Literatur und Zitate verwalten

14. Februar 2009 · 31 Kommentare ·

Nachdem ich nun das für mich praktischste Schreibprogramm gefunden habe, suche ich nun nach einer Möglichkeit, meine ganze Literatur und die vielen Zitate, die ich in meinen Arbeiten einbaue, zu verwalten.

Ganz interessant ist die Verwaltung der Zitate in Word:mac 2008, weil ich eine Eingabemaske bekomme, in welche ich alle notwendigen Daten meiner Quellen einpflege. Gleichzeitig wird ein entsprechender Vermerk hinter einem Zitat eingefügt (leider nur dynamisch, wenn man in Klammern im Fließtext und nicht mit Fußnoten zitiert) und ein Literaturverzeichnis lässt sich auch automatisch erstellen.

Großer Hinkefuß daran: Ich kann die Formatierung der Zitate nicht so einstellen, wie sie bei uns an der Uni gefordert wird.

“Hier steht das erste Zitat!” (Autor 2009: 199)

Ich gebe also den Autoren, das Erscheinungsjahr und die Seitenzahl an. Die Seitenzahl muss durch einen Doppelpunkt abgetrennt sein. Word nutzt aber ein Komma.

Wie ich die Klammer formatieren kann, wenn ich kein wörtliches Zitat, sondern ein “vgl.” benötige, weiß ich auch noch nicht.

Außerdem wird das Literaturverzeichnis für mich nicht verwendbar formatiert:

Gohl, Christopher. „Bürgergesellschaft als politische Zielperspektive.“ Bundeszentrale für politische Bildung. 2. Februar 2001. http://www.bpb.de/files/BTZORH.pdf (Zugriff am 4. Februar 2009).

Einige Punkte werden anders gesetzt, auch ist die Kursivformatierung des Homepagenamens nicht erwünscht. Besser wäre es, wenn der Titel des Buches/Textes kursiv wäre.

Klein, Martina, und Klaus Schubert. Das Politiklexikon. 4. aktualisierte Auflage. Bonn: Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH, 2006.

So sieht dann der Literatureintrag aus, den Word bei einem Buch fabriziert.

An sich gefällt mir die Verwaltung der Zitate in Word, leider fehlt es aber an den Möglichkeiten zur Feinabstimmung. Die vier vorhandenen Formatvorlagen für die Zitate helfen mir leider nicht.

Gibt es denn eine leicht verständliche Literatur- und Zitateverwaltung, die mit Word:mac 2008 zusammenarbeitet, möglichst die Zitatangaben im Text (ob als Klammerangabe oder Fußnote ist zunächst nebensächlich; es wäre aber praktisch, wenn ich das individuell einstellen könnte, je nachdem, was vom Dozenten verlangt wird) dynamisch einbaut und am Ende noch ein Literaturverzeichnis ausspuckt (in Word einfügbar? dynamisch?). Ich möchte am liebsten am Anfang einstellen, wie die Formatierung erfolgen soll, sodass ich nicht alles nachformatieren oder immer wieder neu konfigurieren muss.

Gibt es sowas?

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MacMacken 14. Februar 2009

EndNote?

Für Studenten jeweils zu Vorzugskonditionen erhältlich …

Antworten

Alex 14. Februar 2009

Zotero. Is n Firefox Plugin. Nich sonderlich mac-like. Aber wer Word nutzt, kennt das ja. ;)

Ansonsten LaTeX und BibTeX! (Bibdesk als Mac Tool) Gibt nix besseres für große Arbeiten.

Antworten

Buick 15. Februar 2009

Endnote habe ich eben probiert, leider finde ich mich aber nicht zurecht, da alles auf Englisch ist. Auch dieses PlugIn für Word wollte sich nicht installieren lassen.

Zotero habe ich auch schon getestet, aber ich finde da keine Möglichkeit, ein Literaturverzeichnis zu erstellen. Ich kann lediglich die vollen Literaturangaben in Word reinkopieren.

Antworten

Jules 15. Februar 2009

Endnote ist eigentlich ganz ok. Man muss sich halt reinfinden. Ansonsten Bookends oder Sente. Habe ich beide nicht getestet. Was die Im-Text-Zitate betrifft, wird wohl nur Endnote funktionieren. Bookends und Sente arbeiten aber wunderbar mit Mellel zusammen ;)

Antworten

Norman 15. Februar 2009

Es gibt nichts besseres als “Citavi” für Windows, deswegen benutze ich das fürs Examen jetzt in Parallels 2, ein absolutes Muss für so große arbeiten. Flutscht total.

Antworten

Daniel 15. Februar 2009

Ein wenig OT aber warum nutzt Du nicht LaTex? Da gibt es gute Software am Mac und zumindest bei mir an der Uni wird ab dem Hauptstudium nichts anderes mehr akzeptiert. Da kannst Du alles sehr genau formatieren und es gibt auch gute Software um Zitate und Literatur zu verwalten.

Der Einstieg ist gewöhnungsbedürftig aber die Qualität später ist dann, meiner Meinung nach, überzeugend.

Antworten

Dominik 15. Februar 2009

Ich nutze für meine Masterarbeit Sente in der Undergrad Edition. Das tolle an Sente: Du kannst im Programm selbst auch die ganzen Online-Datenbanken wie PubMed, IEEEExplode, ACM, EBSCO, HEBIS etc., aber auch Amazon, Google Scholar/Book durchsuchen und mit einem Klick in deine Library übernehmen. Dort kannst du die Volltexte sehr leicht hinzufügen, Notizen ablegen, markieren, gruppieren, intelligente Ordner anlegen etc. Formate für Zitate definierst du bei Bedarf selbst.
Um Zitate in Word einzufügen einfach per Drag’n'Drop rüberziehen. Anschließend einmal von Sente das Dokument parsen lassen, dann fügt er die Zitate ein (anders gehts wohl aufgrund der fehlenden VB Script-API nicht).

Tolles Programm, ich nutze es täglich!

Antworten

doc 15. Februar 2009

bibdesk kann man auch mit word 2008 am mac benutzen, wenn man die skripte namens “bibfuse” verwendet (tante google hilft). bibdesk ist einfach genial; übersichtlich, sehr umfangreich und trotzdem ziemlich einfach. und noch dazu gratis :-)

mit der kombi kann man, wie von bibdesk gewohnt, jeden punkt und jedes komma aufs genaueste individuell einstellen, ebenso welche daten in welcher form ins zitat kommen sollen (vornamen abgekürzt oder nicht, wie viele autoren, welche journal-daten, und und und). alles mittels “templates” die man selbst erstellen oder bearbeiten kann, und natürlich auch nachträglich anpassen.

ich verwends ausschließlich mit fußnoten, kann mir aber vorstellen dass es mit klammern direkt im text auch funktionieren könnt. kann ich aber wie gesagt nicht garantieren.

Antworten

marosh 15. Februar 2009

Inzwischen ist die ganze Zitate-Sache auch auf dem Mac kein Problem mehr. Ich würde sogar sagen, dass die Mac-Produktlinie den Windows-Programmen inzwischen einen Schritt voraus ist.

Meine Empfehlungen wären:
1. Endnote – in Verbindung mit Pages ’09
In Pages ’09 gibt es eine phänomenal-einfache und phänomenal-mächtige Unterstützung für den Industriestandard Endnote. Man kann direkt (!) in Pages die gesamte Zitateliste einsehen und durchsuchen – also kein Programmwechsel mehr nötig. Viel einfacher und besser geht es wohl nicht. Da kommt Word einfach nicht mit.

2. Bookends – mit Mellel oder Word 2004
Bookends sieht schöner aus, ist übersichtlicher und macht mehr Spaß als Endnote. Ist eher ein Mac-like Produkt, dafür ist Endnote glaube ich ein wenig schneller. Das große Manko – derzeit gibt es keine direkte Anbindung an Pages. Mit Word 2008 funktioniert die Verbindung auch nur über AppleScripts (habe ich nicht getestet).

beide diese Programme unterstützen natürlich die Online-Suche über alle gängigen Datenbanken. Zitate händisch eingeben finde ich bescheuert, wozu hat man dann eine Software?!

3. BibTeX – in Verbindung mit LaTeX
ist im Endeffekt wohl die schönste und eleganteste Lösung!

4. iPapers – gratis
bietet eine sehr gute PDF-Verwaltung an. Kann zwar nicht zitieren, aber ist zumindest für die vielen PDFs super.

Was ich NICHT empfehlen würde:
- die eingebaute Zitate-Funktion von Word 2008 ist SINNLOS! Sie ist enorm mühsam, unterstützt keine richtige Web-Suche von Einträgen und ist sogutwiegarnicht konfigurierbar…

Mein derzeitiger Liebling ist also definitiv Pages 09 mit Endnote – einfach und trotzdem mächtig.

Antworten

boerne 15. Februar 2009

Für Mac ist das Angebot an günstigen Programmen leider etwas eingeschränkt; Citavi, das offenbar beste deutsche Programm, wird erst dieses Jahr für Mac weiter entwickelt. Ich arbeite inzwischen gern mit Zotero, obwohl es noch einen gewissen Entwicklungsbedarf gibt. Eine Fülle von Zitierstilen gibt es, eine Anpassung ist nur mit einem gewissen Aufwand möglich. Inzwischen gibt es auch ein Tool zur Kooperation mit Word 2008.
Vorteil von Zotero: klein, kostenlos und wird systematisch weiter entwickelt. Der englische Support über das Forum ist ebenfalls nicht schlecht. Die aktuelle Entwicklerversion 1.5 bietet außerdem Sync-Möglichkeiten.

Antworten

Raro 15. Februar 2009

Bookends!

http://www.sonnysoftware.com/

Weniger bekannt, aber vielleicht mal einen Blick wert – TextCite:

http://textcite.sourceforge.net/

Antworten

KoPi 15. Februar 2009

Hallo,

wenn es erstmal um die Verwaltung von Literatur geht, kann ich LitLink empfehlen, welches auf Filemaker aufbaut aber auch ohne Filemaker läuft. Zu finden hier:

http://www.lit-link.ch/

Antworten

Raro 15. Februar 2009

Hallo,

wenn es erstmal um die Verwaltung von Literatur geht, kann ich LitLink empfehlen, welches auf Filemaker aufbaut aber auch ohne Filemaker läuft. Zu finden hier:

http://www.lit-link.ch/

Super Tipp! So etwas habe ich schon immer gesucht. Danke!

Antworten

MacMacken 15. Februar 2009

Endnote habe ich eben probiert, leider finde ich mich aber nicht zurecht, da alles auf Englisch ist.

… höchste Zeit, Englisch zu lernen! ;)

Antworten

Jules 15. Februar 2009

Sicherlich ist BibTex in Verbindung mit LaTeX eine der angenehmsten Möglichkeiten überhaupt. Ich würde von mir behaupten beides leidlich zu beherrschen, trotzdem ist LaTeX für meinen Workflow nicht geeignet (also ich merke es sogar an der Qualität der produzierten Texte). Ich denke mal, dass es vielen Geisteswissenschaftlern ähnlich geht.
Empfehlenswert ist zu schauen, was Deine Uni anbietet. Wenn Sie Endnote für einen Minipreis anbieten, dann schaus Dir mal an. Der Vorteil von Endnote ist, dass es neben Citavi sowas wie der Marktführer ist und von den meisten Bibliotheken und Datenbanken unterstütz wird. Du kannst also die entsprechenden Einträge exportieren und natürlich auch direkt im Programm selbige durchsuchen.
Allerdings benötigen alle Lteraturverwaltungen eine gewisse Einarbeitungszeit.

Zotero ist meines erachtens eine gute Idee, im Moment aber nur halbwegs nutzbar und für Menschen mit großer Bibliothek eher ungeeignet.

Antworten

Rafael Bugajewski 15. Februar 2009

Ich verstehe es ja, dass du Word für deine Ausarbeitungen verwendest und es gut findest, aber gerade für mittlere bis umfangreiche Ausarbeitungen an Universitäten sollte man von diesem Programm Abstand nehmen.

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SkyWombat 15. Februar 2009

… trotzdem ist LaTeX für meinen Workflow nicht geeignet (also ich merke es sogar an der Qualität der produzierten Texte). …

Warum ist die Qualitaet Deiner mit TeX gesetzten Texte schlechter als mit Word? Ok, falls Du direkt den TeX-Code schreibst koennte als Argument gelten, Du bist durch die TeX-Kommandos vom eigentlichen Text abgelenkt, aber mit einem LaTeX basierten WYSIWYG Editor gilt das sicher nicht.

Fuer mich war TeXShop und BibDesk bei weitem die beste Loesung fuer die Dissertation.

Antworten

Jules 15. Februar 2009
… trotzdem ist LaTeX für meinen Workflow nicht geeignet (also ich merke es sogar an der Qualität der produzierten Texte). …

Warum ist die Qualitaet Deiner mit TeX gesetzten Texte schlechter als mit Word? Ok, falls Du direkt den TeX-Code schreibst koennte als Argument gelten, Du bist durch die TeX-Kommandos vom eigentlichen Text abgelenkt, aber mit einem LaTeX basierten WYSIWYG Editor gilt das sicher nicht.

Fuer mich war TeXShop und BibDesk bei weitem die beste Loesung fuer die Dissertation.

Es geht vor allem um die inhaltliche Qualität. Ich weiß, man kann auch LyX benutzen. Ich mag das Programm aber nicht sonderlich. Ich schätze die mächtigen Funktionen von LaTeX sehr und finde es auch schade, dass ich nicht mit kann. Aber ich habe mit Mellel ein Programm gefunden, dass sehr viel mehr meiner Arbeitsweise entspricht. Dazu kommt, dass Mellels typografische Fähigkeiten (Stichwort Opentype. Insbesondere Ligaturen und Unterschnitt) an die von LaTeX und DTP-Programmen sehr nah heranreicht. Die Stabilität kommt noch dazu. Da ist weder Word, noch NisusWriter halbwegs dran.

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Daniel 15. Februar 2009

Und warum schreibst Du dann nicht in Word und fügst die Zitate in der gewünschten Form dann später ein. kostet dann zwar mehr Zeit aber die Dokumente haben eine höhere Qualität und mit der Zeit gewöhnst Du Dich sicherlich auch an LaTex.

Antworten

Zettt 15. Februar 2009
fabian 15. Februar 2009

Inzwischen ist die ganze Zitate-Sache auch auf dem Mac kein Problem mehr. Ich würde sogar sagen, dass die Mac-Produktlinie den Windows-Programmen inzwischen einen Schritt voraus ist.

Meine Empfehlungen wären:
1. Endnote – in Verbindung mit Pages ’09
In Pages ’09 gibt es eine phänomenal-einfache und phänomenal-mächtige Unterstützung für den Industriestandard Endnote. Man kann direkt (!) in Pages die gesamte Zitateliste einsehen und durchsuchen – also kein Programmwechsel mehr nötig. Viel einfacher und besser geht es wohl nicht. Da kommt Word einfach nicht mit.

Und wie erstellst du ein Abbildungsverzeichnis in Pages?
Würde mich sehr interessieren…

Antworten

Herr Chow 15. Februar 2009

Endnote habe ich eben probiert, leider finde ich mich aber nicht zurecht, da alles auf Englisch ist.

Soviel zum Zustand des deutschen Bildungswesens. ;-)

Mein persönlicher Tip: Bookends: http://www.sonnysoftware.com/

Ist (laut Hersteller-Homepage) auch mit Word 2008 kompatibel.

Antworten

Kerstin 15. Februar 2009

Bookends natürlich. :-)
Übrigens wär mir neu, dass es mit Word 2008 und Pages nicht kann. Wurde doch alles in den letzten Updates erledigt.
Müssen wir eigentlich jedes Mal eine Grundsatzdiskussion über Word führen? Wer Word mag und damit kann nutzt es, wer nicht lässt es bleiben.

Antworten

Buick 16. Februar 2009

Ich habe ja nicht gesagt, dass ich des Englischen unmächtig wäre. Es gibt nur sehr viele spezielle Einstellungen, was die Arbeit dann kompliziert. Ich arbeite nun mal aus Bequemlichkeit – und das gebe ich gerne zu – lieber mit Software auf Deutsch.

Habe mich jetzt mit Zotero angefreundet, mit entsprechenden Skripten funktioniert das mit Word 2008 super.

Nur bin ich noch am Suchen des richtigen Zitierformats. Die Liste der möglichen Formate ist ja ziemlich lang. http://www.zotero.org/styles

Die Formatierung im Literaturverzeichnis muss für ein Buch folgendermaßen aussehen:

Name, Vorname: Titel. Zusatztitel, Auflage, Ort: Verlag, Jahr.

bei einem Aufsatz in einem Sammelband so:

Name, Vorname: Titel, in: Name. Vorname / Name, Vorname (Hrsg.), Titel, Auflage, Ort: Verlag, S. xx-xy.

Beim Zitieren können wir die amerikanische Zitierweise nutzen:

(Nachname Jahr: Seite)

oder mithilfe von Fußnoten:

Vorname Name, Titel, Ort Jahr, S. xy.

Welcher Stil setzt das so (oder zumindest die Formatierung des Literaturverzeichnisses) um?

Antworten

fabian 16. Februar 2009

Dann halt noch mal so gefragt:
Hat jemand einen Workaround für die Erstellung eines Abbildungsverzeichnisses in Pages?
Ich frage deshalb, weil hier angeregt wird, Pages für die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten zu nutzen….

Antworten

MacMacken 16. Februar 2009

Ich frage deshalb, weil hier angeregt wird, Pages für die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten zu nutzen….

Keine sinnvolle Anregung – gerade für diese Art von Dokumenten ist Pages bislang nicht geeignet:

http://www.macmacken.com/2009/01/22/einfaches-mit-pages-komplexes-eher-nicht/.

Antworten

Amy 18. Februar 2009

Ich hab da mal was vorbereitet … :shock: Literaturverwaltung

Bookends arbeitet angeblich mit Word zusammen (kann ich leider nicht aus eigener Erfahrung bestätigen), ansonsten kann ich JabRef empfehlen, aus verschiedenen Gründen. Das hat auch so eine Art Formatvorlagen-Funktion für die bibliographische Angabe, wo man so Sachen wie Punkt hier statt Komma da, Jahreszahl in Klammer, Autor kursiv etc. pp. individuellst einstellen kann. Für JabRef gibt es ein deutschsprachiges Manual, es ist frei, kann vom USB-Stick aus portabel betrieben werden und die Daten sind hinterher wieder verwendbar, da ein offenes Nativformat untersützt wird (BibTeX). Es bietet zahlreiche Import- / Export-Möglichkeiten (wichtig für Datenbanken mit Exportfunktion …) und wird sehr gut weiterentwickelt.

Zotero ist bestens für die Recherche mit Firefox geeignet — hat aber aus meiner Erfahrung heraus den “Nachteil”, dass es so einfach ist, Dinge hinzu zufügen, dass es leicht mal vermüllen kann. Ansonsten bietet auch das hilfreiche Exportfilter. Zotero ist halt komplett Firefox-basiert.

Dann gibt es halt so Seiten wie CiteULike & Bibsonomy. Ich weiß nicht, inwieweit die Word- / Text- / RTF-Export bieten, aber für Leute, die es online mögen, sicher einen Blick wert.

Ich persönlich nutze seit Jahren BibDesk in Kombination mit TeXShop. BibDesk ist offen & frei, wird sehr gut weiterentwickelt und ist für mich praktisch, weil es u.a. die Möglichkeit gibt, bspw. PDFs auf der Festplatte direkt mit dem Eintrag in der Datenbank zu verbinden (kann gut sein, dass das andere Software auch kann). Es ist sehr klein, kompakt und Mac-like — und bietet alles was ich so brauche. Auch BibDesk bietet zahlreiche Exportmöglichkeiten.

Letztlich ist es wohl wie mit der Textverarbeitung eine Frage des Umfelds, der Vorkenntnisse, der bestehenden Daten und des eigenen Workflows.

Allerdings kann ich nur vor Programmen warnen, die ausschließlich ein eigenes geschlossenes Nativformat unterstützen: Wir hatten den Fall mal an einem Lehrstuhl, an dem ich gearbeitet habe. Da mussten während der Migration von dem einen, komplett geschlossenen System nach (ich glaube es war Bibliographix) alle Bücher und Artikelbestände von Hand neu eingegeben & referenziert werden. Vor so einem Szenario graut mir, daher bin ich immer ganz froh, wenn es zumindest die Möglichkeit zum Export nach BibTeX o.ä. gibt. Denn nichts wäre fataler, als die über viele Studienjahre gepflegte Literaturdatenbank bei einem Software-/Hardware- oder Sonst-was-Crash zu verlieren.

Antworten

Michael 21. Februar 2009

Ach, gerade noch über diesen Blogeintrag gestolpert.
Ich habe bei meiner Diplomarbeit (Word:mac 2004, ohne Probleme) noch das Mac-Programm “Papers” (nicht verwechseln mit “iPapers”!) genutzt.

Papers dient der Verwaltung von… naja, Papers eben. Besonder gut gelungen fand ich die Möglichkeit, die üblichen verdächtigen wissenschaftlichen Datenbanken direkt anzuzapfen, dort direkt suchen und die PDFs direkt herunterladen zu können. Die ganzen bibliographischen Angangen musste ich auf diese Weise dann auch nicht mehr manuell erfassen. Sehr schön!

Antworten

Buick 22. Februar 2009

Nach einigem Hin- und Herprobieren bin ich letztlich doch bei Endnote hängen geblieben, auch wenn ich zu Beginn nicht wirklich einen Durchblick hatte, kam aber dann doch die Erleuchtung. Und es geht wirklich wunderbar!

Antworten

Chrisi 18. Februar 2010

@Marosh:

So einfach finde ich das nicht: wie hast Du das denn mit den versch. Stilen gemacht? Bei mir wird keine Seitenzahl angezeigt im Text, und ich hab in Endnote schon alle Outputstyles versucht… SEHR frustrierend.

Danke!

Antworten

mara s w 12. März 2010

Habe da mal ne Frage zum Zusammenführen von open office-/(word)-Dokumenten mit jeweils eigenem endnote-anhang!? geht das irgendwie?! kann mir da jemand helfen?!
habe sozusagen einzelne Kapitel geschrieben, endnote-Literatur eingefürgt und will nun alles zusammenfügen (auch jeweils andere Kopfzeilen und so!).
Please HELP!
Mara

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