
…denn wenn es draußen kalt und düster ist, verkriecht man sich gerne mal mit einem guten Buch auf die Couch. Für diejenigen, die neu ins Mac-Universum gestartet sind, bietet sich ein einführendes Buch in die Materie um Mac OS X & Co an. Eines davon ist die von Daniel Mandl und Michael Schwarz herausgegebene “Umsteigefibel”, die im neuen Jahr in einer aktualisierten und erweiterten Auflage erscheinen wird. Wollt ihr wissen, ob sich die Anschaffung lohnt? Dann lest weiter…
Auf der Rückseite des 144 Seiten starken Büchleins heißt es:
Von Windows zum Mac zu wechseln war noch nie so verlockend wie heute. Dies ist dem aktuellen Apple-Betriebssystem Mac OS X 10.5 Leopard zu verdanken.
Doch im direkt danach folgenden Paragraph ist zu lesen:
Darin enthalten ist die Software-Lösung Boot Camp, über die Sie Windows XP und Vista einwandfrei auf dem Mac laufen lassen können. [...]
Daneben bieten sich weitere Windows-Virtualisierungen an – WMware Fusion oder Parallels Desktop. Damit können Sie Windows sogar noch mehr in den Apple-Alltag integrieren.
An dieser Stelle muss bereits ein großer Kritikpunkt geäußert werden, weil er sich in verschiedener Form durch das gesamte Buch zieht: Dieses ist zwar als “Umsteigefibel” konzipiert und als solches sollte es eigentlich den Weg von Windows hin zu OSX weisen. Doch von einem wirklichen Umstieg kann hier nicht die Rede sein. Der letzte Satz des Zitates lässt dies bereits erkennen.
Die Kapitel zu Bootcamp & Co nehmen mit insgesamt 42 Seiten fast ein Drittel des Inhalts ein. Außerdem prangt vorne auf dem Cover ein iMac mit laufendem Windows XP.
All das hinterlässt bei der Lektüre einen faden Beigeschmack. Denn das Ziel eines solchen Buches sollte wirklich ein kompletter Umstieg sein und keine Koexistenz zweier Betriebssysteme.
Aber nun erst einmal der Reihe nach:
Das Buch teil sich neben der zwei bereits erwähnten Kapitel in sieben weitere auf. Im ersten werden elementare Bestandteile von OS X wie der Desktop, das Dock, der Finder, Spotlight und die Systemeinstellungen zusammenfassend mit reicher Bebilderung dargestellt.
Das zweite befasst sich mit dem Anschluss von externen Geräten wie Drucker, Scanner, Kamera und Modem. Anschließend werden die Benutzerkonten und Time Machine behandelt. Nach den beiden Kapiteln, die sich mit der Integration von Windows beschäftigen, folgt eines über den erfolgreichen Datentransfer von Windows auf den Mac und wie man ein Netzwerk zwischen beiden Welten aufbaut.
Hierzu muss wieder mal zitiert werden (s. Seite 87):
Der Mac ist ausgepackt, Boot Camp und/oder Parallels bzw. Fusion sind installiert; nun kann es mit dem Datenumzug [...] losgehen. Die frohe Botschaft: Ihr Apple-Rechner liest und bearbeitet alle gängigen Daten, sofern die entsprechende Software installiert ist. Dazu brauchen Sie bei vielen kleinen Alltäglichkeiten gar keine Windows-Variante mehr.
Es bleibt ein Rätsel, weshalb die Autoren diese Aussage nicht schon vor die Windows-betreffenden Kapitel gesetzt haben. Es wird dadurch der Eindruck suggeriert, dass Windows zwingend notwendig sei, um sämtliche Daten weiterverwenden zu können. Viele werden, wenn sie das Buch von vorne bis hinten durcharbeiten, Windows installieren und dann vielleicht feststellen, dass sie es gar nicht benötigen. Dieser Effekt hätte durch eine intelligentere Wahl der Kapitelreihenfolge umgangen werden können.
Das nächste Kapitel befasst sich mit den Themen Office und Email. Schön, dass neben Microsoft Office auch auf Konkurrenzprodukte wie Open Office und Apples Office-Suite iWork hingewiesen wird. An dieser Stelle hätte man sich mehr als nur einen kurzen Hinweis gewünscht. Informationen über elementare Funktionen hätten es schon sein dürfen.
Das nächste Kapitel setzt diesen Trend fort und listet viele Programme auf, die schon in der Standard-Installation von OS X enthalten sind. Doch gerade zu diesen Programmen wie iCal, iChat oder der iLife-Suite wäre eine Vorstellung der grundlegenden Funktionen für ein solches als Einführung konzipiertes Buch elementar wichtig gewesen.
Das nützlichsten Informationen finden sich ausgerechnet im letzten Kapitel. Dort werden in einer Tabelle elementare Windows-Funktionen und rechts daneben ihre Entsprechungen in OS X zusammen mit häufig verwendeten Tastenkombinationen übersichtlich dargestellt.
Was bleibt als Fazit:
Neben einigen wirklich nützlichen Hinweisen (z.B. das man die Spotlight-Suche auch als einfachen Taschenrechner verwenden kann) besteht der Großteil des Inhalts aus wenigen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und vielen recht informationslosen Hinweisen auf Mac-Software, zu der man sich eine nähere Erläuterung gewünscht hätte. Nur in den Kapiteln, die sich mit der Windows-Installation auf dem Mac befassen, wird eine umfangreichere Anleitung gegeben.
Der Informationsgehalt ist einfach zu gering und setzt an völlig falscher Stelle an. Was definitiv nicht der Fall sein sollte bei einem Buch, dass sich “Umsteigefibel” nennt. Wer wissen möchte, wie man Windows erfolgreich auf dem Mac zum Laufen bekommt, dem sei dieses Buch empfohlen. Alle anderen, die sich eine informative Einführung in die Fähigkeiten von OS X und dessen Standard-Programmen wünschen, und die wirklich von Windows wegkommen möchten, sollten sich bei anderer Literatur umsehen.
Update:
Da das Büchlein bei mir ab jetzt nur noch im Schrank steht und Staub ansetzt, gebe ich es hiermit zur Verlosung frei. Falls es jemand haben möchte, der schreibe bis spätestens Montag Abend, 15.12.2008, 23:59:59 Uhr einen Kommentar. Nach Ende der Frist lose ich dann mit einem selbst programmierten Zufallsgenerator aus, wer das Büchlein bekommt.
{ 24 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Ich glaube das Kapitel mit Windows ist für Umsteiger sehr wichtig: Das erste, was ich mit meinem neuen Mac (vor knapp 2 Jahren) gemacht hatte war Windows installieren. Das war auch ein Kaufgrund: “Wenn OS X schei**e ist, kann ich ja immer noch Windows installieren das das MacBook weiterbenutzen.” Und genauso haben viele meiner Freunde es auch gemacht: Gleich Windows installiert und eingerichtet, damit die gewohnten Programm weiter benutzbar sind.
Mittlerweile benutze ich Windows gar nicht mehr, es ist zwar noch drauf, aber es wird so gut wie nie gestartet (nur als ich Google Chrome ausprobieren wollte…).
Aber diese “Sicherheit” am Anfang war sehr wichtig für mich… daher kann ich auch so Sätze wie “Damit können Sie Windows sogar noch mehr in den Apple-Alltag integrieren.” sehr gut verstehen. Ich habe ein gutes Gefühl beim Umstieg. Und je mehr ich OS X kennenlerne, desto weniger vermisse ich “das gewohnte” Windows….
@ Ortwin
Deine Argumentation hinkt in einem Punkt ganz gewaltig. OS X ist nämlich kein schlechtes Betriebssystem. Es besiegt Windows in so ziemlich allem. Das ist ja auch eigentlich der Grund, weshalb man sich einen Mac zulegt: wegen des Betriebssystems.
Außerdem kann es doch nicht Sinn der Sache sein, einen Mac zu kaufen, um darauf in erster Linie Windows laufen zu lassen.
Das wär doch genau so, als wenn du dir einen Ferrari kaufst und den Motor von einem Smart einbaust.
Natürlich sehe ich ein, dass es bestimmte Windows-Software gibt, die man weiterhin nutzen möchte. Doch wer wirklich hauptsächlich mit Win-Software arbeitet und kein Mac-Pendant sich anschaffen möchte, der soll sich bitte auch keinen Mac kaufen.
Aber das ist natürlich nur meine eigene kleine subjektive Sicht der Dinge.
Hallo!
Ich finde macOS wesentlich besser als Windows. Trotzdem hab ich Parallels laufen und einen 2. Windows PC. Manche Programme (z.B. WISO Steuer) laufen halt nur auf PC und manchmal ist es nicht schlecht einen 2. Rechner zu haben.
Am ärgerlichsten ist eigentlich, dass das Syncronisieren wirklich schlecht zwischen web-2.0-Anwendungen, Outlook, Entourage, iPhone, etc. funktioniert – da hilft auch das ganze VM-Zeug nicht weiter.
Eines muss ich aber echt feststellen: auf (Dienst-)Reisen hab ich meinen kleinen 13″-MacTop dabei und der ist echt unglaublich praktischer als ein Windows-Laptop. Hier gibts echt ein dickes +
Ansonsten würde ich mal an der Verlosung teilnehmen. Vielleicht schaff ichs dann ja endlich mein Mac-Windows-Netzwerk problemfrei einzurichten
Ja ja … das Buch, wie Sie es schildern, ist ein Paradebeispiel der vieler Switcher-Mentalität. Und die Hauptfrage für die bei dem “Umstieg” auf Mac lautet : “Kann ich den Windows auf dem Mac laufen lassen?”
Das scheint ja ein wirklich schönes Buch zu sein!
Ich finde das Windows-Kapitel ebenalls wichtig. Die Frage ist aber “wie wird damit umgegangen ?”. Wenn tatsächlich suggeriert wird, dass es ja zum Glück seelig machende Software wie VM-Ware-Fusion gibt und man so das dringend benötigte Windows auf die Kiste kriegt… dann sind das Aussagen, die einem Umsteiger nicht gerade Sicherheit bieten.
Bevor ich mir ein MacBook zugelegt habe, hab ich mich auch bestimmt zwei oder drei Wochen lang an allen Ecken und Enden informiert. Auch bei Kommilitonen die bereits einen Mac hatten. Und die häufigste Frage war immer “wie funktioniert das mit der daten- und netzwerkkompatibilität?? klappt das alles” und man kann es dann nicht glauben wenn immer ein eindeutiges “ja” als antwort kommt.
Es gibt Sicherheit wenn man weiß, dass es die möglichkeit gibt, windows gut integriert auf Mac laufen zu lassen.
Nur sollte wie gesagt ganz klar (und auch an Beispielen) hervorgehoben werden, dass Windows eben wirklich nur in Ausnahmefällen (ich sag jetzt mal .NET-Programmierung *lol*) notwendig ist.
Für Anwender, die wegen der Schönheit der Geräte auf Mac umsteigen (passen einfach besser ins Wohnzimmer) und dann entdecken das Mac OS X auch ganz nett ist, aber trotzdem die Windows Software weiter benutzen wollen, ist das Buch wohl genau das richtige
.
Ich würde es gleich an meine Verwandten zu Weihnachten verschenken.
Ich fand den ersten Kommentar echt super, bin mir aber nicht sicher ob der Rest ihn verstanden hat.
Es ging dabei gar nicht darum, ob das eine oder das andere das bessere Betriebssystem ist.
Sondern darum, wie man Switchern die Angst nehmen kann.
Bin selbst vor knapp einem Jahr gewechselt und hatte schon ziemliche Bedenken.
Ausprobieren konnte ich nicht, und nur Informationen aus dem Netz etc aufsaugen ist auch nur die halbe Miete.
Ich war mir zwar relativ sicher, dass ich keine Probleme zu erwarten hatte, aber bei Schritten in neue/unbekannte Gebiete, freut man sich immer über etwas Sicherheit und “Fluchtecken”.
Daher ist vll auch dieses Buch sinnvoll.
last but not least
Ich vermisse Windows trotzdem zu 99,99% nicht! ^^
interesse!!!
buch! haben! wollen! (für meinen papa – der soll endlich seinen PC los werden)
gruß, phil
Da ich mein Macbook erst seit knapp 14 Tagen habe, würde mir das Buch sicher auch erstmal weiterhelfen.
Nach über 10 Jahren mit Windoof ist ein Umstieg wirklich nicht so einfach.
Wenn schon umsteigen auf Mac, dann glech richtig. Hab WinXP nach einem Jahr mal installiert um zu sehen, wie s auf dem Mac läuft….und habe es seit dem nicht genutzt.
MfG
Martin
Ah, da braucht man ein Buch für? Mist, ich hab das ohne gemacht. Und nein, ich brauche es nicht.
hey apfelfreunde.
also ich möchte erstmal vorraussetzen, ich denke der autor ist nicht dumm und könnte das sicher plausibel erklären.
fest steht, dass die deutsche kultur nach totaler sicherheit strebt, also im versicherungswahn lebt. und genau da suchen diese auch sicherheit und 90% der masse will erst sicherheit, bevor es sich an ein neues system ran traut.
ich selbst bin ohne buch sehr zurecht gekommen und bevorzuge das unixsystem generell sehr. ich warte immer noch auf den tag, an dem windows auf ein unixähnliches system umstellt, aberich glaube vorher färbt sich der mond blutrot, da darauf eine gasstation für ne basis explodiert ist.
lg aden23
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul
Wenn ich dieses Buch gewinnen sollte, ist das wohl ein Zeichen, dass ich mir das neue MacBook Pro doch kaufen soll (trotz der unzähligen Kinderkrankheiten…)
lg, Roland
Weil ich heute 18 werde und meinen Eltern zu Weihnachten ‘nen Mac schenke, wäre das Buch zu gewinnen einfach perfekt
Egal, ob es von einer Koexistenz der 2 OS ausgeht – den Umstieg scheint das Buch blendend nahe zu bringen!
haben seit neuestem auch mac´s auf arbeit und das mit dem netzwerk mit windows is echt voll mist. am anfang ging fast nichts mehr, aber mitlerweile ist alles wieder in bester Ordnung. können uber mac nicht mehr klagen.
Wer hat denn gewonnen?
Hallo zusammen,
entschuldigt bitte die Verspätung. In dieser letzten Woche vor den Ferien bin ich leider noch sehr ausgelastet. Morgen (also Freitag) werde ich den Gewinner auslosen.
Hallo noch mal,
wenn ich es jetzt richtig überblickt habe, wollten folgende 6 Personen an der Verlosung teilnehmen:
1) Bastian Dietz
2) Philipp Göllner
3) Phil
4) Kuno
5) Roland
6) Julia
Um den Gewinner zu bestimmen, habe ich jetzt folgendes gemacht:
In einem Perl-Script habe ich eine folgendes ausgeführt:
print rand(7)
Dieser Befehl gibt eine Zufallszahl zwischen 0 und 7 aus. Ich habe das Script solange ausgeführt, bis mindestens eine 1 vor dem Komma stand. Nach zwei Ausführungen erhielt ich die Zahl 5.46918738242587.
Somit hat Roland das Buch gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.
Du bekommst jetzt noch eine E-Mail von mir, wo wir alles weitere klären.
Schönen Abend noch allerseits.
Glückwunsch kann ich da nur sagen
Das ist ja eine schöne Überraschung!
Das ist jetzt wohl das langerwartete Zeichen von oben, endlich auf die “gute Seite” zu wechseln
Ich bedanke mich recht herzlich bei Remus!
Ihm und euch Allen ein frohes Weihnachtsfest.
lg,Roland
Jo, jo es ist wieder einmal ein düsterer Tag heute gewesen, gerne verziehe ich mich da aufs Sofas um zu lesen, wenn es mir meine Zeit erlaubt, so wie es heute ward gewesen. Schön gemütlich bei Kerzenschein und einem Glas Glühwein im warmen Zimmer wie wunderbar kann man sich da beim lesen entspannen!
Ich kann mich meinem Vor-Vor-Vorschreiber nur anschließen… Ich kaufe das Buch für meinen Papi zu Weihnachten
Schade, es lohnt sich wirklich nicht mehr diese Seite aufzurufen. Werde deshalb den Quakfrosch aus dem Link-Teich entfernen.