Pünktlich zur Macworld 2009 bringt Google eine erste Beta seines Bilderverwalters Picasa in die virtuellen Regale.
Zwei Sachen fallen direkt nach dem Download des nicht einmal 18 MB großen Programmpakets negativ auf: Beim ersten Start will es mit Gewalt Bilder importieren und die Einstellmöglichkeiten, wo es danach suchen soll, sind mehr als beschränkt:

Und das Userinterface benutzt nicht die gewohnten Cocoa-Elemente und wirkt, wie die anderen Google Apps auch, damit zwangsläufig wie ein Störfaktor. Ansonsten ist die Benutzerführung aber eingängig, insgesamt fühlt sich die Oberfläche mehr an wie eine Website als eine richtige Desktop-Applikation. Die Suche ist rasend schnell (was anderes hätte man bei Google sicherlich auch nicht erwarten dürfen) und auch die Bilder öffnen sich sehr fix. Allerdings ist Picasa derzeit nicht in der Lage, Bilder in CMYK korrekt darzustellen, was sich hoffentlich noch bis zum ersten Release ändern wird.
Für alle, denen iPhoto nicht zusagt, die kein Geld für alternative Software wie Shoebox, Lightroom oder Aperture ausgeben wollen und die kein Problem damit haben, dass Google eh schon alles über einen weiß, stellt Picasa sicherlich eine willkommene Alternative dar. Sofern man mit dem User Interface kann, was jeder selbst ausprobieren kann, die Beta gibt es bei Google zu Download. Alternativ kann man sich mit Hilfe des offiziellen Videos einen ersten Eindruck verschaffen.
{ 17 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Die Portierung für den Mac hat meines Erachtens viel zu lange gedauert. In der Zwischenzeit haben sich viele schon mit den klassischen Mac-Apps arrangiert (ob iPhoto, Aperture, Lightroom etc.). Wer damit einmal klar kommt, wechselt ungern.
„Allerdings ist Picasa derzeit nicht in der Lage, Bilder in CMYK korrekt darzustellen, was sich hoffentlich noch bis zum ersten Release ändern wird.“
Ist sogar noch schlimmer - Picasa hat keine CMM-Unterstützung. Genau wie bei der Windows-Version werden Farbprofile in Bildern ignoriert. Unter Windows war das schon immer so, bei Picasa. Sieht so aus, als ob das auch beim Mac so sein soll.
Ganz großes Kino, Google. Ganz großes Kino.
Nun ich hab’s mir installiert und auch schon wieder deinstalliert. Nett fand ich die automatische Filterfunktion für Gesichter und auch die experimentellen Filter nach Farbe. Allerdings wirkt das User-Interface im Vergleich zu iPhoto viel zu unaufgeräumt. Schnell 2-8 Bilder auswählen und im Vollbildmodus vergleichen geht nicht und die Übersichtsleiste am oberen Fensterrand, sofern man in einem Album/Folder ist, ist auch recht kurz und viel zu klein.
Fazit: Von Google und dem viel gerühmten Picasa hatte ich mir jetzt wesentlich mehr erwartet. Das Gute daran, man weiß wieder zu schätzen was man an iPhoto hat.
Mir gefällt Picasa auf dem Mac sehr gut. Endlich wird man nicht mehr mit einer eigenen Librarystruktur zwangsverheiratet wie bei den iApps. Jetzt kann man endlich eine eigene Ordnerstruktur pflegen, und über die Programm-GUI Dateien auf der Finderebene umbenennen und verschieben. Zudem registriert Picasa sofort wenn man im Finder Bilder löscht oder neue hinzufügt. Also, ich bin zufrieden.
Leider gibt es auch ein paar für mich störende Bugs:
Picasa scheint derzeit noch Probleme mit manchen TIFF und GIFs zu haben, so fehlen nach dem Importvorgang leider manche Bilder in diesen Formaten.
Desweiteren wird bei jedem Start ein Import-Fehler-Dialog geöffnet weil Picasa versucht von meinem Scanner zu importieren. Der Fehler scheint allerdings bekannt zu sein, so möchte Picasa bei anderen Usern vom angeschlossenen Drucker Bilder importieren.
Ansonsten wirkt die GUI auf mich freundlich. Ich hatte Befürchtungen dass es so hässlich wird wie bei Google Earth. Dem ist aber nicht so.
Ich find’s gut dass es endlich gekommen ist. Unter Windows fand ich es schon immer klasse. Die UI stört mich nicht. Lightromm hat ja z.B. auch keine Mac-UI.
Kneif mich mal einer.
Christoph, bist du das wirklich??
Die UI ist eigen. Ok. Aber Christoph hat recht. Die Adobegeschichten machen auch ihr eigenes Ding. Mir ist vor allem der CPU Verbrauch störend aufgefallen.
Großes Plus finde ich das Tagging. Wird direkt ins Foto geschrieben und geht viel einfacher als mit Bridge (… was ich vorher benutzt habe).
Mal sehen. Werde es mal ne Weile testen.
Jop, was eigenes wäre schon gut. Aber ich find es nicht so schlimm. Sieht ein wenig aus wie GTK, das bin ich gewöhnt.
Nur der Lüfter jault bei Picase ganz gut…
Von Google kommt mir kein Programm auf den Rechner, das steht mal fest.
Na endlich geht das “Google is evil”-Gezeter wieder los!
Schade, dass man vergessen hat, die GUI auf den Mac zu portieren … :(
Und ja, Google ist «evil» - man lese die Nutzungsbedingungen für Google Picasa und versuche dem Programm das Telefonieren nach Hause abzugewöhnen. Na ja, Google kann noch ein wenig basteln, vielleicht wird doch noch etwas daraus, wenn wenigstens eines hat Picasa der bisherigen Mac-Konkurrenz deutlich voraus: Geschwindigkeit!
Werbung in eigener Sache: http://www.macmacken.com/2009/01/06/google-picasa-fuer-den-mac-mit-entaeusschendem-start/
OT: gar nicht mitbekommen, dass du wieder bloggst.
Für den Moment wenigstens … früher oder später gibt’s die nächste längere Pause.
ich, bzw. little snitch, merke jetzt immer wieder einen Zugriffsversuch auf *.google.com obwohl picasa gar nicht läuft. AppZapper findet aber keinen Dienst, der mitinstalliert wurde?!
Vermutlich handelt es sich um den Google Updater … Spotlight müsste ihn finden, z.B. mit einer Suche nach «updater» (auch in den Systemdateien). AppZapper & Co. benötigt man eigentlich nicht, sie versagen sowieso zu häufig, wie anscheinend in diesem Fall auch.
@Viktor / MacMacken
Das ist mir auch negativ aufgefallen, und scheinbar sieht Google’s Picasa Team das als Feature, obwohl es wirklich nicht “maclike” ist.
Picasa installiert ungefragt (bei jedem Start) einen “Google Software-Updater” der ständig aktiv ist. (Die Daten liegen in Home > Library > Google und Home > Library > LaunchAgents).
Ich bin darauf gestossen, als plötzlich ein Fenster aufpoppte und mir Picasa 3.01 zum Download anbot.
Schade, dass man diesen ständigen Hintergrundprozess nicht über die Picasa Einstellungen deaktivieren kann. Sowas hab ich nämlich nicht gern, wenn Drittprogramme ohne dass sie gestartet sind im Hintergrund Prozesse am Laufen haben.
Erinnert mich irgendwie an den Apple Updater der auf Windows läuft, nachdem man Safari drauf hatte. Oder das Adobe Ding. Ist doch bei allen das Gleiche.