikgeraffel dürfte in kurzer Zeit zu ’nem Pfannkuchen mit Elektronikeinlage werden. Da nimmt man die Laufwerke doch lieber zum Wettbewerb in Festplattenweitwurf beim DALUG-Sommerfest ’09 mit …

Eine Sicherung über internet oder über “Freunde” kommt für mich nicht in Frage.

Dann bleibt, wenn man’s sicher haben will, nur die Alternative, die man nicht haben will: täglich eine der Raid-Platten ’rausziehen, neue Platte ’reinschieben und die volle Platte gegen die aus dem im Banksafe gelagerten LIFO-Stack von Backupplatten gezogenen Laufwerk austauschen (das dann wieder zur nächsten «neuen» Platte ernannt wird). Allein schon die Datenkapazitäten neuerer Platten lassen das Konzept scheitern (wg. der Spiegeldauer im RAID).

Oder halt ’nen Bandroboter im Atombunker im Vorgarten. ;-)

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moss Juni 29, 2009 um 13:21

BTW: ist nicht erreichbar; ich glaube, Ihr habt’s geDDOSt. ;-)

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moss Juli 1, 2009 um 13:08

Ich nutze Mathusalem als einfache Backup-Lösung (http://code.google.com/p/mathusalem/).

Das ist allerdings mausetot:

THIS PROJECT IS NOT UPDATED ANYMORE AS OF MARCH 1st 2009

VERSION 1.6 WILL BE THE LATEST VERSION OF MATHUSALEM

If you are interested in an alternative backup solution for Mac OS X Leopard, please visit http://www.persistenceapp.com.

Letzterer Link wird auf http://www.app4mac.com/persistence.html umgeleitet, wo man erfährt, dass der Sourcecode von app4mac gekauft worden sei und der Name «Persistance» durch «Twin» ersetzt werde. Das macht offenbar auch Internetbackups, kostet 69.01 US$ und ist hier zu finden: http://www.app4mac.com/store/index.php?target=products&product_id=21

Nein, ich habe nix mit denen zu tun, ich mein’ ja nur …

Antworten

mes Juli 2, 2009 um 22:47
Ich nutze Mathusalem als einfache Backup-Lösung (http://code.google.com/p/mathusalem/).

Das ist allerdings mausetot:

THIS PROJECT IS NOT UPDATED ANYMORE AS OF MARCH 1st 2009

VERSION 1.6 WILL BE THE LATEST VERSION OF MATHUSALEM

If you are interested in an alternative backup solution for Mac OS X Leopard, please visit http://www.persistenceapp.com.

Letzterer Link wird auf http://www.app4mac.com/persistence.html umgeleitet, wo man erfährt, dass der Sourcecode von app4mac gekauft worden sei und der Name «Persistance» durch «Twin» ersetzt werde. Das macht offenbar auch Internetbackups, kostet 69.01 US$ und ist hier zu finden: http://www.app4mac.com/store/index.php?target=products&product_id=21

Nein, ich habe nix mit denen zu tun, ich mein’ ja nur …

Das sich dies so entwickelt hat, ist eigentlich schade.

Antworten

moss Juli 3, 2009 um 13:14

Das sich dies so entwickelt hat, ist eigentlich schade.

Stimmt.

Übrigens kann man Quotes auch sinnerhaltend kürzen bzw. löschen. ;-)

Antworten

CrashPlan-PRO.de Juli 4, 2009 um 02:44

Wie steht CrashPlan im Vergleich zu anderen Anbietern da?

http://www.crashplan-pro.de/online-datensicherung/online-datensicherung.html gibt ein Vergleich der Übertragungsgeschwindigkeit von 18 Anbietern für Online-Datensicherung: CrashPlan, Mozy, Jamby, JungleDisk, Dogado, Gigabank, Memopal, Backblaze, usw

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