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Cornerstone – Subversion Client

cornerstone_icon Im folgenden möchte ich euch eines der kostenpflichtigen Subversion Clients für den Mac vorstellen – Cornerstone von Zennaware.

Wie man in vielen Podcasts hören kann sei Cornerstone derjenige Subversion Client mit dem umfangreicheren Set an Features mit denen man seinen Files unter (Versions-)Kontrolle bringen kann.

Wer braucht Subversion oder Versionskontrolle überhaupt?

Zunächst mal brauchen “nur” Programmierer so etwas, jedoch kann es auch für umfangreichere Studienarbeiten sinnvoll sein mit Subversion zu arbeiten. In meinem Fall ist das meine Studienarbeit über “Freie Musik im Internet”. (Welche jetzt endlich fertig geschrieben ist. Gott sei’s gedankt!)

Aber nicht nur Programmierer können von Versionskontrolle profitieren. Wenn man’s ganz genau nimmt ist jedes TimeMachine Backup ein solches Versionierungssystem – nur eben ohne Subversion im Hintergrund.

Es ist also vielseitig einsetzbar. Der Screenshot zeigt Cornerstone’s Hauptfenster mit meiner Studienarbeit.
Das Programm ist wirklich vielseitig. Und bietet viele Features von Subversion als bequeme Klicki-Bunti-Lösung.

cornerstone_pic1.png

Grundlegende Features

Zunächst mal zeigt Cornerstone veränderte Dateien mit verschiedenen Symbolen an.

  • Modifizierte Dateien mit einem blauen M
  • Dateien die aus dem (sogenannten) Repository gelöscht werden mit einem roten D
  • Dateien die zum Repository hinzugefügt werden mit einem grünen A

In meinem Falle habe ich eine Datei welche vorher mit drei Ausrufezeichen benannt war umbenannt in eine Datei die jetzt mit einem Unterstrich beginnt (”!!!Learning Agreement Verbesserungen.txt” >> ”_Learning Agreement Verbesserungen.txt”). Die Datei wurde direkt in Cornerstone umbenannt und, so wie es sich gehört, wird die alte Datei beim nächsten Commit aus dem Repository gelöscht und die umbenannte Datei hinzugefügt.

Die Dateien mit dem blauen M signalisieren, dass diese Dateien seit dem letzten Commit bearbeitet wurden. In dem Falle habe ich also an meiner “arbeit.tex” und “arbeit.pdf” gearbeitet. Möchte man beide ganz einfach als nächste Revision ins Repository commiten markiert man entweder beide Dateien oder einfach den Ordner (In diesem Falle “Arbeit”) und drückt den Commit Button in der Menüleiste.

“Advanced” Features

Ignore

Sehr schön ist in Cornerstone auch, dass das Programm die Möglichkeit bietet direkt Dateien zu ignorieren und diese Dann gesondert anzeigt. Hierfür benutzt man den Inspector auf der rechten Seite.

Ich habe den Ordner “Arbeit” markiert. Auf der rechten Seite sieht man unter Properties, dass dort einige Dateien aktuell ignoriert werden und nicht ins Repository übertragen werden. Natürlich kann man sich diese auch wieder anzeigen lassen (Menü “View” >> “Show Ignored Items”)

Quicklook, Diff, Contents usw.

Eine Datei kann natürlich auch gleich ge-quicklooked werden. Einfach auf die Space-Taste und schon öffnet sich, wie gewohnt, diese Ansicht.

Am unteren Rand kann man sich noch den Inhalt der selektierten Datei anzeigen lassen und Cornerstone zeigt sogar noch die Unterschiede an die seit dem letzten Update durchgeführt wurden. In meinem Falle wurde nur eine Zeile verändert.
Hier hat man noch einige Optionen, so kann man sich beispielsweise jede Version der Datei nochmal durchsehen und so weiter.

History

Eines der grafisch am schönsten umgesetzten Features ist das durchbrowsen der Commit History.

Im History Browser werden Branches und die Modifizierungen an Dateien angezeigt. So etwas wie eine grafische Timeline für Änderungen also.

Leider kein Screenshot. Hier bitte einfach auf der Webseite von Zennaware dieses eine Feature (und die restlichen) begutachten.

Preis

Cornerstone kostet in der normalen Version für 69$ zu haben. Für eine 5-Platz Lizenz zahlt man 259$, 10 Plätze kosten 449$.

Wer Student, Schüler oder Lehrer ist schreibt dem netten und wirklich schnell reagierenden Programmierer einfach eine Mail und bittet um eine EDU Lizenz. Dies spart in der Regel nochmal 20%.

Erworben werden kann die Software direkt auf der Webseite von Zennaware.

Fazit

Obwohl es für den Mac doch einige kostenlose Subversion Clients gibt, könnnen diese mit dem Feature Set von Cornerstone nicht mithalten.
Und wenn sie doch die Features bieten (und noch mehr) so haben sie meist nicht das nötige “Look & Feel”, dass eine Mac Anwendung ausmacht.

Cornerstone macht einen sehr runden Eindruck. Die Shortcuts sind umfangreich und auch sinnvoll belegt. Man gewöhnt sich schnell daran.

Das Programm fügt sich schnell in den Workflow ein und weil Versionskontrolle so einfach ist, möchte man am liebsten alle seine Dateien in ein SVN Repository schieben. ;)

Tipp

Wer auf der Suche nach einigen (kostenlosen) Repositories ist hier ein kleine aber feine Liste.

  • XP-Dev.com: lasst euch vom Namen nicht beirren. Ihr bekommt 1,5 GB Speicher und unendlich viele Repos
  • Beanstalk: “Nur” 20 MB dafür aber eine sehr “macige” Webseite.
  • Code Spaces: 50 MB, gut zu handhabende Webseite
  • Google Code: Kostenloses Open Source Hosting.

Wem das alles viel zu kompliziert ist…

…der kann sich beispielsweise auf den Wikipediaseiten “Subversion (software) – Wikipedia, the free encyclopedia”) oder der Hauptseite von Subversion noch genauer informieren.

Auf der Hauptseite finden sich auch etliche Links zu kostenlosen Repositories im Internet und anderen Subversion Clients für Mac, Linux und unser geliebtes Windows.

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30 Kommentare

  1. Ich bin mit meiner Lieblings IDE Eclipse und dem dazugehörenden subclipse Plugin für SVN sehr zufrieden. Diese Lösung läuft dann nicht nur auf meinem Mac, sondern auch auf der Arbeit mit Windows (und mit Linux natürlich auch :-)).

  2. Ich denke auch, wie juhu, dass die Integration von SVN in die jeweilige IDE der beste Weg ist. Eclipse ist ja nicht nur für Java-Projekte sondern ein Simple Projekt kann beliebige Filearten verwalten.
    Stand-alone gefällt mir in der Windows-Welt http://tortoisesvn.tigris.org/ ganz gut. Schade, dass es das nicht auch für den Finder gibt. Da würde ich auch Geld für ausgeben. Aber 69$ für einen Versionierungs-Client ist schon der Hammer.

  3. Mich würde es mal interessieren wie ich bei meinen WordPress Themes oder Plugins mit Subversion arbeiten kann?

    Geht das überhaupt? Das man dann eine Version direkt freischalten kann?

    PS: Darf ich fragen welches Plugin hier zum Einsatz kommt für das nachträgliche editieren eines Kommentars?

  4. Leider nuetzt einem das huebsche GUI auch nicht weiter, wenn man gerne mit Branches und Tags arbeitet. Man kann weder mit Versions noch mit Cornerstone Features wie beispielsweise das Mergen nutzen. Da ist wieder Shell angesagt.

    Oder SmartSVN – das kann alles (alles!), kommt aber als recht haessliche Java-App daher. Trotzdem der wohl beste Subversion-Client, den es gibt. Wer TortoiseSVN von Windows kennt – eine aehnliche Integration bietet SmartSVN fuer den Finder an (zusaetzlich zur eigenstaendigen GUI). Ich weiss aber nicht, wie gut die Finder-Integration ist, habe sie noch nicht benutzt.

  5. Was nützt die schönste Selbstwerbung, wenn man die URL nicht richtig schreibt? :twisted:

    Ich war so frei und habe es korrigiert.

  6. Ich kann von Versionshelf nur abraten. Ich hatte zwei mal mit meiner Uni-Mail um dem Studententarif gebeten, allerdings nie eine Antwort erhalten. :-(

  7. @ad: lol. xD
    Soll ich den Versionelf trotzdem noch zur Liste hinzufuegen?

  8. Warte lieber bis Versionzwölf rauskommt!

    Herrje – habt ihr denn alle Knoten in den Fingern??

  9. ich plediere auch für versions – gleiches lok and feel, gleiche Funktionen nur vieeel günstiger!

  10. Uiuiui, das klingt für mich aber sehr angestrengt nach bezahltem Artikel. Ich würde mich ja den obigen Kommentatoren anschließen und sagen, wenn GUI, dann Versions, weils das Gleiche kann und billiger ist. In der noch kostenlosen Betaphase war ich ziemlich begeistert von dem Ding, jetzt nutze ich als alter Unixfreak dann doch nur noch Kommandozeile und Eclipse mit Subclipse.

  11. Uiuiui, das klingt für mich aber sehr angestrengt nach bezahltem Artikel.

    Ich habe kein Geld bekommen. Zettt?

    Im Ernst: hier wurde noch nie auch nur 1 Cent für irgendwas eingenommen.

  12. Nein, Geld ist hier nicht geflossen.

  13. Okayokay, ich glaub’s euch ja. Aber ich hätte echt gedacht, dass das Ganze etwas kritischer rüberkommt, weil der Preis ja schon ziemlich hoch ist … aber die Funktionalität, die man als Entwickler dann noch braucht (Branches, Merging, siehe Kommentare oben), kann einem dann wahrscheinlich auch keine GUI bieten. Was bietet einem da eigentlich TortoiseSVN an? Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, so lange ist die Zeit als Windowsentwickler her.

  14. Pingback: Subversion Client Cornerstone | pacMac

  15. Wir haben im Büro einen XServe mit 10.5
    Ich hatte soeben die Idee dort drauf Subversion zu installieren damit anschliessend alle via Client ihre Daten dort ablegen können. Ich habe nun schon diverse Sachen via Google gefunden und getestet leider ohne grossen Erfolg. Hat mir jemand einen Tipp für eine Anleitung oder Software wie man die Server Version von Subversion installieren kann auf einem Mac Server?

    Vielen Dank für die Hilfe!

  16. SVN ist doch schon dabei. Versuch mal “svnserve -d” und falls das nicht hilft weisst ja: “man svnserve” ;)

  17. Danke für die Info. Komisch, dass man irgendwie nirgends eine Beschreibung darüber findet.

  18. Ja ich musste auch erst eine Vorlesung mitmachen bis ich solche Dinge wusste. :-/

  19. Nicht einmal wenn man bei Apple in den Support-Dokumenten sucht findet man einen Eintrag…

  20. @zettt: Das wäre doch noch eine super nützliche Ergänzung zu deinem guten Artikel!

  21. @Maggi

    Nein, Cornerstone und Versions haben nicht den gleichen “Leistungsumfang”:

    http://jadeohlhauser.com/2008/c_vs_v/
    http://jadeohlhauser.com/2008/c_vs_v/2.html

    Hmm, da lese ich aber jetzt hauptsächlich was von unterschiedlicher Usability. Wenn ich ihn richtig verstehe, kann Cornerstone ein paar Sachen, die Versions nicht kann und umgekehrt – und im zweiten Link ist es ja auch nur ein Look&Feel-Ding, was ihn Cornerstone vorziehen lässt. Ich denke, ich werde mir SmartSVN mal anschauen. Als dreckiger Switcher und Apple-Häretiker hab ich keine Probleme mit einer Java-GUI ;-)

  22. OK, ich habs getestet und muss sagen:

    WIRKLICH KLASSE!!!

    Alles unter einem Hut und sehr übersichtlich. Funktioniert tadellos und hat das typische Mac-Feeling.

    Im Moment nutze ich zwar noch “svnX”, hatte mit “Versions” geliebäugelt und im Betatest als GUT befunden…

    Jetzt werde ich aber nach Ablauf der Testzeit mit Sicherheit zu “CORNERSTONE” greifen.

    Der Test hat mich überzeugt! Danke also für diesen Beitrag :-)

  23. Nur weil’s noch nicht gesagt wurde:

    SVN ist doof. Git ist toller. :)

  24. @nils

    Blöde Aussage… so ganz ohne Angabe von Gründen!

    Wo lernt man sowas :-(

  25. Also dieser Satz

    „Wenn man’s ganz genau nimmt ist jedes TimeMachine Backup ein solches Versionierungssystem”

    kann ja wohl nicht ernst gemeint sein. Time Machine hat mit einem Versionierungssystem nichts zu tun. Schon gar nicht, wenn man’s „ganz genau” nimmt.

Kommentare sind geschlossen.