WEAPON OF MASS DISTRACTION

(Foto: smlp.co.uk)

Lange nicht mehr über GTD geschrieben. Aber langsam wird’s mal wieder Zeit. Denn wenn ich Apfelquak so lese, muss ich doch ein wenig Denkanstösse geben. Und solange mein GTD-Web2.0-Beratungs-Projekt zwar gestartet ist, aber noch kein Gesicht hat, muss ich das dort machen, wo die andere interessante Artikel stehen.
Grund für mein schreiben sind die “Fokus Tools”-Einträge eines werten Kollegen. Grossartikel Artikel nebenbei! Und das eine oder andere Gespräch mit Freunden.

In diesem Artikel möchte ich ein wenig tiefer in die Fokusierungs-Mythen eintauchen und Ursachen sowie Auswirkungen diskutieren. Beziehungsweise einen Anstoss dafür geben, warum das eine so nicht klappt/klappen wird.
Über das Thema GTD, Fokussierung, Motivation und auch ein klein wenig darüber, wie sich Depressionen auf uns auswirken, habe ich bereits mehrere Vorträge gehalten. Und möchte hier mal einen wirklich kurzen Überblick und hilfreiche “Tools” an die Hand geben, wie auch ihr eure Arbeit “gebacken bekommt”.

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Als ob wir nicht schon genug Bundles erlebt hätten. Gerade erst ist das MacHeist Bundle vorbei donnern die Werbetreibenden schon wieder mit neuen Bundles daher. Wie ätzend!

TheMacBundles “launchen” BYOB. BYOB ist kurz für “Build Your Own Bundle” also “Bau dir dein eigenes Bundle”. Das heisst also wir dürfen Geld zahlen und kriegen dafür aber ein tolles Bundle, dass wirklich individuell ist. Mal sehen wie individuell wirklich.

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Quak, quak, quak … das ist er wieder, der Apfelquak-Frosch. Das sinnbildliche Monster aus unserer grauen Vorzeit, dieser gern verleugnete Verwandte hat mich wieder erwischt: Ein neuer Artikel auf Apfelquak ist viel wichtiger und spannender als meine Arbeit. Es dauert ja nicht lange, nur fünf Minuten lesen und dann zurück ans Werk … 30 Minuten später, ein neues Programm ausprobiert, Kommentare gelesen, selber geschrieben. Wie konnte das schon wieder passieren? Wie konnte der Reptilienteil meines Gehirns schon wieder über die Ratio obsiegen, die mich doch vom Tier abhebt und überlegen macht?

Die Ablenkung im bzw. durch das Internet kostet uns jeden Tag Zeit. Zeit, die wir besser in unsere Arbeit investieren sollten, um früher nach hause zu gehen, um früher unseren Hobbys nachzugehen und um in Ruhe, ohne Stress Apfelquak zu lesen. Denn obwohl man sich ablenken lässt, bleibt dieses nagende, schlechte Gewissen, dass uns sagt, wir sollten unsere richtige Arbeit machen.

Aktive Arbeitsablenkung
Im Artikel “Fokus-Tools, oder Prokrastination, nein Danke“  habe ich drei kostenlose Programme vorgestellt, die helfen, die passive Ablenkung unseres Desktops unter Kontrolle zu bringen. Sie ersetzen Bildschirmhintergründe und mit Dateien und Ordnern überladene Desktops, so dass man nicht ständig daran erinnert wird, was man sonst noch alles tun könnte. In diesem Artikel, stelle ich zwei einfache aber wirksame Programme vor, die die aktive Ablenkung durch das Internet bekämpfen: SelfControl und Freedom. Sie lassen den Impuls, schnell mal die Lieblingsseiten anzusurfen, ins Leere laufen, so dass man bei seiner Arbeit bleibt.

SelfControl

SelfControl nutzt die eingebaute Firewall von Mac OS X, um für eine einzustellende Zeitdauer alle Zugriffe auf bestimmte Domänen zu verhindern. Während SelfControl läuft, werden alle Anfragen an Domänen der Blacklist blockiert. Dadurch sind Web, Instant-Messaging, E-Mails etc. für diese Zeitspanne nicht mehr nutzbar. Diese Blackliste kann man sowohl vor dem Start als auch während der Laufzeit von SelfControl bearbeiten. Natürlich lassen sich während der Laufzeit nur Domänen hinzufügen, jedoch keine entfernen — man neigt ja doch dazu, sich selbst überlisten zu wollen. Auch das Beenden von SelfControl hat keine Auswirkung, denn die Firewall-Regeln bleiben bis zum Ablauf der vorgegeben Zeit aktiv.

Wen das kleine Timer-Fenster stört, kann SelfControl beenden und sich dennoch auf seine Arbeit konzentrieren. Sollte die Pflege einer Blacklist zu aufwendig sein, so kann man stattdessen eine Whitelist führen. In diesem Modus werden grundsätzliche alle Internet-Zugriffe blockiert, bis auf die Domänen der Whitelist. Darüber hinaus bietet SelfControl weitere, sinnvolle Einstellungsmöglichkeiten. Der Zugriff auf lokale Netzwerkdienste lässt sich grundsätzlich erlauben, falls man auf Dateien, Drucker etc. im lokalen Netz angewiesen ist. Es können automatisch alle Subdomänen der Whiltelist- bzw. Blacklist-Einträge in die Firewall-Regelsätze aufgenommen werden und der Browser-Cache kann zu Beginn geleert werden.

Freedom

Freedom verfolgt den gleichen Ansatz wie SelfControl, geht jedoch bestimmender ans Werk: Für die eingestellte Zeitdauer wird sämtlicher Netzwerkzugriff — oder mit Ausnahme des lokalen Netzes — abgeschaltet. Keine Whitelist, keine Blacklist, einfach kein Internet-Zugriff. Auf diese Weise bleibt wirklich keine Möglichkeit mehr, als sich mit seiner Arbeit zu befassen.

Fazit
Das Internet bietet uns wirklich eine unüberschaubare Menge an Ablenkungsmöglichkeiten. Die Autoren von SelfControl und Freedom haben dies selbst erkannt und mit ihren Programmen versucht, Abhilfe für zumindest eine kurze Dauer zu schaffen. Ich gebe Freedom den Vorzug, denn obwohl SelfControl mehr Anpassungsmöglichkeiten bietet, liegt genau darin auch seine Schwäche. Irgendeine Seite, irgendein E-Mail-Server fehlen immer auf der Blacklist, als dass man sich nicht damit ablenken könnte.

Ein grundsätzliches Problem lösen die beiden Programme trotzdem nicht: Was ist, wenn man das Internet, seine E-Mails etc. zum Arbeiten braucht? Was ist, wenn man Skype, ICQ etc. benötigt, um mit Kollegen zu kommunizieren? Um ehrlich zu sein, sind diese Dienste für meine Arbeit selten vollkommen entbehrlich. Hier muss man in den sauren Apfel beißen und den Frosch in sich wirklich überlisten. Mir hilft dabei die Aufmerksamkeitskarte von Überallbüro.de. Wann immer ich den Impuls zur Ablenkung verspüre, blicke ich auf die Aufmerksamkeitskarte an meinem Bildschirm und folge den Anweisungen.
Auf Überallbüro.de schreibe ich über die Möglichkeiten mit Hilfe des Internets überall und jederzeit zu arbeiten, um seine produktive Zeit am besten zu nutzen. Ein Schwerpunkt liegt auf den Schwierigkeiten motiviert und konzentriert zu bleiben. Insbesondere der Artikel “Konzentration, oder nicht ablenken lassen“ beschäftigt sich mit der Überlistung des Frosches in Dir.

Also: “Focus on” und nicht ablenken lassen — arbeite effektiv, damit Du in Deiner freien Zeit tun kannst, was Dir wirklich wichtig ist.

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Was ist denn das da auf der MacHeist Seite? Tweetie Icon im Hintergrund? Was hat das zu bedeuten? Bekommen wir bald doch noch das heiss herbei ersehnte Update für Tweetie für Mac?

Was ist Tweetie überhaupt?

Tweetie ist einer der populärsten Twitter Clients für den Mac und das iPhone. Kreiert wurde der schicke Twitter Client von atebits Loren Brichter.
Nachdem dieser Client auf dem iPhone in so kurzer so beliebt wurde, programmierte Loren auch eine Desktop Version.
Die schiere Popularität fuehrte dann auch dazu, dass Brichter an der Stanford University einen Vortrag über Tweetie gab. (Sehr interessantes Video!)

Tweetie 2 – das Gerücht

Seitdem im Oktober 2009 die iPhone Version aktualisiert wurde warten nun alle sehnsüchtig auf die Desktop Aktualisierung.

Wer mich kennt, weiss, ich mag Gerüchte (Nicht immer, aber das hier schon). So möchte ich heute das Gerücht verbreiten ob es denn auf eine Aktualisierung hindeutet, nur weil auf der MacHeist Seite im Hintergrund ein Tweetie Icon hervorluchst?
Die Betreiber von MacHeist sind berühmt dafür das Marketing gut verstanden zu haben. So lassen sie uns immer auf diverseste Internetseiten gehen um dort Rätsel zu lösen um auf der MacHeist Seite irgendeine App kostenlos abzustauben.

Meiner Meinung nach taucht dieses Icon nicht zufällig auf, aus besagten Gruenden. Nur was das genau zu bedeuten vermag kann ich nur andeuten.

Was sagt ihr, hat das jetzt was zu sagen? Kriegen wir Tweetie 2 für den Mac doch noch? Wenn ja, wann? Oder glaubt ihr solche Gerüchtekücherei gar nicht?

Wer es noch nicht mitbekommen hat – Apple hat gestern die Preise der jährlichen Gebühr für das Mac Developer Program auf einen erträglichen Betrag gesenkt. Mit $99 ist man nun dabei, sozusagen ein Schnäppchenpreis verglichen mit der Summe, den man vorher nach Cupertino überweisen musste. Einen Hardware-Rabatt darf man nun allerdings nicht mehr erwarten.

Nun dürfen wir uns daran erfreuen, dass vielleicht der ein oder andere begabte Programmierer entdeckt wird, der sich vorher den Beitrag nicht leisten konnte. Ebenso darüber, der Pre-Releases nicht mehr in dubiosen Quellen gezogen werden – oder vielleicht jetzt erst recht? Wer weiss…

Wen von euch darf ich denn nun demnächst als offiziellen Mac Developer hier begrüßen?