
[update]: Bilder jetzt online
Das UPS-Tracking ist schon ziemlich genial. Noch bevor die Kollegin vom Empfang anrufen konnte, dass sie ein Paket für mich in Empfang genommen hatte, konnte ich es schon online lesen. Was da auf dem Tresen lag war mein neues MacBook Air und das zugehörige SuperDrive. Allerdings alles andere als albern leicht – ich war ziemlich überrascht über das Gewicht des Kartons! Kein Wunder, wiegt doch dieser leer, also ohne Handbücher, Adapter, Netzteil etc., mit der Küchenwaage höchst akkurat nachgemessene 1185g und damit fast so viel wie das MacBook Air.
Die Umverpackung hinterlässt damit nicht zuletzt aufgrund ihres hohen Eigengewichtes einen sehr hochwertigen Eindruck und siedelt das MacBook Air im (schwarzen) Pro-Segment an. Der gewonnenen Eindruck setzt sich beim weiteren Auspacken fort. Kein billiger Styropor im inneren, sondern schwarzes mattes Plastik beherbergt das Zubehör, oben auf liegt das Subnotebook.
Nach dem ersten Auspacken ist die Festplatte schon gut gefüllt, was mich dazu veranlasst hat, noch einmal neu zu installieren, zumal ich nicht beabsichtige, mit dem MBA irgendwelche Videobearbeitungen oder Musikproduktionen zu machen. Ohne iLife, Druckertreiber, zusätzliche Sprachpakete und sonstigem Krimskrams kommt das System dann noch auf 6,1 GB und damit fast dreimal so wenig Platz wie im Auslieferungszustand. Vom angeschlossenen SuperDrive (das auf der Packung einen entsprechenden Hinweis hat, dass es nur mit dem Air funktionieren wird) bootet der Rechner ausgesprochen langsam. Ich war schon versucht zu vermuten, dass er sich irgendwo im Startprozess aufgehangen hat, dem war aber nicht so. Die Installation selbst lief anschließend zügig durch.
Ob man den Migrationsassistenten nutzen soll ist immer so eine Sache. Auf der einen Seite macht es einem dieser sehr einfach, alles zu übertragen, was man braucht, nimmt auf der anderen Seite aber auch viel alten und unnötigen Ballast mit auf das neue Gerät. Trotzdem habe ich mich nach einigem Hin und Her dazu entschlossen, ihn zu nutzen, vor allem wegen der vielen Programme, die auf händischen Weg zu installieren sicherlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als den Programme-Ordner bei Gelegenheit mal zu säubern.
Aber der Weg ist steinig. Über WLAN (802.11g) dauert es schon seine Zeit, bis Leopard ermittelt hat, wie viele Daten auf dem Wirtssystem zu kopieren sind. Nachdem mein Homefolder dann doch eine stattliche Größe erreicht hat galt es diesen auszusparen – selbst die doppelte Kapazität auf dem MBA würde nicht ausreichen (und ja, Jog hat Recht: Egal wie viel Plattenplatz man hat, man wird ihn voll bekommen).
Im WLAN-Modus lassen sich leider, aber aus verständlichen Gründen, die Netzwerkeinstellungen vom Wirtsrechner nicht übertragen. Das ist ärgerlich, vor allem wenn man wie ich sehr viele Umgebungen hat, aber es gibt schlimmeres. Die (geschätzte) Übertragungszeit von ~17 Stunden beispielsweise. Ich hab mir das dann nicht bis zum Ende gegeben.
Also mal eben den LAN-USB-Adapter rausgekramt, den ich letztens gefunden habe. Aber was am iMac noch prima funktioniert hat geht am MBA nicht. Es besteht trotz angeschlossenem Adapter keine Möglichkeit, in den Netzwerkeinstellungen einen neuen Ethernetanschluss auszuwählen – den Punkt gibt es im Dropdown schlicht und ergreifend nicht! Dieses Privileg dürfte Apples eigenem Ethernet-Adapter vorbehalten sein. Na danke!
Letzte Chance: TimeMachine. In meiner grenzenlosen Weitsicht hatte ich vor Jahren schon ein Gehäuse mit FireWire- und USB-Schnittstelle gekauft. Und zum Glück noch ein USB-Kabel im Haus. Auf der Backup-Platte befinden sich drei TimeMachine-Sicherungen. Auswählen lässt sich aber nur die vom iMac, an den die Platte direkt angeschlossen ist. PowerBook und Mac mini werden über Netzwerk gesichert, deren Zeitmaschine liegt folglich im Sparse Bundle und ist für den Migrationsassistenten nicht nutzbar. Aber zumindest lassen sich jetzt die Netzwerkeinstellungen übernehmen. Was sich am Ende als schlechte Idee erweisen soll. Der Aiprort-Anschluß heißt nämlich ‘Ethernet integriert’, das Airport-Icon in der Menüleiste behauptet steif und fest, Airport sei nicht konfiguriert, die Verbindung klappt trotzdem. Ordnung schafft man nicht durch einen Neustart, sondern nur, indem man den Eintrag ‘Ethernet integriert’ entfernt und als ‘Airport’ neu anlegt. Vor dem Löschen verschwindet der Eintrag ‘Airport’ nämlich immer wieder wie von Geisterhand. Die Umgebungen schaffen es dann ärgerlicherweise trotzdem nicht auf das MBA – [update]was aber unter PEBKAC fällt, denn der Migrationsassistent kann nur übertragen, was es auch gibt und auf dem eher nicht transportablen iMac hatte ich die Umgebungen schon auf das notwendige zusammengestutzt[/update].
Und die Arbeit beginnt erst: Durch den fehlenden User-Ordner sind zwar alle Programme da, aber keinerlei Voreinstellungen. Vielleicht also doch noch einmal plätten und nur das installieren, was man wirklich braucht.
Ansonsten ist das MBA ein wirklich klasse Gerät. Auch wenn es von der Prozessorleistung her Apples schwächste Maschine ist, es rennt regelrecht. Im Vergleich zum PowerBook sowieso. Alles wirkt sehr flüssig und leicht. Das Display ist angenehm hell und ohne störende Spiegelungen – wer diese bei glossy Displays sehen will, der wird es aber trotzdem schaffen, zur Not mit dem dafür nötigen Tunnelblick. Die Tastatur ist identisch zur Bluetooth-Variante und passt mit den schwarzen Tasten sehr gut zum Gerät. Die Hintergrundbeleuchtung ist weiß – wobei das Licht wie immer bei weißen LEDs leicht bläulich wirkt.
Jetzt werde ich die Sache mit dem nochmaligen Neuinstallieren mal überschlafen. Morgen gibt es dann noch ein paar Bilder…
[update]Der Chef hat gemeint, ich könnte den CoverFlow-Screenshot der Freigaben hier noch reinstellen, so here we go (größer nach dem Klick):

{ 33 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Wer sehen möchte, wie der MacBook Air-Bildschirm spielt, kann sich schlicht das Werbevideo von Apple ansehen – dort sind die Reflexionen deutlich zu sehen:
http://www.macmacken.com/2008/01/15/macworld-frust-i-macbook-air-mit-spiegelbildschirm/
Ob man mit diesem Ergonomieproblem leben kann, muss man selbst entscheiden - wer viel mit einem Computer arbeitet, verzichtet im Interesse der eigenen Gesundheit auf einen Bildschirmspiegel. Aber lassen wir das für den Augenblick …
Was mich an Deinem lesenswerten Bericht wirklich enttäuscht, ist das erwähnte Problem mit dem USB-Ethernet-Adapter. Wozu USB, wenn man den Anschluss gar nicht «universal» nutzen kann? Beim optischen Laufwerk kann man es aufgrund der speziellen Stromversorgung verstehen, aber bei Standard-USB-Peripherie fehlt zumindest mir das Verständnis … bist Du sicher, dass das Problem MBA-spezifisch ist?
So oder so viel Spass mit dem MBA!
Na da wünsche ich noch viel Spass mit deinem neuen MBA
Aufmerksame neugiere Blicke du ernten wirst junger Jedi
Ich dachte Apple wollte bei den Verpackungen nun sparsamer sein. Meiner Ansicht nach hat Plastik nur in bestimmten Fällen was in Verpackungen zu suchen.
Dass die Migration auf das MBA recht tricky sein soll, habe ich jetzt schon öfters gelesen. Meine Frau liebäugelt augenscheinlich mit den Gerät. Für den Fall der Fälle weiß ich ja, was auf mich zukommt.
Danke für den tollen Bericht.
Danke!
Das war lesenswert und eine Entscheidungshilfe.
Dafür oder dagegen?
Mensch – Maschine Syndrom würde ich sagen
Trotzdem viel Spaß
Schöner Bericht!
Och mensch …. ich möchte auch einen haben
das der alte lan-usb adapter nicht funktioniert bei dem MBA, ist gut zu wissen, da werde ich, falls ich mir einen kaufe, einen mit bestellen.
Weil wir gerade beim Thema sind und weil Martin gefragt hatte: Das kann ich mittlerweile bestätigen, der Adapter funktioniert am iMac, aber nicht am MBA. Und das liegt daran, dass Ethernet nicht auswählbar ist bei den Anschlüssen.
Ich werd heut abend nochmal die CDs durchwühlen, vielleicht ist da ein Stück Software dabei, die das dann doch ermöglicht.
hab noch eine Frage dazu, für was wirst du das Air benutzen?
man man feines gerät….
mit der nächsten Revision ist das meins, ich brauche einfach mehr Festplattenplatz…
lieber macmacken,
wer permanent an seinem notebook aus der von dir zitierten perspektive arbeitet hat nicht nur ein ergonomieproblem.
aufgrund des glossygeheules der experten habe ich mir damals extra ein MBP 15″ mit glossy geholt – und keine sekunde bereut.
das thema ist echt durch und muss nicht jedesmal wieder durchgekaut werden. das ist genauso langweilig, wie bei jeder generation von ipods sich ueber fest eingebaute akkus zu beklagen.
kleiner tipp: wenn man sich beim arbeiten aufs wesentliche konzentriert, dann laesst man sich auch nicht so leicht ablenken.
Also aus dem letzten screenshot entnehme ich dass das Time Machine Backup auf einen PC (OS? Linux/Unix oder Windows) ueber das Netzwerk gemacht wird. Nun meine Frage was fuer eine Protokol benutzt du? (nfs, smb oder sogar afp).
Ich frage deshalb da ich selbst eine Linux Server laufen habe mit einer afp Freigabe aber Time Machine ist da schei*** langsam.
Nein, mein TM-Backup läuft auf eine USB-Festplatte. Der CRT im Hintergrund ist ein Buffalo-RAID.
Primär zum angeben, sekundär als kleines und leichtes Zweitgerät für unterwegs.
Dachte nur weil das TM Backup auch “montana” heisst.
Nö, das ist nur das gemountete Volume vom Buffalo. Die TM-Platte heißt tennessee
Super schön. Herzlichen Glückwunsch dazu. Sag mal, woher hast du den Bildschirmschoner der auf deinem MBA ist, (auf deinen Fotos ist eine große Uhr zu sehen mit den Ziffern 8:19) her?
Das ist Fliqlo, meim Lieblings-Screensaver:
http://www.9031.com/downloads/screensavers.html
http://www.chip.de/artikel/Test-Apple-MacBook-Air-Notebook_30572735.html
Kannst du bestätigen dass
1. Zitat “Zudem fiel uns auf, dass das Air ständig unter einer leichten Stromspannung steht. Abhilfe verschafft hier auch kein Anschluss ans Stromnetz, denn das sehr leichte Netzteil besitzt keine Erdung.” Zitat Ende.
Was passiert dann? Bzzzzzzz?
Kanns mir irgendwie nicht vorstellen..
2. Bootcamp Windows macht wirklich Performanceprobleme?
Auch das MacBook Pro steht unter Spannung. Ich habe mal gelesen, dass das nicht jeder Mensch merkt. Bei uns in der Familie war ich der einzige, das merkte dass die Dunstabzugshaube irgendwie unter Strom steht.
Das MBP steht nur unter Spannung, wenn man den kurzen Stecker vom Netzteil nutzt. Der hat nämlich auch keine Erdung.
Keine Ahnung, wie sich das äußert. Ich hab jedenfalls im Office seit kurzem die neue Alu-Tastatur (aber keinen neuen Rechner unterm Tisch, auch wenn jeder fragt
und bekomm grundsätzlich einen leichten Stromschlag, wenn ich kurz mal Kaffee holen oder beim Kollegen war.
Das dürfte aber an meinen Schuhen liegen, mit anderen Schuhen passiert das nicht. Aber mit den Tretern von Adid*s bei jeder Gelegenheit (auch, wenn ich das MacPro Gehäuse anfasse oder den Zahlencode am Serverraum eingeben will, das Kästchen hat nämlich ein Metallgehäuse…). Möglicherweise meinen die das.
Bootcamp: Keine Ahnung. Aber in der Regel muss Apple BootCamp immer erst aktualisieren, wenn neue Hardware rauskommt. Dieses mal wahrscheinlich nicht anders.
Und ad: Entweder haben da Leute noch weniger Schlaf als meinereiner oder wir sehen Tekl erst heute gehen mittag wieder
vielen Dank für den Bildschirmschoner; der ist wirklich Klasse
Das lange Kabel hat zwar eine Erdung, aber auf der Seite des Netzteils geht die nirgendwohin. Habe mich schon immer gefragt wozu das gut sein soll..
Klar geht das Wohin:
in diesen Nupsi, über den du den Stecker schiebst…
der ist aus Metall und im Stecker ist da auch Metall, schaus dir mal an!
Argh. Ich hab das MBA eben beim Händler in “echt” gesehen. Verflucht, ist das geil.
Hmmmmm…..
Wann und wo hast Du das MBA bestellt? Mein Apple Dealer hat es auch nach 3w nicht geschafft mir ein 1.8 SSD zu organisieren, ja auch ein 1.8 HDD ist beim Distributor noch ohne Liefertermin.
Direkt nach der Keynote im Apple Store.
Sag mal Matt: Hab gestern mir diese Mac-TV-Folge angesehen, in der das MBA vorgestellt wird. Die Klappe für den USB-Stecker soll aus Plastik sein. Ich hab mir das MBA ja auch angesehen, und meine sie ist aus Alu. Kannst du mal was dazu sagen?
Moin Ihr Purschen…
besteht noch Interesse an einem Vergleich zwischen MBA, MB und ev. dem Dell XPS M1330?
Demnächst kann ich auch noch mit dem HTC Shift vergleich, ein Subnotebook wie ich es mir sehnlichst von Apple wünsche.
Quak!
Na, aber hallo besteht da Interesse!
Hallo! Hat vielleicht irgend jemand auch ein MBA (Nette Abkürzung; so nebenbei) und einen USB HUB gefunden, mit dem das externe DVD Super Drive Dings läuft? Bin bislang bei diversen Modellen gescheitert und es heißt, es gibt keinen HUB der funktioniert.
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