Inquisitor im Kreuzfeuer

8. Januar 2008 · 73 Kommentare ·

David Watanabe gerät erneut in Kritik. Diesmal mit seinem Safari-Plugin Inquisitor. Die Freeware, die die Safari-Suche erweitert, soll Affiliate-Links bevorzugt in den Suchergebnissen präsentieren. Bei Einkäufen über diese Links wandern entsprechende Provisionen auf das Konto des Entwicklers. Mehr dazu auf TUAW und in diesem sehr interessanten Beitrag.

Wie steht ihr dazu? Darf eine Freeware sich derart finanzieren?

Update: Die hier publizierte Beobachtung, dass Inquisitor bei der Installation ungefragt SafariBlock deinstalliert, dürfte nun umso interessanter sein.

Update 2: Wer Inquisitor gerne loswerden möchte, aber nicht auf AppZapper und Co. zurückgreifen kann oder will, kann sich an folgender Grafik orientieren, um zu sehen, was zu dem Paket gehört.

Inquisitor im Kreuzfeuer

Der verwendete Speicherplatz des Inquisitor-Ordners in der User-Library variiert je nach Häufigkeit der bisherigen Nutzung.

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{ 64 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

MacMacken 8. Januar 2008

Wie steht ihr dazu? Darf eine Freeware sich derart finanzieren?

Ist ein solches Programm noch «Freeware»?

Zur ursprünglichen Fragen: Programme dürfen sich «derart» finanzieren, aber die Finanzierung muss transparent erfolgen. Im Idealfall erscheint bei der Installation oder beim ersten Programmstart ein entsprechender Hinweis, den der Benutzer bestätigen muss …

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Stephan 8. Januar 2008

Im Artikel auf On… wird ja sogar beschrieben, dass Inquisitor die URLs kaschiert, um den Affiliate-Teil zu verstecken. Böse Sache sowas, wenn solch ein Verhalten eines Tools nicht transparent gemacht wird. Auch eine OptOut-Option bei der Installation oder in den Einstellungen finde ich nicht angebracht.
Wenn man aber bei der Installation/Einstellungen gefragt wird, ob man Affiliate-Links zulässt, um den Entwicklern über diesen Weg eine gewisse Spende zukommen lassen möchte, wäre es okay.

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Matt 8. Januar 2008

Natürlich ist das Freeware, was man allerdings nicht mit free Software in einen Topf werfen darf.

Allerdings geht so eine heimliche ‘Anpassung’ halt mal gar nicht. Und da die Suchanfragen ja über Watanabes Server laufen muss man sich fragen, ob man ihm diese Daten überhaupt anvertrauen will, zumal er die Ergebnisse manipuliert. Es ist ja nicht nur dieser erste Amazon-Link, der ein Affiliate-Link ist, sondern auch die in den normalen Suchtreffern und möglicherweise nicht nur Amazon, sondern von diversen anderen Anbietern auch.

Damit dürfte sich Watanabe die letzten paar verbliebenen Sympathiepunkte verspielt haben.

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ad 8. Januar 2008

Und da die Suchanfragen ja über Watanabes Server laufen…

:shock:

Das habe ich glatt überlesen.
Weia. Nee, das geht gar nicht.
Runter damit.

Kennt jemand eine Alternative zu dem Programm?

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Marcel 8. Januar 2008

Was?? Nein!! ich LIEBE dieses Programm und jetzt sowas? Hallo, OpenSource-Crews dieser Welt, vereinigt euch und macht mal ne Gegenkillerapp. Dat geht ja mal gar nicht hier.

Antworten

Matt 8. Januar 2008
Und da die Suchanfragen ja über Watanabes Server laufen…

:shock:

Das habe ich glatt überlesen.

Das steht auch so nicht direkt drin, aber wie wäre Watanabe sonst in der Lage, die Suchergebnisse zu manipulieren, wenn er nichts von ihnen weiß? Das ist ja von jetzt auf gleich gekommen, ohne ein Update der Software. Also muss er Kenntnis von der Suchanfrage haben.

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Karsten 8. Januar 2008

Bis auf’s Erste ist für mich Inqusitor bei mir vom Rechner. Ich finde das eine Frechheit, wie ein Programm da mit meinen Daten umgeht.
Mich würde interessieren, was entsprechende Gesetze dazu sagen. Immerhin lässt er die Suchanfragen über seinen eigenen Server laufen. Kann ich wissen, was er da alles noch so speichert?
Pfui! Datenschutz mal wieder mit dreckigen Stiefeln getreten!

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ad 8. Januar 2008

Egal ob es über seinen Server läuft oder nicht – der Herr war für mich schon seit der NewsFire-Aktion unsymphatisch. Jetzt ist er endgültig für mich gestorben.

Wenn man sich die Kommentare auf TUAW anschaut, bin ich da nicht der Einzige. Da geht es ja ordentlich zur Sache. Bin mal gespannt, ober er darauf reagiert oder die Sache wieder in gewohnter Art aussitzt.

Antworten

Doc Sciuk 8. Januar 2008

Wie schon die Kollegen oben sagten, es ist wohl eine nicht ungebräuchliche Sache, ABER:
1. Es fehlt der eindeutige Hinweis auf die bevorzugt gefundenen Firmen!
2. Ein jeder sollte wissen “dürfen” wie so etwas geht, damit ein jeder auch die realistische Chance hat seine Site in den Vordergrund zu schieben, wenn er es nicht über Besucherzahlen schafft. (siehe http://www.bilder-handgemalt.de *grins*

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MacMacken 8. Januar 2008

Natürlich ist das Freeware, was man allerdings nicht mit free Software in einen Topf werfen darf.

Freie Software ist es sowieso nicht, und in der aktuellen Version wohl eine Mischung aus Adware und Spyware … Freeware im Sinn von kostenloser Software bedeutet für mich, dass man in KEINER FORM für die Software bezahlen muss, auch nicht mit den eigenen Daten oder den eigenen Einkäufen.

Hallo, OpenSource-Crews dieser Welt, vereinigt euch und macht mal ne Gegenkillerapp.

Wer Freiheit mag, verwendet Mozilla Firefox … dafür gibt es auch echte Erweiterungen und nicht bloss (teilweise sogar kostenpflichtige) Hacks von dubiosen Mac-Entwickeln.

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Guennersen 8. Januar 2008

Ein starkes Stück (mal abgesehen vom Rechtschreibfehler, ad :) )
Was ist mit Acid Search als Alternative? http://pozytron.com/acidsearch

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ad 8. Januar 2008

Noch ein interessanter Beitrag zu der Geschichte:
http://www.recompiled.org/internet/inquisitor-puts-affiliate-links-at-top-of-search-results

@Doc Scuik: oller Spammer! :twisted:

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Marcel 8. Januar 2008

MacMacken: Wer Freiheit mag, verwendet Mozilla Firefox … dafür gibt es auch echte Erweiterungen und nicht bloss (teilweise sogar kostenpflichtige) Hacks von dubiosen Mac-Entwickeln.

Es kann und darf aber nicht sein, dass ich zu einem Browser gezwungen werde, nur weil es auf meinem bevorzugten nur geldgeile Programmentwickler gibt. Ich hoffe es gibt im Gegenzug zu diesem “Fall” eine Entwicklung in der OpenSource-Community, die eine freie und ebenfalls so schöne Alternative entwickeln. Danke.

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Zettt 8. Januar 2008

Auch fuers Erste deinstalliert.
Monocle soll auch noch als Alternative genannt werden.

Watanabe muss schwer einstecken vor allem den Kommentar auf TUAW in dem gesagt wird, dass teilweise kein Support von ihm kommt und wenn dann bekommt man nur eine kurze ruede Antwort finde ich interessant. Die Erfahrung kann ich teilweise teilen auf meine Anfrage fuer NewsFire erhielt ich auch keine Antwort.

Und ich denke die Aussage “Was willste von jemanden erwarten der auch P2P Programme wie Acquisition oder XTorrent entwickelt?” kann man auch mal unterstreichen.

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nasendackel 8. Januar 2008

Traurig. Wieder mal ein Beweis, dass man Programm nicht einfach so vertrauen sollte….. Schaden hat es ja zum Glück nicht gemacht. Aber wer weiss, wass es noch so alles gesendet hat oder könnte ;)

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Morten 8. Januar 2008
ad 8. Januar 2008

Oh ja – stimmt. Das ergibt einen Zusammenhang! :shock:

Antworten

Matt 8. Januar 2008

@ad: Den Link hatte ich schon gepostet :D

@MacMacken: Adware ist IMHO falsch, da keine Werbung eingeblendet oder sonstige Werbesoftware installiert wird. Freeware ist richtig, weil es umsonst hergegeben wird. Zumindest wenn man streng nach Wikipedia geht. Ich würde aber eine neue Bezeichnung einführen: Cheatware.

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ad 8. Januar 2008

@ad: Den Link hatte ich schon gepostet :D

Doppelt hält besser! :D

Ich würde aber eine neue Bezeichnung einführen: Cheatware.

Für mich ist das eher Crapware.

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JacopHeinnrich 8. Januar 2008

Mhh…

ich fand des Programm immer sehr nützlich eigentlich…
Habs trotzdem runtergehauen, weil, man kann nie wissen was noch so abgeht..

Ich wär auch dafür ne gscheide Alternative zu entwickeln…

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Tobias Mende 8. Januar 2008

Also generell ist Finanzierung über solche Links ja garkein Thema, aber wenn er das über seinen Server laufen lässt, dann ist eigentlich Schluss mit lustig.
Ob ich auf einen Afilli-Link oder einen normalen klicke ist mir egal. Und wenn ich damit einen Entwickler unterstützt ist mir das recht.
Aber diese Umleitung ist ja echt ziemlich unterste Schublade…

(So sehe ich das)

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Tom Müller 8. Januar 2008

Solange es keine Alternative gibt nutze ich Inquisitor weiterhin ….

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ad 8. Januar 2008

Kann jemand die Geschichte mit dem eigenen Server mal beweiskräftig untermauern? Bisher ist es ja mehr oder minder eine Vermutung. Oder?

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Christian 8. Januar 2008

Ist gerade runtergeflogen. Habe es sowieso selten benutzt.
Suche inzwischen eigentlich nur noch mit QS.

Und sowas geht ja gar nicht. Nein, Danke!
In diesem Fall beeinflusst, dass ja die Funktion der Software. Von daher ist ein Hinweis mal das Mindeste.

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Bastian 8. Januar 2008

Ich kenne Inquisitor nicht – und werde es wohl demnach auch nie kennenlernen. ;-)

Die Safari-Suche habe ich mittels AcidSearch erweitert. Funktioniert wunderbar. Weiss aber nicht, ob dies Inquisitor ersetzt.

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Matt 8. Januar 2008

Kann jemand die Geschichte mit dem eigenen Server mal beweiskräftig untermauern? Bisher ist es ja mehr oder minder eine Vermutung. Oder?

Nachdem ich die Vermutung aufgestellt habe, habe ich mal etwas rumprobiert. Inquisitor telefoniert für die Amazon-Geschichte wohl nicht nach Hause. Die fraglichen Suchbegriffe sind wohl harcoded in der Applikation drin.
Was dann aber die Frage aufwirft: Warum fällt das erst heute auf? Laut Blog ist die aktuelle Version vom 27. Oktober und möglicherweise war es auch vorher schon drin!

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Stefan 8. Januar 2008

Danke für den Screen. Inquisitor fliegt heute Abend gleich runter vom MacBook!

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James 8. Januar 2008

Ich mag den Typen auch schon nicht mehr. Sein Xtorrent ist allerdings klasse. Aber ich werde den Inquisitor auch mal runterschmeissen. Nutze den eh kaum ;)

Antworten

AndreasE 8. Januar 2008

Inquisitor war mir eigentlich ein wichtiger Helfer…. ABER NICHT UNTER DIESEN BEDINGUNGEN. :nono:

Vielen Dank für diesen nützlichen Beitrag. :-)

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happy-buddha 8. Januar 2008

danke für den guten beitrag ! inquisitor ist gerade gelöscht.

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Luigi.Vercotti 8. Januar 2008

Ist mit den oben beschriebenen Anteilen wirklich alles vom Rechner entfernt?
Installiert man Inquisitor neu, hat es nicht seine Einstellungen vergessen. Irgendwas verbleibt da auf dem System.

Antworten

Marc 8. Januar 2008

Ich habe mit dem Entwickler schon einige Diskussionen gehabt, re scheint sehr auf seinen Verdienst und eher nicht auf Kundenfreundlichkeit zu setzen …

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ad 8. Januar 2008

Ich habe mit dem Entwickler schon einige Diskussionen gehabt, re scheint sehr auf seinen Verdienst und eher nicht auf Kundenfreundlichkeit zu setzen …

Jupp, das stimmt. Siehe auch…
http://www.apfelquak.de/2007/02/20/shareware-fuers-leben/
http://squidnews.com/2007/04/17/david-watanabe-the-complaints/

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Volker 8. Januar 2008

Thx, habe soeben den Typen runtergeschmissen. Finde es schade…. Auf dem PC (ich hasse ihn, muss ihn aber beruflich nutzen) nutze ich Firefox mit entsprechenden Addons, die mir allerdings auch besser gefallen als der Inquisitor. Dennoch hoffe ich auf eine Alternative und wenn einer gerade dabei ist sowas zu entwickeln, dann sollte man die gewünschte Suchmaschine vor eintippen des Suchbegriffes auswählen können. Man spart sich dann wirklich ein paar clicks….. p.s. habe die Seite eben durch Zufall entdeckt; weiter so…..

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O-Jay 9. Januar 2008

Der ewig Missverstandene äußert sich:

http://www.newsfirex.com/blog/?p=193

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ad 9. Januar 2008

Och, jetzt muss ich erst mal ein wenig weinen gehen…

Antworten

Zettt 9. Januar 2008

Der Blogpost geht jedenfalls nicht darauf ein, dass die Leute ihn nicht leiden koennen, weil sein Support so schlecht ist.

Antworten

O-Jay 9. Januar 2008

Ebenso schweigt er sich darüber aus, warum er in dieser Geschichte den Usern die nötige Transparenz vorenthalten hat. Scheint doch eine ziemlich gespaltene Persönlichkeit zu sein, so aus der Ferne beurteilt.

Antworten

MacMacken 9. Januar 2008

@ad: Ich musste mir auch erst ein Taschentuch holen … im Wesentlichen gibt Watanabe zu, was man im vorgeworfen hat, «Inquisitor» ist Adware, wobei diese Funktionalität versteckt wird, so dass man eigentlich von Spyware reden muss. Und natürlich handelte Watanabe zum Wohl der Benutzer, na ja …

Wie schon gesagt: Adware soll nutzen, wer mag, dito Partnerprogramme und sonstige Finanzierungsmöglichkeiten. Als Benutzer möchte ich aber entscheiden können, wie ich meine Software bezahle, und diese Möglichkeit war und ist bei «Inquisitor» nicht gegeben.

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Zettt 9. Januar 2008

Ebenso schweigt er sich darüber aus, warum er in dieser Geschichte den Usern die nötige Transparenz vorenthalten hat. Scheint doch eine ziemlich gespaltene Persönlichkeit zu sein, so aus der Ferne beurteilt.

Nicht ganz. Er sagt deutlich das das seit 16 Monaten zu habende Inquisitor seit Anfang an den noetigen Hinweis bereits enthaelt. Oder hab ich den Blogpost falsch verstanden?

Antworten

ad 9. Januar 2008

Nicht ganz. Er sagt deutlich das das seit 16 Monaten zu habende Inquisitor seit Anfang an den noetigen Hinweis bereits enthaelt. Oder hab ich den Blogpost falsch verstanden?

Da steht, es ist “public knowledge” – das kann viel heißen.

Antworten

MacMacken 9. Januar 2008

Nicht ganz. Er sagt deutlich das das seit 16 Monaten zu habende Inquisitor seit Anfang an den noetigen Hinweis bereits enthaelt. Oder hab ich den Blogpost falsch verstanden?

Die wohlwollende Interpretation hat «ad» bereits abgegeben, man könnte auch sagen, dass Watanabe lügt … auf der Website und im Installer steht jedenfalls kein Wort von Adware (und auch nicht von der sonstigen Datenübertragung beim Suchen).

Interessant ist auch, dass Watanabe zugibt, dass das Programm seit über 16 Monaten Adware ist. Beim «public knowledge» schreibt er aber von einem kürzeren Zeitraum …

Watanabes Aussagen sind IMHO peinlich. Und erwartet er wirklich, dass man sich vor einer Programminstallation en détail informiert, ob das Programm Spyware ist? Wieso dokumentiert er seine Software nicht anständig? Lizenzbestimmungen verwendet er ja keine, die Website ist äusserst mager … wobei das Fehlen der Lizenzbestimmungen damit zusammenhängen könnte, dass Watanabe nichts von Lizenzen hält, siehe Xtorrent/Transmission …

Antworten

ad 9. Januar 2008

… wobei das Fehlen der Lizenzbestimmungen damit zusammenhängen könnte, dass Watanabe nichts von Lizenzen hält, siehe Xtorrent/Transmission …

Ach? Da habe ich andere Erfahrungen… :D
http://www.apfelquak.de/2007/02/20/shareware-fuers-leben/

(wie bereits weiter oben verlinkt)

Antworten

MacMacken 9. Januar 2008

@ad: Interessant … Watanabe selbst nutzt den Transmission-Quelltext nicht im Einklang mit der entsprechenden Lizenz, sieht es für die eigene Software aber anders … :roll:

Antworten

Matt 9. Januar 2008

(und auch nicht von der sonstigen Datenübertragung beim Suchen).

Die dürfte es nach meinen gestrigen Recherchen auch nicht geben (siehe weiter oben). Aber dann ist halt echt die Frage: Wieso fällt das erst jetzt auf?

Antworten

Marcel 9. Januar 2008

Ich habe Watanabe folgende Email geschrieben:

“People like I loved Inquisitor. It’s small, beautiful very helpful. So the shock was big, when I heard that your software make things without telling me this: create ads, uninstall software (SafariBlock) and MY searches go over your server. THAT’s the point and that’s why people call you an asshole: because you broke it. And that’s very sad.”

worauf er antwortete:

“Where are you hearing this nonsense? Inquisitor does *not* uninstall SafariBlock. Inquisitor searches *never* go anywhere near my server.

Calling me an asshole based on fiction and lies is idiotic.”

Vielleicht tun wir ihm doch ein wenig Unrecht?

Antworten

MacMacken 9. Januar 2008

@Marcel: Tatsache bleibt, dass «Inquisitor» als Adware funktioniert, was Watanabe zu tarnen versuchte. Da hilft alles Leugnen und Heulen nichts … aber bitte, wer Mitleid mit einem dubiosen Mac-Entwickler hat, darf selbstverständlich ein paar Tränen verdrücken, kein Problem … ;)

Website und Installer von «Inquisitor» übrigens wissen immer noch nichts von der Adware … Watanabe versucht das Problem offensichtlich auszusitzen, wohl wie schon x Mal mit Erfolg. Immerhin kann man mit Blogeinträgen wie diesem dazu beitragen, dass aufmerksame Benutzer mit ein bisschen Googeln herausfinden, auf was sie sich einlassen.

Antworten

MacMacken 9. Januar 2008

P.S.: Ach ja, NetNewsWire erhält man in der neusten Version nun übrigens kostenlos – hoffentlich ohne böse Überraschungen à la Watanabe! ;)

http://www.newsgator.com/CompanyInfo/Press/Archive.aspx?post=144

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Zettt 10. Januar 2008

Siehe da. John Gruber meldet sich auch noch zu Wort. Bin erstaunt.O_O

http://daringfireball.net/linked/2008/january#wed-09-inquisitor

Antworten

ad 10. Januar 2008

Ich auch. Gerade bei John Gruber hätte ich eine andere Reaktion erwartet.

Antworten

MacMacken 10. Januar 2008

@ad: Seine Reaktion ist verständlich, wenn man betrachtet, wie er seinen Lebensunterhalt erwirtschaftet … wobei ich mit Erstaunen bei Wikipedia gelesen hab, dass Gruber «Daring Fireball» als Vollzeitbeschäftigung betreibt, in 9 von 10 Fällen zitiert er ja lediglich andere Blogs und Websites.

Antworten

ad 10. Januar 2008

Darf man, wenn man hauptberuflich bloggt, keine kritischen Beiträge schreiben? Dann kannst du dir diesen Beruf ja schon mal abschminken… :hehehe:

Antworten

MacMacken 10. Januar 2008

Darf man, wenn man hauptberuflich bloggt, keine kritischen Beiträge schreiben? Dann kannst du dir diesen Beruf ja schon mal abschminken… :hehehe:

Ja, schon wieder muss ich ein paar Tränen verdrücken … ;)

Man beisst bekanntlich nicht die Hand, die einem füttert. Insofern ist es immer heikel, wenn man jene kritisiert, die den eigenen Lebensunterhalt finanzieren. Im Normalfall genügt es, wenn man den eigenen Arbeitgeber von Kritik verschont. Lebt man hingegen von Werbung, muss man gleich viel vorsichtiger schreiben.

Ich hoffe, es handelt sich um einen Ausrutscher von Gruber, quasi eine schwache Minute, um Mitleid mit David Watanabe … ;)

Antworten

janji 12. Januar 2008

Letztlich ist der Name “Inquisitor” schon Verdacht genug und sollte zu denken geben. ; )

Hoffe auf eine Alternative!

Antworten

James 12. Januar 2008

Der ewig Missverstandene äußert sich:

http://www.newsfirex.com/blog/?p=193

Was für ein Looser. Jetzt hat er den Beitrag doch wieder runtergenommen? Der Typ geht echt garnicht…

Antworten

Zettt 13. Januar 2008

Wisst ihr was?
Seitdem Inquisitor weg ist belegt Safari nur noch einen Bruchteil von RAM. Geht’s euch auch so?

Vorher hatte ich immer, sobald Safari startete und meine Tabs geladen waren, volle RAM-Auslastung – bei 2GB. Nun ist nur noch knapp die Haelfte belegt.

O_O

Antworten

MacMacken 13. Januar 2008

Jetzt hat er den Beitrag doch wieder runtergenommen?

Scheint so, ja. Unter http://www.macmacken.com/2008/01/09/adware-maerchen-a-la-inquisitor/ kannst Du ihn bei Bedarf nachlesen.

Antworten

James 13. Januar 2008
Jetzt hat er den Beitrag doch wieder runtergenommen?

Scheint so, ja. Unter http://www.macmacken.com/2008/01/09/adware-maerchen-a-la-inquisitor/ kannst Du ihn bei Bedarf nachlesen.

Ich hatte den Beitrag von ihm schon gelesen. Ich wollte nur drauf aufmerksam machen, dass der gute Mann mal wieder einen Rückzieher macht ;)

Antworten

MacMacken 13. Januar 2008

@James: Ich habe Dave dazu gerade noch eine E-Mail geschrieben – mal sehen, wie er reagiert! ;)

Antworten

James 13. Januar 2008

Da bin ich auch mal gespannt :D

Antworten

MacMacken 13. Januar 2008

Wer sich die «Inquisitor»-Website genau ansieht, entdeckt inzwischen folgenden Hinweis …

Search results may be supplemented by Amazon.com and Apple Store links.

… wer den Hinweis nicht gleich findet: Am unteren Bildrand in der Mitte in grauer Farbe wird man fündig!

Antworten

Matt 16. Januar 2008
ad 16. Januar 2008

Bei mir kommt trotzdem keine Software mehr von ihm auf den Rechner.

Antworten

Zettt 16. Januar 2008

please seriously consider donating to Inquisitor as an alternate means of support

Natuerlich! Kriegste doch glatt. Vor allem nach der ganzen Geschichte.

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