Dieser Artikel ist angeregt durch eine Diskussion mit ad in seinem Beitrag “Linkinus zum halben Preis”.
Der Mac ist für seine Benutzer eine tolle Sache. Aber er wäre nichts, ohne die Software, die auf ihm läuft. Ich meine nicht etwa das Betriebssystem, sondern die kleinen Programme, die man sich von hier und da mit PayPal und Kreditkarte zusammenkauft. Moment mal. Kauft?
Ganz recht: der gemeine Mac benutzer ist eher dazu geneigt, eine Shareware für $15 einzukaufen, als ein Windows-Nutzer. Das mag dem Einen oder Anderen jetzt verwundern, denn wie ad damals schon sagte:
Ich kann mich nämlich nicht erinnern, dass ich als Windows-Nutzer jemals zu einer Shareware gegriffen habe, wenn es nicht auch eine adäquate Freeware gab.
Warum sollte man auch? Man hat DSL, man hat seinen Torrenter. Alles liegt einem zu Füßen. Legal oder nicht.
Was hat nun aber das Kaufverhalten so drastisch geändert? Gibt es auf dem Mac keine solche adäquate Freeware, die mit ebensoviel Eyecandy und Funktionen aufwarten kann, wie es seine Shareware-Vettern tun? Scheuen sich Mac-Nutzer vor zerhackter Software? Oder möchte man einfach dem armen Kellerkindentwickler seine lächerlichen $15 lassen, damit man ihn unterstützen kann, damit man sich als Mitglied der Gemeinschaft fühlt, damit der Entwickler weiter so gute Software auf den Markt bringt?
Es gab bereits im vergangenen Jahr auf Apfelquak eine “kleine” Diskussion im Zusammenhang mit der damaligen umstellung Twitteriffic’s von Free- auf Shareware, bei der aber nur lückenhaft klar wurde, was euch dazu bewegt, Shareware zu kaufen und nicht etwa auf Freeware zu bauen. Und das möchte ich jetzt von euch wissen! Außerdem wäre es noch sehr schön zu erfahren, wie ihr das Verhältnis zwischen Shareware und vergleichbarer Freeware empfindet.
{ 34 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Ich weiß gar nicht warum das so ist, aber bei mir ist es auch so gewesen. Ich habe zu meiner Windows-Zeit (gut über 10 Jahre) nie ne Shareware gekauft, vor DSL Zeiten zwar Software auf CDs, aber später nur noch Freeware benutzt oder andere Wege beschritten. Nun bin ich seit etwas über einem Jahr Mac-User und habe schon diverse Tools gekauft, angefangen bei DVDPedia, über VisucalHub und QuicktimePro, das letzte war Calories. Das teuerste war da noch QuicktimePro und die Einfachheit und der Funktionsumfang der Programme ist super und alle waren und sind ihr Geld wert, weshalb ich auch die aktuellen Ereignisse um VisualHub nicht schön finde. Ansonsten habe ich noch iWork (auf CD) gekauft, wo ich mich früher eher mit OpenOffice rumgeschlagen habe, da ich nicht bereit war MS Office zu bezahlen.
Meine Vermutung warum man als “gemeiner” Windows-User ungern Geld ausgibt ist, dass man unzufrieden mit dem System ist, man muss es des öfteren neu installieren und hat vielleicht Angst, dass man dabei die Software und den Key (oder so) verliert. Vielleicht ist es aber auch so, dass die Windows-Programme selten so schön gemacht sind wie die Mac-Apps. Alles nur Vermutungen…
Wer 20% mehr für einen Rechner ausgibt dem sind dann auch 15 USD für ein Programm egal.
Wobei Wobei K****** und S****** schon genial sind
Insgesamt aber: Leben und leben lassen.
Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht über Jahre als Win-User niemals eine Shareware kaufen zu wollen – in dem Moment als ich mein MacBook hatte hab ich ganz selbstverständlichn auch Software zugekauft. QTPro ist dabei ein gutes Beispiel. Hätte ich je MS auch noch Kohle zusätzlich zum Betriebssystem gegeben? und zudem noch “lediglich” für eine “Erweiterung” des Systems? Nein natürlich nicht. Bei Apple ist das doch etwas ganz anderes. Hier hab ich ein perfekt auf das System abgestimmtes OS. Das zukaufen von Software(-Schnipseln) wertet dies System zusätzlich auf oder rundet es ab, das Empfinden habe ich bei einer Dose nie gehabt. Die kleinsten Programme bringen dabei meist “nur” einen sehr kleinen Zusatznutzen, dieser trifft es aber auf den Punkt.
Klingt jetzt spießig, aber ich will halt das mein Rechner 100% legal ist, daher kauf ich brav alle Programme. Meine Musik kauf ich ja auch.
Außerdem zahl ich auch gerne, wenn sich jemand die Mühe macht gute Software zu schreiben..
Ich kann das auch nur bestätigen.
Unter Windows lief viel Software die nicht wirklich mir gehörte…
meine Musiksammlung? ohje…
Seit ich nen Mac habe wird alles gekauft. Ist zwar nicht viel (Linkinus, LittleSnitch, Whatsize) aber gerade solche Tools hätt ich mir unter Win eher mal gecracked.
Ich habe auch alle meine MP3s gelöscht und mit iTunes neu angefangen. CDs importiert und was es Wert war wurde im iTS gekauft.
Warum Apple-User das machen!?
Tja, keine Ahnung. Vielleicht weil wir das Gefühl haben mit OS X und unseren Macs auf der guten Seite zu stehen? *g*
Oder weil wir merken das man für (etwas mehr) Geld etwas besseres bekommt? Das gute Arbeit ihr Geld Wert ist? Steigert das die Bereitschaft etwas zu kaufen ?
Ich glaube auch, daß der Grund darin liegt,
daß man nun mehr Geld in die Hardware investiert hat und sich nun sagt: Dann investiere ich auch Geld in adäquate Programme. Anfangs als ich auf den Mac umgestiegen war, hing mir noch mein Windowsverhalten nach, das legte sich dann aber alsbald.
Es liegt am Preis!
Wird’s teuer, sagen wir mal Photoshop u.ä. sind Mac-User wahrscheinlich dem Windows-User sehr ähnlich.
Was ist daran genial? Jäger und Sammler waren zu Windows-Zeiten auch schon mal einfallsreicher. Ich hab die Namen mal unkenntlich gemacht, weil ich nicht möchte, dass eine Suche danach hier auf diese Seite führt.
Meinst du? Ich habe PS, Office 2008 und Aperture auch gekauft.
Ich bin von Linux auf den Mac umgestiegen. Da dürfte die Sache mit Freeware vs/ Shareware noch etwas extremer sein als unter Windows.
Jedenfalls war für mich dann auch klar: Gute Software wird gekauft. Ich seh’s ein wenig wie Lars: Wer schon rund € 2.000 in einen Rechner investiert hat, der kann auch alle paar Monate mal € 20 oder so für ein Shareware-Programm zahlen. Ich sehe das als Gesamtpaket an – denn was bringt mir der Rechner ohne adequate Programme?
Allerdings tendiere ich oft, aber nicht immer, zu Freeware-Lösungen, wenn mir der Funktionsumfang reicht. Ich setze lieber svn über die Konsole ein, als mir Versions zu kaufen, z. B.. Wobei ich Versions nochmals genauer anschauen muß.
Arbeit sollte immer belohnt werden. Wenn jemand gute Arbeit macht, eine Software baut, die mir meine Arbeit oder mein Leben einfacher macht, dann bezahle ich gerne auch dafür. Ich benutze aber auch sehr viel Software aus dem OpenSource-Umfeld oder auch Freeware. In diesem Fall versuche ich mich entweder selbst in irgendeiner Form einzubringen, sei es über Bugreports oder dass ich über diese Software berichte.
Ich denke der einfachste Grund, um sich zu erlären, wieso gerade auf der Mac-Plattform viel mehr Shareware benutzt und gekauft wird, ist der, dass der übermäsige Anteil der Macuser selber Geld verdient und dieses auch gerne für schicke Technik und auch Software ausgiebt.
Sehe ich ähnlich. Also seit meinem Umstieg auf Mac habe ich mehr Software gekauft als vorher unter Windows/Linux. Viele der Programme sind einfach ihr Geld werd, und man ist eher bereit, den Programmierer dafür zu belohnen. Vielleicht gibt es auch einfach zu viel Auswahl unter Windows und unter Mac OS ist man vielleicht auf wenige, dafür gute Programme angewiesen.
Ich denke aber mal auch, dass der Anteil an “Warez”, also illegaler Kopien von Software, für den Mac verschwindent gering ist. Schließlich ist die Plattform bei weitem noch nicht so erschlossen für die breite Masse, wie z.B. Windows Rechner. Jedoch wird sich das in Zukunft mit steigendem Verbreitungsgrad ändern.
Ausserdem: Ich denke, es ist ein wesentlich angenehmeres Gefühl, wenn man weiß, dass die eingesetzte Software legal genutzt wird. Wenn die Software es wirklich Wert ist, sehe ich da auch kein Problem drin, sie zu kaufen. Der Preis muss halt stimmen.
Übrigens gibt es auf der Mac Plattform wesentlich häufiger Aktionen, wo man das Programm umsonst nutzen kann, als unter Windows. 1Passwd ist so ein Fall. Vor ein paar Monaten gab es für ältere Programmversionen kostenlose Lizenzen. Und auf dem iPod Touch gibt es auch jede Menge Programme aus dem Appstore, die zwischenzeitlich zu Promotionzwecke umsonst angeboten wurden, und jetzt wieder Geld kosten.
Ich finde man kann also schon recht gut legal Software nutzen, und man kommt teilweise sogar recht günstig an sie heran
Insofern, kauft mehr Software, wenn sie es wert ist, und es keinen entsprechenden Freeware Ersatz gibt!
Mir ist es als Switcher auch so gegangen. Ich muss allerdings sagen, dass die Qualität der Shareware auf dem Mac im Schnitt höher ist. Der Begriff “Shareware” war in meinem Hirn unter Windows fest mit Programmen verbunden, die hässliche “grüner Haken OK-Buttons” verwenden, nach der Installation nach irgendeiner DLL schreien und keine langen Dateinamen können.
Was mir auf dem Mac auch noch nicht begegnet ist sind Programme, die einen Countdown beim Start zeigen oder sonstwie nerven. Die Programmierer sind geschickter und die User haben eher die Einstellung, das Programm zu kaufen wenn es gut ist.
Auf dem Mac ist auch die Einstellung verbreitet, das ein gutes Programm reicht. Dadurch ist weniger Auswahl vorhanden. Wenn aber ein besseres Programm um die Ecke biegt sind die User auch schnell bereit zu wechseln.
Ich bin nicht bereit Geld für minderwertige Software u bezahlen, die am Ende auch nur grundlegende Funktionen nachrüstet die das System von Haus aus haben sollte. Und leider findet man dafür gerade in der Mac-Szene unglaubliche viele.
IMHO liegt es einfach an den Mac-Anwendern, die selten wirklich ahnung haben und sich daher leichter ‘übers Ohr hauen lassen’. Aber eventuell ist es auch ein Psychologisches Problem, und einfach nur Ausdruck simpler Arroganz. Und Mac-Anwender halten sich für was besseres weil sie sich einreden sie hätten das Geld sich den Teuren Spass auch leisten zu können.
Es ist keine einfache Definitionssache, zu bestimmen, welche Funktionen eines Betriebssystem grundlegend sein sollten oder nicht. Im direkten Vergleich (ich arbeite auf beiden Systemen), hat fuer mich OSX die Nase vor Windows. Was fehlen Dir denn für grundlegende Funktionen?
Für minderwertige Software zahlt keiner was. Durch die weite Verbreitung von Windows gibt es hier aber deutlich mehr Vertreter dieser Gattung. Im Gegensatz dazu trennt sich im überschaubarem Kreis der Mac Anwendungen sehr schnell die Spreu vom Weizen.
Das ist pure Polemik.
Ich seh das teilweise ähnlich, aber auch teilweise ganz anderst. Ja unter Windows hab ich mir nie eine Shareware gekauft – auf dem Mac sieht das in der Tat anders aus. Ich war einer der Bundle Käufer (als Bundles noch gut waren) – das hätte ich unter Windows nicht unbedingt gemacht und hab Programme, die ich in diesen Bundles gekauft habe und auch wirklich nutze auf mein (als zweiter Mac) Notebook erneut gekauft (Little Snitch wäre so ein Beispiel). Allerdings setze ich auch konsequent Freeware / Opensource ein. Ganz einfach: wenn die Funktionalität und Bedienbarkeit gleich ist gebe ich der Freeware den Vorzug – auch wenn eine Shareware mal “schöner” ausschaut. Von der Linuxwelt / Windowswelt bin ich eher auf zuverlässiges Funktionieren, denn auf Aussehen geeicht (deswegen finde ich OpenOffice auch deutlich besser weil zuverlässiger als MS Office – schon unter Windows, auf dem Mac erst recht.
Zusammengefasst: ja ich kaufe mehr Shareware, seit dem ich auf Macs umgestiegen bin, aber nur wenn Sie deutlich mehr / bessere Funktionen bieten als vergleichbare Freeware / Opensource.
Grundlegend ist was ein System benutzbar macht.
Aktuelles beispiel: Hyperspacesapp, ein Programm das genau eine Funktion bietet die Apple eigentlich von Haus aus hätte mitliefern müssen. Und dafür soll man dann 13$ berappen, obwohl das Programm Technisch unterstes Niveau ist (auch wenn es nicht die Schuld des Entwickler ist das Apple uz einer solche Lösung zwingt). Und der Witz ist: die Leute kaufen es!
Windows ist nicht Stand der dinge. Was da fehlt, kann problemlos durch massen an Freeware ersetzt werden. Einiges bringt Microsoft sogar selbst heraus.
Wenn man sich an der Spitze orientieren will, muss man sich KDE, Gnome, XFCE, und die ganzen Hacker-WMs wie Ion, Awesome usw. anschauen. Die sind Produktiv, Funktional, Mächtig.
Das Dumme Argument wurde schon oft genug widerlegt.
Nein, simple Erfahrung. Weiter oben hat Markus doch schon klar die Arroganz der Mac’ianer zum ausdruck gebracht. Als ob die meisten Anwender anderer Plattformen kein Geld verdienen…
Schön kann man in diesem Zusammenhang auch “AppZapper” nehmen, dass es erst möglich macht, Programme komplett von einem Mac zu entfernen. Gibt dort auch Freeware Alternativen, aber die Leute kaufen lieber AppZapper.
Ich verdiene gutes Geld, welches in Auto, Nahungsmittel, Haus, etc., umgesetzt wird. Den Rest lasse ich dann lieber für Hobbies oder Unternehmungen springen.
Ich habe da auch eine ganz ähnliche Sicht, wie Tempura; die meisten Apple-Kunden wollen mit ihren Besitztümern prahlen. Nicht umsonst kann ich mir erklären, warum in diesen Kommentaren jedes Programm aufgezählt wird, dass sich jemand gekauft hat. Oder ein iPod. Wie oft sieht man Leute mit einem iPod umrennen, der an einem Halsband baumelt, damit ihn jeder sehen kann?
ich finde es auch “dumm” das für jeden kappes bezahlt werden soll auf mac.Gute programme – ok dafür bezahl ich gerne. Aber das wirklich jedes kleine tool direkt für 10-20 usd verkauft wird ist imo nicht einzusehen.
Ich finde, diese Diskussion nimmt langsam etwas absurde Züge an.
Es gibt das ein, oder andere, was Apple von Haus aus mitliefern müsste (z.B. einen richtig guten Dateimanager), virtuelle Desktops gehört imo absolut nicht dazu. Wer das unbedingt braucht (ich nicht), kann imo auch ein paar Euro dafür berappen.
Ich persönlich kann das Contra Bezahlsoftware sowieso nicht nachvollziehen. Wenn ein Markt da ist, sprich, genug Leute Tool X für gut genug halten, dafür Betrag Y hinzublättern, wer bin ich dann, dem Autor dieser Software den schwarzen Peter zuzuschieben?
Wenn das Ding “technisch unterstes Niveau” ist, dann setz dich hin, bau was Besseres und biete das dann kostenlos an, du Rächer der Enterbten.
Das ist nämlich GENAU der Punkt. All jene, die laut jammern, dass ach so wenige tolle Freeware für OS X anbieten, möchte ich noch mal in aller Deutlichkeit folgendes sagen:
Setzt euch auf die Arschbacken, klemmt euch hinter die Tastatur, programmiert selbst die tolle Software und bietet sie der Welt kostenlos an! Ach, ihr könnt gar nicht, wollt nicht, oder habt ach so wenig Zeit? Na da schau mal an!
Da möchte ich mal ganz vehement widersprechen! KDE und Gnome (die restlichen Linux Windows-Manager kenne ich nicht wirklich) sind ganz sicher weder “produktive”, noch “funktionale” Spitze. Ich sitze selbst regelmäßig an einr Ubuntu-kiste und bin immer wieder heilfroh, wenn ich zurück zum Fenstermanagement von OS X kehren kann.
Wärst du so freundlich, mal konkreter zu erläutern, wieso KDE/Gnome für dich “die Spitze” darstellen? (Oder ist das einfach nur muntere Trollerei, nach Schema Heise-Foren?)
Was du nicht sagst…
Zwischen einer Funktion und einem ausgewachsen Programm ist ein kleiner unterschied.
OSX hat aber nun mal Spaces, dann sollte man es auch mit einem mindesstandard an Funktionalität implementieren.
Wer macht das?
Den Anbietern einer Leistung kann man in den seltesten Fälle Schuld für die Marktsituation geben. Die nutzen nur sie nur au. Wobei man ihnen dafür natürlich die Schuld geben kann, weil sie die schlechte Situation noch stützen
Den Aufwand ist mir Mac OS X einfach nicht mehr wert.
Z.b. weil im gegensatz zu Mac OS X auch ein richtiges Fenstermanagment existiert. Ich kann die Fenstergröße jederzeit von jeder Kante aus ändern, oder mit einem Hotkey, mit ich das Fenster auch einfach nur von einer belieibgen stelle aus verschieben kann. Ich kann Fenster Maximieren. Ich kann Geometrie und Position und das komplette Verhalten für jedes beliebige Fenster automatisch regeln lassen. Ich kann *richtige* Virtuelle Desktops benutzen. Ich kann festlegen wie der Fensterfokus im verhältnis zum Mauscursor sich verhält.
Kurzum: ich hab eine echtes Leistungsfähiges System, das sich nicht an dummen kleines Omis aus den 80er Jahren Orientiert, sondern echte Leistung bietet. Und ich hab dafür jeden Tag den beweis, wenn ich sehe wie unsere ‘Profi’-Mac’ianer sich abmühen für die kleinsten aufgaben großen aufwand zu betreiben, nur weil der Workflow mit OSX von Haus aus so furchtbar beschränkt und langatmig ist.
Klar, er ist größtenteils besser als bei Windows, und für einen DAU vollkommen ausreichend. Aber ich rede auch von der Spitze, nicht vom Bodensatz.
Ok, also doch reine Trollerei. Für so einen Mist ist mir meine Zeit ein bisschen zu wertvoll.
Taktischer Rückzug nach Fanboy-Manier. Wie üblich.
Um mal wieder zur Diskussion zu kommen:
Für gute Share-/Donationware bin ich gerne bereit Geld auszugeben. Mein liebstes Beispiel ist hier immer noch Journler. Allerdings bin ich eher nicht dazu bereit Geld für irgendwelche kleinen Tools auszugeben wenn es vernünftige Open Source Alternativen gibt, oder man es genauso gut in der Konsole erledigen kann.
Eventuell liegt das aber auch an meinen Linuxwurzeln, dass mir eine OpenSource Lösung in der Regel lieber ist als Closed Source Shareware.
http://tinyurl.com/6kovee Kann ich voll und ganz unterschreiben. Komisch eigentlich…
Für mich ist die Frage Free- oder Shareware völlig irrelevant. Wenn ich ein (Software-)Problem habe, schaue ich mich nach Software um. Die, die mir am besten gefällt benutze ich dann. Wenn sie Geld kostet, dann bezahle ich natürlich, keine Frage.
Mir persönlich stößt dieses Anspruchsdenken “Warum soll ich für eine Leistung auch noch Geld bezahlen?” eher negativ auf. Schließlich möchte ich von meinem Arbeitgeber auch bezahlt werden. Wenn jemand aus Jux und Tollerei (oder subtileren Gründen) Leistung kostenlos erbringt, dann ist das seine Sache. Mir persönlich ist das wurst, ehrlich gesagt kaufe ich sogar lieber Software, denn dann ist der Frickelfaktor deutlich geringer, ich kann auch Ansprüche anmelden (ob sie befriedigt werden ist eine andere Sache, aber wenn man mir schon was kostenlos gibt, wie soll ich da auch noch Ansprüche anmelden?), und wenn man nicht grade von kleinen Hinterhofbuden kauft, sind Entwickler mit kommerziellem Hintergrund oft auch länger im Geschäft als solche mit ideellem Hintergrund.
Ach ja: ich bin sowohl Windows- als auch Mac-User und mir ist kein großer Unterschied aufgefallen. Außer vielleicht, daß die Raubkopierquote früher bei Mac-Usern geringer gewesen sein soll – habe ich nur gehört, obs so ist weiß ich nicht.
Liegt wohl einfach daran, daß “früher” die Mac-Gemeinde ein anderes Publikum hatte als die Windows-Gemeinde, aber da hat sich inzwischen angeglichen, scheint mir.
Wie Wetzi schon quakte: man ist gerne bereit, die paar Kröten springen zu lassen, wenn die Software gut gemacht ist und weiterhilft.
Pathfinder ist solch ein Programm – 30 Euro ist es locker wert. Es stellt eine echte Erleichterung dar und den Preis habe ich schon nach 1 Tag wieder raus, weil die Arbeit schneller von der Hand geht.
Apple hat mit den Cores und einer einheitlichen Programmierumgebung die besten Voraussetzungen für wertige Programme mit kleinem Preis geschaffen. Allein der Interface-Builder sorgt für die designerische Durchgängigkeit.
Man weiß, was man bekommt – den Mehrwert bringt das OSX durch drag+drop etc. zusätzlich mit. Jedes Tool ist sofort integriert und wirkt nicht wie ein Fremdkörper.
(25 Kommentare. Und davon passen sogar einige zur Ausgangsfrage. Nicht schlecht.)
Was erstaunlicherweise noch niemand gesagt hat: Ich kaufe mir prinzipiell keine Software. Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, investiere ich Geld in Softwareprojekte von mir völlig fremden Menschen oder Firmen.
Der Grund? Für digitale Inhalte existiert bei den allermeisten Menschen nur eine sehr geringe Zahlungsbereitschaft. Sonst würden Torrents, Rapidshare & Co. keinen so bahnbrechenden Erfolg haben. Warum soll ich für etwas zahlen, was ich auch kostenlos bekommen kann? (Unabhängig von der Qualität der Produkte, über die hier schon genug geschrieben wurde.) Eine Ausnahme sind da wohl nur Angeber oder Menschen, denen sowieso alles egal ist. (Aber auch das wurde hier schon erschöpfend diskutiert).
Ich kaufe mir prinzipiell keine Software. Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, investiere ich Geld in Softwareprojekte von mir völlig fremden Menschen oder Firmen.
Aus dem einfachen Grund, dass ich kein Geld habe.
Wenn mein Studium fertig ist und ich doch mal Geld verdienen sollte, dann wäre ich sicher auch eher bereit Software zu kaufen.
Da viele Menschen aber generell kein Geld für Software über haben, sei es weil sie es sich nicht leisten können oder wollen. Bleibt es wohl bei einer Großzahl illegaler Beschaffungen.
Freddy
Ich sehe das ähnlich wie Freddy.
Für gute Software bin ich prinziell bereit Geld zu bezahlen.
Doch das habe ich nicht, weswegen auch illegale Sachen rumgeistern, wobei sich in den meisten Fällen ja auch Freeware findet.
Gut, jetzt kann man sagen, dass das Diebstahl ist und man das eben nicht darf… Versteh ich ja auch aber das Internet macht es mir leicht es mit meinem Gewissen zu vereinbaren. Ich finde es ja nicht gut, aber teilweise überteuerte Preise oder Funktionen, die mich nicht 100% überzeugen verdienen es nicht immer bezahlt zu werden.
Doch in der Zukunft nach dem Studium, wenn Geld mein Konto befruchtet werden die Entwickler auch ihr Geld bekommen… Ist vllt dem Generationenvertrag ähnlich, d.h. immer die, die gerade das Geld verdienen sichern das Überleben der Entwickler!?
Ich hab mir für meinen Mac jede Menge Software gekauft, nicht nur Shareware sondern “große” und “kleine” Programme, wie GarageSale, CS3, IWork etc.. Warum? Ich glaube der Mac vermittelt ein gutes Gefühl. Und das gute Gefühl möchte man nicht trüben.
Und – Der Umstieg gibt einem die Möglichkeit “neu” anzufangen. Sauber anzufangen.
[habe mir nicht alle beträge durchgelesen, aus zeitmangel]
ich selbst bin student und kaufe mir noch lange nicht jede shareware die mir gefällt. allerdings benutze ich sie dann weiter als shareware oder verzichte darauf. legalität ist mir ziemlich wichtig, vor allem was die musik und auch was die software angeht.
ich tendiere vorzugsweise auf freeware, sofern man mit dieser vernünftig arbeiten kann. auf textmate und iwork konnte und wollte ich nicht verzichten und suche verzweifelt einen wiretap clon der free oder bezahlbar ist, da nur noch wiretap pro existiert und 70$ kostet.
achso reason 4 hab ich mir natürlich auch zugelegt und es ist schwierig auf cubase zu verzichten (oder einem alternativprogramm) wenn man legal bleiben will und gute qualität braucht. notlösung ist da audacity (was aber für diese zwecke nicht das ware ist).
lg aden23
Ob ich Software kaufe oder nicht folgt bei mir einfachen Regeln.
Ist die Software günstig, wird häufiger aktualisiert und ist die Software für mich generell nützlich, greife ich recht schnell zu.
Ist die Software teurer (so ab 10 Euro) gibt es für mich andere Kriterien: Brauche ich sie unbedingt? Und wie ist der Support? Gerade letzteres hat mich unter Windows dazu gebracht, dass ich nur WinRAR und Nod32 gekauft hatte und sonst kostenlose Alternativen verwendet hatte. Die meisten Hersteller hielten es nicht für wichtig, meine Mails zu beantworten.
Bei den Mac-Autoren ist das oft anders. Die antworten auch Nichtkunden schnell und vor allem nicht mit einer Standard-Mail. So habe ich schon einige Programme auf dem Mac wo es eigentlich günstigere Alternativen gibt, aber ich dank des Supports so einiges an Zeit spare. So wurden viele meiner Wünsche in die Software Yummy FTP eingebaut noch bevor ich mich entschloss das Teil dann haben zu wollen.
Software ist etwas wert und soll auch entsprechend entlöhnt werden, auch wenn sie nicht “gegenständlich” ist.
Ich habe auch gute Erfahrungen mit dem Support von Mac-Programmen gemacht. Der Windows Support beschränkte sich leider meistens auf die Aktualisieren-Sie-den-Graphiktreiber-Antworte
Vielleicht liegt die Bereitschaft als Mac-User mehr Geld für Software auszugeben einfach am Alter und and der Tätigkeit der User. Mir scheint, dass die meisten schon aus dem Teenager Alter raus und berufstätig sind.
Als Schüler und Student war es mir als Windows/Linux-Nutzer finanziell nicht möglich großartig etwas zu kaufen, weswegen ich zu Freeware bzw Software mit verlängerter (*hust*) Probezeit greifen mußte. Mit meiner jetzigen Arbeit kam der passende MBP ins Haus und auch die dazugehörige Software – zumindest bei mir war es eine rein finanzielle Frage, denn für eine gute Leistung bin ich auch bereit zu zahlen.