Welche(r) Student(in) kennt das nicht: Das Ende des Semesters oder sogar des Studiums steht kurz bevor und man schlägt sich mal wieder mit seiner Haus- oder Bachelor-Arbeit herum. Und mal ehrlich: Wer von euch hat sich noch nie eine Nacht um die Ohren schlagen müssen, die Arbeit so zu formatieren, wie es der Dozent / die Dozentin haben möchte (besonders dann, wenn man erst eine Woche vor Abgabetermin mit der Arbeit anfängt)? Nur ein paar Seiten Text zu verfassen, mag mit Microsoft Office Word oder Open Office ja noch ganz gut funktionieren. Doch spätestens wenn es darum geht, wirklich lange Arbeiten mit Fußnoten, Querverweisen, größeren Grafiken, Literatur- und Inhaltsverzeichnis zu versehen, dann kann das mit Word ein ziemlicher Krampf werden. Auch ändert Word gerne mal plötzlich die Formatierung, verschluckt die Hälfte einer mühsam erstellten Tabelle (selbst erlebt) oder wird schneckenlangsam, je größer das Dokument wird. Was also tun? Den Rechner aus dem Fenster werfen? Nein, lieber all diese Textverarbeitungsprogramme in den hintersten Teil der Festplatte vergraben und LaTeX installieren.
Mit dem heutigen Artikel möchte ich eine kleine Serie von Beiträgen starten und euch einige der besten LaTeX-Tools für den Mac vorstellen. Denn es gibt insbesondere bei den Geisteswissenschaftlern (zu denen ich auch zähle) sehr viele, die a) LaTeX entweder sofort ablehnen, weil sie glauben, programmieren zu müssen oder b) es nicht einmal kennen. In diesem Artikel möchte ich eine kleine Einführung ins Thema geben.
LaTeX ist genaugenommen eine Sammlung von Makropaketen für das Textsatzprogramm TeX. Dabei handelt es sich nicht um ein WYSIWYG-Programm (what you see is what you get), in dem man sofort das formatierte Ergebnis dessen begutachten kann, was man schreibt. Sondern man schreibt seinen Text in eine einfache Textdatei mit einem Editor seiner Wahl und formatiert ihn mittels bestimmten Befehlen, den Makros. Diesen Quellcode kann man dann von LaTeX “setzen” und direkt in eine PDF-Datei exportieren lassen. Von der Struktur her ist LaTeX also mit einer Auszeichnungssprache ähnlich wie HTML zu vergleichen, allerdings ist die Syntax wesentlich leichter zu erlernen.
Ein TeX-Dokument besteht immer aus einer Präambel und dem eigentlichen Text. LaTeX-Befehle werden immer mit einem Backslash eingeleitet (\). Ein einfaches Beispiel:
\documentclass[a4paper, 12pt]{article}
\usepackage [left=20mm,right=10mm,top=20mm,bottom=30mm]{geometry}
\usepackage{…}
\begin{document}
Hier steht der eigentliche Text. …
\end{document}
Zunächst definiert man eine Dokumentklasse. Davon gibt es insgesamt 3 Stück (article, report und book). Je nach dem wie groß die Arbeit werden soll, definiert man eine der 3 Klassen und LaTeX stellt schon viele Dinge von selbst ein, um die sich der Autor gar nicht mehr kümmern muss.
Danach bindet man die Makropakete ein, die man für seine Arbeit braucht. Im oberen Beispiel das Paket geometry, mit dem man die Seitenränder auf den Millimeter genau einstellen kann. Es gibt Pakete zum Einbinden von Grafiken, automatischer Silbentrennung und und und…
Warum sollte man gerade als Mac-User mit LaTeX arbeiten?
- Das typographische Ergebnis schlägt jedes WYSIWYG-Programm um Längen (Beispiel: Quelltext | Fertige PDF)
- Mac-User stehen auf gutes Design –> warum nicht auch auf dem Papier?
- Es kostet keinen Cent (OpenSource).
- Es ist plattformunabhängig: es gibt Distributionen für OSX, Windows und Linux.
- LaTeX ist schnell: auch hundertseitige Arbeiten mit vielen Grafiken sind innerhalb weniger Sekunden gesetzt und das mathematisch völlig exakt
- LaTeX-Dokumente sind sehr kompakt und sehen auf jedem System exakt gleich aus (ein installiertes aktuelles LaTeX-System natürlich vorausgesetzt)
- LaTeX bietet Funktionen, die Word immer noch nicht auf dem Kasten hat (zB. Hyperrefs zwischen Inhaltsverzeichnis und einzelnen Kapiteln; sehr guter Mathematikmodus)
- nach relativ kurzer Einarbeitungszeit (bei mir hat es 2 Tage gedauert) geht die Arbeit viel schneller von der Hand
Wo bekommt man LaTeX her?
Als Macianer installiert ihr am besten MacTex. In dieser Distribution (ungefähr 750MB) ist schon alles enthalten was man braucht um sofort zu beginnen (komplette LaTeX-Distribution, Editor und andere kleine Tools).
Gute Einführungen und Tutorials:
Bücher:
Falls ihr Anregungen oder Wünsche habt, was ich in späteren Beiträgen unter anderem behandeln könnte, dann nur her damit.
Teil 2: Die Äs und Ös in TeXShop
Teil 3: Mathematik in schön mit LaTeXiT
Teil 4: MacLaTeX2Rtf – Umwandeln für Word und Pages leicht gemacht?
{ 69 comments… read them below or add one }
Danke für den Beitrag. Ich bin auch schon gespannt auf die nächsten Folgen … Ich frage mich nur die ganze Zeit: Wofür braucht gerade ein Geisteswissenschaftler LaTeX? Wenn man wissenschaftlich publiziert, ist man zumeist mit der Forderung konfrontiert, den Text als Word-Dokument, zumindest als RTF, abzuliefern. Der Satz findet ohnehin erst beim Verlag (oder den Hiwis des Herausgebers) statt. (Und was ist mit der “Änderungen verfolgen”-Funktion bei Word, die man beim Korrektorat benötigt?) Ich kann mir ja vorstellen, LaTeX für seltene Satz-Arbeiten zu verwenden (Exposés etc.), aber im grauen Alltag eines Geisteswissenschaftlers scheint mir der Einsatzbereich von LaTeX allzu beschränkt zu sein.
Nun, natürlich ist LaTeX hauptsächlich bei den Naturwissenschaftlern verbreitet, vor allem wegen der Darstellung von mathematischen Formeln.
Aber auch Geisteswissenschaftler können davon profitieren, unter anderem wegen der Gründe, die ich oben bereits erwähnt habe. Unabhängig davon, was man studiert.
An meiner Uni ist es so, dass die meisten Profs nur eine gedruckte Version wünschen und nicht in digitaler Form. Das ist aber von Uni zu Uni und von Dozent zu Dozent verschieden.
Was es mit dieser “Änderungen verfolgen”-Funktion auf sich hat, kann ich nicht genau sagen. Was meinst du damit genau? Ich korrigiere meine Arbeiten selbst bzw lasse sie von Kommilitonen Korrektur lesen.
Ich studiere übrigens Linguistik und da ist LaTeX unentbehrlich, um z.B. Lautschrift korrekt darzustellen oder syntaktische Bäume zu zeichnen.
Nun, als Student mag LaTeX ganz nützlich sein; ich habe eher aus der Praxis eines graduierten Geisteswissenschaftlers gesprochen, der keine Hausarbeiten mehr abgeben muß, sondern Aufsätze für Zeitschriften, Sammelbände etc. verfassen muß. Und da braucht man doc oder rtf.
Bei der Herausgabe eines Sammelbandes, die ich gerade hinter mir habe, war diese Funktion unentbehrlich, um mit den Autoren etwaige Korrekturen zu besprechen. “Änderungen verfolgen” bedeutet: Korrekturen werden im Text sichtbar gemacht, zudem bleibt die alte Version erhalten.
LaTeX ist ein wahrscheinlich grandioses Satzprogramm, aber kein besseres Word. (Ich arbeite übrigens vorwiegend mit Mellel.)
Vielleicht habe ich mich oben etwas zweideutig ausgedrückt. Natürlich bin ich noch Student und hab daher auch aus Studentensicht diesen Artikel geschrieben. Aber bei graduierten Wissenschaftlern kann das durchaus richtig sein, da weißt du wahrscheinlich mehr als ich.
Jedenfalls hat LaTeX seine Vorzüge. Das ist Fakt. Und es macht vieles besser als Word. Daher meine etwas polemische Überschrift.
Habe deinen Kommentar mal korrigiert. Du hast nur eine eckige Klammer vergessen.
Danke!
Ich möchte die Vorzüge von LaTeX nicht in Abrede stellen. Vielleicht hinkt einfach nur der direkte Vergleich mit Word in der Überschrift Deines Beitrags. Letztlich kommt es wohl darauf an, daß man mit mehreren Programmen gut umzugehen weiß, um professionell zu arbeiten. Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzungen Deines Artikels.
Hey! Danke für den Artikel – ich wollte mir früher oder später sowieso mal LaTeX anschauen, hatte aber noch keine Lust nach näheren Infos zu googlen. Da kommt der Artikel ganz passend. Bin gespannt!
OK, vielleicht hinkt er etwas. Aber das ist, wie so vieles, Ansichtssache.
Danke. Wenigstens einer.
EDIT: OK, zwei. Es wird noch.
Zu den Fortsetzungen werde ich übrigens noch nichts verraten. Lasst euch überraschen.
LaTeX, Smultron und Skim kann man prima miteinander kombinieren
http://blog.mlux.de/?p=98
Hier, ich! Hab zwar keine Ahnung davon und nutzen werde ich es auch nicht. Aber Tellerrand uns so kann nicht schaden. Außerdem ist der Artikel gerade mal etwas mehr als eine Stunde online. Also – keep cool!
Danke für den Tip. Werde ich mir bei Gelegenheit mal genauer anschauen.
Keine Panik, Chef, war ja nur ein Gag.
Ah immer wieder schön Mitstreiter zu sehen, die in den Geisteswissenschaften LaTeX nutzen. Natürlich ist es so, dass vor allem im studentischen Umfeld (B.A., M.A., Dipl. oder Haus-Arbeit) der Einsatz von LaTeX sinnvoll ist. Aber ich kenne durchaus Dozenten von mir (ich studiere Soziologie), die auch auf LaTeX setzen. Aber gerade die Änderungen Nachverfolgenfunktion ist natürlich ein Hammerargument für Word und Co. Dazu mal eine Fragen an Herrn Chow: funktioniert die zwischen Mellel und Word? Und an sich, könntest Du nicht einen Bericht zu Mellel verfassen? Bei mir grüßt so langsam die Masterarbeit und ich bin grad am mich fragen, welches Programm ich nutze. Eine Darstellung der eigentlichen Arbeit wäre da besonders interessant. Gerade eben auch unter solchen Gesichtspunkten wie der Änderungsnachverfolgungsfunktion etc. pp.
Super wäre einfache eine Darstellung des eigenen Workflows…
Ohne den Beitrag komplett gelesen zu haben: LaTeX rockt!
Ich liebe es. Fuer alles was mehr als 2 Seiten hat und schoen sachlich sein muss.
Am liebsten wuerde ich noch meine Rechnungen damit schreiben. Aber extra TeX-File kompilieren fuer eine Rechnung??? :/
Du sprichst mir aus der Seele. Ich schreibe mittlerweile auch schon kleinere Hausaufgaben in LaTeX, weil es einfach schmucker aussieht. Zwischendurch bin ich von nem Dozenten deswegen auch schon gelobt worden. Was will man mehr?
Ach er hat gesehen, dass du LaTeX benutzt oder wie? Das ist dann schon sehr cool!
LaTeX hinkt halt wenn es um richtig schoene Layout-Angelegenheiten geht. Aber da ist Pages absolut gut. Beide zusammen unschlagbar
Diese Märchen über Word und Textverarbeitungen werden wohl nie aufhören. Nein, Word ist schon lange nicht mehr das Instabile Monstrum aus den ’90ern. Ja, man kann heute damit hunderte Seiten starke Bücher schreiben. Und nein, die meisten gründe die für LaTeX sprechen, sind heute nicht mehr nennenswert.
Ohne richtige Umgebung ist auch LaTeX (gerade für Anfänger) nicht wirklich brauchbar. Kostenlose und Plattformunabhängige alternativen gibt es mit OpenOffice&Co. auch. Was bleibt sind Mathematische Formeln, über deren umsetzung in modernen Textverarbeitungen man streiten kann; sowie Programmunabhängigkeit.
Was aber ziemlich allen TeX-Umgebungen fehlt sind fortgeschrittene möglichkeiten einer Office-Suite.
Ansonsten wäre noch anzumerken: die meisten Probleme mit Textverarbeitungen werden durch mangelndes Wissen der Anwender provoziert. Würden die Leute ebensoviel Zeit in das einarbeiten einer Textverarbeitung verwenden, wie sie für LaTeX aufwenden, hätten sie genauso wenig probleme.
super, wollte mich schon immer mal damit beschäftigen und da ist es schön wenn man bei den ersten Schritten an die Hand genommen wird.
lg Freddy
Also ich habe selber bei der B.A.-Arbeit eines Freundes gemerkt, wie schlecht das Programm doch ist. An der Hardware lag es nicht. Wir haben wirklich zwei Tage dran rumgearbeitet, bis es halbwegs dem entsprach, was es sein sollte…. War kein Spaß.
Ja hat er. Er benutzt LaTeX auch für Präsentationen überm Beamer in den Vorlesungen.
@Chaoswind
Instabil vielleicht nicht, aber ziemlich langsam bei großen Dokumenten. Habe das am neuen Office 08 selbst bemerkt, als ich es getestet habe.
Klar kann man das meiste auch mit Word machen, aber es wird niemals typographisch so gut aussehen. Kann man mit Word mit einem Befehl automatisch ein Inhaltsverzeichnis generieren lassen? Aus einer Datenbank ein Literaturverzeichnis erstellen und automatisch formatieren lassen? Außerdem sind Dinge wie syntaktische Bäume mit Word entweder gar nicht möglich oder es dauert Ewigkeiten.
Zeig mir irgendein Word-Dokument, ich setz es dir in LaTeX und es wird besser aussehen.
Hallo Remus,
vielen dank für den Beitrag und die kommenden Beiträge – ich dachte schon ich wäre mit meinem Wunsch nach mehr Latex in der Mac Welt ganz allein. Allein schon die Angst beim Schreiben der Dissertation Word ausgesetzt zu sein, hat mich schon vor Jahren immer Richtung Latex blicken lassen (und als ich noch Linux eingesetzt hab, hab ich sogar manche Referate damit geschrieben) – auf dem Mac ist das dann eingeschlafen.
Jetzt heißt es aufwachen…
Sehr geil, das Thema wird im Laufe des Studiums auch noch auf mich zukommen … bin daher auf die kommenden Folgen gespannt!
Tim
Ich bin auch mal gespannt, schreibe in gut einem Jahr meine BA-Arbeit und verabscheue Word, Pages ist noch zu wurstelig, da könnte LaTeX genau das Richtige sein!
LaTeX ist wirklich der Bringer – ich bin sehr begeistert und habe meine große Arbeit damit geschrieben, nachdem mich Word ab S. 179 verlassen hat. Es suchte immer nach der französischen und italienischen Rechtschreibung, hats natürlich nicht gefunden und ab dem Zeitpunkt, wo es die gesucht hat, auch nichts mehr gespeichert. So kann ich nicht arbeiten. Habe meine Arbeit für 14 Tage unterbrochen und mich Dank Dr. Dorothea Reimer vom Fachbereich 02 der Justus-Liebig-Universität Gießen innerhalb der Zeit in die Grundlagen von LaTeX einarbeiten können. Eine richtig gute Einsteigerhilfe waren für mich übrigens die gratis downloadbaren Skripte von Manuela Jürgens der Fernuni Hagen. Einfach mal googlen.
Mit den richtigen Stylesheets bekommt man auch richtig geniale Layouts hin. PSTricks ist toll, um zu zeichnen und mit Beamer kann Präsentationen erstellen, aus denen sich mit einer Befehlsänderung deren Inhalt in Skriptform darstellen und ausdrucken lässt.
Schöner Artikel, Remus! LaTeX schaut immer einmal besser aus… Ich schreibe gerade an meiner Zulassungsarbeit für’s Staatsexamen und nutze hierfür auch LaTeX, allerdings mit Lyx. Das ist ein Editor, der einem das ganze Formelsetzen usw. abnimmt, quasi was für Menschen, die es abschreckt, sich extra einarbeiten zu müssen. Das Programm ist kostenlos und wirklich kinderleicht zu bedienen!
Wen’s interessiert:
http://www.lyx.org/
Student hin oder her, wer ein bisschen Ahnung von Typographie hat, der weiss LaTeX zu schätzen.
Wär schön, wenn sich einer deiner Folgeartikel mit eigenen Schriftarten beschäftigen würde, man muss da wohl was umwursten, ich würde gerne die Myriad benutzen, krieg es aber nicht hin.
auch von mir, danke für den beitrag. freue mich auf den nächsten…
Ich hab als “Geisteswissenschaftler” damals meine Examesarbeit in Latex geschrieben. Ging echt gut. Es gibt ja auch jede Menge vorlagen.
Ich freu mich auch schon auf weitere Teile…
Sind sie?
Ich bin auf der Arbeit oft dazu gezwungen, mit Word-Dokumenten zu arbeiten. Alleine die Zeit, die man dafür braucht ein mittelgroßes Word-Dokument zu öffnen, ist bezeichnend. Auch die Formatierungsmöglichkeiten in Word finde ich sehr unhandlich: zig Menüoptionen und damit verbundene 500 Klicks bis alle Abstände korrekt sind und die Formatierung stimmt….
Klar ist es immer davon abhängig, was für Dokumente man nutzt. Für einen Verwaltungsmitarbeiter, der hauptsächlich Briefe und Anschreiben verfasst, hat Word definitiv Vorteile.
Für mich ist LaTeX eine wirkliche Erleichterung. Ich habe für verschiedene Zwecke Vorlagen, die ich ruck-zuck im Editor bearbeiten kann – egal ob unter Windows, auf dem Mac oder auch auf irgendeiner Shell.
Gleichzeitig ist LaTeX auch bei mir an der Uni ein “must have”. Word-Dokumente werden nur widerwillig akzeptiert und sind nicht gern gesehen.
Guter Artikel. Ich bin mal gespannt auf die Folgenden. Aber ich glaube ich kann mich da trotzdem nicht dafür erwärmen…
Ich habe die letzten 10 Wochen für’s Studium wöchentlich einen ca. 20 Seiten starken Praktikums-Bericht in Physik abgeben müssen der von Formeln und mathematischem Trallalla nur so gestrotzt hat. Die ersten Zwei habe ich noch mit OpenOffice gemacht, welches einen LaTex-ähnlichen textbasierten Formeleditor integriert hat. Aber trotz intensivem Arbeiten mit solch einem Texteditor hätte ich das niemals komplett durchziehen können. Und würde das wahrscheinlich auch für die Bachelor-Thesis nicht können. Es ist einfach wesentlich einfacher und effektiver das ganze mit Office 2008 zu setzen.
Und da muss ich nun einfach mal eine Lanze für MS Office brechen – der neue Formeleditor ist wirklich spitze und eignet sich ohne Probleme für die tägliche Arbeit. Was ich LaTex und mir wirklich nicht zumuten würde…
Die Änderungenverfolgungsfunktion zwischen Mellel und Word ist nicht möglich. Wenn es zu einem kollaborativen Korrektorat kommt, wird das ausschließlich über Word gemacht, fertig. Einen Mellel-Bericht würde ich grundsätzlich gerne schreiben, allein, es fehlt die Zeit. Im Mellel-Forum findest Du sicher entsprechende Beiträge.
Das ist wieder so ein ideologischer Blödsinn. Man kann mit Programmen wie Mellel (OpenType-Unterstützung etc.) auf jeden Fall gleichwertige Ergebnisse erzielen.
Im naturwissenschaftlichen Bereich gibt es viele Verlage, welche mit Latexvorlagen arbeiten und für Autoren bereits entsprechende Vorlagen zur Verfügung stellen. Auch wenn der endgültige Satz dann im Verlag passiert, ist es für den Verlag einfacher ein Latexdokument zu bearbeiten als eine RTF-Datei. Der Grund ist einfach, dass Latex einen zwingt, das Dokument semantisch auszuzeichnen und zu gliedern, so dass die Dokumentstruktur eindeutig ist.
Als weiteren Vorteil würde ich die Literaturverwaltung zählen. In Verbindung mit Bibdesk finde ich diese mächtiger als die von Word in Verbindung mit den kommerziell erhältlichen Programmen.
Geht mir genau gleich
Bei uns an der Uni gehört LaTeX zum standard, es ist eine Pflichtveranstaltung.
latex ist großartig. als ich meine erste hausarbeit schreiben musste, habe ich mir das mactex-paket gezogen und eine anständige vorlage für solche gelegenheiten, und habe praktisch ohne vorlaufszeit angefangen die hausarbeit in latex zu schreiben.
zwischendurch ergeben sich zwar immer fragen, allerdings war keine dabei, bei der google mir nicht weitergeholfen hätte.
deshalb: wo findet man schöne vorlagen/templates zum download, ist auch ein gutes thema
Selbstverständlich.
Wie gesagt: das Problem sitzt i.d.r. vor dem Bildschirm. Wenn Menschen mal aufhören würden sich an Idiologien zu orientieren, würden viele merken das die Welt sich ständig entwickelt und sie eigentlich gar nichts wissen.
Das funktioniert umgekehrt genauso.
Nutze LaTeX auch, bzw. LaTeXit. War grade in der Zeit wo ich mir meinen Daumen gebrochen habe sehr hilfreich in Mathe xD
Aber irgendwie scheiterte es bei mir mit der Einbindung eines Euro-Zeichen. Woran könnte das gelegen haben?
Und freue mich auch schon auf die Fortsetzung
würde es gerne noch aktiver einsetzen. Zur Zeit ist es mit der Hand trotz Sauklaue aber noch schneller xD
Irgendwie schweift es hier wiedermal in so Kinder-Diskussionen ab…
PENG, Du bist tod.
Ne, Ich bin unverwundbar.
Bist du nicht.
Bin ich doch.
Bist du nicht.
Bin ich doch.
Bist du nicht.
Bin ich doch.
Bist du nicht.
Bin ich doch.
Bist du nicht.
Bin ich doch.
Bist du nicht.
Bin ich doch.
Normal. Word/LaTeX-Diskussionen sind wie die über Windows/Linux.
@Chaoswind
Ich habe jetzt spontan beschlossen, in einem Artikel meiner Serie mal einen konkreten Vergleich zwischen Word 08 und LaTeX zu behandeln. Dann werden wir sehen, wer recht hat. Bis dahin vertagen wir diese Diskussion. In Ordnung?
Hi Remus,
wirf auf jeden Fall einmal einen Blick auf das KOMA-Paket von Markus Kohm. Das passt deutlich besser zu den Deutschen Din-Formaten, und hat ein paar ganz nette Funktionen drin.
Ich finde einfach, dass es vom Layout her noch einen Tick besser.
Gruß,
Sebastian
Hi Sebastian,
KOMA-Script ist mir nicht unbekannt und habe damit auch schon gearbeitet. Allerdings wollte ich für eine erste Einführung die Leser, die LaTeX noch nicht kennen, nicht gleich mit zig Fachbegriffen und Möglichkeiten bombardieren.
Kommt Zeit, kommt Rat..ääh…KOMA-Script.
Danke jedenfalls.
Ich habe mein 1. Staatsexamen auch mit Word geschrieben. Die letzten 60 der 120 Seiten waren eine wirkliche Katastrophe.
Ich werde mich mal an Latex wagen und freue mich auf weitere Beiträge! THUMBS UP!
Bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Hab zwar immer wieder von LaTex gehört, es aber selber noch nie getestet. Vielleicht kann ich mich mit der Unterstützung der Artikel endlich mal dazu durchringen.
Bei meiner Bachelor-Arbeit hat mich Word nämlich mit den Formatierungen wie so oft in den Wahnsinn getrieben. Also bevor die nächsten Arbeiten anstehen, möchte ich wenigstens getestet haben, ob LaTex etwas für mich ist.
Ich wünsche mir folgende Informationen in den nächsten LaTeX-Folgen:
1. Wie sieht es mit dem Import/Export von Dokumenten aus? Kann ich mir mal schnell eine RTF erstellen?
2. Wie leistungsfähig ist BibDesk wirklich (vgl. Kommentar 30)? Was kann es, was Bookends oder Endnote nicht können?
3. Kommt LaTeX ohne Probleme mit anderen Schriftsystemen zurecht (Altgriechisch, Hebräisch, Arabisch …)?
(Und bitte laßt die unmöglichen Vergleiche mit Word!)
Nach dem ich mich lange genug mit Word und ähnlichen Programmen rumgeschlagen habe (LaTex ist ja wie Rext in Stein meißeln..) bin ich letztendlich doch bei LaTeX gelandet. Auch im Bereich der Programmdokummentation ist es einfach unschlagbar. Größere Textemengen mit Bildern? Kein Problem. Eine Grafik ändert sich? Kein Proble, denn sie ist ja nur referenziert und nicht eingebunden. Wirklich phänomenal aber ist für meine Zwecke das List-Paket. Damit kann inerhalb eines Dokumentes Quelltext (z.B. PHP) mit automatischer Zeilennummerierung und Syntaxhighlighting erstellt werden. Ich galube, dass kann Word nicht.
Fehlt eigentlich nur die Funktion für Kommentare und die Nachverfolgung von Änderungen, oder?
Auch das ist kein Problem, denn in einem LaTeX-Dokument können Kommentare mit einem vorangestellten % erstellt werden. Und Änderungen an einem reinen Text-Dokument lassen sich wunderbar mit Suberversion verfolgen – damit können dann sogar mehrer Leute an einem größeren Dokument arbeit.
Das wollt ich auch gerade vorschlagen. Ich kenne mich noch nicht so gut in diesem Bereich aus, aber das verfolgen der änderung wäre doch sicher mit subversion möglich….
Wer Vorlagen verwendet, hat dieses Problem nicht, unabhängig von der verwendeten Software.
Mag sein. Dafür ist der Syntax aber für Deutschsprachige wesentlich mühsamer einzugeben.
In diesem Zusammenhang muss man darauf hinweisen, dass LaTeX wegen all diesen Paketen eben doch nicht so universell nutzbar ist wie häufig behauptet wird. Sind die entsprechenden Pakete nicht vorhanden, hagelt es Fehlermeldungen beim Kompilieren (deren Verständnis dann wiederum eine Wissenschaft für sich darstellt).
Sekunden? Das ist übertrieben, das Kompilieren kann durchaus längere Zeit in Anspruch nehmen.
Was genau ist damit gemeint? In Microsoft Word kann ich im Inhaltsverzeichnis auf die einzelnen Kapitel klicken und gelange dann direkt dorthin.
48 Stunden? Ja, das könnte in etwa hinkommen.
Ich mag LaTeX für wissenschaftliche Arbeiten übrigens auch, sofern eine Vorlage vorhanden ist und man die notwendigen Pakete auch gleich dazu erhält. Ansonsten halte ich LaTeX aber für eine Qual, die Idee, ohne Vorlagen damit zu beginnen ist etwa so effizient wie Linux selbst kompilieren zu wollen. Und im echten Leben zählt dann natürlich Microsoft Office, kein Mensch kommt auf die Idee, gemeinsam an LaTeX-Dokumenten zu arbeiten, man kann ja nicht kommentieren und dann wieder mailen und so weiter.
Hallo Allerseits.
Ich möchte mit meinem Beitrag nicht weiter die Büchse der Pandora aufmachen und irgendwelche pro und contras aufwerfen – jeder soll mit dem Werkzeug arbeiten, mit dem er meint am besten umgehen zu können – für mich ist Latex und irgendwelche Deerivate jedoch absolut keine Alternative, zu der ich mich in irgendeiner Weise hingezogen fühle.
Wer wie ich mit Framemaker “groß” geworden ist und sich mit diversen Programmen, wie Pagemaker, InDesing, Quark und RagTime auskennt, dem kommt die Verwendung einer nicht “WYSIWYG” Anwendung reichlich altertümlich und albern vor.
Persönlich würde ich als Alternative RagTime als all umfassendes Satz-, Layout und Office-Prgramm verwenden. Den hier kommt zudem der Vorteil zum tragen, dass eine vollständige Tabellenkalkulation integriert ist. Damit sind z.B. auch dynamische Statistiken oder Diagramme perfekt realisierbar.
All dieses ist wahrscheinluch mit Latex nicht oder doch nur sehr umständlich realisierbar. Und für eine Formeldarstellung gibt es einige günstige Alternativen.
Für Studenten bietet RagTime z.b. auch vergünstigte Preise an – zur Zeit glaube ich ca. 49,- Euro. Das ist auch für einen Studenten nicht zu teuer, denke ich.
Wie ein anderer Leser hier meiner Meinung nach ganz treffend bemerkte, ist es unabhängig, um welches Programm es sich letztendlich handelt. Entscheidend ist, dass man sich in jedes Programm grundlegend einarbeiten sollte, um gute Ergebnisse erzielen zu können. Bei keinem Progrmam geht irgendetwas von ganz alleine. Und zum Thema Textformatierungen. Wenn ich professionell mit Absatz-, bzw. Stilvorlagen arbeite, setzte ich Dir jeden Text innerhalb kurzer Zeit in ein entsprechendes Layout. Die eigentliche Arbeit ist die Definition solchen abgestimmten Formatvorlagen. Wenn das vorhanden ist, wird man sehen, wie flott und in Echtzeit der eigene Text nur so über die Seiten fliegt, wenn man ihn ins Layout einsetzt. Wie gesagt, setzt das aber immer voraus, dass man sich mit dem entsprechenden Programm auch eingearbeitet hat und ein Grundverständnis von Layouttechniken besitzt.
Kurz um, aus den genannten Gründen ist Latex keine Alternative für mich und ich kann persönlich nicht verstehen, warum man sich für Buchlayouts mit einer weiteren quasi propritären Scriptsprache beschäftigen sollte.
Das es aber auf dem Mac mittlerweile Alternativen in jeder Form, Preislage und für jeden Anspruch gibt ist jedoch ziemlich erfreulich. Mir fallen diesbzgl. z.B. auch noch Programme wie Mellel oder iCalamus ein, die einen Test sicherlich allemal wert sind.
Mit freundlichen Grüßen,
Appletiser.
Ich schreibe derzeit meine geisteswissenschaftliche Diss in LaTeX.
Für mich gibt es nichts besseres. Keinen Ärger mit Formatierungen und Fußnoten, Referenzierungen, Einbinden von Grafiken, Literaturverzeichnis. Einfach schreiben und glücklich sein. Natürlich muss man hin und wieder nachschlagen wie man jetzt dieses oder jenes in LaTeX lösen kann. Das ist vielleicht etwas mehr Aufwand. Aber dafür kann ich in einem mehreren hundert Seiten Projekt bestimmte Dinge an andere Orte verschieben oder aus einer Überschrift 4. Grades eine des 2. Grades machen ohne dass mir das System irgendwas verhaut oder sonst irgendwas obskures ausführt wo ich dann verzweifeln würde.
Robustheit und Transparenz, das schätze ich an LaTeX.
Just my 2 cents.
Meiner Meinung nach kann man LaTeX mit diesen ganzen Layout-Programmen wie InDesign, RagTime etc gar nicht vergleichen.
Das besondere an LaTeX ist doch gerade, dass man sich kaum um das Layout kümmern muss. Es übernimmt den Großteil der Formatierung von selbst und erzeugt professionelle Ergebnisse, weil LaTeX mathematisch exakt arbeitet im Gegensatz zu diesen Layout-Programmen, wo man jedes Element selbst und oft nur nach Augenmaß positionieren muss. Natürlich gibt es auch dort Vorlagen, aber meistens muss man sich seine Vorlagen eh selbst basteln.
Wo schlägst Du nach?
Es gibt ja viele Quellen. Allerdings sind viele leider veraltet oder nicht auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet.
wer textsatz mit textverarbeitung vergleicht, kommt vermutlich nicht wirklich auf einen nenner.
LateX ist fuer den naturwissentschaftlichen Sektor einfach unschlagbar. einmal eingearbeitet, kann man damit alles, aber auch wirklich alles machen. Und das in einer Art, die naturwissentschaftliche Menschen zu schaetzen wissen. Ein Kumpel von mir hat es mal so ausgedrueckt: Einmal anstaendig formatiert kann man in das Dokument reinkotzen und es sieht trotzdem gut aus.
Wer mal in der Mathe/Info/Physik/…/ – Bibliothek nachschaut wird sehen, dass auch ne Menge Buecher getext sind.
Wie dem auch sei: Ich freue mich auf den kommenden Beitraege und wuerde einfach das vergleichen mit anderen Programmen lassen. Das ganze ist einfach nicht vergleichbar. punkt und so.
m0mo
Amen.
Es geht mir doch gar nicht darum irgendwen zu irgendeiner Software zu überreden, oder irgendwas als besser oder schlechter darzustellen. Mir geht nur dieses ständige gestänkere auf die Nerven mit denen $SOFTWARE vorteilhafter dargestellt wird, auf kosten von $ANDERE_SOFTWARE. Meist noch halbwahrheiten und uralten Geschichten und Legenden.
Klar hat LaTeX vorteile, genauso wie es Nachteile hat. Und genauso gilt das für Textverarbeitungen im allgemeinen und Word oder OpenOffice Writer oder AbiWord oder sonsteine Textverarbeitung im speziellen.
Aber: LaTeX ist keine Textverarbeitung, also auch kein besseres Word. LaTeX ist eine Software die eine gewisse Schnittmenge an Funktionalität zu Textverarbeitungen hat, nämlich Formatierte Texte verarbeiten.
Das schöne für mich an LaTeX ist die Möglichkeit sich auf den Text, also den Inhalt zu konzentrieren und das Aussehen komplett dem Rechner zu überlassen.
Erster Einstieg ist sicherlich mit l2kurz.tex leichter, das jeder Distribution bei lieg.
Im Netzt gibt es sehr viel Lektüre zu LaTeX, zum Beispiel das Kochbuch der Uni Giessen, kann auch lokal instelliert werden: http://www.uni-giessen.de/hrz/tex/cookbook/cookbook.html .
Zu den besseren Büchern zählt sicherlich die Referenz, der Kopka: http://www.amazon.de/LaTeX-Bde-Bd-1-Einführung-CD-ROM/dp/3827315573 mit den drei Bänden. Des weiteren lohnt es sich einen Blich in http://www.amazon.de/Das-LaTeX-Handbuch-Leslie-Lamport/dp/3893198261/ref=sr_1_19?ie=UTF8&s=books&qid=1213467684&sr=1-19 und http://www.amazon.de/LATEX-Begleiter-Michael-Goossens/dp/3893196463/ref=sr_1_36?ie=UTF8&s=books&qid=1213467725&sr=1-36 zu werden.
Und zur Unterhaltung zwischendurch sorgt eine Suche nach “latex” bei Google
@MacAndreas
Das Buch von Kopka ist aus meiner Sicht zu teuer für den Inhalt, den es bietet. Da gibt es günstigere Bücher mit vergleichbarem Informationsgehalt, die ich in meinem Artikel erwähnt habe.
Dennoch danke für deine Ergänzungen.
@Remus
Hm, dass ist für mich jetzt nicht logisch. Letztendlich vergleichs Du doch in der Überschrift schon Word mit Latex und gerade RagTime ist hier in der Welt der Textverarbeitung genauso zu Hause wie es Office ist. Es schlägt aber gleichzeitg genialerweise die Brücke zum DTP und Tabellenkalkulation. Das wäre übrigens mal ein Punkt, der mich zu Latex intereessieren würde. Ist man damit in der Lage Formeln so rechnen – also nicht nur schön darstellen, sondern auch richtig rechnen?!
Kann ich z.B. eine Tabelle in Sternform an legene oder in einer Art Freihandform und fließt der Text den Formgenau um diesen Rahmen?
Und mit welchem Aufwand erledige ich solkch einen Satz- Und Layoutwunsch in Latex. In RagTime setze ich Dir das innerhalb von 5 Minuten.
Zusätzlich schnell noch ein Diagramm mit auf die Seite gesetzt per drag’n'drop den Bezug zur Tabelle hergestellt – fertig ist das dynamische Layout für die mathematische Statistik oder was immer.
Wie funktioniert sowas in Latex und mit welchem Aufwand?
Wie sieht es des Weiteren mit der Übernahme von Links (Querverweise, etc.) bei der Gernerierung in das PDF-Format aus?
Kurz, wenn ich RagTime mit Latex vergleiche ist das keineswegs der Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Sondern, Latex muss sich solchen Funktionalitäten halt ebenso so stellen, wie es andere Programme dieser Gattungen auch tun.
Wie gesagt, jeder muss das nehmen was er für sich am besten hält. Man muss aber aufpassen, dass man nicht alles in einen Topf schmeißt und dann kräftig umrührt, wenn ich schon Vergleiche anstelle.
Nur noch so am Schluss bemerkt, fehlen mir unabängig der sonstigen Funktionalitäten bei vielen Programmen einfach noch die Implementierung des “.odf” Formates. Wenn sich da alle konsequent drauf einigen würden, wäre es erst recht egal, mit welchem Programm jemand arbeiten möchte oder nicht.
RTF oder RTFD ist das sicher nicht mehr zeitgemäß.
Mit freundlichen Grüßen,
Appletiser.
Abgesehen davon, daß ODF auch nicht der Weisheit letzter Schluß ist, ist die Vorstellung, daß sich ODF als Quasi-Standard für Textverarbeitung etablieren könnte, völlig utopisch. Es gibt unüberwindbare Hürden, Features, die bestimmte Textverarbeitungen gerade auszeichnen, im ODF-Format umzusetzen. ODF wird demnach bei den meisten Textverarbeitungen niemals zu einem primären Format werden und höchstens ein Schattendasein wie RTF fristen können – und zwar mit denselben Einschränkungen und Problem, die es auch jetzt schon mit RTF gibt.
Und noch einmal zum Thema: Es schleicht sich langsam der Verdacht ein, daß die LaTeX-Verfechter die Möglichkeiten der auf dem Markt befindlichen Textverarbeitungs- und Layoutprogramme nicht wirklich gut kennen. So entsteht natürlich leicht der Mythos vom Heilsbringer LaTeX.
Hallo.
Ja, dass mit dem “.odf” ist wahrscheinlich so, wie Herr Chow es sagt und es bleibt damit sicher rein der Wunsch als Vater des Gedankens ein einheitliches Format zu haben.
Ja, so ähnlich sehe ich das auch. Grundsätzlich muss man sich mit einem “Werkzeug” beschäftigen und erlernen damit umzugehen. Nicht mehr und nicht weniger. Sicherlich gibt es bei den existierenden Möglichkeiten einige Nieten, die auch technisch nicht in Ordnung sein mögen (Bugs, Ausfälle, Langsamkeit, etc.) – die lassen sich aber schnell ausfindig machen.
Ein Kernpunkt ist und bleibt dabei der Preis. Und da haben Latex und OpenOffice sicherlich die Nase vorn.
Grundsätzlich finde ich es dabei eine coole Sache, dass Remus sich die Mühe macht hier ein Programm auf diese Art und Weise mal näher vorzustellen.
Das möchte ich auch nicht in Abrede stellen wollen.
Doch wenn der Vergleich auf ein anderes Programm bemüht wird, muss damit auch klar sein, dass es andere Meinungen und Vorlieben gibt, die dann hier zum Ausdruck kommen.
Übrigens ist mir da noch eine Alternative eingefallen – Papyrus.
Soll schnell, schlank und ziemlich leistungsfähig sein. Man kann sie z.B. auch von einem USB-Stick starten und sie ist Cross-Plattform fähig.
Enthalten ist übrigens auch eine Datenbank-Anwendung, mit der gerade solche Dinge wie Literatur und Quellenangaben gut zu händeln sind.
Der Preis liegt ca. bei 100,- Euro, was ich auch durchaus akzeptabel finde.
Ich wünsche Remus auf jeden Fall viel Erfolg bei seinen weiteren Beiträgen zum Thema Latex und für alle Interessierten möglichst viele wissenwerte Erkenntnisse dazu.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas.
Mit einer über 10 Jahre alten LaTeX-Anleitung zu arbeiten ist NICHT EMPFEHLENSWERT.
Ein paar weitere Gedanken zu LaTeX: http://www.macmacken.com/2008/05/02/abenteuer-latex-auf-dem-mac/
Ich danke dir recht herzlich für den genialen Artikel.
Der ist seit Freitag meiner erste Anlaufstelle.
Bin so oder oder so gerade dabei einen Exkursionsbericht zu tippen und hatte an Word schon lange das eine oder andere auszusetzen und wollte mal in LaTex reinschauen. Das scheiterte bisher aber an der Motivation, da ich es eigentlich schon lang nimmer mit so Programmsprachen hab.
Naja kurz und knapp muss ich aber sagen nach 2 Tagen Blut und Wasser kann sich das Ergebniss weitaus mehr blicken lassen als das Standard xyz.doc Dokument.
Weiter so….und ich freu mich auf den zweiten Teil
@Terrorapfel
1) Merci.
2) LaTeX ist eine Auszeichnungssprache und keine Programmiersprache im eigentlichen Sinne. Schau zB mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Auszeichnungssprache
3) Der zweite Teil ist schon online und auch oben im ersten Artikel verlinkt.
Also ich hab ein ganz anderes Problem:
Das Programm scheint ja für viele sehr hilfreich zu sein. Da ich mich mit diesem Programm nicht anfreunden konnte, wollte ich es eben wieder deinstallieren. Das ist für mich allerdings ein sehr großes Problem. Vielleicht habt ihr ja ne Ahnung.
Sören
@Sören
Schade, dass du mit LaTeX nicht warm wirst. Hast du denn auch mal die Einführungen der FernUni Hagen studiert?
Wenn du trotz allem die komplette Distribution wieder restlos entfernen willst, dann ist da etwas Handarbeit nötig. Das ist eben noch ein Manko bei vielen TeX-Systemen, dass eine richtige Deinstallationsroutine fehlt.
Das eigentliche TeX-System ist in /usr/local zu finden. Hier musst du den Ordner “texlive” löschen (~ 1,3GB).
Dann lösche noch folgende Ordner aus der Library deines Home-Ordners:
~/Library/TeX
~/Library/texmf
~/Library/TeXShop
Außerdem:
~/Dokumente/i-Packages
Und natürlich noch die Progs aus dem Programme-Ordner. Ich glaube, das war alles.
Missverständnisse. Wird es immer geben.
ODF ist ein Dateiformat, offen und standardisiert. Damit auch in der Zukunft nutzbar. Egal ob eine Textverarbeitung auszeichnende Features hat oder nicht, wenn es ODF weder lesen noch schreiben kann, muss es ein anderes offenes, standardisiertes Dateiformat unterstützen, mit dem die Dateien auch in Zukunft lesbar sind. Ohne Zukunftsperspektiven nützen auszeichnende Features rein gar nichts, sind ein totgeborenes Nischenprodukt, defective by design.
TeX und LaTeX sind keine Script-Sprachen, mir scheint das viele “Antester” den völlig anderen Ansatz von LatTeX nicht verstehen wollen oder können. LaTeX heißt, ich mach mir keine Gedanken um das Aussehen mache, da ich weiß das das Programm den Satz perfekt erledigen wird. Ich kümmere mich um den Inhalt. Das ist der Wysiwyg-Gesellschaft von heute scheinbar nicht mehr vermittelbar, das ich mich nicht per Zeichengröße und Randgestaltung darum kümmere, ob der Absatz auf die nächste Seite rutscht oder nicht.
Das der Inhalt an erster Stelle steht ist nun nicht mehr zeitgemäß, heute geht es ja nur noch darum praktisch Null-Inhalt pseudo-hip und vorgeblich interessant zu verpacken. Ein In-Wort muss genau an der richtigen Stelle stehen und mit massig Effekten ins rechte Licht gerückt sein, unterstützt von einer Farbgestaltung aus dem Template, zusammen geklauten Grafiken anderer Leute. Und das ist dann _*deine*_ Individualität.
Da kann LaTeX nicht mit halten. Da musst du dann Geld für auszeichnende Features aus geben. Ich hoffe es ist richtig teuer, damit es heute selten, unverbraucht und hip ist. Weil es morgen dann eh nicht mehr von Interesse ist und eh nicht mehr nutzbar.
Um dem maliziösen Unterton Deines Kommentars zu entsprechen: Du schreibst Nonsens. Die typographischen Funktionen bestimmter Textverarbeitungen seien “totgeboren”, weil es kein Standard-Format gibt, in dem sie abgespeichert werden können? Lachhaft! Ich bin froh, daß es kein Einheitsformat gibt, daß alles auf dasselbe Niveau, denselben Geschmack und dieselben Fehler hinabzieht.
Und was die Kritik an der “WYSIWYG-Gesellschaft” betrifft: Einer der alten Grundsätze der Typopgraphie lautet, daß man sie nicht einfach ausrechnen könne. Ich kenne jedenfalls einige Typographen, die allesamt Quark Express verwenden. Verwirrte Seelen also, wenn die LaTeX-Sektierer Recht hätten. Aber sie haben, Gott sei Dank, nicht Recht.
Natürlich scheint es zum Thema Latex und andere Alternativen viele Missverständnisse zu geben. Sicherlich habe ich selber im Bezug auf Latex mit Halbwissen argumentiert. Mir geht es aber darum festzustellen, dass Latex eben nicht das Allheilmittel ist. Und eingentlich auch nicht seihen will.
Um das doch also noch mal auf den Punkt zu bringen. Latex greift grob gesagt und nach meinem Verständnis, immer wieder auf die gleichen Satzspiegel (Berechnungen) zu und über diverse Markierungshinweise nutze ich quasi diesen implementierten Satzspiegel-Rahmen, um einen Inhalt in diesen Rahmen rein mathematisch logisch hineinzuzwängen. Was in den überwiegenden Fällen wohl auch zu einem brauchbaren Ergebnis zu führen scheint. ,Oder anders gesagt, wenn man selber nicht daran interessiert ist sich mit Saz, Typographie und sonstigen Layoutvorgaben zu beschäftgen, ist dass ein adäquartes Mittel. Will man etwas anderes haben, muss man vereinfacht gesagt, die mathematischen Regeln ändern, austauschen oder ergänzen. Sprich ein anderes Template nutzen/besorgen.
Soweit so gut. Doch auf der anderen Seite kann man doch nicht allen, die sich dieses Recht der “Selbstverwirklichung” bei Satz und Layout vorbehalten möchten auch nicht verteufeln und sie darauf reduzieren, sich der Effekthascherei für reines “eye-candy” zu bedienen.
Ich will es mal auch aus folgender Sicht beschreiben. EIn guter Freund, seines Zeichens Dr. der Mathemathik und Physik ist ein geübter Anwender von Latex oder auch Tex. Was schreiben solche Leute für Bücher, Aufsätze, etc. Richtig, in den meisten Fällen sehr textlastge Inhalte die quasi mit unbeirrter Gleichheit über mehre hundert Seiten eines Buches fließen. Und diese besitzen meiner Meinung nach, in den meisten Fällen den Scharm einer Rauhfasertapete. Sorry.
Ich würde gerne mal ein Mathematikbuch sehen, dass 100% von einem guten Layouter, Gestalter und Typographen für eine entsprechende Zielgruppenansprache produziert würde. Der Inhalt, wäre ohne zweifel der Selbe – ich bin aber davon überzeugt, dass man anschließen jedoch auch solch trockene Materie wie Matheformelallerlei in einem ganz anderen Licht erscheinen würde. Interessant gestaltet, so dass man als Lernender sogar evtl. motiviert würde solche Bücher benutzen zu wollen. Doch für wenn werden diese Art der Bücher den geschrieben – richtig für Professoren, die scheinbar eine ganz genaue Vorstellung davon haben, wie so etwas auszusehen hat. Natürlich wissen die Professoren für Mathematik alle was gute Typographie ist. Bei mir an der Technikerschule gipfelte dieses Wissen dann mit solchen Vorgaben, dass alle Abschlussarbeiten mit Arial 12pt geschrieben werden mussten. Jemand, der nur ein ganz klein wenig von Typographie und Lesbarkeit von Text versteht, muss es nur beim Gedanken daran übelst im Bauch rumoren.
Zurück zu Latex. Wenn ich es richtig verstehe, so ist dort alles solange wirklich gut und schnell, solange mal sich auf solche mathetischen Vorgaben/Berechnungen verlässt. Doch sobald dieser Pfad für bestimmte individuelle Lösungen verlassen werden möchte, dann ist man doch wohl schnell bei deutlichen Mehraufwand. Aber richtig, warum sollte man sowas auch tun – das Ergebnis sieht doch sicherlich gut aus.
Ich kann also, nach meinem Verständnis gut verstehen, warum man sich nicht mit Latex einlassen möchte. Ich meine nur mal ganz vorsichtig formuliert – warum soll ich mir eine Softwareumgebung nalgen, bei der ich schon für die reine Installation eine Bedienungsanleitung brauche und mir zudem noch die einzelnen Module – or what ever – erst noch hier und da zusemmen stellen muss. Bei aller Liebe, dass setzt es bei mir schon aus. Auch gibt es mal wieder soviele Derivate, dass man schnell den Überblick verliert, wo den nun welches Ding von wem kommt und zu wem passt.
Ich will mich auf den Inhalt und auf meine persönliche Note konzentrieren und dabei lieber gewisse Freiheitgrade aussschöpfen. Mit geht “Einheitsbrei” chronisch gegen den Strich.
Sorry, aber dass musste ich jetzt leider noch so deutlich sagen, weil ich mich nicht gerne der reinen Effekthascherei und Inhaltsleere bezichtigen lassen, nur weil ich professionelle Layout-Software benutze. Und da kann ich Herrn Chow im Bezug auf QuarkX nur Recht geben.
Ciao,
Appletiser.
Nabend Zusammen,
ich hätte da mal ne Frage:
Ich bin seit gut ner Woche von Win auf Mac umgestiegen etc. und nun möchte ich natürlich auch wieder mit LaTeX arbeiten. Hier wird ja die MacTeX Distri vorgestellt, aber man hört in den Weiten des Web, oder ich, das das ganze Spiel nicht mehr weiterentwickelt wird. So zum Beispiel der i-Installer und die MacTeX Distri ist ja auch schon Weilchen alt.
Wie hält man denn seine Distri auf dem laufenden, also Pakete nachinstallieren usw. ist das kompliziert aufm Mac? Weiß jemand wie das generell mit den LaTeX Distris auf Mac weitergeht?
Bin da von Win mit proTeXt sehr verwöhnt, wird immer schön aktuell gehalten und Nachinstallieren von Paketen ist auch kein Problem und kinderleicht.
Gibt es sowas auch für Mac? Möchte ungern Win auf meinem Mac installieren, kann mich aber so richtig nicht mit der MacTeX Distri anfreunden
Ich entschuldige mich schon mal im Vorraus dafür, das ich die Diskussion nach gut anderthalb Monaten vielleicht wieder zum Leben erwecke, aber ich glaube das passt am besten hier hin, ist ja was Allgemeines.
Vielen Dank schonmal im Vorraus.
mfG Pierre
Hallo Pierre,
im Gegenteil, ich als Autor freue mich über jeden Kommentar wie ein Honigkuchenpferd. ^^
Irgendwann habe ich mal irgendwo gelesen, dass die MacTeX-Distri Ende dieses Jahres noch eine Aktualisierung erfahren soll. Aber das ist wohl recht unwahrscheinlich.
So komfortabel wie unter Windows ist die Paketverwaltung sicher nicht, aber wenn man mal ein LaTeX-System mit allem was man braucht, installiert hat: Wozu braucht man neue Pakete?
Wenn du dennoch was Neues brauchst, dann musst du dich halt wohl oder übel beim CTAN umsehen, und einzelne Paket manuell installieren. Ist nicht komfortabel, aber anders kenne ich es auf dem Mac bisher jedenfalls nicht.
PS: Es heißt “voraus” mit einem “r”
*rauskram*
Vielen Dank für den Artikel, das ist für mich schon sehr hilfreich gewesen. Jetzt aber noch ein paar Fragen:
- ist das problemlose Verknüpfen mit einer Literaturdatenbank möglich? Also zum Beispiel Endnote?
- gibt es eine gute Literaturdatenbank vielleicht auch günstiger, als endnote?
- kann man problemlos PDFs erstellen? Wenn ja, mit welchem Programm?
Danke schonmal!
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