Ich habe ein wenig in den Kommentaren des OmniGroup Blogs herumgestöbert und bin auf folgendes Bild gestoßen:
Wenn man auf das Bild klickt, sieht man die vergrößerte Version. Das ganze liest sich, wie “1 Pixel hier zu viel, 2 Pixel dort zu wenig, 1 Pixel zu viel Unterschied, 1 Pixel zu weit nach links, …”
Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, vor allem wenn ich das mit Windows-Usern und deren Software vergleiche. Die Aussage, dass diese Bugs seine Augen bluten lassen war dann sozusagen das Sahnehäubchen.
Was denkt ihr? Ist das berechtigte Kritik oder maßlose Übertreibung? Sind wir nicht alle irgendwo kleine Snobs wenn es um Gestaltung geht?


{ 39 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Hehe, das ist geil!
Na, aber irgendwie hat er schon recht – das ist schon schlampig. Ich weigere mich zB auch bis heute noch, Zend Studio einzusetzen: ebenfalls eine Beleidigung fürs Auge
Ja klar, jedes mal wenn ich meinen Mac hochstarte denke ich mir: Scheisse, jetzt muss ich schon wieder die zu großen und oder falsch zentrierten Icons anschauen.
So ein schmarrn. Erstens muss das einem erst auffallen und zweitens sollens andere erst mal besser machen. Wenn man auf Pixelebene Sachen zu kritisieren hat, weil’s sonst nix zum Mäckern gibt, fehlt’s vermutlich schon weiter…
Das ist wirklich sehr pingelig, aber trotzdem ist die Kritik irgendwie berechtigt. Augenbluten würde ich da zwar nicht bekommen, aber mir fallen solche Dinge auch störend auf. Solange die Software aber sonst einwandfrei läuft, folgere ich daraus aber keine weiteren Schlüsse.
tja, als MacUser kann man es sich erlauben so pingelig zu sein, wenn der Rest halt stimmt
klar sind wir verwöhnte kleine Göhren, wenns um das Interface unserer Programme geht. Die User der “alternativen” Betirebsysteme haben sich längst damit abgefunden das die Oberfläschen nur notdürftig zusammengeschustert werden. Hingegen die grafischen Oberflächen der meisten MacProgramem sind einfach gut durchdacht und perfekt umgesetzt. Liegt wohl auch daran das die Entwickler von MacProgrammen selbst verwöhnte Grafik-Liebhaber sind
Ich für meinen Teil versenke immer 3/4tel der Entwicklungszeit für etwas immer in das Interface.
FULL ACK! Klar sind das jetzt keine gravierenden Fehler, aber diese Details schätze ich an guter Software, wie man sie normalerweise auf dem Mac gewohnt ist. Da zählen auch Pixel.
@Ste: ja, mir fällt sowas auf.
@Ste: Andere müssen es nicht besser machen, andere wollen damit kein Geld verdienen.
Also hat er Recht. Bisschen Korinthenkackerei aber in der nächsten Programmversion wird das bestimmt behoben sein. Ist ja nur Kleinkram.
Schon mal zusammen mit einem Grafiker eine Webseite umgesetzt? Da läuft das ganz genau so
Exakt Tobi!
Also ich bin ja selber Pixelschubser. Ich sehe das genau so. Klar, aus technischer Sicht ist es natürlich schnuppe – aber das Gesamtbild wirkt schon ganz anders – auch wenn es sich nur um 1px handelt. Ich bin allerdings auch Perfektionist, aber die Leute freuen sich an meiner Arbeit, und manchen fällt es sogar auf, dass ich so pixelgenau arbeite.
Ich sitze teilweise Stunden an 2 – 3 Smileys oder kleinen Icons – das gehört dazu.
Schaut euch mal Pixel-Art-Artisten an, die ganze Welten damit bauen. Da stimmt jedes Pixel.
Hier mal als Beispiel: http://www.visualjourney.eu/wordpress/wp-content/popups/pixart.jpg
Ich finde das absolut vorbildlich. Ich habe gerade eine Kernbankensoftware unter Windows mit Java vor mir gehabt, da seht man, was genau das Gegenteil ist. Nichts ist durchdacht, völliges Chaos, Work-Arounds etc. Software soll intuitiv sein, den User in die richtige Richtung leiten, damit Fehleingaben vermeiden. Was hier bei Omni als Analyse auf Pixelebene an der Oberfläche stattfindet geht vermutlich auch bei der Bedienung so tief. Und so bedienen sich die Programme auch.
*Beifall*
Ich finde es eigentlich gut, dass sich jemand mit einem Programm derart intensiv auseinandersetzt. Freilich kann man das als “Pixelzählerei” auslegen, aber dennoch ist es äußerst konstruktive Kritik.
Ich selbst bin an dieser Stelle auch recht pingelig – wenngleich ich wegen dieser Punkte dem Hersteller keinen “Bug-Report” senden würde. Aber dennoch finde ich es gut, wenn jemand sowas macht. Noch besser fände ich, wenn der Hersteller es sich zu Herzen nimmt und die Issues korrigiert…
Ich finde es gut, mir geht es oft auch so.
Aber das ganze geht mit Fonts weiter: http://blog.cocoia.com/2008/04/12/swiss-interface-syndrome/
in the right bottom corner of the image, the label “Nothing wrong here…” a wrong letter ist used. Its I insted of O, that makes a difference of 6 positions in the ascii table. horrible. aaaaah.
haha, im ernst. Klar ist es pingelig aber ich bin selbst einer der Leute die beruflich diese pixelschubserei machen. Wenn ich das layout für eine unserer Applikationen entwerfe, dann will ich auch dass die sachen so positioniert sind wie ich mir das vorstelle nur erklären mir die entwickler dann immer wieder, dass das aus irgendwelchen gründen nich geht. Ich würde sagen, dass beides seine berechtigung hat. Sowohl das pixelschubsen und sich darüber aufregen, als auch das darüber hinwegsehen. es kommt allein auf die prioritätensetzung an.
mir persönlich ist meistens eine gut funktionierende anwendung lieber, als eine die super perfekt pixelgenau gestaltet ist, wobei ich finde, dass letzteres schon seinen reiz hat.
lg jakob
Ich finde sowas gut, egal wie übertrieben es scheint. Wird auch nur ein Punkt davon beherzigt, wirkt sich dies positiv auf die Gesamtqualität aus.
Ich selbst bin auch immer mit meinen Ergebnissen unzufrieden bzw. sehe vieles als Kompromiss an – besser als wenn es mir egal wäre. Man darf halt nur nicht das Gesamtziel aus dem Auge verlieren.
ImniFocus?
jupp ImniFocus.
Das Thema hatte ich mal bei mir im Blog:
http://www.admartinator.de/2007/08/22/das-auge-kauft-mit/
Ja, ist so – wenn mir ein Programm optisch nicht zusagt, lasse ich es links liegen. Allerdings haben es MacUser schon recht gut. Wenn ich mir so manche Windows-Software anschaue, kommt mir das kalte Grausen!
Gut, was meine Arbeit betrifft, nehme ich es auch so genau… Aber man kann es irgendwo auch übertreiben bzw. anders ausgedrückt: wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche…
Ich bin, so glaub ich, auch so pingelig und damit ihr mich bemitleiden könnt: ich muss täglich mit Lotus Notes arbeiten… und das am Mac…
@Markus: Mein Beileid. Lotus Notes geht ja mal gar nicht
Ihr seid mir Lustige! Ob jetzt ein Programm für den Mac oder für andere Betriebssysteme (z.b für ein Handy ) geschrieben wird immer sind doch paar kreative am Werk die sich genau mit solchen Pixelrumgeschieben oder Icons neu oder kleiner machen 8 bis 10 Stunden pro Tag beschäftigen.
Als ich noch professionell Websites gemacht habe, hatten wir wegen der Lesbarkeit von Icons spezielle Kundensitzungen. Das ist doch total normal in der Kreativbranche.
Der einzige Unterschied zwischen apple und windows ist, dass viele Programmierer auf dem Mac visuelle senibilisiert sind und darum einen Designer anstellen der sich umd die Menue und Icons kümmert während Windows Programmiere sich die Icons irgendwo selber zusammen basteln was dann super doof wird.
Ich finde es okay wenn man sowas kritisiert. Ist doch ein gutes Zeichen, dass es sonst nichts zu verbessern gibt
Und dann kann man es ruhig bis zur Perfektion treiben, da sich glaube ich jeder MacUser über perfektes Layout freut.
Und solange es solche Kritik gibt, ist es ausgeschlossen, dass wir mit dem Programm-Layout dort ankommen, wo viele Windows-Programme schon lange sind
Luxusbetriebssystem = Luxusprobleme
Aber gut find ichs trotzdem, daß so genau gearbeitet wird. Schaut euch mal mit der Zoomfunktion den Cursor von OSX und von Windows an (auf Fusion oder so).
Im Direktvergleich denk ich mir da immer:
“Wie Schief kann man nen Mauszeiger eigentlich machen?”
Naja, das ist ja nicht repräsentativ. Von daher null Aussagekraft und ziemlich stark in Richtung bloße Windows-Häme.
Auch aufm Mac gibt es haufenweise Software, die ständig abschmiert usw.
Ich würde das nicht auf ein bestimmtes Betriebssystem beschränken, denn jede Programmoberfläche sollte dem Nutzer eine ordentliche und verständliche GUI anbieten.
Dazu gehört nun mal, das bspw. ein einzelnes Symbol in einem Button, abhängig von seinem Zuständen, mittig angeordet ist. (Sonderfälle mal ausgenommen)
Je nach Anpassbarkeit der genutzten Oberflächenbibliotheken kann dies natürlich zu mehr oder weniger aufwendigeren Anpassungen bzw. Kompromissen führen.
Irre, ganz schlimme Bugs, ich bin zutiefst empört! Da sind Dinge, wie dass die Rückseite des iPod Touch bei blossem scharfen Gucken bereits zerkratzt wie auch die sonstigen Minderwertigkeiten von Apple-Produkten, rein gar nichts gegen!
Hey Leute, wie schön, dass Ihr Spaß an meinem “Werk” habt
Selbst wenn ihr nicht zustimmen könnt freu ich mich für Unterhaltung gesorgt zu haben
Zuerst einmal schön, dass Flo, Stefan, Jan, TheMaverick, Carlo, McIntosh, jakob, tigion und tobias mir mehr oder weniger zustimmen können.
Lars sagte: “Also hat er Recht. Bisschen Korinthenkackerei aber in der nächsten Programmversion wird das bestimmt behoben sein. Ist ja nur Kleinkram.”
Nun, das ist der einzige Grund meines Blog Comments
Die von mir gewünschte “Publicity” *hust* war halt leider nur als Trittbrettfahrer bei Matt Neuburg möglich
Tobi: “Schon mal zusammen mit einem Grafiker eine Webseite umgesetzt? Da läuft das ganz genau so”
Nun ich bin Grafiker (und Programmierer), das erklärt vielleicht meine Besessenheit in Sachen GUI-Perfektionierung
Meine Korinthenkackerei hat möglicherweise noch einen weiteren Hintergrund:
Ihr kennt sicherlich alle Delicious Library, welche damals von Wil Shipley (Programmer) und Mike Matas (Designer) ins Leben gerufen worden war, nachdem sie beide bei der OmniGroup (zusammen mit meines Wissens nach noch dem zweiten GUI-Designer) vor die Tür gesetzt worden waren.
Mein Eindruck ist schlichtweg, dass seit die OmniGroup ihre beiden einzigen festen Designer gefeuert hat, die Interfaces ihrer Produkte eklatant an Qualität verloren haben. (Daher auch mein Verweis auf “Matas” im Omni Blog)
Hier eine Kostprobe:
http://www.mikematas.com/2005/02/omnioutliner-3-replacement-icons_17.html
loool
als ob es nichts wichtigeres gibt als ein paar pixel zuviel oder zuwenig..
Daher also die mittelmässigen OSX-Programme. Aber das Optik auch die schlechteste Beziehung retten kann ist ja nichts neues
Hat nichts mit Mac zu tun. Solche Diskussionen gibt es auf anderen Plattformen auch. Alltag.
Bin zwar absoluter Mac-Fan seit meinem Wechsel von Windows vor einem 3/4 Jahr. Aber ich muss hier mal anmerken, dass es auch auf dem Mac mehr als genug Probleme gibt!!! Sowohl mit dem Betriebssystem als auch mit Software….
Man sollte sich wirklich nicht auf die paar Pixel konzentrieren
Doch! Es sollte immer jemanden geben, welcher sich auf spezialisierte Teilgebiete, bspw. der GUI und damit ein paar Pixel, konzentriert und Knackpunkte aufzeigt. Nur so kann ein Produkt im ganzen besser und erfolgreicher werden.
Wer sich vom Mittelmaß abheben will und eine “perfekte” Lösung schaffen will, die für alle user wie ein Handschuh passt, bracht Leute, die auf das Pixel kritisch sind!
Oft sind es eben diese wenigen Pixel, die “den Unterschied” ausmachen. Die Masse der User ist vollkommen abgestumpft und konsumiert alles, was “kostenlos” oder per krack zur Verfügung steht, leider.
Ein Programm aber, welches lange im Gebrauch beim User bleiben soll, muß in Allem passen, auch wenn’s die Masse garnicht im Deteil bemerkt!
Vieles nimmt man eben im Unterbebußtsein auf.
Und die “Optik” eines Produktes, ist das Erste, was einem User auffällt. Wenn die nicht perfekt ist, greift man zum nächsten… schaun mer mal, wie das aussieht? Und erst dann wird der Klick auf den Downloadknopf betätigt.
Ohne diese sog. “Korinthenkacker” im Team, bekommen die Proggies alleine kein perfektes Programm unter die Leute
Natürlich muß die Funktion eines Programms stimmen, aber die Sahnehaube kommt erst durch eine perfekte Oberfläche.
Und genau das ist doch ein großer Teil der Apple-Faszination, oder?
Erinnert mich ein bisschen an Cabel Sasser. Der hat doch auch wegen Codas toolbar alle pixel einmal durchgemixt. Ich finds nicht übertrieben
Hehe, schmunzeln musste ich auch aber wenn man mal genau schaut, dann geht es bei den Symbolen ja auch um Gesamtgrößen im Bereich von 16 Pixeln und da macht 1 Pixel mehr oder weniger schon was aus – besonders wenn diese irgendwie zentriert sein sollen, fällt das doch immer wieder auf und hinterlässt zumindest unterbewusst einen negativen Eindruck oder neu-deutsch eine schlechte “User Experience”.
Meiner Meinung nach sollten Entwickler, die möchten, dass ihre Programme eine gewisse Omnipräsenz auf dem Mac haben, sich an die Resourcen von Xcode halten. Je mehr Mac-like umso eher wird ein Programm heutzutage auf dem Mac angenommen.
Driftet man designtechnisch völlig vom Mac OS X stil ab ist man gezwungen seinem Programm auf andere Art und Weise einen Stellplatz auf einem Mac zu sichern.
Entweder man heißt als Firma Adobe oder Microsoft und hat einen Formatstandard der einem solche Sperenzchen erlaubt oder man “emuliert”und lehnt sich nur an die Oberfläche des MacOS X an (alle Versionen des Firefox)
Zum glück kann man in verschiedenen Programmen unter MacOS die Ressourcen ohne weiteres austauschen.
wie gesagt ist alles nur meine Meinung und denke mal wieder zu laut
versteh ich nicht: warum sollte die ebnutzerfreundlichkeit abnehmen, wenn ein icon um 1px verschoben ist? wie soll einen das bei einer auflösung von mind. 1280*1024 beeinflussen, irretieren unverständlich erscheinen?…
btw: …mir ist gerade aufgefallen, dass deine navigation-bar am oberen ende nicht ganz mit dem text abschließt… das solltest du schleunigst beheben, da die benutzerfreundlichkeit drunter leidet… ,-)
Ein Pixel von 1280×1024 oder 1920×1200 ist sicher schwer zu erkennen und fällt in der Tat nicht jedem auf. Aber ein Pixel von 16×16 um die z.B. ein Rahmen gezogen wurde fällt schon eher auf, da das eigentliche Symbol innerhalb der 16×16 Pixel eben z.B. nicht zentriert ist oder der “Ruheraum” zu den Rändern zu schmal ist.
Wenn wir schon dabei sein: auf Mindestschriftgrößen ist die Seite auch nicht Perfekt ausgelegt. Der Frosch rechts unten schluckt glatt meinen halben Namen und bei der Suchbox oben sind bestimmt 4-5 Pixel im Boden verschollen. Furchtbar unansehnlich, das kann man ja keinem Präsentieren
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