Nachdem ich ca. 20 mal täglich die Bestellstatus Seite im Apple Store aufgerufen und meinen Bekanntenkreis und die Mitarbeiter von TNT an den Rand des Wahnsinns getrieben habe, ist es nach einem kleinen Umweg (falsche Stadt) endlich vor einigen Tagen bei mir in Münster angekommen – mein neues Mac Book. Schon zwei Tage vorher wurden die beiden 2 GB Speicherriegel geliefert, kaltes Bier gab es auch im Kühlschrank, es war also alles vorhanden, um einen einsamen aber wunderschönen Apple Abend zu feiern.
Da stand es nun auf meinem Küchentisch, schneeweiss und irgendwie kleiner als ich es mir vorgestellt habe. Manche Menschen riechen ja an ihren neuen Büchern, andere geniessen den Geruch im Innenraum ihres neuen Autos. Als Kind des Ruhrgebiets erinnere ich mich gut daran, wenn ich mit meiner Mutter zur nächsten Pommesbude (sagt man bei uns so) gefahren bin und auf dem Rückweg der Geruch des Einpackpapiers, Currywurst und Pommes-Majo das Auto durchzog und meine Vorfreude steigerte. Das neue Mac Book roch noch ganz neu nach Kunststoff und irgendwie musste ich an die Pommesfahrten von früher denken. Jaja, Macuser haben schon so ihre Eigenarten – naja ich jedenfalls
O.K. – an die Arbeit. Zunächst musste der Speicher eingebaut werden, mein Mac Book sollte niemals mit den lächerlichen 512 MB zurecht kommen müssen. Akku raus und – uups: Minischrauben verwehren den schnellen Einbau, ein Winzschraubendreher musste her und der war gar nicht so einfach in meinem Haushalt zu finden. Dann hat sich auch noch eine Schraube hartnäckig geweigert, aber irgendwann war es dann geschafft, schon erreichte mich der nächste Rückschlag: Per Firewire Kabel mit dem G5 verbunden, zeigte mir der Kleine ein Übertragungszeit von 4,5 Stunden an. In dieser Zeit kann man an keinem der beiden Macs irgendetwas tun. Das reduzierte sich aber ziemlich schnell, zwei Stunden waren es am Ende dann immer noch.
Die Zeit habe ich mit dem Kauf einer externen Festplatte überbrückt, nachdem ich bemerkt habe, dass selbst die 120 GB Festplatte im Mac Book wahrscheinlich für Musik und Fotosammlung allein nicht ausreichen würde. Irgendwann waren die Daten rübergeschaufelt und ich konnte das Mac Book das erste mal richtig starten. Wow, was für ein Display, diese Farben und die Schärfe – einfach toll. Ich hatte Tags zuvor eine Keynote für eine Website Präsentation mit einigen rechenleistungshungrigen Effekten erstellt, die auf meinem iMac G5 noch gut, teilweise aber auch ein ganz kleinen wenig ruckelig lief. Das sollte mein erster Test fürs Mac Book werden. Die positive Überraschung: die Präsentation lief deutlich flüssiger als auf dem iMac! Klasse! Der nächste Test: Photoshop gibt es ja noch nicht als UB Version, aber ich benötige es natürlich für meine Arbeit. Auch hier kein Problem, PS läuft unter Rosetta absolut akzeptabel und hat mich meine erste Alptraum-Idee, PS unter Windows auf dem Mac Book zu nutzen, wieder vergessen lassen.
Die Auflösung von 1280 x 800 ist genial und lässt das Arbeiten selbst ohne externen Bildschirm zu.
Fazit: Der erste Eindruck nach einigen Tagen Beschäftigung mit dem Mac Book ist einfach nur positiv, wirklich genial das Teil.
Jetzt hol ich mir erstmal ‘ne Pommes.
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Schöner Bericht, vielen Dank.
Für auf das MacBook wartende Leidensgenossen noch zwei Widgets-Empfehlungen:
Apple Order Status Widget
http://mikepiontek.com/extras/mac/apple_order_status.zip
TNT Package Tracker Widget
http://www.widgetdeveloper.com/widget.php?id=71