Sosumi Show

Jeden Tag entdecken wir etwas Neues, doch das Beste ist uns meist unbekannt. Seit einem knappen Jahr nehmen Andreas und ich unseren nerdigen Podcast auf, und haben immer mehr Spaß dabei.

Zur 20. Jubiläumsfolge (ich war schon froh, dass wir überhaupt die 10 geschafft haben) wird es am Sonntag, den 1. April 2012 um 18.00 Uhr einen Livestream geben. Und damit die Follower und Views nicht bei null bleiben, haben wir natürlich keine Mühen gescheut euch auf geeignete Weise zu erpressen. Wer am Sonntag einschaltet, hat die Chance einige Apps zu gewinnen, die im Rahmen der Sendung verlost werden. Wenn das mal kein Anreiz ist.

Die Ankündigung gibt es auf der Webseite, oder gleich in iTunes.
Der Livestream zur Sosumi Show Episode 20 bei Justin.tv erfordert leider Flash, doch für so ein besonderes Ereignis kann man das sicherlich einmalig verschmerzen und Chrome starten.

Das Bamboo erfüllt die Wünsche der meisten Tablet-Anwender – die Empfindlichkeit ist auf dem Niveau dessen, was die letzten 10 Jahre als High-End galt. Dazu kommen Apple-ähnliche Touch-Funktionen und leider ein ziemlich beschissener Stift, der sich nicht mit einer Alternative ersetzen lässt.

Dem gegenüber steht das Intuos 5, deutlich, deutlich teurer, dafür mit der Flexibilität, die man sich von Wacom erhofft hat. Aber der Aufpreis ist nicht für jeden gerechtfertigt, so dass das Bamboo durchaus eine Lücke füllt – und das Magic Trackpad gehörig unter Druck setzt.

Vorgeschichte.

Ich mag Grafiktablets. Das liegt einerseits an meinem krankhaften Nonkonformismus, andererseits an meiner Arthritis. Entsprechend hatte ich mir schon vor Jahren „ein Wacom“ besorgt; ein Graphire 2 incl. Maus. Das funktionierte am Linux-Rechner sehr gut, aber als ein Macbook meinen Desktop ersetzte ging das Graphire an eine befreundete Künstlerin, so zum rumkritzeln.

Ein paar Jahre später, Weihnachten steht vor der Tür’, und ich habe eine Freundin, die ebenfalls gerne zeichnet. Ich hatte viel Gutes und wenig Schlechtes übers Bamboo gehört, also bot es sich als Geschenk an. Das Teil tat gut unter Windows, aber ich wurde auch wieder neugierig – wäre das etwas für mich? Ich hatte mir vor einigen Monaten einen iMac gekauft, und schon früher kam ich mit dem Magic Trackpad nicht klar. Zehn Minuten damit und meine Hand ist tot. Also lieh ich mir das Bamboo Pen & Touch aus und stöpselte es an den iMac. Und es erfüllte meine Bedürfnisse ganz gut:

  1. Fotobearbeitung. Stichwort lokale Anpassungen und Masken.
  2. Arthritis. Handhaltung ist wichtig; ich war bisher aus diesem Grund mit einem Kensington-Trackball unterwegs.
  3. Kompakt. Ich habe nur wenig Platz an meinem Arbeitsplatz, und ausufernde Bewegungen gehen wegen 2) auch eher schlecht.

Nach einer Woche war ich vom Bamboo überzeugt. Fast. Zum Vergleich holte ich mir den großen Bruder ins Haus. Und um Lesefaulen die Sache einfach zu machen: Hier steht jetzt ein Intuos 5. Aber der Reihe nach.

Bamboo Pen & Touch.

Das Tablet kommt mit Stift, Treiber-CD und einem Haufen Software. Vier programmierbare Knöpfe auf dem Tablet, Wippschalter und Radiergummi-Äquivalent am Stift – deutlich mehr Möglichkeiten, als ich damals mit dem Graphire hatte. Und wie der Name schon sagt lässt sich das Tablet auch als Touchpad verwenden. Mit Multitouch. Am Mac standardmäßig mit denselben Gesten wie mit dem Magic Trackpad oder einem Macbook, incl. Drehen, Zoomen, Mission Control und so weiter. Selbst das vertikale Scrollen lässt sich auf „Natural“ umschalten, wenn man so gestrickt ist. Auch wenn Wacom noch immer daran arbeitet, dass es auch horizontal passt.

Kurz gesagt: Als Touch-Eingabegerät so etwas wie ein viel größeres Magic Trackpad, als Stift-Gerät ein mehr als ordentliches Grafiktablett. Aber leider empfand ich den Stift als unbequem, was fürs Zeichnen zwischendurch wohl weniger zählt als für Schmerzleute wie mich. Also besorgte ich mir zur Ansicht ein:

Intuos 5.

Höhere Empfindlichkeit als beim Bamboo, in allen Belangen von Auflösung über Druckpunkte bis zu Neigung. Schon in der kleinsten Ausführung sechs frei programmierbare Knöpfe plus ein Scroll-Rad, ebenfalls programmierbar. Dieselben Touch-Funktionen wie mit dem Bamboo. Der gewohnte, gummierte Wacom-Stift mit Wippschalter und Radierer. Und anders als am Bamboo läuft auch die alte Intuos-Maus – das Tablet wird dann zur Mausmatte, ein zusätzliches Kabel ist nicht nötig.

Das Ganze kostet dafür fast das Doppelte. Ist das Intuos 5 den Aufpreis wert?

Im Vergleich.

Technisch sind die Unterschiede bekannt – das Intuos 5 ist deutlich genauer als das Bamboo, es kommt mit Beleuchtung, einem Stifthalter, optionaler Maus und einer Auswahl von kompatiblen Stiften, die nicht mit dem Bamboo funktionieren. Luxus, besonders im Vergleich zu den Dingern, die die letzten Jahrzehnte in Studios rumstanden.

Aber leider für mich relevant. Das Bamboo ist ein ordentliches Tablet, aber weshalb man an den – sorry – beschissenen Bamboo-Stift gebunden ist weiß wohl nur Wacom. Sie verkaufen die Intuos-Stifte und auch die Maus gesondert, die € 40 für den „Grip Pen“ würden wohl auch einige Bamboo-Benutzer gerne zusätzlich in die Hand nehmen. Dass die uralte, bewährte Mausunterstützung weggefallen ist verstehe ich ebenfalls nicht – Touch, schön und gut, aber manchmal benötigt man ein traditionelles Eingabegerät. Ich sage nur „Spiele“. Hier handelt es sich wohl um eine künstliche und ziemlich dumme Beschneidung der Treibersoftware, um die Intuos-Tablets verkaufen zu können. Obwohl Bamboo + Maus + ordentlichem Stift bereits in Intuos-Preissphären vorstoßen würden.

Ich bin hier nicht wirklich neutral, gebe ich gerne zu. Meine Wahl liegt zwischen gespartem Geld mit einem Bamboo, dafür mehr Rheumamittel als mit dem Intuos. Und der Schmerz gewinnt.

Fazit.

Wer mit dem Magic Trackpad ohne Schmerzensschreie klar kommt aber gerne mal mit einem Stift arbeitet, der wird mit dem Bamboo glücklich werden. Auch, weil er oder sie die Touch-Funktionen häufiger einsetzen wird als den Stift in die Hand zu nehmen.

Bei wem es andersrum funktioniert – vorwiegend Stift, nur zum Einloggen Touch – ist gut beraten, die Intuos-Linie auszuprobieren. Es macht mich zornig, dass diese Situation vorwiegend dem Marketing geschuldet ist. Das Bamboo wäre perfekt für Consumer, könnte man nur den Stift nach den eigenen Bedürfnissen auswählen. Geht nicht – leider. Ich hoffe auf die Rheumaliga.

Ich bin ja für Transparenz – obwohl ich kein Pirat bin. Daher sei vorab gesagt, dass ich diese Publikation nicht am Kiosk gekauft habe. Nein, sie lag völlig überraschend im Briefkasten. Ein Rezensionsexemplar, garniert mit einem freundlichen Anschreiben. Nun ist es nicht so, dass mir die Mac & i gänzlich unbekannt gewesen wäre, schließlich bin ich Konsument (und zweitweise auch Abonnent) des Heise-Flaggschiffs c’t.

Der wohl einzige Grund, wieso ich noch nie zu der Zeitschrift gegriffen habe, dürfte meine Abneigung gegenüber Mac-Zeitschriften sein. Das hat selbstredend nichts mit der Thematik zu tun, sondern vielmehr damit, dass bisher sämtliche Machwerke mit eher langweiligem Inhalt glänzen durften. Ist ja nicht so, dass man als Blogger und Netzbewohner nicht schon genug Informationen zusammengetragen bekommt.

Blöderweise habe ich mein Urteil über die Mac & i nun schon im Beitragstitel vorweg genommen. Ich hätte allerdings auch keinen Beitrag verfasst, wenn mir das Heft nicht gefallen hätte. Das, was die Zeitschrift aber zu etwas Besonderem macht, ist nicht nur die Tatsache, dass da unser allseits geschätzter Blogger-Kollege Leo Becker mitwerkelt. Eher sind es Artikel, wie der über die Optimierung von WLANs, die erstens nützlich und zweitens derart qualitativ in keiner anderen Zeitschrift (außer vielleicht in der c’t) zu finden sind.

Von daher: klare Kaufempfehlung. Und das, ohne jetzt den kompletten Inhalt auseinander zu nehmen. Ich denke, das Investitionsrisiko hält sich in Grenzen, von daher schaut euch das Heft mal an.

Danke an den Verlag – Ziel erreicht.

Datenschleuder Smartphone: Das ist der Titel, der zurzeit auf dem aktuellen Cover der Zeitschrift “c’t” zu lesen ist. “Apps bedienen sich selbst” und “So finden Sie heraus, was Programme über Sie verraten” sind die Leitfaden im Artikel. Sind Apps wirklich so gefährlich oder oder ist der Artikel pure Panikmache?

Immer mehr Menschen interessieren sich für Tablets und Smartphones. Mit dem heutigen Erscheinen des neuen iPads wird Apple sicherlich weitere neue Kunden begrüßen dürfen. Doch was wäre ein iPhone oder ein iPad ohne seine kleinen Helferlein? “Es gibt für alles eine App” lautete einer der Werbeslogan von Apple, und ohne Apps oder den App Store wäre der Erfolg der iDevices wohl nicht in dieser Art möglich gewesen. Doch obwohl uns Apps im Alltag sehr behilflich sind, hat sich mittlerweile eine Kultur entwickelt, deren Entwicklung man durchaus mit Sorge betrachten sollte.

[weiter…]

Apple lässt sich eine noch flachere Tastaturkonstruktion patentieren. Das Ziel ist klar – das MacBook Air wird eines Tages noch flacher werden, als es ohnehin schon ist. Interessant dabei ist auch der folgende Teil der Meldung:

Die Tastenkappe könnte aus praktisch allen festen Materialien gebaut werden, da es sich nur noch um ein Plättchen handelt, das auf dem Hebel aufgesetzt wird. Apple geht davon aus, dass auch Glas, Holz, Stein oder gar polierte Teile eines Meteoriten dazu verwendet werden können.

Meteoriten. Oha. Man munkelt, dass die erste große Lieferung am 21. Dezember 2012 erwartet wird.

Spaß beiseite. Flach ist toll, und wenn bei der neuen Konstruktion auch die Ergonomie nicht auf der Strecke bleibt, spricht da auch nichts gegen. Was ich mir allerdings wünschen würde, wäre eine Tastatur, die Flüssigkeit ab- bzw. aushält. Das muss doch machbar sein – andere Hersteller (IBM, DELL) bekommen das doch auch hin. Ich kenne unzählige User, die durch eine kleine Unachtsamkeit ihr MacBook ruiniert haben. Also los Apple, strengt euch mal an. Flach und wasserdicht – das wär’s…